Umzug-Checkliste: sorgenfrei ins neue Zuhause

Mit der richtigen Planung stellen Sie sicher, dass bei Ihrem Umzug alles glatt läuft. Um Ihnen unnötige Mühen zu ersparen und Sie zu unterstützen, haben wir eine kostenlose Umzug-Checkliste zum Herunterladen zusammengestellt, mit der Sie Ihren Umzug sorgenfrei planen und ohne Stress durchführen können. Alle Details zu den einzelnen Punkten und worauf Sie besonders achten sollten, erklären wir Ihnen im Folgenden genau.

Paar beim Umzug
Damit Ihr Umzug sicher und stressfrei verläuft, kommt es auf die richtige Planung an. Unsere Umzug-Checkliste hilft Ihnen dabei. © gettyimages/PeopleImages

Wenn Sie bald in Ihr neues Zuhause ziehen, können Sie sich hier vorab unsere Umzug-Checkliste kostenlos herunterladen. Weitere wichtige Informationen zum Thema haben wir im Folgenden für Sie zusammengestellt:

Was muss ich mindestens 3 Monate vorher tun?

Drei Monate vor Ihrem Umzug kümmern Sie sich um die wichtigsten Grundlagen, damit später alles reibungslos ablaufen kann. Das betrifft die Kündigung Ihrer alten Wohnung, aber auch die Umzugsplanung.

Alte Wohnung kündigen

Sobald Sie den neuen Mietvertrag unterschrieben haben, sollten Sie Ihre aktuelle Wohnung kündigen. Ihre Kündigung muss der Vermieter schriftlich erhalten, bevor die Kündigungsfrist abläuft. Meist sind es drei Monate. Die genaue Angabe finden Sie in Ihrem Mietvertrag.

Im selben Zuge sollten Sie auch die Anbieter Ihres Telefon-, Kabel- und Internetanschlusses informieren und sich ummelden. In vielen Fällen können Sie Ihren Vertrag einfach behalten und in Ihrem neuen Zuhause weiter nutzen.

Schlüssel für Umzug
Sobald Sie den neuen Mietvertrag unterschrieben haben, können Sie anfangen, Ihren Umzug zu planen. © gettyimages/Nednapa

Urlaub einreichen

Wenn Sie nicht am Wochenende, sondern unter der Woche umziehen möchten, sollten Sie Urlaub beantragen.

Das sollten Sie beachten: Möchten Sie zwischen Montag und Freitag umziehen, können Freunde und Bekannte möglicherweise nicht als Helfer einspringen.

Spedition beauftragen

Möchten Sie für Ihren Umzug eine Spedition engagieren, sollten Sie frühzeitig dort anrufen und einen festen Termin vereinbaren. Klären Sie am besten auch, ob die Spedition sich um eine Halteverbotszone kümmert.

Auf der Suche nach einem seriösen Umzugsunternehmen können Ihnen die folgenden Fragen weiterhelfen:

