Wie entsteht eigentlich Stau – und wie verhalte ich mich richtig?

Wie entsteht Stau? Wir erklären Ihnen, was ein Stau ist, welche Ursachen ein Stau aus dem Nichts haben kann und wie Sie ihn mit den wichtigsten Grundregeln vermeiden. Wir zeigen Ihnen auch, was Sie bei einem Stau auf der Autobahn oder im Tunnel beachten müssen.

Stau

Bei einem Stau müssen Sie vorsichtig und vorausschauend fahren. © iStock/Maxiphoto

Wir haben mit Carla Bormann vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) und einem ADAC-Experten über Stau und das richtige Verhalten bei einer Verkehrsstörung gesprochen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen dazu:


Wie entsteht Stau?

Haben Sie sich auch schon oft gefragt, wie und warum ein Stau im Straßenverkehr eigentlich entsteht? Wir erklären Ihnen hier, was ein Stau ist, wie es zu Verkehrsstörungen kommt und warum Staus aus dem Nichts entstehen können.

Wann spricht man von einem Stau? „Fahren mehrere Fahrzeuge im Straßenverkehr einen Kilometer oder über fünf Minuten unter 40 km/h, ist das eine Verkehrsstörung“, erklärt ein Experte des ADAC. Liegt die durchschnittliche Geschwindigkeit zwischen 40 und 20 km/h, wird von stockendem Verkehr gesprochen. „Fahren die Autos unter 20 km/h ist das Stau“, so der ADAC-Experte.

Ein Stau lässt sich nicht immer auf eine bestimmte Ursache zurückführen. Es ist also nicht grundsätzlich eine Baustelle oder ein Unfall für die Verzögerung verantwortlich. Meistens kommt es zu einer Stauwelle, die vor allem durch zu dichtes Auffahren oder durch zu viele Autos auf der Straße entsteht. Der Verkehrsfluss wird gestört, die Fahrzeuge müssen abbremsen. Daraus folgt eine Kettenreaktion.

Warum entsteht ein Stau?

Es gibt verschiedene Gründe, warum Staus entstehen. Die häufigsten Ursachen sind:

  • Überlastung: Auf den Straßen herrscht oft zu viel Verkehr. Vor allem in der Urlaubszeit kommt es zu Staus, weil zu viele Fahrzeuge unterwegs sind. Oft werden dann Sicherheitsabstände nicht mehr eingehalten und die Verkehrsteilnehmer fahren nicht das gleiche Tempo. Ein Stau aus dem Nichts entsteht. Vermeiden Sie Stoßzeiten wie zum Beispiel den Ferienanfang.
  • Geschwindigkeitsunterschiede: Sind viele Autos auf der Straße unterwegs, kommt es zu großen Geschwindigkeitsunterschieden. Würden alle Fahrzeuge im gleichen Tempo fahren, gäbe es viel weniger Staus.
  • Dichtes Auffahren: Fahren Sie Ihrem Vordermann zu dicht auf und bremsen Sie wieder scharf, behindert das den Verkehrsfluss. In den Fällen kommt es zu einer Kettenreaktion. Ein Stau entsteht. Im Notfall ist auch der Bremsweg zu kurz und es passieren Auffahrunfälle.
  • Baustellen: Befindet sich auf der Straße eine Baustelle, ist meist ein Streckenabschnitt oder eine Spur gesperrt. Weil viele Autofahrer das sogenannte Reißverschlussverfahren nicht korrekt beachten, kommt es zu einem Stau. Wie das Reißverschlussverfahren funktioniert, erklären wir Ihnen im nächsten Abschnitt.
  • Unfälle: Bei Unfällen im Straßenverkehr fahren Autofahrer oft langsamer, um das Geschehen beobachten zu können. Bremsen Sie am Unfallort ab, kommt es zu unnötigen Verzögerungen. Außerdem ist es riskant und kann zu Folgeunfällen führen.

Wie kommt es zu einem Stau aus dem Nichts?

Der Stau aus dem Nichts wird auch Phantomstau genannt. Er ist eine Verkehrsstörung, die keine bestimmte Ursache hat. Er entsteht meist durch eine Kettenreaktion, an der die Verkehrsteilnehmer selbst schuld sind. Normalerweise wird ein Stau aus dem Nichts durch zu dichtes Auffahren und häufige Spurwechsel ausgelöst.

Das passiert so: Fährt Ihr Vordermann einem Fahrzeug zu dicht auf und muss bremsen, müssen auch Sie deutlich langsamer fahren. Genauso geht es Ihrem Hintermann und auch dem Fahrzeug dahinter. Es kommt zu einer Kettenreaktion. Der fließende Verkehr wird zu einem Stau, der sich schnell über einige Kilometer ausbreiten kann.

