Nach der Hochzeit: So versichern Sie sich richtig

Nach der Hochzeit sind gemeinsame Versicherungen sinnvoll. Vor allem bei der privaten Haftpflichtversicherung für Ehepaare können Sie Beiträge sparen. Wir erklären Ihnen, warum sich der gemeinsame Schutz lohnt, was Sie beachten sollten und wie Sie am besten vorgehen, wenn Sie nach der Hochzeit Versicherungen zusammenlegen.

Ehepaar bei Versicherungsberatung
Für Ehepaare lohnt sich eine gemeinsame Privathaftpflichtversicherung. © gettyimages/seb_ra

Hier erfahren Sie alles, was Sie als verheiratetes Paar über Versicherungen wissen müssen:

Nach der Hochzeit: Versicherungen zusammenlegen

Wenn Sie heiraten, sollten Sie auch Ihren Versicherungsschutz anpassen. Denn Ehepaare können nach der Hochzeit Kosten sparen und sich gemeinsam für die Zukunft absichern.

Welche Versicherungen sollten Ehepartner zusammenlegen?

Nach der Hochzeit sollten Sie sich nicht nur Gedanken über Ihre private Haftpflichtversicherung machen, sondern auch Ihre restlichen Versicherungen im Blick behalten und anpassen. Mit unserer Tabelle erfahren Sie, welche gemeinsamen Versicherungen sich nach der Hochzeit für Sie lohnen:

Versicherung Versicherungen zusammenlegen Bezugsperson festlegen Versicherungssumme anpassen
Privathaftpflichtversicherung Versicherungen zusammenlegen: Ja Bezugsperson festlegen: Nein Versicherungssumme anpassen: Nein
Hausratversicherung Versicherungen zusammenlegen: Ja Bezugsperson festlegen: Nein Versicherungssumme anpassen: Ja
Rechtsschutzversicherung Versicherungen zusammenlegen: Ja Bezugsperson festlegen: Nein Versicherungssumme anpassen: Nein
Reisekrankenversicherung Versicherungen zusammenlegen: Ja Bezugsperson festlegen: Nein Versicherungssumme anpassen: Nein
Wohngebäudeversicherung Versicherungen zusammenlegen: Ja Bezugsperson festlegen: Nein Versicherungssumme anpassen: Ja
Risikolebensversicherung Versicherungen zusammenlegen: Nein Bezugsperson festlegen: Ja Versicherungssumme anpassen: Ja
Berufsunfähigkeitsversicherung Versicherungen zusammenlegen: Nein Bezugsperson festlegen: Ja Versicherungssumme anpassen: Ja
Rentenversicherung Versicherungen zusammenlegen: Nein Bezugsperson festlegen: Ja Versicherungssumme anpassen: Nein

Bei welchen Versicherungen können Ehepartner Beiträge sparen?

Um bei den Beiträgen zu sparen, lohnt es sich für Ehepaare, die folgenden Versicherungen zusammenzulegen:

  • Hausratversicherung: Ziehen Sie in eine gemeinsame Wohnung und haben zwei Hausratversicherungen abgeschlossen, lohnt es sich die jüngere der beiden zu kündigen. Denken Sie aber unbedingt daran, die Deckungssumme Ihrer Hausratversicherung zu überprüfen. Denn durch das Zusammenziehen wird der Hausrat meist größer. Auch eine Wohngebäudeversicherung kann sinnvoll sein, wenn Sie zusammen eine Immobilie kaufen und dort einziehen wollen. Auch in dem Fall sollten Sie die Versicherungssumme überprüfen.

  • Kfz-Versicherung: Sollten Sie als Paar zwei Autos besitzen und bislang getrennte Kfz-Versicherungen haben, kann es sich lohnen, wenn Sie beide zur selben Versicherungsgesellschaft wechseln. Denn so können Sie möglicherweise von Vergünstigungen und Sonderleistungen für Zweitwagen profitieren.