  • Wie viel Erfahrung hat das Umzugsunternehmen? Ein Unternehmen mit mehrjähriger Erfahrung kann Dauer und Umfang Ihres Umzugs meist besser einschätzen als eines, das erst wenige Umzüge durchgeführt hat. Möchten Sie zügig und professionell umziehen, sollten Sie darauf achten. Dabei können aber auch höhere Kosten anfallen als bei einem Unternehmen mit weniger Erfahrung.
  • Bietet das Unternehmen eine Besichtigung an? Sieht sich das Unternehmen die Wohnung vorab an und legt den Umfang des Umzugsguts genau fest, ist das ein Zeichen für Professionalität. Denn so erhalten Sie einen verlässlichen Kostenvoranschlag.
  • Ist die Versicherungsfrage geklärt? Entsteht beim Umzug ein Schaden, muss das Umzugsunternehmen laut § 451e HGB 620 Euro pro Kubikmeter Transportgut zahlen. Haben Sie besonders wertvolle Möbel, sollten Sie klären, ob es möglich ist, die Summe durch Zusatzvereinbarungen zu erhöhen.
  • Kann das Umzugsunternehmen Zertifizierungen vorweisen? Achten Sie darauf, dass Ihr Unternehmen einem Verband angehört oder andere Zertifizierungen vorweisen kann. Denn Verbände wie der Bundesverband für Möbelspedition & Logistik (AMÖ), das Europäische Netzwerk von international tätigen Speditionsunternehmen (Euromovers) oder der Internationale Verband für Umzugsindustrie (FIDI) setzen bei der Aufnahme ihrer Mitglieder Qualitätsstandards voraus.
  • Besitzt der Anbieter große Transporter? Hat die Firma große Transporter, muss weniger oft hin und her gefahren werden. Fragen Sie auch, ob das Unternehmen eine gesetzliche Güterkraftverkehrslizenz besitzt. Sie erlaubt dem Transportunternehmen als solches tätig zu sein, vorausgesetzt es erfüllt alle Bedingungen dafür. Um die Lizenz zu bekommen, muss das Unternehmen persönliche Zuverlässigkeit, finanzielle Leistungsfähigkeit und fachliche Eignung nachweisen.
  • Sind alle Kosten klar festgelegt? Achten Sie darauf, dass es einen Festpreis gibt, in dem alle Arbeitsstunden und Fahrten enthalten sind. So verhindern Sie, dass unerwartet höhere Kosten auf Sie zukommen.
  • Erfolgt die Zahlung auf Rechnung statt auf Vorkasse? Seriöse Umzugsunternehmen stellen erst nach getaner Arbeit eine Rechnung. Die Zahlung per Vorkasse oder Anzahlungen sind eher unüblich.
  • Sitzt die Firma in der Nähe? Bei einem Unternehmen in Ihrer Nähe sparen Sie sich die Kosten für lange Anfahrten oder Leerfahrten.

Transporter mieten

Reservieren Sie rechtzeitig einen Transporter beim Mietwagenservice, wenn Sie keine Spedition engagieren möchten. Gerade an den Wochenenden zum Monatswechsel stehen häufiger Umzüge an.

Sind Sie es nicht gewohnt, größere Autos zu fahren, sollten Sie beim Mieten des Fahrzeugs einen Vollkaskoschutz dazu buchen.

Entrümpeln & Sperrmüll beantragen

Fangen Sie rechtzeitig mit dem Entrümpeln an, damit Sie beim Umzug selbst nicht auch noch Ausmisten müssen. Es gilt die Faustregel: Was Sie mehr als zwei Jahre nicht mehr genutzt haben, können Sie verschenken, verkaufen oder auch auf den Wertstoffhof bringen.

Wenn Sie etwas nicht verkaufen können oder es zu groß ist, sollten Sie bei Ihrer Gemeinde nachfragen, welche Regelungen es für Sperrmüll gibt. In manchen Städten können Sie einen Termin vereinbaren, an dem Sie den Sperrmüll vors Haus stellen und er dann abgeholt wird. Das ist aber nicht immer möglich.

Kümmern Sie sich auf jeden Fall rechtzeitig darum. Denn selbst wenn es die Möglichkeit in Ihrem Wohnort gibt, kann es mehrere Wochen dauern, bis ein Termin frei wird. Normalerweise müssen Sie den Antrag zur Sperrmüllabholung schriftlich stellen. Über die genauen Regelungen informieren Sie sich am besten direkt bei Ihrer Gemeinde oder Stadt.

Was steht 4 bis 6 Wochen vor dem Umzug an?

Vier bis sechs Wochen vor dem Umzug sollte Ihre Planung konkreter werden. Jetzt sollten Sie möglichst genau vorgehen und alle wichtigen Voraussetzungen für den Umzug klären.