Stauforscher raten Autofahrern, ihre Geschwindigkeit dem Vordermann anzupassen statt zu überholen. Außerdem sollten Sie unnötige Spurwechsel vermeiden und den Sicherheitsabstand einhalten. Fahren Sie nicht zu dicht auf und bremsen Sie nicht plötzlich ab, sondern verlangsamen Sie frühzeitig das Tempo. Der Verkehr bleibt so besser im Fluss und Sie kommen am Ende schneller voran.

Interessant: Derjenige, der einen Phantomstau auslöst, bekommt normalerweise gar nichts davon mit. Der Stau entsteht meist erst 15 bis 25 Meter hinter ihm. Der Verursacher ist also längst weg, während andere Fahrzeuge noch stehen.

Den richtigen Sicherheitsabstand einhalten

In § 4 Abs. 1 StVO steht, dass der Abstand zu Ihrem Vordermann so groß sein muss, dass Sie problemlos hinter ihm anhalten können. Auf der Autobahn gilt die Zwei-Sekunden-Regel oder die Faustformel: halber Tacho in Metern.

Die Zwei-Sekunden-Regel bedeutet: Suchen Sie sich einen bestimmten Punkt auf der Straße oder am Fahrbahnrand. Hat das Fahrzeug vor Ihnen diesen Punkt erreicht, zählen Sie im Sekundentakt bis zwei. Erst dann sollten Sie selbst an dem ausgesuchten Punkt ankommen. Sind Sie früher dort, ist Ihr Sicherheitsabstand zu gering.

Der halbe Tacho in Metern bedeutet: Sind Sie mit 100 km/h unterwegs, müssen Sie einen Sicherheitsabstand von mindestens 50 Metern einhalten. Orientieren Sie sich dabei an den Leitpfosten. Sie sind in der Regel im Abstand von 50 Metern aufgestellt.

Halten Sie zu wenig Sicherheitsabstand zu Ihrem Vordermann, riskieren Sie nicht nur einen Unfall oder einen Stau. Sie müssen auch mit einem Bußgeld bis zu 400 Euro rechnen. Ein Fahrverbot und 1 bis 2 Punkte in Flensburg sind außerdem möglich.

Dichtes Auffahren

Fahren Sie Ihrem Vordermann zu dicht auf, müssen Sie mit einem Bußgeld rechnen. © iStock/MadCircles


Wie verhalte ich mich richtig in einem Stau?

Staut sich plötzlich der Verkehr, handeln viele Autofahrer oft unüberlegt. Wenn Sie aber auf dem Standstreifen weiterfahren oder die Rettungsgasse nicht beachten, kann das schlimme Folgen haben.

Die wichtigsten Grundregeln

Wenn Sie die folgenden Regeln beachten, können Sie dazu beitragen, dass sich der Stau schnell auflöst und alle Verkehrsteilnehmer weiterfahren können.

1. Vorausschauend fahren

Merken Sie, dass sich vor Ihnen ein Stau bildet, fahren Sie langsamer. Sie sollten aber nicht plötzlich bremsen, sonst kann Ihnen Ihr Hintermann auffahren. Schalten Sie sofort die Warnblinkanlage ein, um andere Verkehrsteilnehmer aufmerksam zu machen. Halten Sie mindestens zwei Wagenlängen Abstand zu Ihrem Vordermann.

2. Nicht aussteigen

Stehen Sie mit Ihrem Fahrzeug im Stau, dürfen Sie die Fahrbahn nicht betreten. Das ist nur in Notfällen erlaubt: Zum Beispiel, wenn eine Unfallstelle gesichert werden muss. Auch wenn Sie auf die Toilette wollen, müssen Sie bis zum nächsten Parkplatz warten. Sonst fällt eine Strafe von 10 Euro an.

Das sollten Sie wissen: Bei einer Vollsperrung dürfen Sie Ihr Fahrzeug verlassen. Sie können aussteigen und sich die Füße vertreten. Informieren Sie sich aber vorher über das Radio oder Ihr Navigationsgerät und beachten Sie die Anweisungen der Polizei. Steigen Sie bei einer Vollsperrung aus dem Auto, sollten Sie trotzdem den Verkehr im Blick behalten.

3. Nicht den Standsteifen benutzen

Wenn Sie auf dem Standstreifen am Stau vorbeifahren, kostet das 75 Euro Strafe und Sie bekommen einen Punkt in Flensburg. Sie dürfen nur auf dem Standstreifen fahren, wenn Schilder anzeigen, dass er als Fahrspur genutzt werden kann.

