Alles rund um Kraftstoffe

Kraftstoff ist der Antrieb Ihres Autos. Wir erklären Ihnen, wie Kraftstoff funktioniert und warum er für Ihr Auto wichtig ist. Wir beantworten Ihnen auch alle Fragen rund um die verschiedenen Kraftstoffarten, von den beliebten Kraftstoffen Diesel und Benzin bis hin zu alternativen Kraftstoffen. So finden Sie schnell heraus, welchen Treibstoff ein Auto braucht.

Auto wird mit Kraftstoff betankt
Ob Diesel oder Benziner: Jedes Auto muss mit dem richtigen Kraftstoff betankt werden, damit es fahren kann. © gettyimages/MATJAZ SLANIC

Fahrzeuge fahren nur dann, wenn sie mit dem richtigen Kraftstoff betankt werden. Hier erfahren Sie alles, was Sie über Kraftstoff und die verschiedenen Kraftstoffarten wissen müssen:

Was ist Kraftstoff?

Eine andere Bezeichnung für den Kraftstoff ist Treibstoff. Denn: Ohne den richtigen Kraftstoff wird ihr Auto nicht angetrieben und kann nicht fahren. Kraftstoffe sind nämlich Brennstoffe. Das bedeutet: Wenn sie verbrennen, wird chemische Energie freigesetzt und in Antriebskraft umgewandelt. Das passiert im Motor.

Kraftstoffe werden vorrangig zum Antrieb von Fortbewegungsmitteln, wie zum Beispiel Autos, Flugzeugen oder Schiffen, verwendet. Es gibt verschiedene flüssige, gasförmige, aber auch feste Arten von Kraftstoffen, aus denen Antriebsenergie gewonnen werden kann. Die in Deutschland bekanntesten sind die Flüssigkraftstoffe Benzin und Diesel.

Autos werden mit verschiedenen Motoren betrieben. Es kommt also immer auf den Motor an, welche Art von Kraftstoff Ihr Auto genau braucht. Ottomotoren können zum Beispiel nur Motorbenzin in Energie umwandeln. Dieselmotoren benötigen dagegen den Kraftstoff Diesel. Bei Elektroautos wird die Energie aus Elektrizität gewonnen, die das Fahrzeug für den Antrieb benötigt.

Es gilt: Je nachdem, was für ein Auto Sie haben, müssen Sie einen unterschiedlichen Kraftstoff an der Tankstelle tanken.

Welche Kraftstoffe gibt es?

Die meisten Autos in Deutschland werden mit Benzin oder Diesel angetrieben. Es gibt aber auch andere Treibstoffe für Fahrzeuge. Hier erklären wir Ihnen alles, was Sie über die verschiedenen Kraftstoffarten wissen müssen.

Alles über Benzin

Motorenbenzin ist ein flüssiger Kraftstoff, der hauptsächlich für die Verbrennung von Ottomotoren verwendet wird. Es wird häufig auch gekürzt einfach als Benzin bezeichnet, ist aber auch als Ottokraftstoff bekannt. Der Name kommt daher, dass die dafür kompatiblen Autos mit einem Ottomotor laufen.

Knapp 70 Prozent aller Fahrzeuge in Deutschland fahren mit Benzin-Kraftstoff. Zu einem geringen Teil wird Motorbenzin auch als Brennstoff verwendet, zum Beispiel für Benzin-Campingkocher.

Benzin besteht aus verschiedenen Kohlenwasserstoffen. Es wird aus Erdöl gewonnen und hauptsächlich aus veredelten Komponenten aus der Erdölraffinerie hergestellt.

Die verschiedenen Benzinsorten

Verschiedene Benzinsorten haben eine unterschiedliche Oktanzahl. Sie gibt an, wie klopffest und damit wie hoch die Verbrennungsqualität des Ottokraftstoffs Benzin ist. Benzin mit einer höheren Oktanzahl verbrennt besser und bringt mehr Leistung.

