Erste-Hilfe-Kurs: Dauer, Kosten und Auffrischung

Ein Erste-Hilfe-Kurs ist für den Führerschein wichtig und kann Leben retten. Wir erklären Ihnen alles Wichtige zur Dauer, den Kosten und ob Sie den Kurs nach einer gewissen Zeit auffrischen müssen. Außerdem zeigen wir Ihnen, wie ein Erste-Hilfe-Kurs abläuft und was Sie bei einem Erste-Hilfe-Kurs lernen.

wiederbelebung
In einem Erste-Hilfe-Kurs werden alle lebensrettenden Sofortmaßnahmen mit Rettungspuppen geübt. © iStock/microgen

Erste-Hilfe kann Leben retten. Wir erklären Ihnen alles, was Sie zum Erste-Hilfe-Kurs wissen müssen.

Wofür braucht man einen Erste-Hilfe-Kurs?

Einen Erste-Hilfe-Kurs brauchen Sie für den Führerschein und als betrieblicher Ersthelfer. Generell gilt aber: Jeder sollte sich mit lebensrettenden Sofortmaßnahmen auskennen, damit im Notfall schnell reagiert werden kann.

Der Erste-Hilfe-Kurs für den Führerschein

Seit 01. Januar 2016 müssen Sie für alle Führerscheinklassen denselben Erste-Hilfe-Kurs machen. Vorher gab es Unterschiede. Für die Klassen AM, A1, A2, A, B, BE, L und T mussten Sie nur eine Art Erste-Hilfe-Grundkurs besuchen. Für die Klassen C, C1, CE, C1E, D, D1, DE oder D1E mussten Sie einen großen Erste-Hilfe-Kurs machen.

Das bedeutet: Es gibt keine „kleinen“ und „großen“ Kurse mehr. Die aktuellen Erste-Hilfe-Kurse für alle Führerscheinklassen dauern 7,5 Stunden. In § 19 der Fahrerlaubnis-Verordnung steht, dass neun Unterrichtseinheiten von jeweils 45 Minuten besucht werden müssen. Sie können den Erste-Hilfe-Kurs also an einem Tag machen.

Keine Sorge: Sie müssen Ihren Erste-Hilfe-Kurs nicht wegen der Neuerung wiederholen. Alle bestandenen Kurse sind weiter gültig.

Was Sie noch beachten müssen, wenn Sie den Führerschein machen wollen, erklären wir Ihnen ausführlich in unserem Ratgeber.

Der Erste-Hilfe-Kurs für betriebliche Ersthelfer

In jedem Betrieb muss es mindestens einen ausgebildeten Betriebsersthelfer geben. Das gilt auch für Unternehmen mit nur zwei Mitarbeitern. Normalerweise übernimmt die Berufsgenossenschaft die Kosten dafür. Das sollten Sie aber vorher klären. Je nachdem, wie viele Mitarbeiter ausgebildet werden, kann der Erste-Hilfe-Kurs direkt im Unternehmen stattfinden. Informieren Sie sich darüber bei den verschiedenen Anbietern.

Für betriebliche Ersthelfer gibt es spezielle Kurse, die unter der Woche stattfinden. Sie können sich aber auch für die „normalen“ Erste-Hilfe-Kurse am Wochenende anmelden.

Das müssen Sie wissen: Der Erste-Hilfe-Kurs für Betriebsersthelfer ist nach zwei Jahren nicht mehr gültig. Sie müssen die Erste-Hilfe-Maßnahmen auffrischen und eine Fortbildung machen.

Was lernt man beim Erste-Hilfe-Kurs?

Bei einem Erste-Hilfe-Kurs wird theoretisches und praktisches Wissen vermittelt. Verschiedene Inhalte rund um das Thema Erste Hilfe sollen Ihnen helfen, im Notfall schnell und richtig zu reagieren. Das Deutsche Rote Kreuz klärt ausführlich über lebensrettende Sofortmaßnahmen und das richtige Verhalten innerhalb der Rettungskette auf. Wir haben die wichtigsten Informationen zusammengefasst, damit Sie schon vor dem Erste-Hilfe-Kurs einen Überblick haben.

Die Bestandteile einer Rettungskette

Die einzelnen Bestandteile einer Rettungskette sind wichtig, um im Notfall schnell helfen zu können. Mit der Rettungskette sind die verschiedenen Stationen der Ersten Hilfe von der Alarmierung des Notarztes bis zum Krankenhaus gemeint. Wir zeigen Ihnen, wie eine gelungene Rettungskette Schritt für Schritt aussehen kann.

