Wohnungsbesichtigung: Checkliste & Tipps

Mit unserer Checkliste für die Wohnungsbesichtigung sind Sie auf der sicheren Seite. Denn bei einem Besichtigungstermin haben Sie nur kurz Zeit, um alle Ihre Fragen zu klären und einen guten Eindruck zu hinterlassen. Hier erfahren Sie, welche Fragen Sie dem Vermieter oder Makler stellen sollten. Wir erklären auch, worauf Sie vor, während und nach dem Termin und bei der Wohnungssuche generell achten müssen.

Tipps für die Wohnungsbesichtigung
Bei der Wohnungsbesichtigung müssen Sie in kurzer Zeit alle wichtigen Fragen zu Haus oder Wohnung klären. © gettyimages/fizkes

Die Wohnungsbesichtigung ist ein wichtiger Teil der Wohnungssuche. Hier erfahren Sie alles, was Sie zum Besichtigungstermin wissen müssen. Außerdem haben wir im Anschluss wichtige Tipps für Sie, die Ihnen die Wohnungssuche erleichtern werden:

Vor der Wohnungsbesichtigung: Kontaktaufnahme

Haben Sie eine Wohnungsanzeige gefunden, die Ihr Interesse geweckt hat, müssen Sie sich mit dem Vermieter oder Makler in Verbindung setzen. Zögern Sie dabei nicht. Vor allem in Großstädten sind Besichtigungstermine schnell vergeben.

Bevor Sie die Anfrage senden, lesen Sie genau nach: Meistens können Sie schon aus der Anzeige entnehmen, ob der Vermieter oder Makler lieber per E-Mail, Kontaktformular oder Anruf kontaktiert werden möchte.

Im Zweifel empfiehlt sich eine E-Mail. Darin können Sie als Interessent wichtige Informationen nennen und den Vermieter direkt ansprechen. Das sollte in Ihrer Anfrage enthalten sein:

  • Ist der Name des Vermieters oder Maklers angegeben, sprechen Sie ihn unbedingt direkt mit seinem Namen an.
  • Geben Sie auch an, um welche Wohnung es geht: zum Beispiel mit Anzahl der Zimmer und der angegebenen Adresse.
  • Zeigen Sie Ihr Interesse für die Wohnung: Erwähnen Sie in einigen Sätzen, warum die Wohnung Sie besonders anspricht.
  • Schreiben Sie auch ein bis zwei Sätze zu sich selbst. So kann sich der Vermieter direkt einen ersten Eindruck von Ihrer Person machen.
  • Bitten Sie den Vermieter oder Makler freundlich um einen Besichtigungstermin.
  • Als Abschiedsgruß eignet sich eine nette, aber förmliche Formulierung, zum Beispiel „mit freundlichen Grüßen“, „herzliche Grüße“, „freundliche Grüße“ oder „vielen Dank im Voraus“.

Meldet sich der Vermieter mit einem Besichtigungstermin bei Ihnen, sollten Sie ihm darauf möglichst schnell antworten. Versuchen Sie dann am besten, einen Einzeltermin bei Tageslicht zu vereinbaren.

Besichtigungstermin: Vorbereitung & Unterlagen

Wenn Sie gut auf den Besichtigungstermin vorbereitet sind, haben Sie es bei der Besichtigung selbst leichter. Sie wissen, worauf Sie achten müssen und welche Fragen Sie klären wollen. Überlegen Sie sich schon vorher gut, welche Informationen für Ihre eigene Entscheidung wichtig sind und wie Sie beim Vermieter einen möglichst guten Eindruck hinterlassen können.

