Autopflege: Tipps fürs ganze Jahr

Mit der richtigen Autopflege können Sie Ihren Wagen vor Schäden und Abnutzung bewahren. Häufig wird Autopflege nach dem Winter betrieben, aber auch das restliche Jahr über sollten Sie Ihren Wagen richtig pflegen und reinigen. Wie genau Sie am besten vorgehen und was Sie beachten sollten, verrät Ihnen der Artikel und bietet Ihnen eine kostenlose Checkliste für die perfekte Pflege zu allen Jahreszeiten.

Ledertuch zur Reinigung im Auto

Die richtige Autopflege ist wichtig und sorgt für Sicherheit. © gettyimages/PATCHARIN SIMALHEK

Sie sollten die Pflege Ihres Wagens nicht vernachlässigen, denn davon hängen auch seine Funktionsfähigkeit und vor allem Ihre eigene Sicherheit ab. Im Folgenden beantworten wir die wichtigsten Fragen zum Thema Autopflege und geben Ihnen hilfreiche Tipps für die verschiedenen Jahreszeiten.


Autopflege im Überblick

Damit Ihr Wagen einwandfrei funktioniert, sollten Sie Ihr Auto regelmäßig pflegen. Denn Schmutz, Salzrückstände oder auch Feuchtigkeit können Ihren Wagen beschädigen und seinen Wert mindern. Außerdem ist eine regelmäßige Pflege auch für Ihre Sicherheit wichtig.

Was gehört zur Autopflege?

Zur Autopflege gehört die regelmäßige äußere Reinigung Ihres Fahrzeugs. Dazu zählen:

  • Motorwäsche
  • Pflege der Lackversiegelung und Autopolitur
  • Scheiben-, Reifen- und Felgenreinigung
  • Unterbodenschutz

Auch der Innenraum sollte regelmäßig gepflegt werden, um Abnutzungen vorzubeugen. Vor allem die Cockpitpflege ist besonders wichtig. Dazu gehört die Reinigung und Pflege

  • des Armaturenbretts,
  • des Bodens,
  • und der Autopolster.

Was muss ich bei der Autopflege grundsätzlich beachten?

Zuallererst: Die Autowäsche auf öffentlichem Grund ist verboten. Auf einem privaten Grundstück dürfen Sie Ihr Auto nur waschen, wenn das Abwasser nicht in die Kanalisation oder ein offenes Gewässer fließt. Es muss auf Ihrem Grundstück versickern. Chemische Reinigungsmittel und eine Motorwäsche sind auf fremden oder öffentlichen Grundstücken grundsätzlich verboten.

Am besten suchen Sie eine Waschanlage auf. Reinigen und pflegen Sie Ihr Auto selbst, sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Reinigen Sie den Lack vorsichtig mit einem Hochdruckreiniger, danach mit Autoshampoo und lauwarmem Wasser.
  • Säubern Sie auch die Felgen erst mit dem Hochdruckreiniger. Dann können Sie einen speziellen Felgenreiniger anwenden.
  • Reinigen Sie Gummiteile wie Türdichtungen oder Kunststoffleisten regelmäßig mit Silikonreiniger oder anderen geeigneten Mitteln. So bleiben sie länger geschmeidig.
  • Für hartnäckigen Dreck auf den Scheiben sollten Sie einen Spezialentferner verwenden. Bei leichten Verschmutzungen reichen Fensterputzmittel und ein Mikrofasertuch aus.
  • Den Innenraum sollten Sie gründlich aussaugen. Danach können Sie Armaturen und Sitze mit einem Innenraumreiniger säubern. Verwenden Sie nicht zu viel Wasser, um versehentliche Schäden an der Elektronik zu vermeiden.
  • Autowachs besteht aus Ölen. Das bedeutet, Regenwasser und Schmutz haften schlechter an Ihrem Wagen. Wachsen Sie Ihr Auto deshalb das gesamte Jahr über in regelmäßigen Abständen: Sobald Regenwasser nicht mehr ordentlich abperlt, sollten Sie neues Autowachs auftragen. Zu häufiges Polieren beschädigt den Lack, daher sollten Sie Ihren Wagen nicht zu oft polieren. Achten Sie darauf, dass Sie das Autowachs nie in der prallen Sonne auftragen, denn dann wird der Lack weicher und Sie müssen mehr Politur benutzen, als Ihrem Wagen gut tut.