Es gilt aber: Bei der Reihenfolge kommt es immer auf die Notfallsituation an. Bei einem Verkehrsunfall sollten Sie zuerst die Unfallstelle absichern und das Opfer aus der Gefahrenzone retten. Bei einem Unfall im Haushalt können Sie gleich den Notarzt alarmieren und mit lebensrettenden Sofortmaßnahmen beginnen.

1. Absichern der Unfallstelle

Derjenige, der als erstes am Unfallort ist, ist das erste Glied der Rettungskette. Der Ersthelfer muss die Unfallstelle sichern, um andere Verkehrsteilnehmer aufmerksam zu machen. Er sollte sofort die Warnblinkanlage einschalten und das Warndreieck aufstellen. In welchem Abstand zur Unfallstelle Sie das Warndreieck aufbauen sollten, erklären wir Ihnen im nächsten Teil.

2. Rettung aus dem Gefahrenbereich

Personen, die sich auf der Straße oder in der Nähe eines brennenden Autos befinden, müssen an einen sicheren Ort gebracht werden. Hinter der Leitplanke zum Beispiel sind Unfallopfer vor dem Verkehr geschützt. Dabei gilt aber immer: Ihre eigene Sicherheit geht vor!

3. Absetzen des Notrufs

Alarmieren Sie den Notarzt (europaweit: Telefonnummer 112) und machen Sie alle nötigen Angaben (W-Fragen). Welche Informationen wichtig sind, erklären wir Ihnen bei dem Punkt „Das Absetzten des Notrufs“. Manche Rettungsleitstellen helfen dem Anrufer per Telefon, die Notfallsituation zu bewältigen und geben Anleitungen für die Erste-Hilfe-Maßnahmen.

4. Erste-Hilfe-Maßnahmen

Leisten Sie Erste Hilfe (stabile Seitenlage, Herz-Lungen-Wiederbelebung) und stillen Sie bedrohliche Blutungen. Dazu sollten Sie möglichst keimfreies, weiches Material aus Ihrem Verbandskasten auf die Wunde pressen und einen Druckverband anlegen. Wenn Sie merken, dass Unfallopfer unter Schock stehen (blasse Hautfarbe, schweißnasse Haut, Zittern, Bewusstlosigkeit) sollten Sie sofort handeln und lebensrettende Maßnahmen ergreifen.

5. Rettungsdienst

Der Ersthelfer sollte immer warten, bis der Rettungsdienst am Unfallort ist. Der Notarzt stabilisiert den Patienten und sorgt dafür, dass er in ein geeignetes Krankenhaus gebracht werden kann.

6. Krankenhaus

Das letzte Glied in der Rettungskette ist das Krankenhaus. Dort wird das Unfallopfer ärztlich versorgt und behandelt.

Rettungskette
Alle Glieder einer Rettungskette sind wichtig, um dem Unfallopfer schnell helfen zu können. © Johanniter/Schemmann

Die Sicherung der Unfallstelle

Wenn Sie als erstes bei einem Verkehrsunfall ankommen, müssen Sie die Unfallstelle sichern. Dabei dürfen Sie sich nicht selbst in Gefahr bringen! Schalten Sie sofort die Warnblinkanlage Ihres Fahrzeugs ein und lassen Sie bei Dunkelheit das Licht Ihres Autos brennen. So sollten Sie bei einem Verkehrsunfall vorgehen:

  • Ziehen Sie eine Warnweste an.
  • Laufen Sie dem Verkehr am besten am äußersten Rand der Fahrbahn oder hinter der Leitplanke entgegen und stellen Sie das Warndreieck am Fahrbahnrand auf.
  • Fordern Sie andere Autos auf, langsam zu fahren. Dafür können Sie einen Arm ausstrecken und ihn auf und ab bewegen.
  • Bitten Sie andere Verkehrsteilnehmer um Hilfe und teilen Sie sich die Aufgaben untereinander auf.