Umzugskartons für Umzugsplanung
Sie sollten auch an die Umzugskartons denken, wenn Sie Ihren Umzug planen. © gettyimages/Choreograph

Hausratversicherung informieren oder abschließen

Sobald feststeht, wann Sie umziehen, sollten Sie Ihre Hausratversicherung informieren. Das können Sie per Telefon, E-Mail oder Fax tun.

Es ist wichtig, dass Sie das noch vor dem Einzug erledigen, damit der Versicherungsschutz rechtzeitig angepasst werden kann. Sonst kann es passieren, dass Sie unterversichert sind. Das heißt: Ihr Hausrat hat eine geringere Versicherungssumme als er wert ist. Die Folge: Kommt es dann zu einem Schaden, zahlt Ihnen die Versicherung nur den niedrigeren Betrag, wenn Sie ihr den neuen Wert Ihres Hausrates nicht mitgeteilt haben. Informieren Sie deshalb Ihre Hausratversicherung schon möglichst früh über den anstehenden Umzug und die Änderung Ihrer Versicherungssumme.

Haben Sie bislang keine Hausratversicherung abgeschlossen, können Sie das auch tun, solange Sie noch in der alten Wohnung wohnen. Denn der Versicherungsschutz überträgt sich beim Umziehen. Das heißt, er gilt dann auch parallel für die neue Wohnung.

In der Übergangsphase (bei der AllSecur sind es drei Monate) sind mit Ihrer Hausratversicherung sogar beide Wohnungen versichert. Danach gilt der Schutz nur noch für Ihr neues Zuhause.

Bis zum Umzug sollten Sie Ihrer Hausratversicherung die Angaben zu Ihrer neuen Wohnung zusenden. Das betrifft:

  • die neue Adresse und Details zur Wohnung (etwa das Stockwerk)
  • die Anzahl der Quadratmeter (wenn die neue Wohnung größer oder kleiner ist als die vorherige)
  • die Versicherungssumme des Hausrats (nach dem Umzug haben Sie möglicherweise alte Gegenstände entsorgt oder neue angeschafft)
  • Sicherheitsmerkmale der neuen Wohnung (wie spezielle Sicherheitsschlösser)

Tipp: Wenn Sie mit Ihrem Partner zusammenziehen oder heiraten, genügt eine gemeinsame Hausratversicherung. In dem Fall behalten Sie normalerweise die Versicherung, die zuerst abgeschlossen wurde und kündigen die andere. Die Person, die den älteren Vertrag hat, ist dann der Versicherungsnehmer.

Halteverbotszone beantragen

Ein Halteverbotsschild müssen Sie beim Umzug laut § 45, Abs. 6 StVO bei der Straßenverkehrsbehörde beantragen, wenn der Straßenverkehr beim Be- und Entladen gestört wird.

Das ist der Fall, wenn Sie in einem Bereich umziehen, in dem Halte- oder Parkverbot gilt oder der Umzug in einer Fußgängerzone stattfindet. Die Genehmigung brauchen Sie zum Beispiel dann, wenn der Gehweg durch den Umzug blockiert wird.

Für Ihren Antrag bei der Straßenverkehrsbehörde sollten Sie die folgenden Informationen vorbereiten:

  • Name, Anschrift und Telefonnummer des Antragstellers
  • Grund des Halteverbots
  • Ort, an dem die Sperrung erfolgen soll
  • zu beanspruchende Fläche (Länge × Breite)
  • das Kfz-Kennzeichen und das zugelassene Gesamtgewicht des Umzugstransporters
  • den gewünschten Zeitraum der Sperrung
  • Übersichtsplan oder Skizze

Wie viel Sie dafür zahlen müssen, ist vom Umfang der Beschränkung und auch von Ihrer Region abhängig. In Berlin kann der Antrag etwa 80 Euro kosten, in Düsseldorf dagegen 170 Euro. Trotz hoher Beträge sollten Sie auf den Antrag nicht verzichten, denn sonst kann Ihnen laut § 315c Abs. 1, Nr. 2 StGB eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe drohen.