Auto wird abgespritzt

Verwenden Sie beim Säubern der Außenflächen unbedingt einen Hochdruckreiniger. © gettyimages/deepblue4you

Womit reinige ich Autopolster?

  • Softdrinks sollten Sie erst mit heißem Wasser und einem Schwamm bearbeiten, um den Zucker zu lösen. Danach können Sie ein Reinigungsmittel benutzen, zum Beispiel einfache Seife oder Waschpulver. Gute Ergebnisse zeigt auch Rasierschaum.
  • Einen Kaffeefleck sollten Sie mit Innenreiniger einschäumen und mit klarem Wasser wegschrubben.
  • Erbrochenes können Sie zuerst mit Desinfektionsmittel besprühen, dann zu Nasssauger und Reiniger greifen. Denken Sie auch daran zu lüften.
  • Einen Schokoladenfleck sollten Sie nur mit heißem Wasser betupfen und später mit einem sauberen Tuch trockenreiben. Sonst vergrößern Sie den Fleck nur.
  • Blut auf dem Autopolster sollten Sie mit Eiswürfeln behandeln und danach mit einem Tuch und kaltem Wasser entfernen.

Ein Tipp: Wenn Sie Ihre Sitzpolster reinigen, sollten Sie darauf achten, dass Sie sie nicht durchnässen. Sonst können Schäden am Polster entstehen.


Autopflege im Winter

Im Winter greifen Streusalz, Schneematsch und Feuchtigkeit Ihren Wagen an. Ab Oktober sollten Sie Ihr Auto deshalb winterfest machen.

Wie bereite ich mein Auto auf den Winter vor?

  • Reifenwechsel: Bevor es kalt wird und die Fahrverhältnisse sich verschlechtern, sollten Sie zuallererst die Reifen Ihres Wagens wechseln. Denn ohne die passende Bereifung riskieren Sie Ihre Sicherheit. Außerdem müssen Sie im Falle einer Verkehrskontrolle mit Bußgeldern und Strafpunkten rechnen. Als Faustregel gilt die O-bis-O-Regel: Zwischen Ostern und Oktober sollten Sie mit Sommerreifen fahren, sonst mit Winterreifen. Grundsätzlich hängt der genaue Zeitraum aber von der Witterung ab. Ausführliche Informationen finden Sie dazu in unserem Ratgeber Winterreifenpflicht.
  • Rundumcheck: Lassen Sie vor dem Wintereinbruch einen Batteriecheck in der Werkstatt durchführen. Das gilt besonders für Batterien, die länger als drei Jahre in Betrieb sind. Im gleichen Zug sollten Sie Bremsanlage, Beleuchtung, Frostschutzstand im Kühler, Motoröl und die Wagenunterseite überprüfen lassen.
  • Frostschutzmittel: Besorgen Sie Frostschutzmittel, falls Sie noch keines in Ihrem Wagen aufbewahren. Vereiste Scheiben und die tiefstehende Sonne lassen eine Winterfahrt schnell zum gefährlichen Blindflug werden. Daher gilt bei der Vorbereitung für den Winter: Füllen Sie das Frostschutzmittel in Ihre Scheibenwaschanlage und betätigen Sie direkt im Anschluss Scheibenwischer und Spritzfunktion. So verteilt sich das Mittel gut in den Leitungen. Dabei können Sie auch prüfen, ob die Wischblätter einwandfrei funktionieren.
  • Enteisungsspray, Handfeger und Eiskratzer: Diese Helfer sollten Sie im Winter immer dabeihaben. Legen Sie Eiskratzer und Handfeger in das Auto. Das Enteisungsspray behalten Sie aber am besten in Ihrer Tasche. Das brauchen Sie vor allem, wenn die Türdichtungen vereist sind und Sie nicht ins Auto kommen.