Das sind die gängigen Benzinsorten und ihre Oktanzahl:

  • Normalbenzin: 91 Oktan (in Deutschland nicht mehr erhältlich)
  • Superbenzin: 95 Oktan
  • Super Plus: mindestens 98 Oktan
  • Premium-Sprit-Sorten „Ultimate“ oder „V-Power“: 100 Oktan oder mehr

Um die EU-Biokraftstoffquote einzuhalten, werden dem Kraftstoff normalerweise Bioanteile in Form von Ethanol (Alkohol) beigemischt. Als Bioethanol bezeichnet man Ethanol, das komplett aus regenerativer Biomasse hergestellt wurde.

An deutschen Tankstellen kann man Benzin heute als Super E5 oder als Super E10 kaufen. Die Kennzeichnung „E“ steht für Ethanol. Die darauffolgenden Zahlen 5 oder 10 geben an, wieviel Prozent davon jeweils im Benzin enthalten sind. Normalbenzin gibt es so nicht mehr. Der Normalkraftstoff ist normalerweise identisch mit Superbenzin.

Die meisten Autos dürfen den Kraftstoff E10 tanken. Etwa 90 Prozent aller benzinbetriebenen Fahrzeuge haben vom Hersteller eine Freigabe dafür. Das können Sie in Ihrer Betriebsanleitung nachsehen. Eine Liste mit Fahrzeugen mit E10-Freigabe finden Sie auch auf der Internetseite der Deutschen Automobil Treuhand GmbH. Hat Ihr Auto keine solche Freigabe, sollten Sie kein E10 tanken.

Früher wurde dem Benzin häufig Blei beigemischt, weil es die Benzinleistung verbessert. Das ist seit dem Jahr 2000 in der EU verboten. Nur Flugbenzin darf heute noch verbleit werden. Der Zusatz „bleifrei“ findet sich aber normalerweise noch in den Bezeichnungen der verschiedenen Kraftstoffarten.

Vorteile von Benzin

Jeder Kraftstoff hat verschiedene Vorteile und Nachteile. Das sind die Vorteile von Benzin:

  • Verfügbarkeit: Motorbenzin ist an fast allen Tankstellen weltweit erhältlich. Sie müssen damit also keine Sorge haben, dass Sie Probleme beim Tanken bekommen.

  • Günstige Anschaffungskosten: Im Gegensatz zu Dieselfahrzeugen stellen Benzinfahrzeuge die deutlich günstigere Wahl beim Kauf dar. Wer bei der Anschaffung nicht viel Geld auf einmal ausgeben möchte, sollte sich ein benzinbetriebenes Auto zulegen.

  • Grüne Plakette: Mit einem Benziner bekommen Sie meist problemlos eine grüne Plakette. Damit können Sie alle Umweltzonen in deutschen Großstädten befahren.

  • Günstige Kfz-Versicherung: Wer ein Benzinfahrzeug hat, bekommt normalerweise eine günstigere Kfz-Versicherung als mit einem Dieselfahrzeug. Der Hintergrund: Meist lohnt sich ein Diesel aus Kostengründen nur für Vielfahrer. Sie haben aus Sicht der Versicherung ein höheres Unfallrisiko. Für die genaue Höhe der Versicherungskosten ist aber auch die Typklasse Ihres Autos entscheidend. Informieren Sie sich direkt über die Kfz-Haftpflichtversicherung, die Teilkaskoversicherung und die Vollkaskoversicherung der AllSecur.

  • Einfache Motoren: Benzinfahrzeuge haben nicht so komplexe Motoren wie Dieselfahrzeuge. Insgesamt sind die Bauteile weniger empfindlich. Meistens laufen die Motoren sehr stabil und halten lange.

Nachteile von Benzin

Das sind die Nachteile, die Motorbenzin und benzinbetriebene Autos mit sich bringen:

  • Umweltschädlichkeit: Benzinfahrzeuge haben einen hohen Feinstaub- und CO2-Ausstoß. Damit belasten sie die Umwelt.
  • Teurere Kraftstoffpreise: Im Vergleich mit Diesel ist Benzin deutlich teurer.
  • Höherer Verbrauch: Vor allem über lange Distanzen verbrauchen Benzin-Fahrzeuge mehr Kraftstoff als Dieselfahrzeuge.
Tankstellen-Schild mit den Spritpreisen
An jeder deutschen Tankstelle können Sie verschiedene Sorten Benzin, Diesel und andere Treibstoffe tanken. © gettyimages.de/acilo

Alles über Diesel

Dieselkraftstoff wird auch als Diesel oder Dieselöl bezeichnet. Wie das Benzin ist es ein flüssiger Kraftstoff, der aber nur für Dieselmotoren geeignet ist. Der Name geht auf den Erfinder des Dieselmotors, Rudolf Diesel, zurück. Rund 30 Prozent aller Fahrzeuge in Deutschland fahren mit Dieselkraftstoff.