  • Rechtsschutzversicherung: Wenn beide Eheleute eine Rechtsschutzversicherung haben, sollten Sie die jüngere kündigen. Zu viel gezahlte Beträge können Sie sich bei einer Doppelversicherung anteilig zurückzahlen lassen.

  • Reisekrankenversicherung: Auch bei der Reisekrankenversicherung können Sie Ehepartner und Kinder bis zum 21. Lebensjahr mitversichern. Voraussetzung ist hierbei nur, dass Sie in einem gemeinsamen Haushalt leben.

  • Unfallversicherung: Auch bei der Unfallversicherung lohnt es sich, die Policen zusammenzulegen, denn häufig bieten Versicherer einen Mehrpersonen- oder Familienrabatt an. Hier gibt es aber normalerweise kein Sonderkündigungsrecht.

Welche Versicherungen sollten Ehepartner anpassen?

Bei den folgenden Versicherungen sollten Sie bei einer Heirat Anpassungen vornehmen, damit der Schutz für beide Partner richtig abgestimmt ist:

  • Risikolebensversicherung: Wenn Sie eine Risikolebensversicherung abschließen, sichern Sie als Hauptverdiener den Partner im Todesfall ab. Das gilt nicht nur für die Versorgung, sondern auch, wenn Sie Darlehen oder Kredite tilgen müssen. Nach der Eheschließung müssen Sie eine Person angeben, die im Todesfall die festgelegte Versicherungssumme erhält.

  • Berufsunfähigkeitsversicherung: Wenn Sie Ihre Familie ausreichend absichern möchten, ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll. Denn die gesetzlichen Leistungen sind meist gering. Schließen Sie eine solche Versicherung neu ab oder haben Sie schon eine, sollten Sie die Versicherungssumme immer überprüfen. Das ist vor allem wichtig, wenn Sie Kinder haben möchten. Denn dann werden Ihre Ausgaben größer. Achten Sie beim Abschluss darauf, dass Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung mindestens 75 Prozent Ihres Nettoeinkommens beträgt.

  • Rentenversicherung: Heiraten Sie, sollten Sie der gesetzlichen Rentenversicherung eine Namensänderung mitteilen und eine Kopie der Heiratsurkunde inklusive Versicherungsnummer zuschicken. So legen Sie die Bezugsperson für die Zahlung im Todesfall fest. Die Hinterbliebenenrente wird an den lebenden Partner gezahlt, wenn der Verstorbene mindestens fünf Jahre versichert war und die Ehe zum Todeszeitpunkt mindestens ein Jahr rechtsgültig bestanden hat.

Wann lohnt sich eine gemeinsame Privathaftpflicht?

Nach der Hochzeit sollten Sie vor allem Ihre Privathaftpflichtversicherungen zusammenlegen. Denn damit können Sie nicht nur Geld sparen, sondern stellen auch sicher, dass es bei Fragen zum Schaden nicht zu Unklarheiten kommt.

Warum sollten Ehepartner Versicherungen zusammenlegen?

Verheiratete Ehepaare können mit einer gemeinsamen Privathaftpflichtversicherung bei den Beiträgen sparen. Denn zwei einzelne Versicherungen sind teurer als eine gemeinsame.

Aber auch, wenn ein Schaden entsteht, vereinfacht die gemeinsame Versicherung Fragen zum Schadensersatz. Denn mit ihr können Sie mehr Klarheit schaffen und erleichtern Angelegenheiten rund um den Versicherungsschutz.

Wie lege ich die private Haftpflichtversicherung zusammen?

Hier gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Sie kündigen den Versicherungsvertrag von Ehepartner 1 und der Vertrag von Ehepartner 2 bleibt bestehen. Ehepartner 2 ist in diesem Fall die Person, die die Versicherung behält, also der Versicherungsnehmer. Ehepartner 1 wird dann mitversichert.