Tipp: Wenn Sie ein seriöses Umzugsunternehmen beauftragt haben, kümmert sich die Firma normalerweise um den Antrag der Halteverbotszone.

Stadtwerke oder Energieversorger informieren

Wenn Ihr Vermieter die Aufgabe nicht übernimmt, müssen Sie selbst Ihren Energieversorger darüber informieren, dass Sie ausziehen. Gleichzeitig können Sie einen endgültigen Termin ausmachen, an dem ein Mitarbeiter Ihre Zählerstände für Strom, Gas und Wasser abliest.

Umzugshelfer anfragen

Bei Ihren Freunden und Bekannten sollten Sie am besten sechs Wochen vorher anfragen, ob Sie Ihnen beim Umzug helfen können. So bleibt genug Zeit, um möglichen Umzugshelfern Bescheid zu geben und Sie laufen nicht Gefahr, dass sich Ihre Bekannten in den kommenden Wochen etwas anderes für den Termin vornehmen.

Kinderbetreuung sicherstellen

Auch ohne Kinder ist ein Umzug meist anstrengend. Dabei können sie sich auch schnell langweilen. Am einfachsten ist es deshalb, bei einer Person Ihres Vertrauens nachzufragen, ob sie sich während des Umzugs um Ihr/e Kind/er kümmern kann.

Frau notiert sich Termine
Vereinbaren Sie die Termine für die Wohnungsübergaben rechtzeitig. © gettyimages/Wavebreakmedia

Umzugskartons und Verpackungsmaterial besorgen

Pro Person sollten Sie mindestens 30 Kartons vorrätig haben. Bei Kindern sollten Sie wegen Spielzeug und Büchern sogar noch mehr Kartons miteinrechnen. Kleidung können Sie dagegen auch in Plastiksäcken transportieren. Denken Sie auch an ausreichend Klebeband, Packpapier oder Luftpolsterfolie für Zerbrechliches.

Renovierung der alten Wohnung planen

Steht in Ihrem Mietvertrag, dass Sie die Wohnung beim Auszug renovieren müssen, sollten Sie frühzeitig Farbe und Werkzeug wie Spachtelmasse, Abdeckfolie und Farbroller besorgen.

Das Renovieren dauert in der Regel bei kleinen Wohnungen einen Tag, wenn Sie allein arbeiten. Bei größeren Wohnungen müssen Sie oft mehrere Tage einplanen. Schneller geht es, wenn Sie sich auch hier Hilfe holen.

Tipp: Prüfen Sie auch, ob der vorherige Mieter Ihre neue Wohnung renovieren muss und sprechen Sie sich gegebenenfalls mit ihm ab.

Termine für die Wohnungsübergaben vereinbaren

Den Termin für die Übergabe der neuen Wohnung legen Sie am besten kurz vor den Tag des Umzugs.

Den Termin für die Übergabe der alten Wohnung sollten Sie lieber auf ein paar Tage nach dem Umzug legen. So haben Sie noch ausreichend Zeit, um die Wohnung zu streichen, Schönheitsreparaturen vorzunehmen und zu putzen. Sprechen Sie sich am besten mit dem Vermieter und dem Nachmieter ab.

Was muss ich 1 bis 2 Wochen vorher erledigen?

Jetzt sollte Ihr Umzug vollständig geplant sein und Sie sollten sich nun vor allem um das Packen der Umzugskartons, aber auch um ein paar andere Dinge kümmern, die Ihnen beim Umziehen eine große Hilfe sind.

Nachsendeauftrag bei der Post stellen

Bei einem Nachsendeauftrag braucht die Post mindestens eine Woche, um sicherzustellen, dass Briefe oder Pakete an die neue Adresse geschickt werden.

