Autoaufbereitung: Kosten & Tipps

Bei der Autoaufbereitung wird Ihr Auto schonend und professionell gereinigt. Aber auch kleinere Mängel und Schäden am Fahrzeug werden beseitigt. Ziel der Fahrzeugaufbereitung ist es, den Wert Ihres Autos zu steigern. Hier erfahren Sie, welche Kosten bei der professionellen Autoaufbereitung auf Sie zukommen und was die Versicherung zahlt. Wir geben Ihnen auch Tipps, wie Sie Ihr Auto selbst aufbereiten können und worauf Sie in dem Fall achten müssen.

Autoaufbereitung in der Werkstatt
Mit der Autoaufbereitung kann der Wert Ihres Autos gesteigert werden. © gettyimages/Believe_In_Me

Mit der Autoaufbereitung können Sie Ihr Auto optisch und hygienisch aufwerten. Hier beantworten wir Ihnen alle Fragen dazu:

Was ist die Autoaufbereitung?

Mit der Autoaufbereitung ist gemeint, ein Fahrzeug optisch und hygienisch wieder in seinen Originalzustand zu versetzen. Sie wird auch als Fahrzeugaufbereitung bezeichnet. Das geschieht durch Techniken wie die Reinigung, kleinere Reparaturen am Fahrzeug, das Entfernen von Gerüchen und Korrekturen von Blech, Lack oder Kunststoffoberflächen.

Sie können die Autoaufbereitung bei einer professionellen Werkstatt durchführen lassen oder Teile des Autos wie den Innenraum auch selbst aufbereiten. Vor allem der Grad der Verschmutzung und das Ausmaß der Schäden ist ausschlaggebend dafür, ob Sie Ihr Auto eigenständig oder von einem Profi herrichten lassen sollten.

Was gehört zur Autoaufbereitung?

Eine professionelle Autoaufbereitung beinhaltet normalerweise den kompletten Prozess der Außenreinigung und Innenraumreinigung eines Fahrzeugs. Zur Außenreinigung gehören typischerweise die Reinigung und Pflege des Autos von außen und die oft aufwändige Lackaufbereitung, aber auch die Unterboden- und Motorwäsche des Autos. Dazu verwendet man spezielle Werkzeuge und Reinigungsmittel. Normalerweise werden dann auch die Materialpflege und Versiegelung mit speziellen Pflegemitteln durchgeführt.

Zur Innenraumreinigung zählt unter anderem die Reinigung und Pflege der Autositze, der Teppiche und die Polsterreinigung. So können auch unangenehme Gerüche im Auto entfernt werden.

Auch Kleinreparaturen fallen in den Bereich der Fahrzeugaufbereitung. Das kann zum Beispiel das Entfernen von kleinen Makeln wie Kratzern oder Schrammen an Polsterung, Leder, Lack, Kunststoff oder an den Scheiben sein.

Wann ist eine Autoaufbereitung sinnvoll?

Das Ziel der Autoaufbereitung ist es, den Wert des Autos zu erhöhen und das Auto in einen möglichst hochwertigen Zustand zu versetzen. Durch die Autoaufbereitung bleibt Ihr Auto gleichzeitig langfristig sauber und gut erhalten.

Auch wenn Sie einen Neuwagen besitzen, ist es also ratsam, Ihr Auto ab und an selbst aufzubereiten oder es aufbereiten zu lassen. Die Autoaufbereitung lohnt sich aber vor allem, wenn

  • Sie Ihr altes Auto verkaufen möchten. Dadurch lässt sich der Wert Ihres Autos steigern.

  • eine Leasingrückgabe ansteht. So können Sie Abzüge und Kosten vermeiden.

  • Sie einen Gebrauchtwagen gekauft haben und Sie das Auto optisch und hygienisch aufwerten wollen.

  • Sie unangenehme Gerüche oder Flecken entfernen wollen, die den Fahrkomfort mindern.

  • Sie Kratzer, Schrammen und andere kleinere Makel am Fahrzeug ausbessern wollen.

  • Sie den Wert Ihres historischen Fahrzeugs (Oldtimer) erhalten möchten.

Was geht über die Autoaufbereitung hinaus?

Eine professionelle Fahrzeugaufbereitung kann Ihr Auto extrem aufwerten. Doch die Autoaufbereitung hat auch gewisse Grenzen. Sie sind normalerweise dann erreicht, wenn zum Beispiel Ersatzteile oder Neubezüge kostentechnisch sinnvoller oder notwendig sind. Beispiele dafür sind:

  • tiefe Dellen und Kratzer an der Karosserie
  • starke Lackschäden
  • Löcher im Sitzpolster, die über drei Zentimeter tief sind
  • tiefe Kratzer in der Felge
  • Risse im Armaturenbrett mit über zehn Zentimetern Länge

Sind Sie unsicher, ob bei Ihrem Wagen Ersatzteile notwendig sind, lassen Sie sich von einer Werkstatt beraten. Ein Fachmann kann abwägen, welche Wahl in Ihrem Fall die sinnvollste ist.