Wie oft muss ich mein Auto im Winter reinigen?

Das hängt von zwei Dingen ab: Wie oft Sie fahren und wie häufig Ihr Auto der schlechten Witterung ausgesetzt ist. Moderne Lacke vertragen einfachen Schmutz gut, nur Streusalzkrusten sollten Sie möglichst zügig entfernen, weil sie den Lack angreifen.

Es gilt: Vielfahrer sollten je nach Verschmutzung am besten wöchentlich durch die Waschanlage fahren. Andere müssen ihr Auto dagegen nur ein bis zwei Mal im Monat reinigen.

Wie pflege ich mein Auto im Winter richtig?

  • Schnellpflege in der Waschstraße: Eine regelmäßige Schnellpflege ist auch im Winter ausreichend. Außerdem ist sie umweltfreundlicher und günstiger als umfassende Waschprogramme. Ist Ihr Wagen stark verschmutzt, können Sie ihn vor dem Waschen vorsichtig mit einem Hochdruckreiniger säubern. Nach der Waschstraße sollten Sie die noch nassen Stellen mit einem Lappen trocknen. Bei frostigen Temperaturen können sonst Türen und Schlösser zufrieren.
  • Das Auto selbst reinigen: Sind die Temperaturen deutlich im Minusbereich, sollten Sie nicht in die Waschanlage fahren, sondern Ihren Wagen selbst reinigen. Die Bremsen könnten sonst gefrieren. Befreien Sie Ihr Auto am besten von grobem Schutz und putzen Sie die Scheinwerfer mit einem feuchten Tuch. Auch vor dem Selbstreinigen sollten Sie Ihr Auto mit dem Hochdruckreiniger behandeln. Das verhindert, dass bei der eigentlichen Reinigung Kratzer entstehen. Danach können Sie Ihr Auto mit einem Schwamm, Autoshampoo und lauwarmem Wasser säubern. Achten Sie besonders auf die Einstiege, denn sie sind oft am schmutzigsten. Trocknen Sie danach den Lack mit einem Fensterleder oder Mikrofasertuch.
  • Politur & Wachsbeschichtung: Nach einer gründlichen Reinigung sollten Sie die Außenflächen des Wagens mit Politur und Wachsbeschichtung behandeln. Das Wachs bildet eine Fettschicht, die den Lack vor Salz und Feuchtigkeit auf Wasserbasis schützt. Beide können auch der Unterseite Ihres Autos zusetzen. Möchten Sie das nicht von einem Profi überprüfen lassen, sollten Sie den Unterboden selbst waschen und Salzrückstände gründlich entfernen.

Mikrofasertuch zur Autoreinigung

Bei Minusgraden sollten Sie Ihren Wagen nach der Reinigung mit einem Mikrofasertuch abtrocknen. © gettyimages/AndreyPopov

Was muss ich bei der Autopflege im Winter zusätzlich beachten?