Diesel wird, wie auch Benzin, ursprünglich aus Erdöl gewonnen und in Erdölraffinerien hergestellt. Der Kraftstoff besteht im Wesentlichen aus verschiedenen Kohlenwasserstoffen. Normalerweise ist er ein Gemisch aus Kerosin, verschiedenen Mitteldestillatfraktionen, bis zu sieben Prozent Biodiesel und anderen Zusatzstoffen. Im Gegensatz zu Benzin ist Dieselkraftstoff deutlich weniger entzündlich und flüchtig. Das bedeutet: Diesel verdunstet weniger schnell als zum Beispiel Benzin.

Ein wichtiges Qualitätskriterium für Diesel ist die Cetanzahl. Sie gibt an, wie zündwillig der Kraftstoff ist. Je höher die Zündwilligkeit, desto höher ist auch die Leistung und desto geringer ist die Menge an Schadstoffen, die bei der Verbrennung entstehen. Die Mindest-Cetanzahl ist 51. Premiumdiesel kann eine deutlich höhere Cetanzahl haben, bis zu einer Cetanzahl von über 60. Mit einer höheren Cetanzahl können Motoren eine höhere Leistung erzielen.

Welche weiteren Inhaltsstoffe und Eigenschaften Dieselöl haben darf, ist in der Europäischen Norm EN 590 geregelt. Diesel muss nach der Norm schwefelfrei sein. Das muss an allen Tankstellen mit dem Aufkleber und dem Text „Dieselkraftstoff schwefelfrei“ gekennzeichnet sein.

Vorteile von Diesel

  • Günstigere Kraftstoffpreise: Das Tanken mit Dieselkraftstoff ist günstiger als mit Benzin.

  • Geringerer Verbrauch: Dieselkraftstoff ist effizienter und energiereicher als Benzin. Sie benötigen mit einem Dieselmotor circa 15 bis 20 Prozent weniger Kraftstoff als mit einem Benziner. Diesel-Fahrzeuge lohnen sich also vor allem auf langen Strecken und für Vielfahrer.

  • Geringere Steuerausgaben: Wer Dieselkraftstoff tankt, zahlt pro Liter weniger Steuern als bei Benzin. Beim Tanken von Diesel zahlen Sie etwa 47,04 Cent Steuern pro Liter. Bei Benzin sind es dagegen rund 65,45 Cent pro Liter.

  • Umwelt: Insgesamt haben Dieselfahrzeuge einen geringeren CO2-Ausstoß als Benzinfahrzeuge.

Nachteile von Diesel

  • Gesundheit: Im Gegensatz zu Benzinmotoren erzeugen Dieselmotoren Rußpartikel und mehr Stickoxide, die die Luft verschmutzen. Dieselfahrzeuge gelten als besonders gesundheitsschädlich.
  • Problem mit Umweltzonen: Häufig bekommen Dieselfahrzeuge aufgrund ihrer Emissionen (ausgestoßene Schadstoffe) keine grüne Plakette. Oft müssen sie dafür erst aufgerüstet werden, zum Beispiel mit einem Rußpartikelfilter.
  • Höhere Versicherungsbeiträge: Dieselfahrer zahlen normalerweise mehr für die Kfz-Versicherung. Das Auto lohnt sich dann meistens nur für Fahrer, die viel mit ihrem Auto unterwegs sind.
  • Hoher Anschaffungswert: Der Neupreis für Dieselfahrzeuge ist meistens deutlich höher als bei einem Fahrzeug mit Benzinmotor. Das liegt an den aufwändigeren und komplexeren Dieselmotoren.
Auto an der Tankstelle beim Tanken
Es ist wichtig, dass Sie den richtigen Kraftstoff in Ihr Auto tanken. Sonst kann der Motor kaputt gehen. © gettyimages.de/Phantom1311