Professionelle Autoaufbereitung: Kosten

Grundsätzlich richten sich die Kosten für das professionelle Aufbereiten des Autos vor allem nach dem Zustand des Fahrzeugs und dem damit verbundenen Arbeitsaufwand. Auch die Reinigungsart und die Größe des Autos beeinflussen in der Regel die Kosten, die bei der Aufbereitung entstehen.

In der Autowerkstatt können Sie normalerweise mit Kosten von circa 50 Euro pro Stunde rechnen. Häufig sind aber auch Festpreise für einzelne Teilbereiche des Fahrzeugs festgelegt.

Sie müssen aber in der Werkstatt keine komplette Autoaufbereitung machen lassen. Bei der professionellen Fahrzeugaufbereitung können Sie normalerweise zwischen verschiedenen Teilbereichen wählen. Folgende Leistungen gibt es:

  • Innenraumreinigung
  • Außenreinigung
  • Motorreinigung
  • Felgenreinigung
  • Reinigung des Cockpits
  • Lederpflege und -reinigung

Tipp: Überlegen Sie vorab, welchen Bereich Ihres Autos Sie reinigen und aufbereiten lassen wollen. Sie möchten zum Beispiel nur den Nikotingeruch im Auto loswerden? Dann ist normalerweise keine komplette Innenraumreinigung nötig. Viele Werkstätten bieten eine Reinigung nach Wunsch an.

Wichtig: Die Kosten für die Fahrzeugaufbereitung können sich je nach Werkstatt deutlich unterscheiden. Die nachfolgenden Angaben sind also nur als grober Anhaltspunkt zu verstehen, weil sie abweichen können.

Tipp: Vergleichen Sie zuerst verschiedene Angebote, bevor Sie sich für eine Werkstatt entscheiden.

Übrigens: Die Dauer der Autoaufbereitung ist vom gewünschten Teilbereich der Reinigung und vom Zustand Ihres Autos abhängig. Fallen zum Beispiel bei einer Innenraumreinigung nur Kleinigkeiten an (zum Beispiel ein Kaffeefleck auf dem Autositz), dauert die Aufbereitung meist nur wenige Stunden. Bei einer kompletten Intensivreinigung kann es aber sein, dass Sie Ihr Auto bis zu zwei Tage in der Werkstatt lassen müssen. Hier gilt: Fragen Sie am besten vorab in Ihrer Werkstatt an, wie lange es dauern wird.

Welche Kosten zahlt die Versicherung?

Grundsätzlich zahlt die Versicherung die Kosten für die Reinigung und die kleinen Reparaturen bei der Autoaufbereitung nicht.

Es gilt: Die Reinigung Ihres Autos müssen Sie immer selbst bezahlen. Kosten für eine Reparatur übernimmt unter Umständen die Vollkaskoversicherung. Das gilt aber nur dann, wenn Sie den Schaden selbst verursacht haben.

Beispiel: Sie bleiben beim Einparken mit dem Auto an einem Zaun oder einer Mauer hängen, weil Sie ohne Licht in der Dunkelheit parken wollten. Sie haben in dem Fall den Schaden selbst verschuldet. Die Vollkaskoversicherung zahlt dann die Kosten, um Ihr eigenes Fahrzeug zu reparieren. Für Schäden, die Sie am Eigentum anderer verursachen (zum Beispiel einen Schaden am Zaun), kommt normalerweise die Kfz-Haftpflichtversicherung auf.

Die Kfz-Haftpflichtversicherung und die Teilkaskoversicherung übernehmen die Kosten für den Schaden an Ihrem eigenen Fahrzeug in dem Fall aber nicht.

Geht es Ihnen darum, das Auto einfach im Wert zu steigern, ohne dass ein Unfall der Grund dafür ist, zahlt auch die Vollkaskoversicherung die Kosten nicht.

Kosten für die Innenraumreinigung

Bei der Innenraumreinigung Ihres Autos werden unter anderem die Armaturen, die Sitze und der Fußraum gereinigt. Sind in Ihrem Auto auch Lederelemente, können Sie die entsprechenden Stellen speziell pflegen lassen.

