Zahlt die Versicherung bei abgelaufenem TÜV?

Regelmäßig steht für alle Fahrzeugbesitzer in Deutschland die Hauptuntersuchung beim TÜV an. Der Termin dafür kann an der TÜV-Plakette am Nummernschild abgelesen werden Wer jedoch den Termin versäumt, riskiert womöglich neben einer Strafe unter Umständen auch seinen Versicherungsschutz. Wer zahlt bei einem Unfall mit abgelaufenem TÜV?

Fahren ohne TÜV kann gefährlich werden

Der Versicherungsschutz ohne TÜV ist grundsätzlich gewährleistet. Es gilt: Der TÜV an sich ist kein alleiniges Kriterium bei der Regulierung eines Schadens. Vielmehr ist der TÜV eine Sicherheitsprüfung, welche die Straßentauglichkeit Ihres Autos feststellt. Bei einem Unfall prüft die Versicherung schließlich, ob der Fahrzeughalter gegebenenfalls grob fahrlässig handelte.

Ein Beispiel: Wer Bescheid weiß, dass die Bremsen seines Fahrzeugs nicht ordnungsgemäß funktionieren und trotzdem damit fährt, der geht nicht nur ein großes Risiko für sich und andere Verkehrsteilnehmer ein, sondern handelt grob fahrlässig. Je nachdem was dem Auto fehlt, kann es auch grob fahrlässlig sein mit einem Auto mit abgelaufenem TÜV zu fahren.

Versicherter kann in Regress genommen werden

Auch das Fahren ohne TÜV, obwohl das Fahrzeug noch in einem verkehrstüchtigen Zustand ist, kann zumindest schon eine leichte Fahrlässigkeit darstellen. Schließlich bestätigt der TÜV mit seiner Plakette, dass sich ein Fahrzeug in technisch einwandfreiem Zustand befindet. Ist der TÜV abgelaufen und man wird in einen Crash verwickelt, kann man sich in der Regel darauf verlassen, dass seine Versicherung die Schäden von Dritten reguliert und begleicht. Abhängig davon, ob grobe Fahrlässigkeit vorliegt, kann der Versicherte aber in Regress genommen werden:

  • Es kann sein, dass er mindestens einen Teil der Schadenssumme, seines eigenen Schadens an den Versicherer zurückzahlen muss.
  • Die Versicherung kann einen Gutachter zu Rate ziehen um zu beweisen, dass das Fahrzeug zum Unfallzeitpunkt nicht in einem technisch einwandfreien Zustand war.

Hauptuntersuchung soll Gefahren minimieren

Unabhängig vom TÜV-Gutachten kann ein Fahrzeug natürlich auch schon im Vorfeld der nächsten Hauptuntersuchung verkehrsuntüchtig werden. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn die Reifen extrem abgefahren sind. In den Bedingungen der Kfz-Haftpflichtversicherung ist geregelt, dass der Halter des Wagens diesen nicht verwenden darf, wenn er von den Mängeln weiß und sie wider besseren Wissens trotzdem nicht abstellt. Wer dem zuwider handelt, gefährdet seinen vollen Versicherungsschutz

Aber auch allein schon aus Sicherheitsgründen ist jeder Verkehrsteilnehmer gut beraten, sein Fahrzeug verkehrstüchtig und nur mit gültiger TÜV-Prüfplakette zu benutzen. Denn nur der TÜV kann eine Fahruntüchtigkeit des Autos mit einiger Sicherheit ausschließen und darf dies auch bestätigen.

TÜV-Termin höchstens geringfügig überschreiten

Wird ein Auto für längere Zeit mit abgelaufenem TÜV bewegt ist es auch möglich, dass die Polizei im Zuge einer Verkehrskontrolle das Fahrzeug stilllegen lässt. So soll eine Gefährdung der anderen Verkehrsteilnehmer durch Fahrzeuge, die womöglich nicht in technisch einwandfreiem Zustand sind, ausgeschlossen werden. Zudem droht ein Bußgeld: Ist der TÜV länger als zwei Monate abgelaufen, sind 25 Euro fällig. Ist der TÜV schon mehr als vier Monate fällig droht sogar ein Punkt in Flensburg. Man sollte sich als Fahrzeughalter also möglichst schnell um einen Vorstellungstermin beim TÜV kümmern, wenn dieser abeglaufen. Bei tatsächlicher Nichtnutzung des Autos sollten die Nummernschilder abmontieren und das Fahrzeug abgemeldet werden. So vermeiden Sie unnötige Strafen oder gar Punkte aus dem Bußgeldkatalog.

Ob Ihr Versicherer für Schäden ohne TÜV aufkommt wird jedoch unabhängig vom Verkehrsrecht beantwortet. Eine ausstehende Hauptuntersuchung bedeutet nicht automatisch, dass der Schutz der Autoversicherung erlischt. Beispielsweise wird von Seiten der Polizei für eine abgelaufene Abgasuntersuchung ein Bußgeld fällig. Für die Sicherheit Ihres Autos und somit Ihre Versicherung ist diese Überscheitung aber normalerweise folgenlos.

Wenn Sie Fragen zum Thema haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Die Kfz-Haftpflichtversicherung der AllSecur übernimmt die finanziellen Schadenersatzansprüche Dritter, wenn Sie einen Unfall verursacht haben. Ein Muss, das Ihnen die nötige Sicherheit im Straßenverkehr gibt.

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