Die Premiumkraftstoffe

Manche Hochleistungsmotoren benötigen Benzin mit einer höheren Oktanzahl, um ihre volle Leistung erzielen zu können. Sie sind zum Beispiel in schnellen Sportwagen oder -limousinen eingebaut. Das gilt vor allem dann, wenn der Motor stark beansprucht wird. Denn: Je höher die Oktanzahl, desto hochwertiger sind auch die Bestandteile des Benzins und desto besser die Brennleistung.

Benzin mit hoher Oktanzahl wird als Premiumkraftstoff bezeichnet. Diese Kraftstoffe haben über 100 Oktan und damit eine sehr hohe Brennleistung. Nur dann können Hochleistungsmotoren ihre volle Leistung erzielen, vor allem wenn der Motor stark beansprucht wird, zum Beispiel durch lange oder steile Fahrten. Premiumkraftstoffe sind aber teurer als die anderen Benzinsorten.

Aber: Nur manche Autos können mit Premiumkraftstoff fahren. Ist der Motor dafür nicht ausgelegt, führt das Benzin mit höherer Oktanzahl auch nicht zu mehr Leistung. Schaden können Sie Ihrem Motor damit aber nicht, wenn Sie aus Versehen falsch tanken.

Auch für Dieselmotoren gibt es Premiumkraftstoffe. Sie haben eine höhere Cetanzahl als der „normale“ Dieselkraftstoff. Der Dieselmotor kann so mehr Leistung erbringen.

Zu den Premiumkraftstoffen zählen die Sorten „V-Power“ und „Ultimate“. „V-Power“ kann zum Beispiel an Shell-Tankstellen getankt werden. An den Aral-Tankstellen können Sie den Premiumkraftstoff „Ultimate“ auffüllen. Es gibt die Premiumkraftstoffe für Diesel, aber auch für Benzinfahrzeuge.

Ob die Leistung von Premiumkraftstoffen wirklich besser ist, wie die Hersteller behaupten, ist umstritten. Es werden immer wieder Tests dazu durchgeführt, zum Beispiel vom ADAC.

Alternative Kraftstoffe

Die Forschung beschäftigt sich seit Jahren mit der Entwicklung alternativer Kraftstoffe. Das liegt unter anderem daran, dass es nur begrenzte Erdölvorräte auf der Erde gibt. Die Abhängigkeit vom Erdöl kann so gesenkt werden.

Das Ziel von Biokraftstoffen ist es auch, die umweltschädlichen CO2-Emissionen herunterzufahren. Bisher werden viele der alternativen Energieträger hauptsächlich als Zusatz zu den Kraftstoffen wie Diesel und Benzin verwendet oder befinden sich noch im Entwicklungsstadium.

Biodiesel

Biodiesel wird aus veresterten Pflanzenölen, wie zum Beispiel Rapsöl oder Sonnenblumenöl, und Methanol hergestellt. Die Veresterung stellt einen chemischen Prozess dar, bei dem den Fettsäuren im Öl Alkohol beigemischt wird. Im herkömmlichen Dieselkraftstoff sind heute schon sieben Prozent Biodiesel beigemischt. Durch die Verwendung von Biodiesel können schädliche Emissionen reduziert werden. Auch die regionale Landwirtschaft und die Energiesicherheit und -vielfalt wird dadurch gefördert.

Einige Dieselfahrzeuge sind für die reine Nutzung von Biodiesel freigegeben. Ob auch Ihr Fahrzeug für Biodiesel tauglich ist, können Sie zum Beispiel der Liste des IWR entnehmen oder bei Ihrem Hersteller erfragen.

Herkömmliche Dieselfahrzeuge können sich auch aufrüsten lassen, damit sie mit einem höheren Anteil an Biodiesel betankt werden können.

Es gibt immer mehr Tankstellen, die reinen Biodiesel verkaufen. Die Infrastruktur ist allerdings noch nicht optimal.