Zur Intensivpflege zählen unter anderem das Saugen und Abwischen des gesamten Innenbereichs mit Kofferraum, die Reinigung der Fußmatten, des Cockpits, der Lüftungsschlitze und Seitenverkleidungen und das Putzen der Scheiben von innen. Eine Übersicht über die möglichen Kosten der Teilbereiche der Innenraumreinigung finden Sie in der folgenden Tabelle:

Innenraumreinigung Kosten
Reinigung: Aussaugen inklusive Kofferraum Kosten: ab circa 10 Euro
Reinigung: Hundehaar-Entfernung Kosten: von circa 5 bis 20 Euro
Reinigung: Polsterreinigung Kosten: circa 20 Euro pro Stück
Reinigung: Geruchsneutralisierung Kosten: ab circa 50 Euro
Reinigung: Lederreinigung Kosten: ab circa 65 Euro
Reinigung: Lederpflege Kosten: ab circa 25 Euro
Reinigung: Intensivpflege (komplette Innenraumreinigung) Kosten: ab circa 100 Euro
Reinigung: Fahrzeughimmelreinigung Kosten: ab circa 50 Euro

Kosten für die Außenreinigung

Bei der Außenreinigung Ihres Autos können Sie neben dem Waschen der Karosserie und der Reinigung der Scheiben zum Beispiel auch Pflegearbeiten an Ihrem Autolack vornehmen oder Ihre Felgen reinigen lassen. Eine Übersicht über die möglichen Kosten der verschiedenen Teilbereiche der Außenreinigung finden Sie in der folgenden Tabelle:

Außenreinigung Kosten
Reinigung: Reinigung der Scheiben (innen/außen) Kosten: ab circa 10 Euro
Reinigung: Felgenreinigung Kosten: ab circa 20 Euro pro Felge
Reinigung: Karosserie-Handwäsche Kosten: ab circa 20 Euro
Reinigung: Cabrio-Verdeck-Reinigung Kosten: ab circa 50 Euro
Reinigung: Hochglanzpolitur Kosten: ab circa 70 Euro
Reinigung: Komplette Außenaufbereitung Kosten: ab circa 250 Euro

Kosten für die Aufbereitung von Lack und Politur

Ein weiterer Teil der Autoaufbereitung ist die Lackaufbereitung. Sie umfasst neben der Lackierung auch die Politur und Versiegelung. Die Preise sind dabei sehr individuell: Sie sind von dem Zustand des Autos, der Größe der zu lackierenden Fläche und vielen weiteren Punkten abhängig. Detaillierte Informationen über die Kosten der Lackaufbereitung und Tipps, wie Sie kleine Lackschäden auch selbst ausbessern können, finden Sie in unserem Artikel „Auto lackieren: Kosten & Spartipps“.

Kosten für die Motor- und Unterbodenreinigung

Neben der Innenraum- und Außenraumpflege ist die Motorwäsche ein weiterer wichtiger Bestandteil der Fahrzeugaufbereitung. Denn auch im Motorraum und am Unterboden können sich über die Jahre Öl- und Salzrückstände ansammeln und sich beispielweise Dreck, Laub oder Maderkot ablagern. Dann kann es notwendig sein, den Motor und den Unterboden des Autos gründlich zu reinigen.

Wichtig: Die Reinigung des Motors sollte immer von einem Fachmann und mit viel Vorsicht durchgeführt werden. Wenn bei der Reinigung etwas falsch läuft, kann es zu Schäden am Wagen kommen. Viele Hersteller raten aus dem Grund auch von einer Motorwäsche ab. Wird die Reinigung des Motors aber professionell und schonend durchgeführt, kann sie den Motor von Schmutz wie Öl und Fett befreien und den Wert des Autos weiter steigern.

Eine professionelle Motorreinigung wird normalerweise mit einem Hochdruckreiniger oder mit Trockeneis durchgeführt. Wenden Sie sich dafür an eine Werkstatt, der Sie vertrauen. Normalerweise bieten Fachleute die Motorwäsche zu einem Festpreis an. In dem Fall kommen keine zusätzlichen Kosten auf Sie zu:

Motorreinigung Kosten
Reinigung: Motorwäsche mit Trockeneis Kosten: ab circa 20 Euro
Reinigung: Unterbodenwäsche Kosten: ab circa 30 Euro
Reinigung: Motorwäsche mit Hochdruckreiniger Kosten: ab circa 40 Euro

Kosten für Smart-Repair-Reparaturen

Smart Repair ist ein englischer Begriff und steht als Abkürzung für „Small to Medium Area Techniques“. Das ist der Überbegriff für verschiedene kleinere Reparaturmethoden. Damit gemeint ist die Beseitigung von kleinen Schäden an Neu- und Gebrauchtfahrzeugen wie zum Beispiel Kratzern im Lack, Dellen in der Tür oder Schrammen an den Alufelgen.

