Mietsachschäden: Was zahlt die Haftpflicht?

Sie lassen aus Versehen einen Koffer fallen und schon hat das Laminat unschöne Kratzer? Besonders in einer Mietwohnung kann das ärgerlich sein. Wie gut, dass solche Mietschäden durch die private Haftpflichtversicherung abgedeckt sind. Wir informieren Sie, welche Mietschäden die Haftpflicht übernimmt und was bei einem Mietsachschaden zu tun ist.

Mietsachschaden
Bei einem solchen Mietsachschaden müssen Sie schnell handeln. © gettyimages/vicnt

Mietsachschäden können teuer werden. Deshalb haben wir für Sie zusammengestellt, welche Schäden von der Versicherung übernommen werden und wie Sie dabei vorgehen müssen:

Was ist ein Mietsachschaden?

Mietsachschaden an Einbauküche
Einbauküchen zählen nicht in jedem Versicherungstarif zur Mietsache. © gettyimages/vicnt

Wenn Sie eine Immobilie mieten, mieten Sie auch festverbaute Mietsachen mit. Beschädigen Sie aus Versehen eine festverbaute Mietsache, handelt es sich um einen Mietsachschaden.

Festverbaute Mietsachen sind zum Beispiel:

  • Fenster, Türen, Wände

  • Böden: Fliesen, Laminat, Parkett

  • Sanitäranlagen: Waschbecken, Badewanne, Dusche, Toilette

  • Einbauküche

  • Einbauschränke

Nicht zu Mietsachschäden zählen:

  • Glasschäden

  • Schäden an der Warmwasser- oder Heizungsanlage

  • Schäden an Elektrogeräten

Laptop, Fernseher oder Möbel, die als bewegliche Sachen gelten, zählen ebenfalls nicht zur Mietsache. Schäden an diesen sind ein Fall für die Hausratversicherung.

Welche Versicherung zahlt wann?

Mietsachschaden an Außenanlage
Schäden an Außenanlagen werden nicht von jeder Versicherung gedeckt. © gettyimages/vicnt

Bei Mietsachschäden zahlt die Privathaftpflichtversicherung. Manche Haftpflichtversicherungen decken je nach Tarif auch Schäden an Einbauküchen oder Einbauschränken ab. Auch die Kosten für Schäden an Außenanlagen wie der Garage oder dem Gartenhäuschen werden teilweise von der Haftpflicht übernommen.

Ihre private Haftpflichtversicherung übernimmt die Kosten für einen Ersatz oder die Reparatur der Mietsache in Höhe der vereinbarten Versicherungssumme (auch Deckungssumme genannt). Sie selbst müssen nur die Selbstbeteiligung bezahlen, die Sie in Ihren Versicherungsbedingungen finden. Normalerweise sind das 150 Euro je Schadensfall. Sind die durch den Schaden entstanden Kosten höher als die Deckungssumme, müssen Sie die Kosten, die über der Deckungssumme liegen, selbst tragen. In den Tarifen der Privathaftpflichtversicherung der AllSecur beträgt die Deckungssumme im Basis-Tarif sechs Millionen Euro, im Komfort-Tarif zwölf Millionen Euro und im Premium-Tarif 24 Millionen Euro (Stand: 08/2018).

Das sollten Sie wissen: Glasschäden zählen nicht zu Mietsachschäden, aber in einigen Fällen übernimmt die Hausratversicherung Schäden an Fenstern oder auch am Cerankochfeld. Am besten informieren Sie sich direkt bei Ihrer Versicherung, ob Ihre Hausratversicherung Glasschäden abdeckt.

Allmählichkeitsschaden: Zahlt die private Haftpflicht-Versicherung?

Allmählichkeitsschäden im Badezimmer
Allmählich entstehende Schäden durch Luftfeuchtigkeit & Co. sind keine Mietsachschäden. © gettyimages/vicnt

Ist der Schaden in einem schleichenden Prozess durch den Einfluss von Temperatur, Rauch, Staub oder Wasser entstanden? Dann handelt es sich um einen Allmählichkeitsschaden. Aber: Allmählichkeitsschäden zählen nicht zu Mietsachschäden.

Verschleißschäden: Zahlt die Privathaftpflichtversicherung?

Verschleißschäden entstehen, wenn eine Sache stetig benutzt wird. So können Verfärbungen entstehen, die Oberfläche kann abgerieben werden oder es entstehen feine Risse. Mit den Verschleißschäden rechnet Ihr Mieter und sie sind bereits mit Ihrer Zahlung der Miete abgedeckt. Das bedeutet: Sie müssen für Verschleißschäden nicht haften und Sie können die Leistung der Privathaftpflichtversicherung nicht in Anspruch nehmen.