Erdgas

Erdgas ist ein ungiftiges und geruchloses Gasgemisch, das zu circa 97 Prozent aus Methan besteht. Der alternative Treibstoff gilt als umweltfreundlich und wird steuerlich begünstigt. Denn das Fahren mit Erdgas verursacht weniger Abgase als mit Benzin oder Diesel. Die Kosten für das Tanken von Erdgas sind gering. Es gibt weltweit einen viel größeren Anteil an Erdgas als Erdöl.

Es gibt bestimmte Fahrzeuge, die mit Erdgas betrieben werden können. Die meisten Hersteller bieten heute auch Erdgasfahrzeuge an. Erdgasfahrzeuge gibt es mittlerweile als serienfertige Fahrzeuge, zum Beispiel die g-tron Serie von Audi. Nahezu alle Benziner lassen sich auf einen Erdgasantrieb umrüsten.

Die Infrastruktur für Erdgas ist gut. Sie sollten aber prüfen, wie gut ausgebaut das Netz an Erdgastankstellen in Ihrer Heimatregion ist. Informieren Sie sich bei den Tankstellen vor Ort. Hilfreiche Informationen können Sie auch auf der Internetseite von Erdgas finden.

Bioethanol

Der alternative Kraftstoff Bioethanol wird aus zucker- beziehungsweise stärkehaltigen Feldfrüchten wie zum Beispiel Zuckerrohr, Zuckerrüben, aber auch Getreide, Mais und Kartoffeln hergestellt. Das geschieht durch einen Gärprozess der Lebensmittel. Die Gärung ist ein natürlicher Vorgang, bei dem sich Lebensmittel über die Zeit aufgrund chemischer Prozesse verändern.

Der als E10 bekannte Benzinkraftstoff hat einen Anteil von bis zu zehn Prozent Bioethanol. Das Umrüsten dafür ist nicht nötig. Die meisten Fahrzeuge sind für eine Betankung mit E10 geeignet. Sie haben dafür eine Freigabe vom Hersteller.

In den Ländern Brasilien, den USA und Schweden wird bereits ein E85-Bioethanol-Kraftstoff angeboten. Er besteht aus 85 Prozent Bioethanol und 15 Prozent normalem Benzin. Für die Nutzung ist aber eine Fahrzeugumrüstung erforderlich.

Tankstellen-Schild vor blauem Himmel
Nicht alle Kraftstoffe sind an jeder Tankstelle zu bekommen. Für viele alternative Kraftstoffe muss die Infrastruktur noch ausgebaut werden. © gettyimages.de/FrankRamspott

Pflanzenöl

Auch Pflanzenöl eignet sich grundsätzlich als Kraftstoff für Fahrzeuge. Es wird durch das Auspressen beziehungsweise die Extraktion aus Ölsaaten gewonnen, zum Beispiel aus Raps oder Sonnenblumenkernen. Die Treibhausgasemissionen (Schadstoffe, die zur Umweltverschmutzung beitragen) sind ähnlich wie die von Biodiesel. Pflanzenöl ist damit sehr umweltfreundlich.

Dieselmotoren können auf den Antrieb mit Pflanzenöl umgerüstet werden. Dafür sind aber einige Anpassungen notwendig, sonst kann es zu Schäden am Fahrzeug kommen. Bei der Umrüstung werden normalerweise große Teile des Tanksystems ausgetauscht oder um einen Zusatztank erweitert. Das kostet je nach Typ und Ausführung zwischen 1.000 und 5.000 Euro. Die Umrüstung ist nur bei einer Fachwerkstatt möglich. Bislang gibt es aber nur sehr wenige speziell für Pflanzenöl-Kraftstoff konstruierte Motoren.

Wasserstoff

Auch Wasserstoff kann als Kraftstoff für Fahrzeuge verwendet werden. Damit fahren können Brennstoffzellenfahrzeuge und Fahrzeuge mit einem Wasserstoffverbrennungsmotor. Die im Methanol (bei Brennstoffzellenfahrzeugen) oder im Wasserstoff gespeicherte Energie wird in der Brennstoffzelle emissionsfrei in elektrische Energie umgewandelt. Das geschieht durch eine Reaktion mit Sauerstoff.