Die Kosten der Smart-Repair-Technik sind dabei immer vom jeweiligen Schaden und vom Aufwand der Reparatur abhängig. Auch die Preise dafür sind deshalb sehr individuell und schwer einzuschätzen. In der folgenden Tabelle sehen Sie eine Übersicht über verschiedene mögliche Schäden. Die Preise geben Ihnen einen groben Überblick über die Kosten, die die Reparatur in etwa kosten kann:

Smart Repair Kosten
Reparatur: Schrammen in Alufelge entfernen Kosten: ab circa 30 Euro
Reparatur: Kratzer im Lack beseitigen Kosten: ab circa 40 Euro
Reparatur: Loch im Sitzbezug (Stoff) beseitigen Kosten: ab circa 50 Euro
Reparatur: Loch im Sitzbezug (Leder) beseitigen Kosten: ab circa 80 Euro
Reparatur: Kunststoff-Reparatur Kosten: ab circa 60 Euro
Reparatur: Schaden in Windschutzscheibe ausbessern Kosten: ab circa 80 Euro

Autoaufbereitung: Profi oder selber machen?

In der Werkstatt kostet die Fahrzeugaufbereitung normalerweise rund 50 Euro pro Stunde. Wer sein Auto dagegen selbst aufbereitet, kann Kosten sparen.

Grundsätzlich gilt: Ob Sie bei der Fahrzeugaufbereitung selbst Hand anlegen können, hängt vor allem vom Zustand des Fahrzeugs ab. Bei sehr starken Verschmutzungen und kleinen Reparaturen oder Makeln, die spezielles Reinigungsmittel, Werkzeug oder Expertise verlangen, sollten Sie eine Werkstatt beauftragen. Das gilt auch für die Motoraufbereitung: Sie sollte immer ein Profi durchführen. Den Motorraum sollten Sie nie selbst aufbereiten, sonst kann es zu Schäden kommen.

Haben Sie aber nur leichte Verschmutzungen und kleine Makel am Auto, können Sie Ihr Fahrzeug auch gut selbst aufbereiten. Beachten Sie aber, dass Sie dann mehr Zeit investieren müssen.

Fachmann untersucht Motorraum
Den Motorraum sollten Sie immer von einem Fachmann aufbereiten lassen. © gettyimages/gilaxia

Auto selbst aufbereiten: Tipps für die Innenraumreinigung

Bei der Innenraumreinigung reinigen und pflegen Sie den Innenbereich des Autos. Hier erfahren Sie, was Sie beachten müssen, wenn Sie Ihr Auto von innen selbst aufbereiten wollen.

Die Vorreinigung

Im ersten Schritt der Autoaufbereitung sollten Sie zunächst groben Staub und Schmutz entfernen. So gehen Sie dabei am besten vor:

Auto ausräumen

Bevor Sie mit der Grundreinigung des Innenraums beginnen, sollten Sie zunächst alle Gegenstände aus dem Auto entfernen. Leeren Sie alle Ablagen und Fächer und räumen Sie auch den Kofferraum komplett aus. Der Vorteil: Dann können Sie sich voll und ganz auf die Reinigung konzentrieren.

Nehmen Sie auch die Fuß- und Kofferraummatten heraus, klopfen Sie sie gründlich aus und saugen Sie sie danach ab.

Auto gründlich aussaugen

Saugen Sie nach dem Ausräumen den gesamten Innenraum, inklusive der Sitze und dem Kofferraum, gründlich aus. Um in alle Ecken und Ritzen zu gelangen, bietet es sich an, einen langen, dünnen Aufsatz zu verwenden.

Saugen Sie dann auch das Armaturenbrett ab, um den groben Staub darauf zu beseitigen. Tipp: Das funktioniert am besten mit einem Bürstenvorsatz auf dem Staubsauger.

Haare entfernen

Haben Sie häufig Tiere in Ihrem Auto, können sich ihre Haare schnell auf dem Boden und den Polstern des Autos absetzen. Tierhaare lassen sich mit dem Staubsauger oft nur schwer oder teilweise entfernen. Sind nach dem Saugen noch Haare im Auto zu finden, können Sie zum Einsammeln eine übliche Fusselrolle verwenden.

An ihr bleiben die Haare normalerweise gut haften. Für die schmalen Ecken, in die sie damit nicht hineinkommen, bietet sich die Verwendung von ungebrauchten Aufklebern oder etwas Klebeband an. Haben Sie zum Beispiel ein paar alte Sticker oder ein Stück Klebeband zu Hause, können Sie mit der klebenden Seite die Haare von Boden oder Sitzen auflesen. Durch ihre Klebkraft lassen sich die Haare gut einsammeln.

Tipp: Damit sich die Tierhaare im Auto nicht so stark verteilen, können Sie in Zukunft vorbeugend eine Decke auf den Sitzen auslegen. Die Decke lässt sich zwischen den Fahrten immer wieder gut ausschütteln und regelmäßig waschen.

