Versicherungscheck © Stiftung Warentest

Stiftung Warentest: Welche Versicherung braucht man wirklich?

In Finanztest Ausgabe 2/2017 hat Stiftung Warentest 1.082 Leser befragt welche Versicherungen sie für notwendig oder überflüssig halten und wie sie tatsächlich versichert sind. Sie erfahren welches die häufigsten Versicherungen der Deutschen sind und wie Sie durch regelmäßiges Prüfen Ihrer Versicherungen Geld sparen können.

Die Top 3 Versicherungen

  • 94 % der Befragten haben eine Privathaftpflichtversicherung abgeschlossen.
  • 87 % besitzen eine Kfz-Versicherung.
  • 86 % fühlen sich mit einer Hausratversicherung besser geschützt.

Die Top Versicherungen der Finanztest Leser sind keine Überraschung: Privathaftpflicht-, Kfz- und Hausratversicherungen gehören bei den meisten Deutschen zum Grundbestand. Die vollständige Tabelle aus der Umfage finden sie hier.

94 % haben eine Haftpflichtversicherung

Fast alle Befragten haben eine private Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Stiftung Warentest bewertet das als richtig und bezeichnet bei der Einordnung aller Versicherungstypen die Privathaftpflichtversicherung als unbedingt notwendig, weil sie vor existenzbedrohenden Schäden schützt.

Neuer Lebensabschnitt, neue Versicherung

Wenn sich Ihr Leben ändert, sollten Sie prüfen, ob die Leistungen Ihrer Versicherungen noch mit der neuen Lebenssituation zusammenpassen. Die drei größten Lebensumbrüche, sind: Erwachsenwerden, Familiengründung und der Eintritt ins Seniorenalter. In diesen Zeiten der Veränderung können neue Versicherungen notwendig und alte überflüssig werden. Um zu prüfen, ob Ihre Versicherungen zu Ihrer Lebenssituationen passen, bietet test.de einen interaktiven Versicherungs-Check an.

Versicherungscheck bei Familiengründung

Mit der Geburt von Kindern sollten Sie gegen neue mögliche Risiken vorsorgen. Jetzt wird eine Lebensversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll, damit Ihre Familie gegen einen unerwarteten Todesfall oder die Berufsunfähigkeit des Hauptverdieners abgesichert ist.

Wenn Sie Kinder bekommen, empfiehlt Finanztest außerdem zu prüfen, ob alle Familienmitglieder durch Ihre private Haftpflichtversicherung versichert sind und ob Schäden durch kleine Kinder abgedeckt sind. Eine eigene Haftpflichtversicherung für Kinder ist erst ab dem siebten Lebensjahr notwendig. Weil in vielen Haftpflichtversicherungen auch Kinder über sieben Jahren weiterhin einfach mitversichert sind, lohnt sich eine Prüfung. Wenn die Kinder erwachsen sind und ausziehen, kann bei den abgeschlossenen Versicherungen wieder ausgemistet werden.

Versicherungen für junge Erwachsene

Jugendliche bis zum Arbeitsantritt oder bis zu ihrem 23. Lebensjahr sind bei der gesetzlichen Krankenversicherung ihrer Eltern mitversichert. Beginnen Ihre Kinder mit Ausbildung und Studium, sollten Sie prüfen, ob die Kinder eine eigene Haftpflichtversicherung abschließen sollten, oder immer noch in der privaten Haftpflichtversicherung mitversichert sind. Für die erste eigene Wohnung sollte über eine Hausratsversicherung nachgedacht werden. Bei häufigen Reisen außerhalb Europas rät der Finanztest außerdem zu einer Auslandsreisekrankenversicherung.

Versicherungen für Senioren

Für Senioren empfiehlt es sich, rechtzeitig eine Pflegetagepolice und vorsorglich weitere private Zusatzversicherungen zur gesetzlichen Krankenversicherung abzuschließen. Je älter die Versicherten sind, desto teurer kann der Versicherungsschutz sein. Das gilt auch für Auslandsreisekrankenversicherungen oder Kfz-Versicherungen. Es kann deshalb hilfreich sein, die Versicherungsverträge beispielsweise auf den jüngeren Partner umzuschreiben.

16.02.2017 · München · von Anja Reinhardt · für AllSecur