  • Autobatterie richtig nutzen: Um Pannen zu vermeiden, sollten Sie sparsam mit Ihrer Autobatterie umgehen. Das heißt: Heizgebläse, Sitzheizungen, das Beheizen der Heckscheibe und Ihre Klimaanlage sollten Sie nur so lange verwenden, wie nötig. Schalten Sie die verschiedenen Heizfunktionen nicht zu häufig an und aus. Sonst verbraucht Ihre Batterie viel Energie.
  • Frostschutz messen: Prüfen Sie den Frostschutz des Kühlwassers und der Scheibenwaschanlage. Ideal sind Messwerte zwischen minus 25 und minus 30 Grad. Messgeräte gibt es im Fachhandel schon ab 5 Euro.
  • Beleuchtungscheck: Eine funktionierende Fahrzeugbeleuchtung ist besonders im dunklen Winter wichtig. Kontrollieren Sie Ihre Vorder- und Rücklichter. Das geht am besten zu zweit. Fahren Sie mit einer kaputten Beleuchtung, werden je nach Gefährdung verschiedene Verwarnungsgelder zwischen 10 und 90 Euro fällig und Sie können Strafpunkte erhalten. Selbst bei beschmutzten Leuchten müssen Sie mit einem Strafgeld in Höhe von 20 Euro rechnen. Tauschen Sie defekte Lampen sofort aus. Je nach Automodell müssen Sie dafür in die Werkstatt.
  • Scheibenwischer pflegen: Die Scheibenwaschanlage wird durch Regen, Schnee und Eis stark beansprucht. Zieht Ihr Scheibenwischer Schlieren, reinigen Sie vorsichtig die Wischerkanten: Klappen Sie dazu die Scheibenwischer hoch und säubern Sie sie mit einem Baumwolltuch, Wasser und Spülmittel. Alternativ können Sie Autoshampoo verwenden. Die Scheibenwischer sollten möglichst lange ohne Schlieren putzen: Dabei hilft es, die Gummiteile viermal im Jahr mit Silikonspray einzusprühen. Trotz guter Pflege müssen Sie Ihre Scheibenwischer normalerweise regelmäßig austauschen.
  • Innenraumfilter kontrollieren: Der Innenraumluftfilter kann durch Matsch und Laubreste verstopfen. Die Scheiben beschlagen dann schneller. Sie sollten den Filter regelmäßig in der Werkstatt wechseln lassen. Reinigen Sie die Scheiben auch von innen. Dann beschlagen sie nicht so stark.
  • Regelmäßig lüften: Durch Schnee und Regen kann sich schnell Feuchtigkeit im Innenraum sammeln. Deshalb sollten Sie regelmäßig lüften und Ihre Schuhe gut abklopfen, bevor Sie in den Wagen steigen. Außerdem können Sie einfaches Kochsalz in ein Säckchen füllen und in Ihr Fahrzeug legen. Denn das Salz nimmt die Feuchtigkeit der Luft auf.
  • Türdichtungen behandeln: Behandeln Sie Türdichtungen mit Fettstiften, Glyzerin oder Silikon. Das verhindert, dass sie durch den Frost reißen. Ein Tipp: Wachsen Sie auch die Blechteile, die an das Gummi angrenzen. So läuft eingetretenes Wasser schneller ab.

Wie Sie die Pflegemittel für Ihr Auto im Winter richtig anwenden, zeigt Ihnen folgendes Video:

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Autopflege im Frühling

Im Frühling sind die Temperaturen meistens milder. In dieser Zeit sollten Sie Ihr Auto fit für das Frühjahr machen. Wie das geht und worauf Sie dabei achten müssen, erklären wir Ihnen im Folgenden.

Wie bereite ich mein Auto auf das Frühjahr vor?

  • Motorraum überprüfen: Verunreinigungen im Motorraum durch Salz, Öl-Belag und Laub sind nicht immer sofort zu erkennen. Gerade an unlackierten Oberflächen kann der so entstehende Rost bei der Elektronik zu Störungen führen.
  • Scheibenwischer kontrollieren: Frost kann den Wischergummis zusetzen. Für eine gute Sicht lohnt es sich, die Wischergummis zu überprüfen und regelmäßig zu erneuern. Kontrollieren Sie auch die Flüssigkeit in Ihrer Scheibenreinigungsanlage, damit Sie während der Fahrt nicht plötzlich anhalten und auffüllen müssen.
  • Innenraum von Feuchtigkeit befreien: Hartnäckige Feuchtigkeit im Bodenteppich lässt sich übergangsweise mit eingelegtem Zeitungspapier aufnehmen. Bei besonders viel Feuchtigkeit im Auto können Sie die Heizung aufdrehen und dabei die Türen zum Durchlüften öffnen. Achten Sie außerdem auch darauf, dass der Innenraumfilter im Motorraum nicht durch Dreck oder Pollen verstopft.