Noch ein Tipp: Wie Sie verschiedene Schritte der Innenraumaufbereitungen selbst dürchführen, können Sie sich auch in folgendem Video ansehen:

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Polsterreinigung

Sind die Autositze nach dem Absaugen noch sichtbar verschmutzt, empfiehlt sich die Reinigung der Sitzbezüge mit Polsterschaum. Denn auf den Sitzen Reinigungsmittel mit Wasser zu verwenden, ist nicht besonders sinnvoll. Saugen sich die Polster mit dem Wasser voll, kann sich Schimmel bilden.

Polsterschaum für die Sitzbezüge können Sie in jeder Drogerie kaufen. Lesen Sie sich die Gebrauchsanweisung gut durch, bevor Sie das Mittel anwenden. Testen Sie vorab auch immer an einer unauffälligen kleinen Stelle, ob sich das Mittel mit dem Material tatsächlich verträgt.

Tipp: Es ist sinnvoll, auch bei kleinen Flecken immer den gesamten Sitz zu reinigen. So können Sie durch die Reinigung entstehende Farbunterschiede vermeiden.

Reinigung der Autositze
Autositze aus Stoff lassen sich mit Polsterschaum gut reinigen. © gettyimages/Bogdanhoda

Lederpflege

Besteht Ihr Autositz ganz oder zu einem Teil aus Leder, sollten Sie ihn speziell reinigen und pflegen:

  • Lesen Sie zunächst in Ihrem Benutzerhandbuch nach. Dort finden Sie oft wichtige Hinweise zur richtigen Pflege der Lederpolsterung Ihres Autos.
  • Grundsätzlich empfiehlt es sich, die Ledersitze nach dem Absaugen mit einem Grundreiniger für Leder abzuwischen. Verwenden Sie dazu zum Beispiel einen speziellen Lederreiniger, Sattelseife oder eine andere milde Lederseife. So können Sie den oberflächlichen Schmutz entfernen.
  • Um auch festsitzenden Schmutz zu lösen, können Sie beispielweise eine weiche Bürste verwenden und den Lederreiniger sanft einmassieren. Dadurch wird das Leder tiefgehend gereinigt. Wichtig: Verwenden Sie in jedem Fall nur eine sehr weiche Bürste ohne harte Borsten, sonst kann das Leder Schaden nehmen und kaputt gehen. Wischen Sie den Sitz danach mit einem weichen Mikrofasertuch gut trocken.
  • Ist das Leder wieder trocken, empfiehlt es sich, ein pH-neutrales Pflegemittel auf den Sitzen anzuwenden. Damit bleibt das Leder langfristig weich und geschmeidig. Dafür bietet sich zum Beispiel ein Pflegemittel auf Wachs- oder Harzbasis an. Massieren Sie es mit einem weichen Tuch sanft in den Sitz ein und lassen sie es dann mindestens eine Stunde einwirken. Achten Sie darauf, dass das Auto dabei nicht in direkter Lichteinstrahlung steht. Wichtig: Beachten Sie bei der Anwendung immer die Produktanleitung und testen Sie das Mittel vorab an einer unauffälligen Stelle.
  • Polieren Sie die Lederflächen abschließend mit einem weichen Baumwolllappen oder einem Mikrofasertuch.

Fensterreinigung von innen

Auf den Fensterscheiben bilden sich schnell Schlieren und Flecken, die die Sicht beim Autofahren behindern können. Um die Windschutzscheibe und die Außen- und Rückscheibenfenster von innen gründlich zu säubern, sind mehrere Arbeitsschritte nötig:

  • Wischen Sie die Scheiben zunächst gut mit einem mit Wasser befeuchteten Mikrofasertuch ab, um groben Schmutz zu entfernen. Achten Sie vor allem bei der Windschutzscheibe darauf, dass das Tuch nicht zu nass ist. Sonst kann es auf das Cockpit tropfen und es können unschöne Wasserflecken entstehen. Tipp: Zur Sicherheit können Sie ein trockenes Handtuch auf das Armaturenbrett legen.
  • Lassen Sie die Fenster dann bei geöffneten Türen trocknen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
  • Jetzt können Sie Glasreiniger einsetzen. Abhängig vom Verschmutzungsgrad können Sie zu einem Reiniger aus dem Haushalt oder zu einem speziellen Glasreiniger greifen. Spezielle Glasreiniger haben einen Versiegelungseffekt, wodurch das Glas länger sauber bleibt. Es gibt auch Glasreiniger, die speziell auf die Reinigung von Autoglas ausgerichtet sind. Sprühen Sie das Mittel am besten direkt auf ein weiches Tuch. So vermeiden Sie, dass der Reiniger auf das Cockpit tropfen kann. Reiben Sie damit nun die Innenseite der Scheiben ein, bis keine Schlieren mehr zu sehen sind. Falls nötig, müssen Sie den Vorgang mehrmals wiederholen. Rauchen Sie zum Beispiel im Auto, sind normalerweise mehrere Durchgänge nötig, um die Nikotinrückstände an den Scheiben zu entfernen.
  • Zuletzt sollten Sie zu einem trockenen Waffeltuch aus Mikrofaser greifen, um Rückstände des Reinigers und mögliche Schlieren vollständig zu beseitigen. Die Fasern eines Waffeltuchs sind so gewebt, dass auf der Oberfläche eine Waffelstruktur entsteht. Dadurch kann das Tuch mehr Wasser aufnehmen und das Glas streifenfrei trocknen. Das Tuch ist speziell auf die Reinigung von Glasflächen ausgelegt. Sie können dafür aber auch ein normales Mikrofasertuch verwenden.