  2. Alternativ können Sie beide Verträge Ihrer Privathaftpflichtversicherungen kündigen und gemeinsam einen neuen Vertrag abschließen. Dann müssen Sie entscheiden, wer der Versicherungsnehmer und wer die mitversicherte Person sein soll.

Wer ist bei der privaten Haftpflichtversicherung mitversichert?

Wenn Sie die private Haftpflichtversicherung zusammenlegen, gilt sie für Sie und Ihren Ehepartner. Sie können aber auch Kinder und Tiere aufnehmen.

Kinder

Auch Kinder schützt die private Haftpflichtversicherung von Ehepartnern. Das gilt, wenn

  • Ihr Kind minderjährig ist

  • oder Ihr Kind volljährig ist, sich aber noch in der Ausbildung befindet und ledig ist.

Für Pflege-, Adoptiv- und Stiefkinder gelten die gleichen Bedingungen.

Das sollten Sie beachten: Voraussetzung für den Versicherungsschutz ist immer, dass alle versicherten Personen (auch Kinder) namentlich in der Versicherungspolice aufgenommen sind.

Mit der Privathaftpflicht versicherte Katze auf Schoß
Katzen sind bei der gemeinsamen Privathaftpflichtversicherung normalerweise mitversichert, Hunde aber nicht. © gettyimages/npdesignde

Haustiere

Haben Sie zahme Kleintiere (zum Beispiel Katzen oder Hasen), sind sie in der Regel innerhalb Ihrer Privathaftpflichtversicherung mitversichert. Genaue Angaben dazu finden Sie normalerweise in Ihren Versicherungsunterlagen.

Nicht versichert sind meist folgende Tiere:

  • Hunde

  • Nutztiere wie Schafe oder Rinder, die Sie zu land- oder wirtschaftlichen Zwecken halten

  • Reit- und Zugtiere wie Pferde oder Ochsen

  • wilde Tiere wie Schlangen oder Spinnen

Wer Hunde oder Pferde hält, sollte in jedem Fall eine Haftpflichtversicherung für Tierhalter abschließen.

Was übernimmt die Privathaftpflichtversicherung und was nicht?

Folgende Schäden übernimmt die private Haftpflichtversicherung bei Ehepaaren:

Art des Schadens Erklärung
Personenschäden Erklärung: Zu einem Personenschaden kommt es, wenn Sie eine andere Person verletzen.
Ein Beispiel: Sie hantieren mit einem Hammer, der Ihnen versehentlich aus der Hand fällt. Dabei verletzen Sie eine andere Person.
Wenn Sie als Autofahrer eine andere Person verletzen, haftet die Privathaftpflichtversicherung nicht. In einem solchen Fall übernimmt normalerweise die Kfz-Haftpflichtversicherung den entstandenen Schaden.
Sachschäden

Erklärung: Von einem Sachschaden spricht man, wenn Sie Gegenstände eines Dritten beschädigen.

Ein Beispiel: Wenn Sie bei einem Bekannten den Grill aus Versehen kaputt machen, handelt es sich um einen Sachschaden, den die Versicherung zahlt.

Vermögensschäden Erklärung: Vermögensschäden sind Schäden, bei denen keine Sachen beschädigt und auch keine Personen verletzt werden, aber finanzielle Verluste entstehen.
Ein Beispiel: Sie beliefern jemanden mit schlechter Ware, die die gesamte Produktion unbrauchbar macht. Der belieferten Person ist damit ein finanzieller Schaden entstanden, weil sie durch den Produktionsausfall ihr Produkt nicht weiterverkaufen kann. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Vermögensschaden.

Folgende Schäden deckt die private Haftpflichtversicherung normalerweise nicht:

  • Schäden, die Sie absichtlich verursachen

  • Schäden, die Sie selbst oder Personen erleiden, die auch in Ihrem Vertrag mitversichert sind

  • Schäden an geliehenen oder gemieteten Gegenständen (die einzige Ausnahme ist Ihre Mietwohnung)

  • Schäden, die Sie mit einem Fahrzeug verursachen

  • Gefälligkeitsschäden, die bei Freundschaftsdiensten entstehen

Kann ich mich gegen Schäden absichern, die mir oder meinem Ehepartner zugefügt werden?