Termin festlegen & planen

Darauf sollten Sie bei der Planung des Termins achten:

  • Vereinbaren Sie einen Einzeltermin: Vor allem in Großstädten sind Massenbesichtigungen mit bis zu mehreren Dutzend Personen üblich. Wenn möglich, sollten Sie aber versuchen, einen Einzeltermin zu bekommen. So können Sie den Vermieter leichter von sich überzeugen und im persönlichen Gespräch alle Ihre Fragen zur Wohnung klären. Ein Tipp: Auch bei einer Besichtigung mit anderen Personen sollten Sie unbedingt den Kontakt zum anwesenden Vermieter, Makler oder Hausverwalter suchen. So können Sie Fragen aus dem Weg räumen, signalisieren Ihr Interesse und bleiben ihm im Gedächtnis.
  • Achten Sie auf Tageslicht: Nur wenn es hell genug ist, bekommen Sie einen vollständigen und guten Blick auf die Wohnung und das Umfeld. Bei Dunkelheit können Sie mögliche Mängel schneller übersehen.
  • Achten Sie auf die Uhrzeit: Am besten lassen Sie sich die Wohnung unter der Woche kurz nach Feierabend zeigen. Dann ist das Verkehrsaufkommen am höchsten und viele Nachbarn sind bereits zu Hause. So bekommen Sie einen realistischen Eindruck darüber, wie laut es in der Wohnung ist. Achten Sie auch darauf, ob sich andere Lärmquellen (Bahngleise, Gewerbe, Flugschneisen) in der nahen Umgebung befinden.
  • Notieren Sie sich Fragen: Überlegen Sie, was Ihnen für Ihre Entscheidung wichtig ist. Dafür können Sie am besten unsere Checkliste für die Wohnungsbesichtigung verwenden. Darin finden Sie alle wichtigen Fragen, die Sie beim Besichtigungstermin klären sollten. Sie können sich auch zusätzliche Notizen machen. So übersehen oder vergessen Sie nichts bei der Besichtigung.
  • Nehmen Sie eine Begleitperson mit: Ein Freund oder guter Bekannter kann die Wohnung noch einmal zusätzlich und aus neutraler Sicht betrachten. Denn vier Augen sehen bekanntlich mehr als zwei. Ihre Begleitung kann Ihnen eine zweite Meinung bieten und Sie auf mögliche Mängel oder Unklarheiten hinweisen. Ein Gespräch hilft Ihnen auch, wenn Sie sich bezüglich der Wohnung nach dem Termin noch unsicher sind.
  • Nehmen Sie einen Zollstock mit: So können Sie direkt überprüfen, wie viel Nutzfläche die Wohnung wirklich bietet und ob Ihre Möbel darin gut Platz finden.
Checkliste für die Wohnungsbesichtigung
Mit einer guten Checkliste werden Sie bei der Wohnungsbesichtigung nichts übersehen oder vergessen. © gettyimages/Jirapong Manustrong

Unterlagen zusammenstellen

Sie sind als Interessent bei der Wohnungsbesichtigung nicht dazu verpflichtet, dem Vermieter oder Makler vorab persönliche Informationen von sich zu übermitteln. Sie können zum Termin aber wichtige Unterlagen mitbringen, um dem Vermieter bei seiner Entscheidung zu helfen. Belege, die Ihre Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit als Mieter nachweisen, machen direkt einen guten Eindruck. Das können zum Beispiel sein:

  • eine Bonitätsauskunft, zum Beispiel von der Schufa
  • Gehaltsnachweise, zum Beispiel in Form von Gehaltsabrechnungen oder Kontoauszüge, bei denen Sie alle nicht-relevanten Daten schwärzen können
  • eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung des bisherigen Vermieters: Das ist ein Nachweis dafür, dass Sie aus dem vorherigen Mietverhältnis keine Schulden beim Vermieter hinterlassen haben. Die Bescheinigung muss Ihr Vorvermieter Ihnen aber nicht ausstellen, wenn er das nicht möchte.
  • bei jungen Mietern: eine Bürgschaft der Eltern

Die Unterlagen können Ihnen helfen, den Vermieter oder Makler von sich zu überzeugen. Haben Sie alle wichtigen Dokumente direkt beim Besichtigungstermin dabei, wirken Sie sehr gut vorbereitet.

Kleidung und Auftritt planen

Bei dem Besichtigungstermin für die Wohnung geht es auch darum, beim Vermieter einen guten Eindruck zu hinterlassen. Am Ende kann schließlich nur ein Interessent die Wohnung bekommen.