Kunststoffbereiche reinigen

Im Auto befinden sich normalerweise viele Kunststoffteile, etwa im Cockpit, an den Fußleisten oder an den Türen. Auch sie sollten regelmäßig gereinigt und gepflegt werden. Hierbei gehen Sie am besten nach den folgenden Arbeitsschritten vor:

  • Wischen Sie die Kunststoffteile zuerst mit einem Mikrofasertuch und lauwarmem Wasser ab. Es hilft, wenn Sie das Tuch zwischendurch mit etwas Wasser auswringen und säubern.
  • Wischen Sie die Schalter und die anderen elektronischen Teile mit einem trockenen Mikrofasertuch oder einem anderen weichen Lappen ab.
  • Die Luftdrüsen können Sie mit einem feuchten Wattestäbchen oder einem feinen Pinsel säubern, um auch in die Zwischenräume zu gelangen.
  • Für hartnäckige Schmutzrückstände empfiehlt es sich, zu dem Wasser etwas Spülmittel dazuzugeben. Vorsicht: Verwenden Sie aber auf keinen Fall ätzende oder bleichende Reinigungsmittel wie Spiritus, um die Kunststoffteile im Auto zu säubern. Sie können das Plastik beschädigen.
  • Lassen Sie die Kunststoffteile gut trocknen. Tragen Sie dann mit einem weichen Tuch etwas Kunststoffpflegemittel auf und lassen Sie es einwirken. Das ist ein Reinigungsmittel, das speziell auf die Reinigung und Pflege von allen Kunststoffteilen im Auto ausgelegt ist. Sie können es im Fachhandel, Baumarkt oder im Internet kaufen. Nach der Verwendung sollte der Kunststoffbereich wieder sauber und glänzend sein.
 Innenraumreinigung Auto
Die Kunststoffteile im Auto lassen sich gut mit einem weichen Lappen und etwas Wasser säubern. © gettyimages/gilaxia

Teppiche reinigen

Auf dem Autoteppich sammeln sich unter anderem Nässe, Streusalz, Schlamm, Blätter, Staub, Tierhaare und Krümel. Damit der Teppich sauber bleibt, ist eine regelmäßige gründliche Reinigung wichtig.

Sind nach dem Absaugen noch Flecken vorhanden, empfiehlt es sich, den Teppich ganzflächig mit einem Teppichreiniger einzuschäumen. Zum Einarbeiten können Sie zum Beispiel eine Wurzelbürste verwenden. Sind weiterhin hartnäckige Flecken zu sehen, wie beispielsweise von Öl, Teer oder Rückstände von Nahrungsmitteln, nehmen Sie zusätzlich noch einen Teppich-Intensiv-Fleckentferner zur Hand.

Wichtig: Verwenden Sie nur Reinigungsmittel, die für die Anwendung auf Teppichen ausgelegt sind.

Gerüche beseitigen

Vor allem Zigarettenrauch, aber auch andere Gerüche wie die von Hundehaaren oder Essenresten können sich über die Zeit im Auto absetzen. Entfernen Sie zunächst die Geruchsquelle, indem Sie zum Beispiel die Polster reinigen. Der Geruch sollte sich dadurch bessern.

Um Gerüche zu neutralisieren, bietet sich zunächst die Verwendung verschiedener Haushaltsmittel an, wie Sie auch im Video zu den stern Life Hacks sehen können:

  • Kaffee: Gemahlener Kaffee bindet Gerüche im Auto und mildert sie so. Stellen Sie dazu einen mit feinem Kaffeepulver gefüllten Behälter im Auto auf und lassen ihn über Nacht stehen. Durch den intensiven Kaffeegeruch sollen andere, schlechte Gerüche überdeckt werden.
  • Essig: Auch Essig soll durch seinen intensiven Geruch vorübergehend andere unangenehme Gerüche wie Nikotinrauch überdecken können.
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Solche Hausmittel können zu einer kurzfristigen Verbesserung führen. Dauerhaft lassen sich die schlechten Gerüche aus dem Auto damit aber nicht entfernen. Dafür sollten Sie sich an einen Fachmann wenden.