Am besten kümmern Sie sich deshalb zwei Wochen vor dem Umzug darum. Den Nachsendeauftrag schließen Sie in der Regel für Briefe und Pakete für einen Zeitraum von 12 Monaten ab. Das kostet etwa 27 Euro. Sie gehen so aber sicher, dass Sie lange genug Zeit haben, um Ihre Kontakte über die Adressänderung zu informieren.

Umzugskartons packen

Dinge, die Sie in den kommenden Tagen bis zum Umzug nicht benötigen, sollten Sie jetzt schon wegräumen. Das gilt zum Beispiel für Bücher oder den Inhalt Ihres Kellers. Im Laufe der kommenden zwei Wochen sollten Sie am besten täglich Dinge in den Kartons verstauen, die Sie bis zum Umzug nicht mehr brauchen.

Tipp: Vergessen Sie nicht die Kartons zu beschriften, damit Ihre Helfer am Tag des Umzugs wissen, wohin sie die Kartons bringen sollen oder ob zerbrechliche Dinge darin aufbewahrt sind.

Sackkarre, Transport-Rollbretter und Tragegurte

Auf Hilfsmittel wie Sackkarre, Transport-Rollbretter und Tragegurte sollten Sie auf keinen Fall verzichten, denn mit diesen Hilfsmitteln erleichtern Sie Ihren Helfern die Arbeit enorm. Entweder können Sie sie im Baumarkt kostengünstig besorgen oder Sie können sich möglicherweise bei Freunden und Bekannten etwas leihen.

Tipp: Denken Sie auch daran, das Werkzeug für Ihren Umzug zu besorgen. Hier eine Liste der Werkzeuge, die bei Ihrem Umzug bereitstehen sollten:

  • Schraubenzieher oder Akku-Schrauber
  • Hammer und Zangen
  • Metermaß
  • Spannungsprüfer
  • Nägel, Schrauben und Dübel
  • Spachtelmasse und Spachtel

Mietkaution überweisen

Möchten Sie die Zahlung schon vorab regeln, sollten Sie das etwa eine Woche vorher tun, dann geht das Geld auf jeden Fall rechtzeitig bei Ihrem Vermieter ein.

Das müssen Sie aber nicht: Als Mieter haben Sie laut § 551 Abs. 2 BGB das Recht, die Mietkaution in drei Monatsraten zu zahlen. Die erste Kautionsrate ist nicht bei Vertragsabschluss, sondern zu Beginn des Mietverhältnisses fällig.

Beispiel: Ist der Mietbeginn laut Ihrem Vertrag der 01.03., müssen Sie die Kaution nicht schon bei Vertragsabschluss zum 01.11. überweisen, sondern können die erste Rate auch zum 01.03. zahlen.

Das heißt, der Vermieter kann Ihnen das Recht auf Ratenzahlung nicht nehmen. Die Ratenzahlung muss deshalb nicht im Vertrag festgehalten sein und der Vermieter darf sie auch nicht ausschließen.

Das sollten Sie beachten: Auch wenn Sie wegen des Umzugs große Ausgaben haben, sollten Sie die Zahlung der Mietkaution keinesfalls hinauszögern. Denn der Vermieter hat das Recht, den Mietvertrag fristlos zu kündigen, wenn die Mietkaution um zwei Kaltmieten im Rückstand ist. Eine Abmahnung ist dann nicht notwendig.

Mann packt Umzugskarton
Ein bis zwei Wochen vorher sollten Sie mit dem Packen beginnen und in der Zeit bis zum Umzug jeden Tag verstauen, was Sie erst wieder in der neuen Wohnung benötigen. © gettyimages/PeopleImages

Was muss ich 1 Tag vorher beachten?

Am Tag vor dem Umzug sollten Sie nur noch Dinge erledigen, die Sie erst kurz vorher regeln können oder sollten.