Wenn Sie das Warndreieck aufbauen, können Sie sich am Abstand zwischen den Leitpfosten (ca. 50 Meter) orientieren. Grundsätzlich sollten Sie sich an diese Richtwerte halten:

  • Im Ort: Warndreieck in ca. 50 Meter Entfernung zur Unfallstelle aufstellen
  • Landstraße: Warndreieck in ca. 100 Meter Entfernung zur Unfallstelle aufstellen
  • Autobahn: Warndreieck in mindestens 150 Meter Entfernung zur Unfallstelle aufstellen
Warndreieck
Als Ersthelfer müssen Sie den Unfallort sichern, um andere auf die Gefahr aufmerksam zu machen. © Johanniter/Schemmann

Das Absetzen des Notrufs

In einem Erste-Hilfe-Kurs lernen Sie, wie Sie den Notarzt richtig informieren. Die Telefonnummer 112 funktioniert europaweit und ist kostenlos. Bevor Sie in den Urlaub fahren, sollten Sie sich die landesüblichen Notrufnummern aufschreiben. So wissen Sie gleich, wo Sie im Notfall anrufen müssen!

Beachten Sie beim Absetzen des Notrufs immer die W-Fragen:

  • Wo ist der Unfall passiert?
  • Was ist passiert?
  • Wie viele Menschen sind verletzt?
  • Welche Verletzungen haben die Unfallopfer?
  • Warten Sie auf Rückfragen der Ärzte!
Notruf
Die Notrufnummer 112 funktioniert europaweit und ist kostenlos. © Johanniter/Schemmann

Wenn Sie an einem Unfallort als Ersthelfer ankommen und kein Handy dabeihaben, können Sie sich kostenlos über sogenannte Notruf-Telefone direkt mit der Polizei oder einer Rettungsleitstelle verbinden lassen. Solche Notruf-Telefone sind an zentralen öffentlichen Plätzen, in Parkanlagen und auf befahrenen Straßen aufgestellt. Auf der Autobahn gibt es im Abstand von 2 bis 4 Kilometern eine Notrufsäule. Die Bedienungsanleitung finden Sie normalerweise außen auf der Klappe. Wenn Sie nicht wissen, wo die nächste Notrufsäule ist, achten Sie auf die Leitpfosten. Darauf gibt es eine Pfeilmarkierung, die anzeigt, in welcher Richtung die nächste Notrufsäule steht.

Notruf an Autobahn
Die Pfeilmarkierung auf den Leitpfosten an der Autobahn zeigt regelmäßig an, in welcher Richtung die nächste Notrufsäule steht. © AllSecur

Die stabile Seitenlage

Ist der Verletzte bewusstlos, sollten Sie ihn sofort in die stabile Seitenlage bringen. Die Atemwege können so freigehalten werden. Erbrochenes oder Blut kann ablaufen und das Opfer wird daran nicht ersticken. Die Johanniter geben wichtige Tipps zur stabilen Seitenlage, die wir Ihnen Schritt für Schritt mit der Grafik erklären.

Stabile Seitenlage
Die stabile Seitenlage schrittweise erklärt. © Johanniter

1. Legen Sie den inneren Arm des Opfers nach oben

Knien Sie sich neben den Verletzten hin. Legen Sie den inneren Arm des Opfers (der Arm auf Ihrer Seite) nach oben. Der Arm wird am Ellbogen abgewinkelt, die Handfläche sollte nach oben zeigen. Das erste Bild der Grafik zeigt, wie es geht.

Das bedeutet: Wenn Sie auf der rechten Seite des Opfers sind, legen Sie den rechten Arm nach oben. Sind Sie auf der linken Seite, legen Sie den linken Arm nach oben.

2. Führen Sie den äußeren Arm über den Brustkorb

Den äußeren anderen Arm führen Sie über den Brustkorb und legen die Handoberfläche des Verletzten an seine Wange. Das zeigt das zweite Bild der Grafik.

Das bedeutet: Sie sind auf der rechten Seite des Opfers und haben den rechten Arm, wie im ersten Schritt erklärt, nach oben gelegt. Als nächstes müssen Sie den anderen (linken) Arm über den Oberkörper des Verletzten legen. Dann positionieren Sie die Handoberfläche des linken Arms an der Backe des Opfers.

3. Winkeln Sie das äußere Bein an

Greifen Sie den äußeren Oberschenkel des Unfallopfers und winkeln Sie das Bein an. Orientieren Sie sich am dritten Bild der Grafik.

4. Ziehen Sie das Opfer zu sich heran

Ziehen Sie den Verletzten am Knie des angewinkelten Beins zu sich heran, so wie im vierten Bild der Grafik. Das Opfer sollte in Ihre Richtung auf die Seite rollen. Achten Sie darauf, dass der Oberschenkel im rechten Winkel zur Hüfte liegt.

5. Überstrecken Sie den Kopf des Opfers

Überstrecken Sie den Kopf des Verletzten nach oben-hinten und öffnen Sie seinen Mund. Die Atemwege bleiben so frei und Sie verhindern damit, dass das Opfer an Erbrochenem oder Blut erstickt. Legen Sie die Hand an der Wange des Verletzten so hin, dass der Kopf übersteckt bleibt (fünftes Bild der Grafik).