Wenn Sie im Stau rückwärtsfahren oder wenden, müssen Sie mit einer Strafe bis zu 200 Euro, 2 Punkten in Flensburg und einem Fahrverbot rechnen.

Das sollten Sie wissen: Auch mit dem Motorrad dürfen Sie nicht einfach an einem Stau vorbeifahren. Das kostet ein Bußgeld von 100 Euro und Sie bekommen einen Punkt in Flensburg.

Großer Stau

Beachten Sie bei einem Stau immer die wichtigsten Grundregeln, damit die Situation nicht schlimmer wird und es schnell weitergeht. © iStock/Yamtono_Sardi

4. Rettungsgasse bilden

In Deutschland ist die Rettungsgasse nach § 38 Abs. 1 StVO für alle Verkehrsteilnehmer Pflicht. Sobald ein Stau entsteht, müssen Sie eine Rettungsgasse bilden. Das ist überlebenswichtig, denn nur so können Einsatzkräfte direkt zum Unfallort fahren. Wir erklären Ihnen später kurz, wie man die Rettungsgasse auf zwei- und mehrspurigen Straßen bildet. Weitere Informationen finden Sie auch in unserem Ratgeber zum Thema Rettungsgasse.

Informieren Sie sich außerdem, wie Sie sich bei einem Verkehrsunfall richtig verhalten sollten. Frischen Sie auch regelmäßig Ihr Wissen zur Ersten Hilfe im Straßenverkehr auf.

5. Gleichmäßiges Tempo fahren

Generell gilt beim Autofahren: Fahren Sie gleichmäßig und halten Sie genug Abstand. Sie sollten nicht zu schnell fahren oder plötzlich bremsen. Vermeiden Sie im Stau häufige Spurwechsel, denn so kommt der Verkehr noch mehr ins Stocken oder gar zum Stillstand.

Die Staugefahr ist am geringsten, wenn alle Verkehrsteilnehmer mit maximal 130 km/h fahren.

6. Reißverschlussverfahren nutzen

Ist auf einem Fahrstreifen eine Baustelle, müssen sich alle Verkehrsteilnehmer nach § 7 Abs. 4 StVO an das sogenannte Reißverschlussverfahren halten.

Das bedeutet: Sie müssen kurz vor dem Hindernis (und nicht früher) auf die neue Spur fahren und sich einreihen. Am besten funktioniert das Reißverschlussverfahren im Wechsel. Ein Fahrzeug auf der freien Spur lässt immer ein Fahrzeug von der blockierten Spur einfädeln.

Das sollten Sie wissen: Sie müssen anderen Verkehrsteilnehmern das Einordnen ermöglichen. Sonst müssen Sie mit einem Verwarngeld in Höhe von 20 Euro rechnen.

7. Radio einschalten

Schalten Sie vor allem auf längeren Autofahrten das Radio regelmäßig ein. Hier hören Sie zu jeder halben und vollen Stunde aktuelle Staumeldungen. Oft werden Ihnen alternative Strecken vorgeschlagen.

Das sollten Sie beachten: Vertrauen Sie nicht blind auf Ihr Navigationsgerät. Bei kürzeren Staus (unter 3 Kilometern Länge) sollten Sie keine alternative Route wählen. Sonst kommt es zu weiteren Staus auf Nebenstraßen, weil viele Verkehrsteilnehmer zu früh abfahren.

Autoradio

Schalten Sie vor allem bei längeren Autofahrten regelmäßig das Radio ein, um aktuelle Staumeldungen zu hören. © iStock/PeopleImages

Verhalten bei Stau auf der Autobahn

Steuern Sie auf einen Stau zu, sollten Sie als erstes die Warnblinkanlage einschalten. Schauen Sie in den Rückspiegel, ob Ihr Hintermann das auch tut. Dann können Sie sicher sein, dass er die Situation erkannt hat. Lassen Sie die Warnblinkanlage solange an, bis das Fahrzeug hinter Ihnen zum Stillstand gekommen ist. „Wenn Sie länger als eine halbe Minute im Stau stehen, sollten Sie den Motor abstellen“, empfiehlt Carla Bormann vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR).

In bestimmten Situationen dürfen Sie bei einem Stau rechts überholen. Wenn die Autos auf der linken Fahrspur stillstehen, können Sie auf der rechten Spur vorbeifahren. Das gilt auch, wenn links nicht mehr als 60 km/h gefahren wird. In dem Fall dürfen Sie rechts mit maximal 20 km/h mehr (also insgesamt 80 km/h) überholen.