Unser Tipp: Ziehen Sie etwas Schönes an, worin Sie sich wohlfühlen. Wählen Sie Ihre Kleidung am besten schlicht, aber ordentlich. Das ist in den meisten Fällen eine gute Wahl.

Ziehen Sie als Mann zum Beispiel eine lange, dunkle Hose und ein Hemd mit einem faltenlosen Sakko an. Frauen können zum Beispiel eine lange Stoffhose oder einen mittellangen Rock mit gebügelter Bluse kombinieren.

Paar bei Wohnungsbesichtigung
Mit ordentlicher Kleidung und guten Manieren hinterlassen Sie bei Vermieter oder Makler einen positiven Eindruck. © gettyimages/bernardbodo

Beim Besichtigungstermin: Was ist wichtig?

Hier finden Sie Tipps, worauf Sie beim Termin für die Wohnungsbesichtigung achten sollten, um einen guten Eindruck zu hinterlassen und während des Termins nichts zu vergessen.

Richtig auftreten & Fragen klären

Bei der Besichtigung geht es darum, einen umfassenden Eindruck der Wohnung zu bekommen. Es ist aber auch wichtig, sich mit dem Vermieter oder Makler auszutauschen und bei ihm ein positives Bild zu hinterlassen. Neben der passenden Kleidung können Sie bei dem Termin auch immer mit guten Manieren punkten:

  • Stellen Sie sich dem Vermieter oder Makler mit Ihrem Namen vor und geben Sie ihm die Hand.
  • Wenn Sie mit ihm sprechen, halten Sie den Blickkontakt. So wirken Sie sicher und überzeugend.
  • Signalisieren Sie Ihr Interesse, wenn Ihnen die Wohnung gefällt.
  • Scheuen Sie sich nicht, Fragen zur Wohnung zu stellen. Sie sollten zwar immer höflich bleiben, aber es spricht nichts dagegen, Ihre Fragen zu klären.

Fragen Sie zum Beispiel nach, warum der Vormieter ausgezogen ist, wie viele Parteien im Haus wohnen oder ob es einen Hausmeister gibt. Das zeigt echtes Interesse. Wenn Sie beispielweise Haustiere haben, sollten Sie unbedingt auch klären, ob in der Wohnung das Halten von Katzen und Hunden erlaubt ist. Kleintiere darf dagegen jeder Mieter als Haustier besitzen. In unserer Checkliste für die Wohnungsbesichtigung finden Sie alle weiteren Fragen, die Sie während der Besichtigung klären sollten.

Auch wichtig: Machen Sie während der Wohnungsbesichtigung keine festen Zusagen und unterschreiben Sie nichts. Seien Sie in einem solchen Fall vorsichtig. Kein seriöser Vermieter wird das von Ihnen verlangen.

Genau hinsehen

Bei der Wohnungsbesichtigung haben Sie nur kurz Zeit, um sich alle Zimmer und das Haus anzusehen. Es ist wichtig, dass Sie genau hinsehen, damit Sie sich ein gutes Bild von der Wohnung und dem Haus machen können.

Ein Tipp: Fotos helfen Ihnen, sich an die Wohnung zu erinnern. Sie können als sinnvolle Gedächtnisstütze dienen.

Überprüfen Sie bei der Besichtigung zum Beispiel auch, ob alle Wasserhähne einwandfrei laufen, ob sich Fenster und Türen gut öffnen lassen oder ob die Heizung funktioniert. Lassen Sie sich nicht hetzen. Auch weitere wichtige Tipps, auf die Sie achten sollten, finden Sie in unserer Checkliste für die Wohnungsbesichtigung.

Interesse bekunden

Gefällt Ihnen die Wohnung gut, sollten Sie das dem Vermieter direkt sagen. Dann weiß er, ob Sie für die Wohnung in Frage kommen und ob er Sie in seine Auswahl aufnehmen kann. Klären Sie am besten auch schon vor der Verabschiedung, ob und bis wann sich der Vermieter bezüglich der Wohnung bei Ihnen melden wird.