Parkplätze an der alten & der neuen Wohnung freihalten

Wenn Sie keine Spedition nutzen oder sie keine Halteverbotszone beantragt haben, sollten Sie Ihre neuen, aber auch die alten Nachbarn über Ihren Umzug informieren. Hängen Sie am besten einen Zettel mit den wichtigsten Informationen an die Haustür, damit Ihre Nachbarn Bescheid wissen.

Treppenhäuser überprüfen

Bevor es mit dem Umzug losgeht, sollten Sie vorhandene Schäden in den Treppenhäusern dokumentieren. Am besten schreiben Sie die Mängel auf einer Liste auf und machen Fotos davon.

Kühlschrank abtauen

Ihren Kühlschrank sollten Sie am Morgen vor dem Tag des Umzugs abtauen. Lebensmittel, die nicht verbraucht wurden, lagern Sie dann am besten in Kühltaschen, bis der Kühlschrank in der neuen Wohnung angeschlossen ist.

Tipp: Denken Sie daran, Handtücher auszulegen, sobald Sie den Kühlschrank abschalten. Sie werden das Wasser auffangen. Am besten legen Sie sich auch gleich einen Plastikbeutel bereit, in dem Sie die Handtücher später in die neue Wohnung zum Waschen mitnehmen können.

Verpflegung & Erste-Hilfe-Kasten bereitstellen

Bereiten Sie ausreichend Brotzeit vor und besorgen Sie vor allem Wasser für Ihre Helfer. Denn ein Umzug ist körperlich anstrengend. Genug zu trinken ist dabei besonders wichtig. Stellen Sie auch vorsichtshalber Ihren Erste-Hilfe-Kasten für den Fall bereit, dass sich jemand verletzt.

Was muss ich am Umzugstag tun?

Am Tag des Umzugs kommt es auf die den richtigen Ablauf an. Auch wenn es stressig wird, sollten Sie nicht vergessen, sich an die folgenden Punkte zu halten.

Helfer einweisen

Damit Ihnen und Ihren Helfern nicht frühzeitig die Kraft ausgeht, sollten Sie regelmäßige Pausen einplanen. Am besten legen Sie mittags eine größere Auszeit ein. Machen Sie aber auch zwischendurch kürzere Pausen und vergessen Sie nicht, ausreichend zu trinken.

Verteilen Sie die anstehenden Aufgaben sinnvoll auf Ihre Helfer. So entsteht kein Chaos und Sie gehen sicher, dass jeder weiß, was er oder sie zu tun hat. Haben Sie keine Spedition beauftragt, sollten sich am besten zwei kräftige Personen um schwere Gegenstände kümmern.

Das sollten Sie wissen: Verursacht ein freiwilliger Helfer, also zum Beispiel ein Freund oder Bekannter, beim Umzug einen Schaden, zahlt Ihre Hausratversicherung nicht. Denn in einem solchen Fall handelt es sich um einen Gefälligkeitsschaden.

Frau bei Umzug
Damit am Tag des Umzugs alles reibungslos abläuft, sollten Sie Ihre Helfer schon zu Beginn genau anweisen. © gettyimages/jeffbergen

Beleuchtung abhängen

Sobald Sie die Beleuchtung nicht mehr benötigen, können Sie sie abhängen und in der neuen Wohnung wieder installieren. Sind Sie sich damit unsicher, bitten Sie am besten einen Handwerker darum.

Treppenhäuser & Gegenstände auf Schäden prüfen

Entsteht im Treppenhaus oder an einem Möbelstück ein Schaden, kommt es darauf an, wer ihn verursacht hat. Denn das bestimmt, wer am Ende die Kosten übernehmen muss.

Schaden durch das Umzugsunternehmen

Prüfen Sie sowohl im Treppenhaus Ihrer neuen, als auch der alten Wohnung, ob etwas beschädigt wurde. Falls ja, sollten Sie es fotografieren. Haben Sie eine Spedition mit dem Umzug beauftragt, können Sie dem Unternehmen die Schäden mitteilen. Es muss dann die entstandenen Kosten übernehmen, wenn sie von den Mitarbeitern verursacht wurden.