Entsteht Ihnen ein Schaden, den der Verursacher nicht bezahlen muss, sollte Ihre Versicherung eine Ausfalldeckung enthalten. Das heißt: Wenn der Verursacher nicht für den Schaden aufkommen muss (zum Beispiel ein deliktunfähiges Kind), bleiben Sie nicht auf den anfallenden Kosten sitzen, sondern Ihre Versicherung übernimmt normalerweise die Summe.

Ein Beispiel: Ein fünfjähriges Kind beschädigt Ihren Laptop. Das Kind kann keine Schuld treffen, weil es erst fünf Jahre alt und damit deliktunfähig ist. Das gilt bei Kindern, bis sie sieben Jahre alt sind. Seine Eltern sind dann gesetzlich nicht verpflichtet, Ihnen die entstandenen Kosten zu bezahlen. Wenn Sie in Ihrem Vertrag eine Ausfalldeckung haben, übernimmt Ihre Privathaftpflicht in dem Fall aber die Kosten.

Was gilt für Studenten, die heiraten?

Verheiratete Studenten können nicht länger über die private Haftpflichtversicherung ihrer Eltern, also im Familien-Tarif, versichert sein. Das heißt: Studenten, die heiraten, wechseln am besten in eine gemeinsame Haftpflichtversicherung mit ihrem Ehepartner.

Außerdem gibt es noch weitere Versicherungen für Studenten, die grundsätzlich sinnvoll sind.

Können auch gleichgeschlechtliche Paare die Versicherungen zusammenlegen?

Ja, auch bei gleichgeschlechtlichen Ehen können die Ehepartner gemeinsam eine private Haftpflichtversicherung in Anspruch nehmen und nach der Hochzeit Ihre Versicherungen zusammenlegen.

Gleichgeschlechtliches Paar ist gemeinsam versichert
Auch gleichgeschlechtliche Paare können ihre private Haftpflichtversicherung zusammenlegen. © gettyimages/JGalione

Können unverheiratete Paare ihre Privathaftpflicht zusammenlegen?

Auch unverheiratete Paare können ihre private Haftpflichtversicherung zusammenlegen. Oft reicht dafür ein gemeinsamer Wohnsitz. Wenn Sie das tun, profitieren Sie meist deutlich davon.

Aber: Grundsätzlich bedeutet eine gemeinsame Versicherung, dass Sie auf gegenseitigen Schadensersatz verzichten. Schwierig wird das für nicht-verheiratete Paare, wenn es zu einem Personenschaden zwischen beiden Partnern kommt. Dann haben Sie keinen Anspruch, dass Ihre private Haftpflichtversicherung den Schaden übernimmt, der dem einen Partner durch den anderen zugefügt wurde.

Beispiel: Ein nicht verheiratetes Paar macht eine gemeinsame Radtour. Dabei fährt Partner 1 dem anderen (Partner 2) versehentlich ins Rad, sodass er mehrere Tage ins Krankenhaus muss. Das Paar wird sich nicht gegenseitig verklagen. Das Problem ist, dass jetzt aber Behandlungskosten entstehen. In dem Fall kommt ein neuer Beteiligter ins Spiel, nämlich die Krankenkasse. Sie ist dazu verpflichtet, die Kosten beim Sozialversicherungsträger einzufordern, also bei Partner 1. Denn das Paar ist nicht verheiratet. Bei Ehepartnern muss die Krankenkasse das dagegen nicht. In dem Beispiel müsste Partner 1 deshalb die Behandlungskosten von Partner 2 zahlen.