Zahlt die Versicherung Mietsachschäden durch meinen Hund oder meine Katze?

Schäden durch Haustiere
Nur Schäden durch Kleintiere sind als Mietsachschaden in der Haftpflicht abgedeckt. © gettyimages/vicnt

Haben Sie ein Haustier, das eine Mietsache beschädigt hat? Schäden durch Katzen, Kaninchen oder sonstige Kleintiere sind durch die Privathaftpflicht gedeckt. Für Schäden durch Ihren Hund benötigen Sie eine gesonderte Hundehaftpflichtversicherung.

Übernimmt die Versicherung Mietsachschäden im Urlaub?

Mietsachschäden können auch in Immobilien auftreten, die Sie nur kurze Zeit bewohnen, zum Beispiel:

  • Ferienwohnung

  • Ferienhaus

  • Hotelzimmer

  • Motelzimmer

  • Zimmer in einer Pension

Mit der Privathaftpflichtversicherung der AllSecur sind auch Mietsachschäden im Urlaub gedeckt: Hotelzimmer im Premium-Tarif, Ferienwohnungen schon im Basis-Tarif. Das ist allerdings nicht bei jeder Versicherung der Fall. Prüfen Sie am besten vor dem Urlaub, ob Ihre Privathaftpflicht die Schäden bezahlt und wie hoch die Versicherungssumme laut Tarif ist.

Was ist bei einem Mietsachschaden zu tun?

Wasserschaden in der Wohnung
Als Mieter sind Sie verpflichtet, einen Wasserschaden und andere Mietsachschäden sofort einzugrenzen. © gettyimages/vicnt

Es ist passiert und das Waschbecken hat einen unschönen Sprung oder das Laminat wurde beschädigt? Das sollten Sie bei einem Mietsachschaden tun:

  1. Informieren Sie Ihren Vermieter.
    Egal ob der Schaden in Ihrer Wohnung, im Keller oder im Treppenhaus entstanden ist – als Mieter sind Sie dazu verpflichtet, Ihrem Vermieter Mietsachschäden zu melden. Das können Sie per Brief, E-Mail oder Telefon tun.

  2. Infomieren Sie Ihre Privathaftpflichtversicherung.
    Den Mietsachschaden sollten Sie sofort der Haftpflicht melden. Als AllSecur-Kunde können Sie unseren Schadenservice nutzen.

  3. Dokumentieren Sie den Schaden.
    Einen Schadensfall sollten Sie genaustens dokumentieren. Machen Sie aus mehreren Richtungen Fotos, auf denen man den Mietsachschaden gut erkennt. Wird der Schaden repariert, ist es am besten, wenn Sie die Mietsache aufbewahren, bis alle Formalitäten mit dem Vermieter und der Versicherung geklärt sind. Denn die Versicherung kann zum Beispiel einen Sachverständigen miteinbeziehen, der den Schaden begutachten möchte.

  4. Tragen Sie Sorge, dass sich der Schaden nicht verschlimmert.
    Als Mieter sind Sie in der Pflicht, den Schaden so gering wie möglich zu halten. Haben Sie zum Beispiel einen Wasserschaden, müssen Sie sich darum kümmern, dass sich der Wasserschaden nicht weiter ausbreitet.

Mietsachschäden bei einem Umzug
Dokumentieren Sie den Zustand Ihrer Wohnung, wenn Sie ausziehen, denn der Vermieter kann Mietsachschäden noch sechs Monate lang geltend machen. © gettyimages/vicnt

Das sollten Sie wissen: Noch sechs Monate nach der Beendigung des Mietverhältnisses kann der Vermieter einen Mietsachschaden geltend machen. Dokumentieren Sie den Zustand der gemieteten Immobilie deshalb genau, wenn Sie ausziehen.

Haftpflichtversicherung schützt vor Mietsachschäden

Wenn Sie aus Versehen eine festverbaute Mietsache beschädigt haben, zum Beispiel ein Waschbecken, die Dusche oder eine Türe, kommt dafür die Haftpflichtversicherung auf.

Schäden, die allmählich oder durch Verschleiß entstehen, zählen nicht zu Mietsachschäden. Sie wollen sich dennoch gegen Allmählichkeitsschäden durch Ruß, Rauch oder Feuchtigkeit absichern? Die Privathaftpflichtversicherung der AllSecur übernimmt auch diese Schäden. Gegen Glasschäden sind Sie außerdem mit der Hausratversicherung der AllSecur optimal abgesichert.

Wir wünschen Ihnen ein sorgenfreies Wohnen! Ihre AllSecur

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