Autoversicherung für Fahranfänger: Kosten & 5 Spartipps

Die Autoversicherung für Fahranfänger bedeutet normalerweise hohe Kosten. Wir erklären Ihnen, wie viel Sie als Fahranfänger zahlen müssen, wie Sie bei Ihrer ersten Kfz-Versicherung Kosten sparen und mit welchen fünf Tipps Sie mit einer günstigeren Versicherung starten.

Frau in Cabrio

Endlich Auto fahren: Mit ein paar Tricks können Sie sich als Fahranfänger über eine günstige Versicherung freuen. © gettyimages.de/Peopleimages

Von allen Versicherungsnehmern zahlen Fahranfänger für ihr erstes Auto die höchsten Beiträge. Mit unseren fünf Tipps können Sie bei der Kfz-Versicherung Kosten sparen. Wir klären alle Fragen dazu:


Wer gilt als Fahranfänger?

Fahranfänger ist nach dem Straßenverkehrsgesetz jeder, der das erste Mal die Erlaubnis zum Fahren eines PKWs (Führerschein Klasse B) besitzt. Haben Sie Ihren Führerschein gemacht und erfolgreich bestanden, gelten Sie für den Zeitraum von zwei Jahren als Fahranfänger. Die ersten zwei Jahre mit Führerschein sind auch die Probezeit.

Bei Versicherungen ist das anders: Junge Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren stellen aus Sicht der Versicherungen als Fahranfänger ein höheres Risiko dar. Denn laut dem statistischen Bundesamt werden die meisten Verkehrsunfälle von Fahrern in dem Alter verursacht. Weil sie noch wenig Fahrerfahrung haben, stufen Versicherungen sie mit einem höheren Unfallrisiko ein.

Bei manchen Versicherungen müssen junge Fahrer bis 25 wegen ihres Alters Risikozuschläge zahlen. Schließen Sie Ihren Kfz-Vertrag bei der AllSecur ab, werden Sie ab einem Alter von 23 Jahren nicht mehr als junger Fahrer eingestuft. Läuft Ihre Kfz-Versicherung über eine andere Versicherungsgesellschaft, sollten Sie die Bedingungen Ihres Vertrags dort erfragen.

Autounfall abends

Statistiken zeigen, dass junge Fahrer im Alter von 18 bis 24 die meisten Autounfälle verursachen. © gettyimages.de/GummyBone


Was kostet die Kfz-Versicherung für Fahranfänger?

Für die Höhe der Kfz-Versicherung sind zwei Punkte wichtig:

  • Die Erfahrung des Fahrers
  • Die Wahrscheinlichkeit, mit der der Fahrer einen Unfall verursacht

Jeder einzelne Fahrer wird in eine sogenannte Schadensfreiheitsklasse (SF-Klasse) eingestuft. Das Prinzip ist einfach: Fahranfänger starten mit der SF-Klasse 0 und steigen dann mit jedem unfallfreien Jahr eine Stufe nach oben. Die höchste und günstigste Klasse ist die SF-Klasse 35.

Ausnahmen sind drei Sonderklassen:

  • Sonderklasse ½: In die SF-Klasse können Fahranfänger kommen, die schon mehrere Jahre Fahrerfahrung haben oder das begleitete Fahren mit 17 genutzt haben. Sie schließen aber jetzt erst ihre erste Kfz-Versicherung ab. Der Beitrag ist niedriger als in der SF-Klasse 0. 
  • Sonderklassen S und M: In die Klassen werden Fahranfänger zurückgestuft, wenn sie in den ersten Versicherungsjahren Schäden oder Unfälle haben. Sie müssen die höchsten Versicherungsbeiträge zahlen.

Die Höhe der Versicherungsprämie richtet sich nach dem Schadensrisiko des Fahrers. Das ist bei jungen Fahrern besonders hoch. Denn als Fahrneuling sind Sie im Straßenverkehr noch unerfahren und können Situationen oft schlechter einschätzen als nach einigen Jahren Fahrerfahrung. Es gibt statistisch gesehen auch mehr junge Fahrer, die alkoholisiert mit dem Auto unterwegs sind. Das erhöht das Schadensrisiko aus Sicht der Versicherungen.

Wollen Sie Ihren ersten eigenen Wagen versichern, werden Sie von jeder Versicherung in die Schadenfreiheitsklasse 0 (Beitragssatz 100 %) eingestuft. Das ist bei allen Fahranfängern der Fall. Fahranfänger zahlen immer die höchsten Beiträge für die Kfz-Versicherung. Sie müssen oft bis zu 1.000 Euro pro Jahr für die Kfz-Versicherung ausgeben.

Meistens dauert es mehrere Jahre ohne einen Unfall, bis Fahranfänger in eine der günstigen SF-Klassen aufsteigen können.

Junge Frau in Auto

Fahrneulinge zahlen die höchsten Versicherungsbeiträge. Sie haben weniger Fahrerfahrung und ein höheres Unfallrisiko. © gettyimages.de/dardespot


Wie können Fahranfänger bei der Autoversicherung sparen?