Wie Sie Ihren Innenraumfilter wechseln können, erklärt Ihnen folgendes Video:

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Wie pflege ich mein Auto im Frühjahr?

Nach dem Winter lohnt sich ein ausführlicheres Waschprogramm für den Wagen, um Salzrückstände, Ruß- und Schmutzpartikel möglichst gründlich zu entfernen. Bequem und umweltgerecht geht das in einer Waschstraße.

Wichtig ist dabei, dass beim Waschen genügend Wasser verwendet wird. Sandkörnchen können dann weniger Schaden anrichten. Vor dem Waschprogramm sollten Sie das Auto mit einem Schwamm und viel Wasser von Staub und Pollen befreien. Sonst besteht die Gefahr, dass der Dreck verrieben wird und Kratzer verursacht. Fahren Sie am besten in eine Waschanlage. Dann gehen Sie sicher, dass das Schmutzwasser nicht in die Kanalisation gelangt.

Was muss ich beim Reifenwechsel beachten?

Wenn die Tagestemperaturen dauerhaft über null Grad steigen, sollten Sie Sommerreifen aufziehen. Prüfen Sie vor der Montage die Profiltiefe. Gesetzlich vorgeschrieben sind mindestens 1,6 Millimeter. Zugunsten Ihrer Sicherheit sollten Sie die Reifen schon ab drei Millimetern Restprofil erneuern. Bei einem Neukauf ist eine Profiltiefe von mindestens vier Millimetern empfehlenswert. Weitere hilfreiche Informationen finden Sie in unserem Ratgeber zum Thema Reifenwechsel.

Nach dem Reifenwechsel sollten Sie auch die Felgen einmal gründlich vom Bremsstaub der letzten Monate befreien. Hilfreich sind hier spezielle Felgenreiniger.

Autoreifen mit Profiltiefe

Achten Sie im Frühjahr auf die richtige Profiltiefe Ihrer Reifen. © gettyimages/deepblue4you


Autopflege im Sommer

Im Sommer verschmutzen Blütenpollen, Staub und Harze die Windschutzscheibe und den Lack. Ihren Wagen sollten Sie deshalb für den Sommer gut vorbereiten.

Wie bereite ich mein Auto auf den Sommer vor?

  • Insektenentferner besorgen: Ist Ihr Auto stark durch Insekten verschmutzt, ist auch die Waschstraße schnell überfordert. Greifen Sie in dem Fall am besten zu einem Insektenentferner. Ist er eingezogen, können Sie die Flecken mit einem speziellen, weichen Insektenschwamm entfernen. Entferner und Schwamm können Sie an der Tankstelle oder im Baumarkt kaufen. Ein Tipp: Lackpolitur schützt nicht nur den Lack vor Schäden, sie erleichtert auch die Reinigung, weil Schmutz schlechter haftet und sich leichter abwaschen lässt.
  • Scheibenreiniger verwenden: Wollen Sie Dreck und Insektenschmutz auf der Windschutzscheibe während des Fahrens entfernen, brauchen Sie einen Reinigungszusatz in der Scheibenwaschanlage. Ganzjahresreiniger sind in der Regel bei intensiven Insektenflecken zu schwach. Nutzen Sie spezielle Reinigungsmittel für den Sommer, um immer eine klare Sicht zu haben. Scheibenreiniger gibt es im Baumarkt und an der Tankstelle.
  • Sonnenschutz verwenden: Durch starke Sonneneinstrahlung können die Polster und Kunststoffe im Innenraum verbleichen oder rissig werden. Das können Sie verhindern: Klemmen Sie beim Parken eine Sonnenschutzfolie auf die Windschutzscheibe. Ein angenehmer Nebeneffekt ist, dass sich Ihr Auto weniger aufheizt.

Auto wird mit Schwamm gereinigt

Entfernen Sie im Sommer regelmäßig Blütenpollen und Staub von Ihrem Auto. © gettyimages/pong6400

Wie pflege ich mein Auto im Sommer?