Es gibt bereits einige Fahrzeuge, die mit Wasserstoff betrieben werden können. Brennstoffzellenfahrzeuge werden meistens in Kleinserien angefertigt. Beispiele sind die Business-Limousine Toyota Mirai oder der Hyundai ix35 Fuel Cell.

Das Problem: Es gibt bislang kaum Tankstellen, die Wasserstoff zum Tanken anbieten.

Welchen Kraftstoff braucht mein Auto?

Wenn Sie sich ein neues Auto kaufen oder einen geliehenen Wagen nutzen, wissen Sie häufig zunächst nicht, welchen Treibstoff das Fahrzeug benötigt. Überprüfen Sie das immer am besten schon vor der Abfahrt. Dann sind Sie an der Tankstelle gut vorbereitet.

Hier können Sie herausfinden, welchen Kraftstoff das Auto benötigt:

  • In der Betriebsanleitung: Sehen Sie in der Betriebsanleitung des Fahrzeugs nach. Dort ist notiert, welchen Kraftstoff das Auto braucht. Sie wird normalerweise im Handschuhfach vor dem Beifahrersitz aufbewahrt.
  • Im Tankdeckel: Auf der Innenseite des Tankdeckels ist vermerkt, mit welchem Treibstoff das Auto angetrieben werden muss.
  • Im Fahrzeugschein: Auch im Fahrzeugschein (heute Zulassungsbescheinigung Teil 1) finden Sie den Vermerk, welchen Kraftstoff das Auto braucht. Der Hinweis steht im neuen Dokument unter Punkt „P3“, im alten Fahrzeugschein unter dem Punkt „5“.

Achten Sie bei Benzinfahrzeugen auch immer auf die Oktanzahl, die Ihr Fahrzeug im Kraftstoff benötigt. So wissen Sie genau, welchen Treibstoff Sie in Ihr Auto tanken müssen. Die meisten Autos fahren mit Super Benzin (95 Oktan). Das ist vor allem dann wichtig, wenn Sie im Ausland unterwegs sind. Die Namen der Kraftstoffe können sich deutlich von den inländischen unterscheiden.

Wichtig ist auch der Unterschied zwischen Super (95 Oktan) und Super Plus (mindestens 98 Oktan). Manche Hochleistungsmotoren vertragen nur den teuren Premium-Sprit.

Ein weiterer Tipp: Sehen Sie am besten schon vor der ersten Fahrt mit einem fremden Auto nach, auf welcher Seite sich der Tankdeckel befindet. So sparen Sie sich das Umparken an der Tankstelle.

Interessant: Bei deutschen Autos ist der Tankdeckel meistens auf der rechten Seite, bei japanischen Autos aber auf der linken. Das liegt daran, dass in Japan Linksverkehr herrscht.

Frau mit ihrem Auto vor einer Zapfsäule
Vor jedem Tankstellenbesuch sollten Sie sich vergewissern, welchen Kraftstoff das Auto braucht und wo der Tankdeckel sitzt. © gettyimages.de/gilaxia

Vorsicht beim Tanken

Es gibt eine Vielzahl an Kraftstoffen, die verschiedene Fahrzeuge antreiben können. Die beliebtesten Antriebskraftstoffe für Autos in Deutschland sind Benzin und Diesel. Vor allem die Erforschung alternativer Kraftstoffe entwickelt sich aber immer weiter.

Alternative Kraftstoffe werden aus anderen Rohstoffen als Erdöl hergestellt. Sie haben häufig weniger Treibhausgasemissionen und schonen dadurch Luft und Umwelt.

Wichtig ist, dass Sie den richtigen Treibstoff in Ihr Auto tanken. Jetzt wissen Sie, wo Sie das schnell und einfach nachprüfen können. Seien Sie beim Griff an der Zapfsäule immer aufmerksam. Tanken Sie Ihr Auto mit dem falschen Kraftstoff, kann es zu großen Schäden kommen.

Wir wünschen Ihnen allzeit gute Fahrt! Ihre AllSecur

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