Sie haben als Fahranfänger verschiedene Möglichkeiten, um bei der Versicherung Ihres ersten Autos Geld zu sparen. Hier stellen wir Ihnen die besten Spar-Tipps für Fahranfänger vor:

Spar-Tipp 1: Auto als Zweitwagen der Eltern versichern

Um als Fahranfänger bei der Kfz-Versicherung Kosten zu sparen, können Sie sich mit den Eltern zusammenschließen und die Zweitwagenregelung nutzen.

Ein Fahranfänger kann sein Auto beispielsweise mit der sogenannten Elternregelung versichern. Voraussetzung dafür ist, dass seine Eltern bereits ein Fahrzeug versichert haben. Die Versicherung stuft in dem Fall das Auto in der Regel direkt in die SF-Klasse ½ ein.

Spar-Tipp 2: Schadenfreiheitsrabatte übertragen

Sie können als Fahranfänger auch die Schadenfreiheitsrabatte von einem anderen Familienmitglied übernehmen. Denn die SF-Klasse ist nie an ein Auto, sondern immer an eine Person gebunden. Die SF-Klasse eines Verwandten kann also auf Sie übertragen werden. Damit das funktioniert, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.

Die Rabattübertragung ist nur für die Kfz-Haftpflicht und für die Vollkaskoversicherung möglich, für die Teilkaskoversicherung nicht, weil es hier keine Rabatte gibt.

Die Übertragung des Schadenfreiheitsrabattes ist grundsätzlich möglich zwischen

  • Eltern und deren Kindern.
  • Großeltern und deren Enkeln, wenn sie in einem gemeinsamen Haushalt leben.
  • Geschwistern, wenn sie in einem gemeinsamen Haushalt leben.
  • Schwiegereltern und Schwiegerkindern.

Die schadensfreien Jahre können grundsätzlich von beiden Elternteilen übernommen werden.

Die Voraussetzung: Schadenfreiheitsklassen können nur für die Dauer übernommen werden, die der Fahranfänger schon seinen Führerschein besitzt. Wer also seit einem Jahr den Führerschein hat, kann maximal in die SF-Klasse 1 kommen, selbst wenn der Vater schon in SF-Klasse 20 ist. Die restlichen SF-Klassen verfallen. Die Schadenfreiheitsklassen zu übertragen lohnt sich also vor allem für junge Fahrer, die ihr erstes Auto erst nach einigen Jahren Führerscheinbesitz kaufen wollen.

Für Großeltern und deren Enkel und auch für Geschwister besteht die weitere Voraussetzung, dass beide in einem gemeinsamen Haushalt leben müssen. Einige Versicherungen verlangen auch, dass der Fahranfänger vor der Übertragung der SF-Klassen schon oft mit dem Auto des Verwandten gefahren ist.

Wichtig: Egal welches Familienmitglied seine Schadenfreiheitsrabatte überträgt, verliert damit seinen bisherigen Anspruch auf die Schadenfreiheitsklasse. Eine Rückübertragung der Rabatte ist theoretisch auch möglich: Dafür müssen aber beide Parteien wieder unterschreiben.

Spar-Tipp 3: „Führerschein mit 17“ machen

Seit dem Jahr 2008 können junge Deutsche schon mit 17 Jahren den Führerschein machen. Bis zu ihrem 18. Geburtstag dürfen sie dann schon in Begleitung einer eingetragenen Begleitperson mit dem Auto fahren. Der offizielle Name dafür ist „begleitetes Fahren“.

Voraussetzung dafür: Die Begleitperson muss mindestens 30 Jahre alt sein, seit mindestens fünf Jahren den Führerschein für PKWs besitzen und darf noch keinen Punkt in Flensburg gesammelt haben.

Die Regelung wurde eingeführt, um die hohe Unfallquote bei Fahranfänger zu senken. Das klappt auch, zeigen Statistiken: Fahrneulinge, die begleitetes Fahren gemacht haben, verursachen im Durchschnitt 28,5 Prozent weniger Unfälle als andere Fahranfänger.

Junge Frau mit Führerschein im Auto

Wer schon mit 17 Jahren den Führerschein macht und bis zum 18. Geburtstag mit einer Begleitperson fährt, kann bei der Kfz-Versicherung einen Rabatt bekommen. © gettyimages.de/JPWALLET

Aus dem Grund bieten manche Versicherungen Fahranfängern, die das begleitete Fahren genutzt haben, einen Rabatt von bis zu 16 Prozent auf die erste Autoversicherung an. Die Führerscheinprüfung schon in jüngeren Jahren zu machen, lohnt sich also!

Das macht aber nur Sinn, wenn Personen, die den Führerschein mit 17 gemacht haben, sich erst zum 18. Geburtstag ein Auto kaufen. In Deutschland können auch Minderjährige einen Kaufvertrag für das Auto unterschreiben, wenn ihre Eltern oder gesetzlichen Vertreter zustimmen. Auch ein 17-Jähriger kann also ein Auto kaufen (sogar, wenn er keinen gültigen Führerschein besitzt). Aber nur, wer Fahrerfahrung mit begleitetem Fahren nachweisen kann, bekommt von der Versicherung einen Rabatt. Mit 17 und neuem oder noch gar keinem Führerschein würde er wie ein Fahranfänger behandelt und in die SF-Klasse 0 eingestuft werden.