Das bedeutet: Sie müssen auf der rechten Spur nicht automatisch stehen bleiben, wenn der Verkehr auf der linken Fahrspur stillsteht. Halten Sie sich aber nicht an die Maximalgeschwindigkeit von 80 km/h, müssen Sie eine Strafe von 100 Euro zahlen und bekommen einen Punkt in Flensburg.

Bei einem Stau dürfen Sie nicht einfach auf dem Standstreifen weiterfahren. Das gilt auch, wenn Sie bei der nächsten Ausfahrt abfahren müssen. Das kostet 75 Euro Strafe und Sie bekommen einen Punkt in Flensburg.

Verhalten bei Stau im Tunnel

Der Straßenabschnitt in einem Tunnel ist normalerweise sehr eng. Die Sicht ist stark beschränkt und Autofahrer können Hindernissen schlecht ausweichen. Wenn es im Tunnel zusätzlich zu einem Stau kommt, bewahren Sie Ruhe und beachten Sie ein paar Grundsätze.

Staut sich der Verkehr im Tunnel, sollten Sie sofort die Warnblinkanlage einschalten. So können Auffahrunfälle vermieden werden. Bleiben Sie mit fünf Metern Abstand zu Ihrem Vordermann am Fahrbahnrand stehen. „Bei einem Stau im Tunnel muss der Motor unbedingt abgestellt werden, um einen unnötigen Schadstoffausstoß zu verhindern“, erklärt Carla Bormann.

Bleiben Sie im Fahrzeug und achten Sie auf Radioansagen, Infotafeln oder Anweisungen der Polizei. Im Tunnel wird normalerweise über den UKW-Rundfunk (Rundfunk auf Ultrakurzwelle) ein Programm ausgestrahlt, das die Gefahrenmeldungen der Tunnelzentrale durchgibt.

Das sollten Sie wissen: Bemerken Sie Rauch oder Feuer im Tunnel, verlassen Sie sofort das Auto. Suchen Sie den nächsten Fluchtausgang auf und entfernen Sie sich aus dem Tunnel. Bei schlechter Sicht können Sie sich dabei an der Notbeleuchtung orientieren oder an der Wand entlang tasten.

Stau im Tunnel

Bei einem Stau im Tunnel sollten Sie den Motor ausschalten, wenn es nicht mehr weitergeht. © iStock/igordabari


Muss ich bei einem Stau immer eine Rettungsgasse bilden?

„Schon bei stockendem Verkehr oder Schrittverkehr muss die Rettungsgasse gebildet werden“, sagt Carla Bormann. „Die Fahrzeuge können sonst nicht mehr gut bewegt werden, wenn sie dicht an dicht stehen.“

Sie sollten also schon bei der Entstehung eines Staus die lebensnotwendige Rettungsgasse beachten. „Sie muss gebildet werden, noch bevor die Sirenen von der Polizei, dem Notarzt oder der Feuerwehr zu hören sind“, erklärt Carla Bormann.

So bilden Sie die Rettungsgasse: Fahrzeuge, die auf dem linken Fahrstreifen fahren, weichen nach links aus. „Fahrzeuge auf einem der übrigen Fahrstreifen fahren immer nach rechts. Dabei ist es egal, wie viele Fahrstreifen es gibt“, erklärt die Expertin vom DVR. Das bedeutet, auch bei drei- oder vierspurigen Autobahnen fahren nur die Autos auf der linken Spur nach links. Alle anderen Fahrzeuge weichen nach rechts aus.

Stau

So bilden Sie auf einer dreispurigen Straße die Rettungsgasse. © BMVI/DVR-Kampagne „Runter vom Gas“

Die Rettungsgasse sollte außerdem solange bestehen bleiben, bis Sie ein Signal zum Weiterfahren bekommen. „Auch wenn schon erste Notfallfahrzeuge durchgefahren sind, können jederzeit weitere Einsatzkräfte folgen“, sagt Carla Bormann.


Was muss ich bei einem Stau beachten?

Beachten Sie bei einem Stau die wichtigsten Grundregeln, die wir Ihnen oben erklärt haben. Sie sollten auch bei längeren Autofahrten im Sommer und im Winter immer auf einen Stau vorbereitet sein.