Tipp: Für nicht-verheiratete Paare, die gemeinsam eine private Haftpflichtversicherung abschließen möchten, ist eine sogenannte Klausel zu Regressansprüchen der Sozialversicherungsträger sehr wichtig. Das heißt: Die Versicherung erstattet dann auch Kosten, die Sie eigentlich von Ihrem Partner einfordern müssten. Damit gehen Sie sicher, dass Sie auch in einem solchen Fall richtig abgesichert sind und die Kosten nicht selbst tragen müssen.

Versicherungen zusammenlegen: So geht’s

Entscheiden Sie sich bewusst dazu, Ihre privaten Haftpflichtversicherungen zusammenzulegen, sollten Sie die folgenden Punkte beachten.

Wie wechseln Sie die Versicherung?

Grundsätzlich müssen Sie zuerst entscheiden, ob Sie beide Verträge kündigen und gemeinsam einen neuen Vertrag abschließen oder ob Sie nur einen der bestehenden Verträge kündigen wollen. In dem Fall gilt dann die andere Police für Sie beide.

Grundsätzlich lohnt sich die Kündigung, wenn

  • Sie bei einem anderen Anbieter mehr Leistungen bei denselben Beiträgen erhalten

  • oder Sie bei einem anderen Anbieter geringere Beiträge für die gleichen Leistungen haben.

Der Kündigungsablauf für eine bestehende Versicherung ist grundsätzlich der folgende:

1. Eine neue Versicherung suchen & die Zusage des Anbieters abwarten

Lesen Sie sich gemeinsam die Bedingungen der Versicherungspolice genau durch. Nur so können Sie prüfen, ob der Versicherungsschutz alle Punkte abdeckt, die Ihnen wichtig sind. Das betrifft:

  • die Versicherungssumme

  • die Haftung für Mietsachschäden

  • die Haftung für Kinder

  • gegebenenfalls die Haftung für Tiere

  • die Haftung für Allmählichkeitsschäden und Gefälligkeitsschäden

  • den Versicherungsschutz im Ausland

  • den privaten Schlüsselverlust

  • die Ausfalldeckung

  • die Haftung für Internetschäden

  • gegebenenfalls Vergünstigungen und Rabatte für bestimmte Berufsgruppen

2. Versicherungsfristen einhalten

Sind Sie mit dem neuen Vertragsangebot zufrieden, können Sie jetzt die Kündigung des bestehenden Vertrags angehen. Finden Sie zuerst heraus, welche Kündigungsfrist Sie einhalten müssen und prüfen Sie, ob das machbar ist oder ob Sie sie verpasst haben. Meistens beträgt die Kündigungsfrist drei Monate. Überprüfen Sie die genaue Frist aber in Ihrem Vertrag. Können Sie die Frist einhalten, unterzeichnen Sie jetzt den Vertrag und senden ihn dem neuen Versicherer mit Bitte um Bestätigung zu.

Das sollten Sie beachten: Bei Versicherungsverträgen, die mindestens drei Jahre laufen, können Sie beispielweise frühestens zum Ende des dritten Versicherungsjahres kündigen.

3. Eine Musterkündigung nutzen

Um Ihre Versicherung zu kündigen, können Sie ein Musterkündigungsschreiben nutzen. Achten Sie darauf, dass alle wichtigen Angaben enthalten und die Bitte um eine schriftliche Bestätigung eingefügt sind. Drucken Sie das Dokument dann aus und unterzeichnen Sie das Schreiben.

4. Die Kündigung als Einschreiben versenden

Um sicherzugehen, dass das Kündigungsschreiben bei der Post nicht verloren geht, sollten Sie es als Einschreiben versenden. Das kostet zwar etwas mehr als ein Standardbrief, der Zusteller vermerkt aber, dass der Brief beim Empfänger eingeworfen wurde. Das Zustelldatum können Sie über die Sendungsverfolgung im Internet überprüfen.

5. Das Bestätigungsschreiben aufbewahren

So gehen Sie sicher, dass Sie im Zweifelsfall die Kündigung rechtzeitig verschickt haben und die Versicherungsgesellschaft Ihnen eine Bestätigung zugeschickt hat.