Die Herz-Lungen-Wiederbelebung

Nachdem Sie den Notarzt alarmiert haben, sollten Sie prüfen, ob der Verletzte normal atmet und reagiert, wenn Sie ihn ansprechen. Eine normale Atmung erkennen Sie daran, dass sich der Brustkorb des Verletzten hebt und senkt. Außerdem sollten Sie hören, ob Atemgeräusche da sind. Dazu können Sie Ihr Ohr über Mund und Nase des Opfers legen. Prüfen Sie, ob Sie austretende Luft fühlen können.

Atmet der Verletzte nicht normal, müssen Sie sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen. Ist ein sogenanntes Defibrillationsgerät (AED) in der Nähe, sollten Sie es benutzen. Defibrillatoren sind medizinische Geräte, die mit gezielten Stromstößen das Herz zum Weiterschlagen aktivieren. Es gibt sie nicht direkt an Autobahnen, aber an vielen öffentlichen Plätzen (zum Beispiel an Bahnhöfen, Flughäfen und Tankstellen). Um einen Defibrillator richtig zu benutzen, müssen Sie kein Fachmann sein. Folgen Sie einfach den Sprachanweisungen des Geräts.

Keine Atmung
Kommt es bei dem Opfer zu einem Kreislaufstillstand, müssen Sie schnell handeln. © Johanniter/Schemmann

Ist kein Defibrillationsgerat in der Nähe, sollten Sie sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung starten. Beim Deutschen Roten Kreuz gibt es ausführliche Informationen zur Herz-Lungen-Wiederbelebung. Bei den Johannitern finden Sie die Herzdruckmassage bei den Erste-Hilfe-Tipps. Wir haben Schritt für Schritt zusammengefasst, wie Sie vorgehen müssen.

Herz-Lunge-Wiederbelebung
Die Herz-Lungen-Wiederbelebung schrittweise erklärt. © Johanniter

1. Knien Sie neben dem Opfer

Knien Sie sich neben den Brustkorb des Verletzten hin.

2. Legen Sie Ihre Hände auf den Brustkorb des Opfers

Legen Sie Ihren Handballen ungefähr auf die Mitte des Brustkorbs. Legen Sie den Handballen Ihrer anderen Hand darauf.

3. Drücken Sie 30 Mal auf die Mitte des Brustkorbs

Strecken Sie Ihre Arme durch und drücken Sie 30 Mal von oben auf den Brustkorb des Opfers. Sie sollten dabei den Brustkorb des Verletzten mindestens fünf bis maximal sechs Zentimeter tief eindrücken. Verlagern Sie bei der Herzdruckmassage das Gewicht Ihres eigenen Oberkörpers nach vorne. So haben Sie mehr Kraft.

4. Beatmen Sie das Opfer zweimal

Führen Sie den Kopf des Verletzten nach hinten und heben Sie das Kinn an. Legen Sie eine Hand auf die Stirn des Opfers und die andere an das Kinn. Drücken Sie mit der Hand an der Stirn vorsichtig die Nase zu. Legen Sie Ihre Lippen auf den geöffneten Mund des Verletzten. Blasen Sie eine Sekunde gleichmäßig Luft in den Mund des Opfers. Dabei sollte sich der Brustkorb heben. Drehen Sie Ihren Kopf zur Seite und atmen Sie neu ein. Senkt sich der Brustkorb des Verletzten wieder, beatmen Sie ihn ein zweites Mal.

Es gibt auch sogenannte Beatmungstücher oder Beatmungsfolien, die Sie vorher auf das Gesicht des Opfers legen können. Durch ein Ventil müssen Sie Luft in den Mund oder die Nase des Verletzten blasen. Sie vermeiden so den direkten Kontakt und verringern die Gefahr vor Infektionen. Damit die Folie hält, wird sie mit einem Gummi jeweils links und rechts hinter den Ohren des Opfers festgemacht. Beatmungsfolien lassen sich ganz klein machen und können sogar als Schlüsselanhänger mitgenommen werden. Die Beatmungshilfen können Sie normalerweise in jedem Erste-Hilfe-Shop oder in der Apotheke kaufen.

Das sollten Sie wissen: Neben der Mund-zu-Mund-Beatmung ist auch eine Mund-zu-Nase-Beatmung möglich. Dabei müssen Sie darauf achten, dass der Mund geschlossen bleibt.