  • Vorbereitung für die Waschstraße: Vor dem Waschprogramm sollten Sie das Auto mit einem Schwamm und viel Wasser von Staub und Pollen befreien. Sonst besteht die Gefahr, dass der Dreck verrieben wird und Kratzer verursacht. Fahren Sie am besten in eine Waschanlage. Dann gehen Sie sicher, dass das Schmutzwasser nicht in die Kanalisation gelangt.
  • Baumharz entfernen: Baumharz ist nicht wasserlöslich. Das heißt, durch einen Regenschauer wird es sich nicht vom Autolack lösen. Grundsätzlich gilt bei Harzflecken: Behandeln Sie die Verschmutzung so schnell wie möglich. Denn je länger die Flecken auf dem Lack haften, desto schwieriger ist es, sie zu entfernen. Bei leichten Flecken kann das Harz mit warmem Wasser verdünnt und anschließend mit einem weichen Tuch vorsichtig abgetupft werden. Zu starker Druck kann hier den Autolack beschädigen. Bei starken Harzflecken sollten Sie zu Türschlossenteiser, Baby- oder Speiseöl greifen: Sprühen Sie die betroffenen Stellen damit ein und lassen Sie die Flüssigkeit fünf Minuten einwirken. In der Zeit wird das Harz aufgeweicht. Sobald Sie die Flüssigkeit und das Harz mit einem weichen Tuch entfernt haben, sollten Sie die betroffenen Stellen mit Wasser abspülen und anschließend mit Autopolitur behandeln.
  • Gerüche aus dem Auto beseitigen: Wer schlechte Gerüche aus seinem Wagen verbannen möchte, muss regelmäßig lüften und putzen, sonst setzen sich die Gerüche fest. Riecht Ihr Wagen bereits unangenehm, empfehlen wir Ihnen einen Behälter mit Kaffee über Nacht im Wagen aufzustellen. Er neutralisiert leichte Gerüche, sodass diese am Morgen beseitigt sein sollten. Hilft der Kaffee nicht weiter, sollten Sie Pollenfilter und Klimaanlage des Autos überprüfen: Denn hartnäckige Gerüche können durch verstopfte Filter und verschmutzte Verdampfer entstehen. Hat sich der Gestank hingegen im Innenraum Ihres Wagens festgesetzt und lässt sich nicht entfernen, ist eine Ozonbehandlung sinnvoll. Dabei wird Ihr Wagen mit dem natürlichen Stoff Ozon chemisch gereinigt. Schlechte Gerüche und auch Keime werden dabei vernichtet. Eine Ozonbehandlung wird ausschließlich in einer Werkstatt von Profis durchgeführt. Sie müssen aber mit Kosten zwischen 100 und 200 Euro rechnen. Aber Achtung: Raucher sollten auf Ozonbehandlungen verzichten. Denn bei der Reaktion mit Nikotin können Feinstaubteilchen entstehen, die Asthma hervorrufen. Nichtraucher können eine Ozonbehandlung aber problemlos durchführen lassen.

Was muss ich bei der Autopflege im Sommer außerdem beachten?

  • Reifencheck durchführen: Flüssigkeiten und Luft dehnen sich bei Hitze aus. Im Sommer erhöht sich der Reifendruck. Um Reifenpannen zu vermeiden, sollte Sie bei hohen Temperaturen den Druck mindestens einmal im Monat kontrollieren. Vor langen Urlaubsreisen ist ein Reifencheck Pflicht. Der richtige Reifendruck wird vom Hersteller vorgegeben und ist in den Fahrzeugdokumenten aufgelistet.
  • Benzinfüllmenge beachten: Auch das Benzin dehnt sich aus und kann sogar den Tank beschädigen. Füllen Sie bei hohen Temperaturen den Tank nie bis zum Maximum.
  • Desinfizieren Sie Ihre Klimaanlage: Im Sommer nutzen Sie Ihre Klimaanlage verstärkt, deshalb sollten Sie auch darauf achten, dass sie keine Keime in Form von Pilzen oder Bakterien im Wagen verteilt.