Dabei gilt: Innerhalb von 24 Stunden müssen Sie solche Schäden dem Unternehmen schriftlich melden. Ein Anruf reicht in der Regel nicht aus. Schäden, die nicht offensichtlich sind, müssen Sie innerhalb von zwei Wochen anzeigen. Sichern Sie am besten Beweise durch Fotos oder mit Hilfe von Zeugen.

Zu empfehlen ist es auch, nach dem Kauf eines Möbelstücks die Rechnung oder sonstige Belege aufzubewahren. So fällt es später leichter, den Zeitwert (also den aktuellen Wert) einer Sache zu ermitteln. Die Versicherung bezahlt Ihnen bei einem Schaden nämlich normalerweise immer nur so viel, wie der Gegenstand aktuell wert ist. Für Tiere und Pflanzen haften Spediteure meistens nicht.

Tipp: So viel Mühe sich die Spedition auch gibt, in manchen Situationen kommt es trotzdem zu einem Schaden, zum Beispiel bei Erdbeben, Sturm oder sehr starken Regenfällen. Lesen Sie sich in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Unternehmens am besten die Haftungshinweise genau durch. So erfahren Sie, in welchen Fällen die Firma nicht für Schäden haftet.

Selbst verschuldeter Schaden mit Versicherung

Haben Sie keine Umzugsfirma beauftragt und Sie verursachen im Haus einen Schaden, übernimmt normalerweise Ihre Privathaftpflichtversicherung die Kosten. Sie zahlt auch bei Umzügen normalerweise für Schäden, die Dritten entstanden sind (Personen- oder Sachschäden).

Ist Ihnen aber an Ihrem eigenen Hausrat etwas kaputt gegangen, übernimmt nur eine Hausratversicherung die Kosten.

Das sollten Sie wissen: Die Hausratversicherung ist nicht an eine Wohnung gebunden, sondern an den Versicherungsnehmer. Das heißt: Sie ist in der Regel bis zu zwei Monate sowohl für Ihre neue als auch die alte Wohnung gültig. Informieren Sie sich am besten bei Ihrer Versicherung über die Übergangszeit, in der der Schutz für beide Wohnungen besteht.

Selbst verschuldeter Schaden ohne Versicherung

Haben Sie weder ein Umzugsunternehmen beauftragt, noch eine Versicherung abgeschlossen, müssen Sie für den entstandenen Schaden normalerweise selbst aufkommen.

In der Regel müssen Sie in einem solchen Fall bei der Mietkaution mit Abzügen rechnen. Auch Schäden an Ihrem eigenen Hausrat müssen Sie selbst bezahlen.

Umzugshelfer
Hat das Umzugsunternehmen einen Schaden verursacht, muss die Spedition normalerweise die Kosten dafür übernehmen. © gettyimages/AndreyPopov

Was muss ich in der Woche danach erledigen?

Ist der Umzug geschafft, werden Sie erst einmal mit dem Auspacken und Einrichten der neuen Wohnung beschäftigt sein. Es ist aber auch wichtig, dass Sie sich richtig ummelden und Ihre alte Wohnung für die Übergabe herrichten.

Wohnsitz an- oder ummelden

Wenn sich bei Ihrem Umzug der Meldebezirk ändert (zum Beispiel beim Umzug von Berlin nach Hamburg), müssen Sie Ihren neuen Wohnsitz anmelden. Ziehen Sie aber innerhalb des gleichen Meldebezirks um (zum Beispiel innerhalb von München), müssen Sie sich nur ummelden. Das Verfahren ist aber im Prinzip dasselbe. In beiden Fällen nehmen Sie die An- oder Ummeldung bei der jeweiligen Meldebehörde vor.