5. Wechseln Sie zwischen Herzdruckmassage und Beatmung ab

Sie müssen immer zwischen Herzdruckmassage und Beatmung abwechseln. Als erstes sollten Sie 30 Mal den Brustkorb eindrücken. Danach müssen Sie das Opfer zweimal beatmen. Wenn der Verletzte wieder anfängt zu atmen, bringen Sie ihn in die stabile Seitenlage. Wenn sich an seinem Zustand nichts ändert, wechseln Sie zwischen Herzdruckmassage und Beatmung (30 x drücken, 2 x beatmen) ab, bis der Notarzt kommt.

Das müssen Sie beachten: Bei Säuglingen und Kindern gibt es bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung noch mehr zu berücksichtigen. Hier spielen Alter, Atmung und Herzfrequenz (Herzschläge pro Minute) des Opfers eine wichtige Rolle. Bei Säuglingen drücken Sie beispielsweise bei der Herzdruckmassage nur mit zwei Fingerkuppen auf den Brustkorb. Am besten nehmen Sie dafür Zeige- und Mittelfinger. Bei Kindern benutzen Sie normalerweise nur einen Handballen.

Wissenswert: Bei der Herzdruckmassage sollten Sie am besten 100 Mal pro Minute auf den Brustkorb des Verletzten drücken. Das NewYork-Presbyterian Hospital hat eine Liste mit bekannten Hits zusammengestellt, damit Sie im Notfall den richtigen Rhythmus finden. An diesen acht Songs können Sie sich orientieren:

  • Stayin‘ Alive (Bee Gees)
  • I Will Survive (Gloria Gaynor)
  • Sweet Home Alabama (Lynyrd Skynyrd)
  • Dancing Queen (ABBA)
  • Girls Just Want to Have Fun (Cyndi Lauper)
  • Just Dance (Lady Gaga)
  • Rock Your Body (Justin Timberlake)
  • Quit Playing Games With My Heart (Backstreet Boys)

Das richtige Abnehmen eines Motorradhelms

Wenn Sie als Ersthelfer bei einem Motorradunfall ankommen, müssen Sie schnell handeln. Die Frage, ob der Helm abgenommen werden soll, kann ganz einfach beantwortet werden: Nur ohne Helm kann das Opfer in die stabile Seitenlage gebracht werden. Auch die Herz-Lungen-Wiederbelebung ist nur ohne Helm möglich. Es gilt also: Der Helm muss runter!

Wie Sie den Helm abnehmen sollten, zeigen wir Ihnen schrittweise. Es ist sinnvoll, wenn Sie sich einen zweiten Helfer suchen.

Rettungskette
Nehmen Sie einen Motorradhelm am besten immer zu zweit ab. © Johanniter/Schemmann

1. Stabilisieren Sie den Hals des Opfers

Als erstes muss der Hals des Opfers stabilisiert werden. Ein Helfer sollte von oben mit beiden Händen Helm und Unterkiefer des Verletzten festhalten. Der zweite Helfer kniet sich seitlich neben den Verunglückten und klappt das Visier des Helms hoch.

2. Öffnen Sie den Kinnriemen des Helms

Der zweite Helfer öffnet den Kinnriemen des Helms. Der erste Helfer muss weiter den Helm und den Unterkiefer des Verletzten stabilisieren.

3. Machen Sie den Mundbereich des Opfers frei

Trägt das Opfer eine Brille, sollte sie der zweite Helfer abnehmen. Auch Kinnschale oder Kopfhaube müssen entfernt werden. Der Mundbereich muss frei sein.

4. Stützen Sie Kopf- und Nackenbereich des Opfers

Der zweite Helfer stabilisiert die Halswirbelsäule. Mit beiden Händen stützt er den Kopf- und Nackenbereich des Verletzten von unten.

5. Nehmen Sie den Helm ab

Der erste Helfer zieht den Helm über die Nase des Opfers nach oben ab. Danach legt der zweite Helfer den Kopf des Verletzten vorsichtig auf den Boden.

6. Öffnen Sie den Mund des Opfers

Ist der Helm abgenommen, hält der erste Helfer den Kopf des Verletzten seitlich fest. Der zweite Helfer öffnet den Mund des Opfers. Sichtbare Fremdkörper müssen entfernt werden.