In der Werkstatt können Sie beispielweise eine Geruchsneutralisierung mit Ozon durchführen lassen. Das ist aber meist nicht günstig. Normalerweise müssen Sie mit Kosten in Höhe von mindestens 50 Euro rechnen.

Makel beseitigen

Sind im Autoinnenraum kleinere Makel wie leichte Kratzer oder kleine Schrammen zu finden, können Sie versuchen, sie selbst auszubessern. Sie sollten dafür aber immer zunächst abwägen, ob Sie den Makel selbst beheben oder von einem Fachmann reparieren lassen wollen.

Es gibt im Fachhandel spezielle Reparaturkits, womit zum Beispiel feine Risse oder Löcher im Armaturenbrett oder in der Türverkleidung geflickt werden können.

Dann ist wichtig: Lesen Sie die Gebrauchsanweisung unbedingt genau durch, bevor Sie selbst an Ihrem Auto Hand anlegen. So können Sie Fehler vermeiden.

Auto selbst aufbereiten: Tipps für die Außenreinigung

Zur Autoaufbereitung gehört auch die Außenreinigung. Hier erklären wir Ihnen, was Sie selbst durchführen können und worauf Sie dabei achten müssen.

Maschinelle Vorwäsche

Zunächst sollten Sie das Auto von außen gründlich waschen. Das ist vor allem bei starken Verschmutzungen wichtig. Dafür können Sie zum Beispiel in eine Waschanlage fahren. Auch mit einem Hochdruckreiniger, der normalerweise an Tankstellen oder an Waschanlagen verfügbar ist, können Sie den gröbsten Dreck von der Karosserie lösen.

Wichtig ist dann, dass Sie den Mindestabstand von circa 50 Zentimetern einhalten. Sonst können durch den hohen Druck Lackschäden entstehen.

Bei hartnäckigen Verschmutzungen durch Insektenreste, Baumharz, Teer oder Blütenstaub hilft es, das Auto vorab mit einem dafür ausgelegten Reinigungsmittel einzusprühen. Für jede Art von Verschmutzung gibt es spezielle Reiniger. Lassen Sie sich dafür am besten im Fachhandel beraten.

Handwäsche: Grundreinigung

Ist der grobe Schmutz abgewaschen, können Sie das Auto mit einem Autoshampoo von Hand komplett einschäumen, um die letzten Schmutzreste zu entfernen. Geben Sie das Mittel dafür in einen Eimer und füllen Sie ihn mit handwarmem Wasser auf.

Seifen Sie das Auto dann mit Hilfe eines Waschhandschuhs mit kreisenden Bewegungen mit der Lösung ein. So können Sie auch schwer zugängliche Stellen, wie die Türrahmen oder die Unterseite der Spiegel reinigen.

Es ist dabei wichtig, dass der Lappen nicht dreckig wird. Harte Schmutzpartikel oder kleine Steinchen können den Lack sonst zerkratzen. Tipp: Verwenden Sie einen zweiten Eimer mit klarem Wasser, um den schmutzigen Lappen zwischendurch immer wieder auszuspülen.

Waschen Sie den Schaum auf Ihrem Fahrzeug dann mit viel klarem Wasser ab. Tipp: Je weicher der Wasserstrahl ist, desto weniger Wasserflecken bilden sich. Verwenden Sie zum Beispiel einen Wasserschlauch ohne Düse.

Zum Schluss können Sie mit einem Abzieher die gröbsten Wasserreste entfernen. Wischen Sie das Auto am Ende mit einem Mikrofasertuch gründlich trocken. So können Sie Wasserflecken durch Rückstände vermeiden.

Scheiben und Spiegel putzen

Reinigen Sie auch die Autoscheiben und die Windschutzscheibe von außen. Gehen Sie dabei genauso vor, wie bei der Innenreinigung:

  • Wischen Sie die Scheiben zunächst gut mit lauwarmem Wasser ab, um den groben Schmutz von den Fensterscheiben zu entfernen. Tipp: Haben Sie Ihr Auto bereits gewaschen, können Sie diesen Punkt auslassen.
  • Lassen Sie die Fenster dann trocknen. Ziehen Sie das Glas dafür zum Beispiel mit einem Fensterabzieher ab und trocknen Sie die Scheiben mit einem weichen, trockenen Tuch.
  • Verwenden Sie auf den trockenen Scheiben Glasreiniger, um Schmutz und Schlieren zu beseitigen. Sprühen Sie das Mittel dafür direkt auf die Scheibe oder ein Stoff- oder Papiertuch auf und wischen Sie die Fensterscheiben damit gründlich ab. Wiederholen Sie den Vorgang, bis alle Streifen und Flecken entfernt sind.
  • Trocknen Sie die Scheiben abschließend mit einem Waffeltuch aus Mikrofaser oder einem einfachen Mikrofasertuch ab, um Rückstrände des Reinigers und mögliche Schlieren vollständig zu beseitigen.