Wie Sie bei der Desinfektion Ihrer Klimaanlage genau vorgehen sollten, zeigt Ihnen folgendes Video:

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Autopflege im Herbst

Im Herbst sorgen vor allem Regen und Laub für Glätte auf den Straßen und Dreck am Wagen. Bei der Herbstpflege Ihres Fahrzeugs sollten Sie sich aus dem Grund vor allem diesen beiden Punkten widmen.

Wie bereite ich meinen Wagen auf den Herbst vor?

  • Lichttest durchführen: Laut Deutschem Verkehrswacht e.V. fährt jeder dritte Pkw mit mangelhafter Beleuchtung und gefährdet so die Verkehrssicherheit. Daher sollten Sie unbedingt einen Licht-Test durchführen lassen. Im Rahmen der Aktion „Licht-Test“ können Sie bis Oktober Ihre Autobeleuchtung kostenlos in einem Kfz-Meisterbetrieb umfassend überprüfen und ausbessern lassen. Ein Tipp: Lassen Sie auch Ihre Sehstärke beim Optiker überprüfen. Der Zentralverband der Augenoptiker empfiehlt Autofahrern und anderen Verkehrsteilnehmern spätestens beim Wechsel der Sommer- zu Winterreifen einen Sehtest durchzuführen.
  • Batteriecheck: Wenn die Temperaturen sinken, muss Ihre Autobatterie mehr leisten. Um zu verhindern, dass Ihr Wagen plötzlich nicht mehr anspringt, sollten Sie einen Batteriecheck durchführen lassen. Denn sogar leistungsfähige Batterien erbringen bei starken Minusgraden keine Höchstleistungen. Besitzen Sie eine Batterie, die älter als zwei Jahre ist, ist ein Check in der Werkstatt ein Muss. Ein Tipp: Hier können Sie die Batterie auch voll aufladen lassen. Denn Batterien, die zweimal im Jahr vollständig aufgeladen werden, haben eine längere Lebensdauer.
  • Überprüfen Sie den Stand der Bremsflüssigkeit: Gerade bei Glätte und Nässe sollten Sie sicherstellen, dass sich ausreichend Bremsflüssigkeit in Ihrem Wagen befindet.
  • Achten Sie auf genug Scheibenwaschwasser: Den dafür vorgesehenen Behälter finden Sie unter der Motorhaube. Sie können ihn ohne Bedenken vollständig auffüllen. Die Mischung sollte zur einen Hälfte aus Wasser und zur anderen Hälfte aus Glasreiniger bestehen. Denken Sie auch daran, dem Wasser Frostschutz beizumischen. Genaue Angaben zur Menge an Frostschutzmittel finden Sie normalerweise auf dem Etikett.

Bei der Vorbereitung auf die veränderten Fahrbedingungen im Herbst finden Sie in unserem News-Artikel Autofahren im Herbst wichtige Hinweise und Tipps.

Wie pflege ich meinen Wagen im Herbst?