7. Kontrollieren Sie die Atmung des Opfers

Der zweite Helfer sollte den Kopf des Opfers nach hinten legen und die Atmung kontrollieren. Atmet der Verletzte, bringt ihn der zweite Helfer in die stabile Seitenlage. Der erste Helfer stützt dabei die Halswirbelsäule und dreht den Kopf vorsichtig mit. Atmet das Opfer nicht, müssen die Helfer lebensrettende Sofortmaßnahmen (Herz-Lungen-Wiederbelebung) einsetzen.

Das sollten Sie beachten: Ist kein zweiter Helfer am Unfallort, sollten Sie den Helm alleine abnehmen. Grundsätzlich gehen Sie dabei genauso vor. In diesem Fall kann die Halswirbelsäule des Verletzten nicht zusätzlich stabilisiert werden.

Was muss man zu einem Erste-Hilfe-Kurs mitbringen?

Zu einem Erste-Hilfe-Kurs sollten Sie wetterfeste Kleidung mitbringen, weil praktische Übungen auch im Freien stattfinden können. Außerdem werden robuste Anziehsachen und rutschfeste Schuhe empfohlen. Denn: Wenn Sie an einem Erste-Hilfe-Kurs teilnehmen, müssen Sie die lebensrettenden Sofortmaßnahmen auch aktiv in der Praxis machen.

Das müssen Sie bei einem Erste-Hilfe-Kurs noch dabeihaben:

  • Schreibunterlagen
  • Personalausweis
  • Kursgebühr in bar

Wie lange dauert ein Erste-Hilfe-Kurs?

Sie können den Erste-Hilfe-Kurs nach der neuen Regelung an einem Tag machen. Vorgeschrieben sind neun Unterrichtseinheiten mit jeweils 45 Minuten.

Wenn Sie sich intensiver informieren möchten, gibt es Anbieter, die zusätzlich Erste-Hilfe-Kurse mit 16 Unterrichtseinheiten im Programm haben. Einige bieten auch kürzere Auffrischungskurse zu bestimmten Themen an.

Bei diesen professionellen Anbietern können Sie Erste-Hilfe-Kurse machen:

  • Johanniter
  • Deutsches Rotes Kreuz
  • Malteser
  • ADAC

Was kostet ein Erste-Hilfe-Kurs?

Die Kosten für einen Erste-Hilfe-Kurs liegen im Schnitt normalerweise zwischen 20 und 40 Euro.

Was passiert, wenn man den Erste-Hilfe-Kurs nicht besteht?

Durch den Erste-Hilfe-Kurs können Sie grundsätzlich nicht durchfallen. Sie müssen nur an allen vorgeschriebenen Stunden teilnehmen. Am Ende müssen Sie keine Prüfung machen, Sie bekommen nur eine Teilnahmebestätigung.

Muss man den Erste-Hilfe-Kurs auffrischen?

Einige Anbieter haben auch freiwillige Auffrischungskurse im Programm. Die Kurse sind für Personen, bei denen der Erste-Hilfe-Kurs schon länger her ist. Hier können normalerweise einzelne Themen (Verhalten nach einem Verkehrsunfall, Herz-Lungen-Wiederbelebung) gebucht werden. Für Interessierte gibt es auch spezielle Kurse zur ersten Hilfe am Kind, bei Sportlern oder Senioren. Die Kurse eignen sich vor allem für Personen, die in dem Bereich arbeiten.

Grundsätzlich gilt: Für den Führerschein müssen Sie einen Erste-Hilfe-Kurs nur einmal besuchen. Der Kurs bleibt immer gültig und muss auch nicht wiederholt werden. Auto- und Motorradfahrern wird aber empfohlen, die Erste-Hilfe-Maßnahmen regelmäßig nach zwei bis drei Jahren zu wiederholen. Als Betriebsersthelfer müssen Sie alle zwei Jahre Ihre Bescheinigung auffrischen und eine Fortbildung machen.

Ein Erste-Hilfe-Kurs rettet Leben

Ein Erste-Hilfe-Kurs ist nicht nur für den Führerschein wichtig. Jeder sollte im Notfall schnell handeln und lebensrettende Sofortmaßnahmen einsetzen können. Die Kosten und die Dauer eines Erste-Hilfe-Kurses sind überschaubar. Wenn Sie eine Auffrischung Ihres Erste-Hilfe-Kurses machen wollen, können Sie das bei den meisten Anbietern buchen.

Wir möchten uns ganz herzlich bei den Johannitern für die anschaulichen Fotos und Grafiken bedanken!

Wir wünschen Ihnen natürlich, dass Sie unsere Informationen nur so selten wie möglich benötigen! Ihre AllSecur

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