Hausfassade einer Wohnung
Bei der Wohnungsbesichtigung sollten Sie auch auf die Umgebung und auf den Zustand des Hauses achten. © gettyimages/golero

Nach der Besichtigung: Kontakt halten

Nach der Besichtigung können Sie sich noch einmal Zeit nehmen: Machen Sie sich Gedanken, ob die Wohnung wirklich Ihren Bedürfnissen entspricht. Falls Sie einen Freund oder Bekannten bei der Besichtigung dabeihatten, können Sie sich jetzt mit ihm austauschen. Das kann Ihnen helfen, wenn Sie sich noch unsicher mit Ihrer Entscheidung sind.

Sind Sie sich sicher, dass Sie wirklich Interesse an der Wohnung haben, sollten Sie das dem Vermieter oder Makler auch noch einmal mitteilen. Dafür können Sie ihm zum Beispiel eine E-Mail schicken. Bedanken Sie sich am besten auch noch einmal für seine Zeit.

Haben auch Sie den Vermieter oder Makler überzeugt, wird er sich mit einer Zusage bei Ihnen melden.

Falls Sie doch eine Absage erhalten: Seien Sie nicht beleidigt oder traurig, sondern nutzen Sie lieber die neue Chance. Fragen Sie den Vermieter oder Makler zum Beispiel, ob er auch eine ähnliche Wohnung im Angebot hat. So können Sie sich beide im besten Fall eine weitere Gruppenbesichtigung sparen.

Weitere Tipps für die Wohnungssuche

Die Wohnung war nicht die richtige für Sie? Dann sollten Sie sich nach weiteren Angeboten umsehen. Dafür können Sie verschiedene Möglichkeiten nutzen. Unsere Tipps für die Wohnungssuche helfen Ihnen, Ihre Traumwohnung zu finden:

  • Es gibt viele Onlineportale, in denen Wohnungen und Häuser angeboten werden. Hier sind einige Beispiele: Immobilienscout24, Immowelt, wohnungsbörse.net oder Immonet. Für viele große Städte werden zusätzlich regionale Suchbörsen im Internet angeboten, zum Beispiel von der Stadt selbst oder den örtlichen Universitäten. Informieren Sie sich darüber am besten im Internet
  • Sind Sie aktiv auf der Suche, können Sie in den meisten Onlineportalen auch selbst eine Anzeige schalten. So können sich Vermieter direkt an Sie wenden, wenn Sie nach einem Nachmieter suchen.
  • Auch Zeitungen teilen Wohnungsausschreibungen. Schauen Sie die regionale und überregionale Presse regelmäßig durch und schalten Sie darin zum Beispiel auch selbst eine Anzeige.
  • Häufig laufen Wohnungsvermittlungen auch über das private Netzwerk ab. Durch die gemeinsamen Kontakte besteht normalerweise auf beiden Seiten schon eine größere Vertrauensbasis. Es kann also sehr hilfreich sein, Freunde und Bekannte zu fragen: Eventuell kennen Sie jemanden, der gerade eine Wohnung anbietet oder aus seiner Bleibe auszieht.
  • Sind Sie auf Sozialen Medien wie facebook aktiv, bieten sich auch solche Plattformen an. Es gibt dort zum Beispiel Gruppen für die Wohnungssuche in verschiedenen Städten, in denen Wohnungsangebote geteilt werden. Sie können dort auch selbst eine Suchanzeige schalten.

Die Traumwohnung finden

Jetzt wissen Sie, worauf Sie bei der Wohnungsbesichtigung achten müssen und wie Sie Makler oder Vermieter von sich überzeugen. Unsere Checkliste für die Wohnungsbesichtigung hilft Ihnen, alle wichtigen Fragen zu stellen, beim Besichtigungstermin nichts zu vergessen und die richtige Entscheidung zu treffen.

Steht der Umzug in Ihre Traumwohnung an, finden Sie in unserem Ratgeber wichtige Tipps inklusive praktischer Umzugs-Checkliste.

Übrigens: Auch die Versicherung ist nach jedem Umzug ein wichtiges Thema. Damit Ihr gesamter Hausrat bestmöglich geschützt ist, sollten Sie an eine Hausratversicherung denken.

Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Wohnungsbesichtigung! Ihre AllSecur

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