Zahn Know-How für alle Fälle.

Besser Bescheid wissen und richtig (be-)handeln.

Es gibt viele Fälle, in denen es sich lohnt, über Zähne und ihre Behandlung informiert zu sein. Zum Beispiel, wenn Sie auf Reisen plötzlich Zahnschmerzen bekommen, am Wochenende einen zahnärztlichen Notdienst brauchen oder eine Zahnklinik aufsuchen müssen.

Wenn Sie wissen, wie ein Zahn aufgebaut ist, können Sie verstehen, wie Zahnschmerzen zustande kommen. Zähne bestehen aus einer harten Schale, dem Zahnschmelz, und einem weichen, empfindlichen Kern, in dem die Nerven verlaufen. Den sichtbaren Teil des Zahns bezeichnet man als Krone, den mittleren Teil als Zahnhals, und unteren Teil im Kiefer als Zahnwurzel. Schneide- und Eckzähne haben eine Zahnwurzel, die Backenzähne zwei bis drei. Wenn der Zahnschmelz, z.B. durch Bakterien wie bei der Karies, zerstört wird, kann er das empfindliche Innere nicht mehr schützen. Durch mechanische Einwirkung, Hitze, Kälte, Säuren oder durch eindringende Bakterien hervorgerufene Entzündungen kommt es dann zu Zahnschmerzen.

Zahnschmerzen kommen immer ungelegen. An Wochenenden oder im Urlaub jedoch ist es besonders schwierig, bei Beschwerden die richtige Zahnbehandlung zu finden. Sind alle Zahnarztpraxen geschlossen, gibt es meistens noch die Möglichkeit, bei akuten Zahnschmerzen oder Verletzungen der Zähne eine Zahnklinik oder einen zahnärztlichen Notdienst aufzusuchen. Um einen Zahnarzt in Ihrer Nähe zu finden, der gerade Notdienst hat, können Sie das Zahnärzteverzeichnis für zahnärztliche Notdienste konsultieren. Unter der Telefonnummer 01805-996363 erreichen Sie Tag und Nacht die Auskunft des zahnärztlichen Notdienst e.V..

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Tipp: Versuchen Sie immer, im Notfall und bei akuten Beschwerden so bald wie möglich einen Zahnarzt zu besuchen. Nur er kann die richtige Diagnose stellen und die passende Therapie einleiten.

Hier finden Sie die wichtigsten Notfälle und Verhaltensregeln:

1. Dicke Backe:
Meist steckt eine bakterielle Infektion dahinter. Diese darf sich nicht ausbreiten. Kommt Fieber und Übelkeit dazu, muss umgehend ein Zahnarzt aufgesucht werden.

2. Schmerzen nach einer Zahnentfernung oder anderen zahnärztlichen Eingriffen:
Nach solchen Eingriffen sind Wundschmerzen fast unvermeidlich. Abhilfe schaffen Kühlung, Vermeidung körperlicher Anstrengung und Schmerztabletten (kein blutverdünnendes Aspirin!). Wenn Schmerzen oder Schwellung nach ein paar Tagen zu- statt abnehmen, sollten sie unbedingt den Zahnarzt aufsuchen!

3. Anhaltende oder wieder auftretende Blutungen nach einem zahnärztlichen Eingriff:
Vermeiden Sie körperliche Anstrengung und versuchen sie die Blutung mit einer Kompresse, auf die Sie drauf beißen, zu stillen. Lässt sich die Blutung nicht stillen, gehen Sie zum Zahnarzt.

4. Verlust von Krone, Brücke oder Inlay:
Das kann nach einigen Jahren durchaus passieren. Ihr Zahnarzt kann den Zahnersatz wieder befestigen. Möglicherweise können Sie Krone, Brücke oder Inlay bis dahin wieder auf den Zahn setzen und mit etwas Zahnpasta festkleben. Nicht jedoch bei Kindern und orientierungslosen Personen – Verschluckungsgefahr!