Im Sommer

Hitze macht Autofahrer müde, unkonzentriert und verschlechtert die Reaktionsfähigkeit. So überstehen Sie einen Stau bei heißen Temperaturen am besten:

  • Klimaanlage checken: Bevor Sie in den Sommerurlaub aufbrechen, sollten Sie Ihre Klimaanlage überprüfen. Merken Sie, dass die Belüftung nicht einwandfrei funktioniert, suchen Sie noch vor Reiseantritt eine Werkstatt auf.
  • Mittagshitze vermeiden: Schon vor der Abfahrt können Sie einen Stau in der Mittagshitze umgehen. Fahren Sie in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden los. Sollten Sie in dieser Zeit trotzdem in einen Stau geraten, sind zumindest die Außentemperaturen erträglich.
  • Sonnenschutz anbringen: Wenn Sie im Stau stehen und es sehr heiß wird, können Sie vor allem an den hinteren Seitenfenstern einen Sonnenschutz anbringen. Auf dem Markt gibt es Sonnenblenden, Rollos und Autovorhänge in verschiedenen Größen.
  • Viel trinken: Auf langen Autofahrten sollten Sie bis zu drei Liter Flüssigkeit zu sich nehmen. Das fördert die Konzentration. Mineralwasser, Tees oder verdünnte Fruchtsäfte mit Zimmertemperatur eigen sich am besten. Vermeiden Sie aber gekühlte Getränke. Sie führen zu starkem Schwitzen, weil der Körper den Temperaturunterschied ausgleichen muss.
  • Tank im Blick behalten: Achten Sie regemäßig darauf, dass der Tank ausreichend gefüllt ist. Fahren Sie frühzeitig zu einer Tankstelle, damit Ihnen der Motor im Stau nicht einfach ausgeht.

Im Winter

Stau im Winter

Auf einen Stau im Winter sollten Sie mit Decken und heißen Getränken vorbereitet sein. © iStock/FatCamera

Geraten Sie im Winter in einen Stau, kann das unangenehm werden. Wir zeigen Ihnen, woran Sie bei niedrigen Temperaturen denken müssen:

  • Warme Kleidung anziehen: Wenn Sie im Winter eine längere Autofahrt vor sich haben, ist eine warme Bekleidung das A und O.
  • Decken und heiße Getränke mitnehmen: Nehmen Sie im Winter vorsorglich Decken und heiße Getränke auf die Autofahrt mit. Stehen Sie im Stau, können Sie sich aufwärmen. Wird Ihnen trotzdem kalt, sollten Sie Arme und Beine so gut wie möglich bewegen.
  • Heizung einschalten: Vor allem bei längeren Staus sollten Sie die Heizung anmachen. Behalten Sie aber immer im Hinterkopf, dass dabei mehr Kraftstoff verbraucht wird. Überprüfen Sie also regelmäßig Ihren Tank.


Kann ich Staus vermeiden?

„Manche Staus entstehen durch zufällige Ereignisse wie Unfälle oder umgestürzte Bäume. Da kann man eigentlich nichts machen. In den meisten Fällen sind aber hohe Verkehrsbelastungen der Auslöser“, sagt ein Experte des ADACs.

In den Fällen ist es sinnvoll, antizyklisch zu fahren. Das bedeutet: „Durch die Wahl eines günstigen Fahrtzeitpunkts kann man versuchen, die Staugefahr zu vermeiden“, rät der ADAC-Experte. Grundsätzlich sollten Sie unter der Woche, und nicht am Wochenende, auf eine längere Autoreise aufbrechen. Vermeiden Sie auch den Berufsverkehr. Am besten informieren Sie sich vorher mit Hilfe des ADAC Staukalenders über häufige Brennpunkte.

„Es ist auch sinnvoll, immer genug Zeit für Pausen und mögliche Baustellen oder Staus einzuplanen“, rät Carla Bormann vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat. Für den Fall, dass Sie doch in einen Stau geraten, sollten Sie sich vor Fahrtantritt eine alternative Strecke heraussuchen. „Wer im Stau steht, sollte gelassen bleiben. Ständiges Spurwechseln führt zu Bremsmanövern und weiteren Stauwellen. Das bringt niemanden voran“, sagt Carla Bormann.

Auf der sicheren Seite

Nun wissen Sie, wie ein Stau entsteht und wie Sie einen Stau aus dem Nichts vermeiden können. Als Grundsatz gilt bei einer Verzögerung immer: Fahren Sie vorausschauend und achten Sie auf die anderen Verkehrsteilnehmer. Vermeiden Sie häufige Spurwechsel und fahren Sie an einer Unfallstelle zügig vorbei. So kommt der Verkehr nicht noch mehr ins Stocken.

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Wir wünschen Ihnen allzeit gute Fahrt! Ihre AllSecur