Sie haben nach Ihrem Umzug zwei Wochen Zeit, sich an- oder umzumelden. Das sollten Sie am besten direkt in der Woche nach dem Umzug machen. Überschreiten Sie die Frist, kann ein Ordnungsgeld in Höhe von bis zu 500 Euro fällig werden.

Tipp: Rufen Sie am besten bei Ihrem örtlichen Einwohnermeldeamt an und fragen Sie nach den Stoßzeiten. So können Sie lange Wartezeiten umgehen.

Die folgenden Dokumente benötigen Sie, wenn Sie Ihren Wohnsitz an- oder ummelden:

  • die Identitätspapiere aller Personen, die umgezogen sind (Personalausweis oder Reisepass, Kinderausweis oder gegebenenfalls die Geburtsurkunde)
  • die Vermieterbescheinigung der neuen Wohnung
  • gegebenenfalls eine schriftliche Einverständniserklärung des Ex-Partners, wenn Sie mit Kindern umziehen und sich das Sorgerecht gemeinsam teilen

Wenn Sie verhindert sind und eine andere Person die An- oder Ummeldung vornimmt, braucht sie die folgenden Dokumente:

  • eine Vollmacht (in Bayern und Hessen muss sie vom Notar beglaubigt sein)
  • eine Kopie der Identitätspapiere aller umgezogenen Personen
  • eine Kopie des Personalausweises des Bevollmächtigten

Kfz ummelden

Nach einem Umzug müssen Sie auch Ihr Auto ummelden. Sonst droht auch hier ein Bußgeld. Je länger Sie damit warten, desto höher fällt der Betrag aus. Eine feste Frist gibt es dafür aber nicht. Die Behörde entscheidet am Ende darüber, wann Sie ein Bußgeld zahlen müssen. Bei einer Dauer von sechs Monaten können zum Beispiel 50 Euro fällig werden.

Folgende Papiere brauchen Sie, um Ihr Fahrzeug umzumelden:

Das Ummelden des Fahrzeugs kostet zwischen 26 und 29 Euro.

Alte Wohnung putzen und streichen

Zwar steht in den meisten Mietverträgen, dass die Wohnung beim Umzug besenrein zu hinterlassen ist, Sie sollten sie aber trotzdem putzen, damit Sie keine Abzüge bei der Kaution riskieren. Lesen Sie auch im Mietvertrag nach, ob Sie dazu verpflichtet sind, die Wohnung zu streichen. Tun Sie das nicht, müssen Sie auch hier mit Abzügen bei der Mietkaution rechnen.

Alte Wohnung übergeben

Zusammen mit Ihrem Vermieter gehen Sie durch Ihre alte Wohnung und prüfen anhand des Einzugsprotokolls, ob Sie während Ihrer Mietzeit Schäden verursacht haben. Lesen Sie auch die Zählerstände ab und unterschreiben Sie das Übergabeprotokoll.

Neue Adresse verteilen

Geben Sie Ihre neue Adresse nicht nur an Freunde, Bekannte und Verwandte weiter. Auch Versicherungen, Ihren Arbeitgeber, Banken oder Vereine sollten Sie informieren. Das gilt auch, wenn Sie einen Nachsendeauftrag abgeschlossen haben. Läuft er ab, sollte Ihre neue Adresse allen wichtigen Kontakten bekannt sein.

Paar bei Umzug in neue Wohnung
Nach einem erfolgreichen Umzug können Sie sich in Ihrem neuen Heim einrichten. © gettyimages/RyanJLane

Die richtige Planung für Ihren Umzug

Einen Umzug richtig zu planen, ist nicht ganz einfach. Mit unserer Umzug-Checkliste hoffen wir aber, Ihnen eine optimale Hilfestellung geben zu können, damit alles reibungslos abläuft und Sie den Wohnungswechsel bestmöglich über die Bühne bringen.

Wir wünschen Ihnen viel Freude in Ihrem neuen Heim! Ihre AllSecur

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