5. Verlorenes Provisorium:
Ein verlorenes Provisorium können Sie unter fließendem Wasser reinigen und mit etwas Fingerspitzengefühl wieder einsetzen. Ist das Provisorium nicht mehr zu finden oder zerbrochen, können Sie einen empfindlichen Zahn bis zum Arztbesuch mit Kaugummi abdecken.

6. Füllung ist herausgefallen oder ein Stück abgebrochen:
Meist ist eine beginnende Karies schuld. Bis zur Versorgung sollte eine Reizung des Zahns vermieden werden. Bis dahin kann der Zahn mit zuckerfreiem Kaugummi abgedeckt werden.

7. Fraktur eine Zahnes:
Ist ein Zahn so angebrochen, dass der Nerv freiliegt, ist eine möglichst rasche Versorgung durch den Zahnarzt angezeigt.

8. Ausgeschlagener Zahn:
Ausgefallene oder ausgeschlagene Milchzähne sollen nicht wieder eingesetzt werden. Ausgeschlagene bleibende Zähne können jedoch wieder eingesetzt werden. Für das Gelingen ist sehr wichtig, wie der Zahn aufgehoben und transportiert wird. Auf keinen Fall trocken aufbewahren (Papiertaschentuch!), denn dies zerstört die Zahnwurzelhaut. Am besten ist die Aufbewahrung in einer Zahnrettungsbox (in den meisten Schulen vorhanden) oder in gekühlter H-Milch. So schnell wie möglich zum Zahnarzt!

9. Empfindlichkeit beim Aufbeißen oder Berühren:
Dies weist auf eine Wurzelentzündung hin. Nicht anstrengen und anregende Mittel (Kaffee, Tee, Cola) vermeiden. So schnell wie möglich zum Zahnarzt gehen.

10. Kälteempfindlichkeit eines Zahns:
Ursache könnte Karies oder eine undichte Füllung sein. Hier muss ein Zahnarzt aufgesucht werden.

11. Wärmempfindlichkeit eines Zahns:
Weist oft auf eine Nervenentzündung hin. Ein Zahnarzt muss aufgesucht werden, möglicherweise wird eine Wurzelbehandlung nötig.

12. Zahnfleischbluten:
Sofern keine stärkere Blutung vorliegt, handelt es sich eher nicht um einen Notfall. Gute Zahnhygiene ist wichtig.

13. Scharfe Kanten:
Scharfe Kanten am Zahn oder an einer Prothese bzw. abstehender Draht einer Zahnspange können unangenehm sein und Verletzungen der Mundschleimhaut hervorrufen. Nur den Zahnarzt daran lassen. Bis dahin ggf. mit Kaugummi abdecken.

14. Bruch einer Kunststoffprothese:
Auf keinen Fall versuchen, die gebrochene Prothese selbst zu kleben. Prothesen sollten nur im zahntechnischen Labor repariert werden. Bis dahin kann ihnen möglicherweise ein Zahnarzt helfen, der die Prothese mit einem ungiftigen Spezialkleber provisorisch reparieren kann.

15. Druckstelle durch eine Prothese:
Kommen gerade bei neuen Prothesen oft vor. Prothese vorübergehend herausnehmen und erst einige Stunden vor dem Zahnarztbesuch wieder einsetzen.

16. Kieferklemme:
Wenn der Mund nicht ganz aufgeht, können die Ursachen vielfältig sein. Vom Zahnarzt abklären lassen.

17. Kiefersperre:
Ursache ist womöglich ein Ausrenken des Kiefers. Nur durch einen Zahnarzt einrenken lassen!

Ganz gleich, welche Behandlung der Zahnarzt, der Kieferorthopäde oder die Zahnklinik zur Behandlung Ihrer Beschwerden wählen – mit einer auf Ihren persönlichen Bedarf abgestimmten Zahnzusatzversicherung können Sie Ihre Zuzahlung bei Füllungen und Zahnersatz deutlich verringern.