Weitere Tipps zum Scheibenwischen finden Sie in folgendem Video:

YouTube Video ansehen

Lackpflege

Ist das Auto von außen sauber, geht es an die Lackreinigung. Neben der Lackierung gehören dazu auch die Politur und Versiegelung des Lacks. Wichtige Tipps, wie Sie kleine Lackschäden selbst ausbessern und Ihr Auto lackieren, polieren und versiegeln können, lesen Sie in unserem detaillierten Ratgeber „Auto lackieren: Kosten & Spartipps“.

Felgen aufbereiten

Im Laufe der Zeit lagern sich auf den Felgen Bremsstaub und Straßendreck ab. Solche Verschmutzungen auf Ihren Felgen können Sie selbst beseitigen. So gehen Sie dabei am besten vor:

  • Besorgen Sie sich einen Felgenreiniger und sprühen Sie Ihre Felgen damit ein. Das Mittel ist speziell auf das Entfernen von hartnäckigem Schmutz und eingebranntem Bremsstaub auf den Autofelgen ausgelegt. Sie können es im Fachmarkt kaufen oder im Internet bestellen. Lassen Sie das Mittel am besten kurz auf den Felgen einwirken.
  • Bürsten Sie den Dreck zunächst ab. Verwenden Sie dazu zum Beispiel eine weiche Zahnbürste oder eine spezielle Felgenbürste. Überprüfen Sie vorab, dass die Bürste nicht zu hart ist, sonst kann es schnell zu Kratzern kommen.
  • Die restlichen Spuren des Felgenreinigers können Sie gründlich mit Wasser abspülen und wischen Sie die Felgen dann mit einem weichen Tuch trocken.
  • Sollten Sie auf den Felgen auch Rostspuren finden, können Sie Rostlöser einsetzen.
  • Sind ihre Felgen lackiert, können Sie sie danach mit sogenannter Lackknete oder Reinigungsknete behandeln. So können Sie auch hartnäckigen Schmutz entfernen. Die Knete wird normalerweise gemeinsam mit einem Knet-Gleitmittel eingesetzt und die Felge damit abgerieben. Die Knete und das Knet-Gleitmittel sind speziell für die Reinigung von hartnäckigem Schmutz auf Lack vorgesehen. Beides erhalten Sie im Fachmarkt oder über das Internet.
  • Am Ende können Sie lackierte Felgen noch mit einer Lackversiegelung versehen, um den Lack in Zukunft besser vor Kratzern und Steinschlägen zu schützen. Er lässt sich mit einem weichen Schwamm oder Lappen auftragen.
  • Wollen Sie auch Ihre Reifen pflegen, sprühen Sie am Ende noch ein Reifen-Gel auf das Gummi auf und lassen Sie es einwirken. Es pflegt das Material und sorgt für neuen Glanz auf den Reifen.

Auf den Felgen können sich aber auch schnell kleine Kratzer und Schäden bilden, die optisch nicht schön sind und den Wert Ihres Autos mindern. Daraus können sich sogenannte Haarrisse entwickeln. Haarrisse sind sehr feine Risse auf der Oberfläche der Felge, die sich nicht mehr beheben lassen. In einem solchen Fall sollten Sie Ihre Felgen möglichst bald reparieren und die kleinen Schäden ausbessern lassen. Wenden Sie sich dafür am besten an einen Fachmann.

Frau beim Felgen-Aufbereiten
Die Felgen Ihres Autos lassen sich mit einem speziellen Felgenreiniger säubern. © gettyimages/gilaxia

Weitere Tipps zur Autopflege

Durch eine Autoaufbereitung können Sie den Wert Ihres Fahrzeugs wieder steigern. Jetzt wissen Sie, wie Sie Ihr Auto selbst aufbereiten können und welche Kosten bei der Fahrzeugaufbereitung in der Werkstatt auf Sie zukommen.

Überlegen Sie sich vorab gut, welche Teile der Autoaufbereitung Sie durchführen wollen und wie viel Zeit und Geld Sie dafür investieren möchten. Vergleichen Sie in jedem Fall immer verschiedene Angebote, um Kosten zu sparen.

Weitere Tipps, die Ihnen helfen, dass Ihr Auto in jeder Jahreszeit und auch langfristig gut in Schuss bleibt, finden Sie in unserem Ratgeber „Autopflege: Tipps fürs ganze Jahr“.

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