  • Auto von Laub befreien: Verhindern Sie, dass die Blätter in die Öffnungen des Belüftungssystems dringen, indem Sie sie regelmäßig entfernen. Sonst kann es faulig und unangenehm riechen. Im schlimmsten Fall sammelt sich durch die faulige Masse Wasser in der Heizung. Entfernen Sie Laub immer sofort.
  • Umfassende Pflege und neues Öl für Saisonfahrzeuge: Bei Cabrios und Oldtimern entstehen während der Nutzung viele Schadstoffe im Öl, die Sie vor der Winterpause entfernen sollten. Deshalb ist besonders im Herbst ein Ölwechsel zu empfehlen. Der passende Schmierstoff ist in der Betriebsanleitung Ihres Wagens aufgeführt. Sie können aber auch eine Werkstatt aufsuchen. Hier kann das Personal Ihnen Auskunft geben. Nach dem Ölwechsel sollten Sie Ihren Wagen waschen und wachsen. Im Anschluss kann er für die Winterzeit eingemottet und an einem gut belüfteten und trockenen Ort abgestellt werden.
  • Kondenswasser vermeiden: Weil es im Herbst feuchter wird, beschlagen Fensterscheiben schneller. Kalte Luft kann Feuchtigkeit schlechter speichern, deshalb sammelt sie sich besonders nachts an den Glasscheiben Ihres Wagens. Um der Feuchtigkeit im Wagen vorzubeugen, sollten Sie Ihre Schuhe gut abklopfen, bevor Sie in den Wagen steigen. Für klare Sicht sorgen Sie an den Scheiben mit einem trockenen Tuch, das die Feuchtigkeit aufsaugt. Auch ausgelegte Zeitungsbögen, die die Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen, können Sie in Ihrem Fahrzeug auslegen. Alternativ können Sie die Klimaanlage anschalten: So gelangt die Luftfeuchtigkeit in den Trockner der Klimaanlage und fließt ab. Das Beschlagen der Fensterscheiben kann aber auch an beschädigten Dichtungen an Heckscheibe oder Schiebedach liegen. Lassen Sie sie am besten in der Werkstatt überprüfen und gegebenenfalls austauschen.
  • Scheibenwischer reinigen: Durch Dunkelheit, Wolken und Regen verschlechtern sich im Herbst die Sichtverhältnisse. Schlieren auf der Windschutzscheibe tragen zusätzlich dazu bei. Für das Säubern der Scheibenwischer können Sie einfaches Spülmittel und eine Nagelbürste verwenden. Montieren Sie hierfür die Wischer ab und bürsten Sie quer über die Lamellen, nicht längs. Zeigen die Wischaufsätze aber Risse oder sind porös, ist eine Reinigung sinnlos. Dann sollten Sie die Scheibenwischer austauschen.

In folgendem Video können Sie sehen, wie Sie die Herbstpflege für Ihren Wagen konkret umsetzen können:

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Was muss ich bei der Autopflege im Herbst außerdem beachten?

  • Winterreifen wechseln: Das Wechseln auf Winterreifen ist Pflicht. Einen gesetzlich vorgeschriebenen Termin gibt es nicht. Meist besteht die Gefahr von winterlichen Straßenverhältnissen ab Oktober. Es gelten die gleichen Bestimmungen zur Profiltiefe wie bei Sommerreifen (mindestens 1,6 Millimeter).
  • Parken unter Bäumen vermeiden: Im Herbst fallen Laub und ganze Äste durch Stürme und Schauer von Bäumen. Um Ihren Wagen vor Schmutz, verstopften Abflüssen oder auch Blechschäden zu schützen, empfehlen wir Ihnen, das Parken unter Bäumen zu vermeiden. Denn wer keine Teilkaskoversicherung oder Vollkaskoversicherung hat, muss entstandene Schäden durch Sturm und Wind selbst übernehmen.

Infografik Autopflege

So pflegen Sie Ihr Auto den Jahreszeiten gemäß. © AllSecur

Pflegen Sie Ihren Wagen rund ums Jahr

Mit einer sorgfältigen Autopflege erhalten Sie Ihren Wagen nicht nur das ganze Jahr über funktionsfähig, sondern investieren so auch in Ihre Sicherheit und Gesundheit. Denn zu einer umfassenden Pflege gehört es nicht nur, den Wagen zu waschen und von Keimen zu befreien, sondern auch das Auto winterfest zu machen.

Doch nicht nur bei Nässe und Kälte kann eine schlechte Autopflege gefährlich werden. Auch auf hohe Temperaturen sollten Sie Ihren Wagen gut vorbereiten und ihn mit den richtigen Mitteln behandeln.

Wir hoffen, dass wir Ihnen einige hilfreiche Tipps zum Thema Autopflege und -reinigung rund ums Jahr geben konnten.

Wir wünschen Ihnen allzeit gute Fahrt! Ihre AllSecur