Kalender zum Einhalten der Versicherungsfrist
Bevor Sie Ihre Versicherung wechseln, müssen Sie die Versicherungsfrist überprüfen. © gettyimages/toeytoey2530

Was ist die außerordentliche Kündigung?

Bei der außerordentlichen Kündigung haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. Das heißt: Hier können Sie auch außerhalb der festgelegten Frist kündigen. Das ist entweder bei einer Beitragserhöhung durch den Versicherer möglich oder wenn ein Schaden entstanden ist.

Beitragserhöhung

Die private Haftpflicht können Sie außerordentlich kündigen, wenn der Versicherer den Beitrag erhöht ohne die Leistung anzupassen. In dem Fall können Sie Ihren Vertrag außerhalb der festgelegten Frist beenden.

Die Kündigung müssen Sie dem Versicherer innerhalb eines Monats schriftlich mitteilen, nachdem Sie von der Beitragserhöhung erfahren haben. Sonst haben Sie keinen Anspruch mehr auf das Sonderkündigungsrecht.

Bei einem Schaden

Auch wenn es zu einem Schaden kommt, haben Sie das Recht auf eine Sonderkündigung.

In dem Fall müssen Sie innerhalb eines Monats schriftlich kündigen, sobald die Schadensbearbeitung abgeschlossen ist.

Kündigungsrecht des Versicherers

Auch der Versicherer hat das Recht auf eine außerordentliche Kündigung. Das ist möglich, wenn

  • es zu einem Schaden gekommen ist und der Versicherer die Kosten dafür übernommen hat.

  • Sie im Zahlungsrückstand sind und auch die neue Frist für die Zahlung Ihrer Beiträge nicht einhalten.

In beiden Fällen hat der Versicherer das Recht, Ihnen fristlos zu kündigen.

Aufnahme des Ehepartners: Wann die Versicherung informieren?

Die Änderung der Versicherungspolice sollte bei der Versicherung drei Monate im Voraus abgesprochen werden, damit der Schutz gewährleistet ist.

Wann muss ich meiner Versicherung eine Namensänderung melden?

Die Namensänderung sollten Sie Ihrer Versicherung so schnell wie möglich melden. Meist reicht dafür ein Anruf oder eine E-Mail.

Das sollten Sie beachten: Ihr Partner muss namentlich in Ihren Versicherungsvertrag aufgenommen werden. Denn sonst ist er nicht versichert.

Auch bei den folgenden Ämtern und Dokumenten sollten Sie nach der Hochzeit an die Namensänderung denken:

  • Bürgeramt (wegen Reisepass und Personalausweis)

  • Führerschein

  • Zulassungsstelle für die Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) und II (Fahrzeugbrief)

  • Universitäten und Hochschulen

  • Agentur für Arbeit

  • Versicherungen

  • Versorgungsunternehmen (Gas, Strom und Wasser)

  • Banken

  • Telefongesellschaft

  • Gebührenstelle für den Rundfunkbeitrag

Nach der Hochzeit richtig versichert

Wenn Sie nach der Hochzeit Ihre Versicherungen zusammenlegen, gehen Sie sicher, dass Sie und Ihr Ehepartner bestmöglich geschützt sind. Sie sparen nicht nur bei den Beiträgen, sondern schaffen auch Klarheit, wenn es darum geht, wer die Kosten für einen Schaden übernehmen muss.

Doch nicht nur verheiratete Paare können von dem Schutz profitieren, auch nicht-verheiratete Lebenspartner sparen mit einer gemeinsamen Privathaftpflichtversicherung bares Geld. Passen Sie außerdem Ihre restlichen Versicherungen wie die Hausratversicherung, Kfz-Versicherung oder Risikolebensversicherung an, sind Sie für Ihre gemeinsame Zukunft bestens abgesichert.

Wir wünschen Ihnen eine glückliche gemeinsame Zukunft! Ihre AllSecur

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