Ein weiterer Tipp: Auch die Übertragung der Schadensfreiheitsrabatte lohnt sich mehr, wenn Sie durch das begleitete Fahren schon erste Fahrerfahrung gesammelt haben.

Spar-Tipp 4: Fahrzeug mit niedriger Typklasse kaufen

Wie teuer der Kfz-Versicherungsbeitrag ist, hängt von der Typklasse des Fahrzeugs ab. Das gilt auch für Fahranfänger. Denn jedes Auto wird in einer bestimmten Typklasse zugeordnet.

Je höher die Typklasse ist, desto höher ist das Schadensrisiko und desto höher ist auch der Versicherungsbeitrag für das Auto.

Welche Typklasse ein Auto hat, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab: zum Beispiel davon, wie viele Schäden und Unfälle im Jahr mit dem Automodell gemacht wurden. Die Typklassen der einzelnen Fahrzeuge können Sie auch selbst überprüfen, zum Beispiel auf der Internetseite des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Als Fahranfänger sollten Sie sich am besten vor dem Kauf über die Typklasse Ihres Wunschfahrzeugs informieren. Wählen Sie am besten ein Auto, das kein typisches Fahranfänger-Auto ist. Die Autos haben meist ein höheres Schadensrisiko und besitzen eine höhere Typklasse. Wenn Sie ein Auto mit günstiger Typklasse kaufen, sparen Sie jeden Monat bares Geld.

Spar-Tipp 5: Weniger fahren, weniger zahlen

Wer als Fahrneuling von Anfang an mehr fährt, bekommt mehr Fahrerfahrung. Vielfahrer werden von den Versicherungen aber als höheres Risiko eingestuft. Denn: Je mehr Sie fahren, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass Sie einen Unfall bauen. Aus dem Grund sind Versicherungsbeiträge für Vielfahrer höher als für Personen, die weniger mit dem Auto unterwegs sind.

Junges Paar in Auto

Mit dem Auto in den Urlaub zu fahren, ist eine tolle Idee. Aber. Wer als Fahranfänger weniger Kilometer zurücklegt, zahlt eine günstigere Versicherungsprämie. © gettyimages.de/JPWALLET

Wie prüft das die Versicherung? Das funktioniert so: Sie müssen beim Versicherungsantrag unter anderem angeben, wie viele Kilometer Sie im Jahr fahren werden. Fahren Sie am Ende mehr, als Sie vermutet haben, müssen Sie das später bei Ihrer Versicherung nachmelden. Ihr Versicherungsbeitrag wird dann nachkalkuliert.

Es kann für Fahranfänger also sinnvoll sein, ihr Auto öfter einmal stehen zu lassen. Wer weniger fährt, zahlt auch weniger Beitrag. Dadurch sparen Sie bares Geld!

Vorsicht: Sie sollten bei den Angaben auf keinen Fall schummeln. Wenn die Versicherung davon erfährt, müssen Sie alles nachzahlen. Wer absichtlich gelogen hat, muss zusätzlich mit einer Strafe rechnen.

Weitere Tipps

Nicht nur für Fahranfänger: In unseren Ratgebern verraten wir Ihnen, wie Sie bei den Unterhaltskosten Ihres Autos und bei Ihrer Kfz-Versicherung sparen können.

Vergleichen Sie direkt die Leistungen

Jetzt kennen Sie die besten Tipps und Tricks, mit denen Sie als Fahranfänger eine günstige Kfz-Versicherung abschließen können. Wenn Sie sie gleich praktisch anwenden wollen, sollten Sie rechtzeitig die Angebote verschiedener Autoversicherungen für Fahranfänger vergleichen.

Nur wenn Sie sich über die aktuellen Leistungen informieren, können Sie das für Sie passende Angebot finden. Machen Sie mit unserem Rechner sofort den Preisvergleich und berechnen Sie direkt Ihre Kfz-Versicherung.

So beantragen Sie als Fahranfänger Ihre Kfz-Versicherung bei der AllSecur:

  1. Stellen Sie einen Antrag auf den Abschluss einer Kfz-Versicherung und geben Sie dort Ihre eigene Schadenfreiheitsklasse an.
  2. Liegt Ihnen nach der Antragstellung die Antrags- oder Versicherungsscheinnummer vor, können Sie mit dem Formular einen Antrag auf Übertragung des Schadenfreiheitsrabattes stellen. Füllen Sie bitte das Formular gemeinsam mit dem bisherigen Inhaber des Schadenfreiheitsrabattes vollständig aus und senden es unterschrieben zurück:
  • per Mail über www.allsecur.de im Bereich „Kontakt“
  • per Fax an die 069 / 99999 199 oder
  • postalisch an AllSecur Deutschland AG, Postfach 200119, 60605 Frankfurt

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage und wünschen Ihnen allzeit gute Fahrt! Ihre AllSecur