Welches Auto passt zu mir?

Welches Auto passt zu mir? Wollen Sie ein neues Auto kaufen, scheint die Auswahl zunächst riesig. Wir helfen Ihnen bei der Entscheidung und zeigen, wann, wo und wie Sie welches Auto kaufen können. Mit unseren Tipps finden Sie einfach und schnell Ihr passendes Auto.

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Welchen Anforderungen muss Ihr Auto entsprechen? Finden Sie es heraus. © gettyimages/cosmin4000

Es gibt über 28.000 Fahrzeugmodelle. Da ist es nicht einfach, das richtige zu finden. Wir unterstützen Sie in vier Schritten, um herauszufinden, welches Auto Sie wo, wann und wie kaufen sollten.

Welches Auto kaufe ich?

Welches Auto Ihr neuer Traumwagen werden soll, hängt von vielen Kriterien ab. Oft spielt der Preis eine wichtige Rolle.

Anschaffungskosten: Neuwagen oder Gebrauchtwagen?

Ein Neuwagen ist normalerweise teurer als ein Gebrauchtwagen. Auch der Wertverlust ist höher: nach einem Jahr ist der Wagen oft nur noch Dreiviertel des Preises wert. Dafür haben Sie meist eine Herstellergarantie, gute Sicherheit und sind auf dem neuesten technischen Stand. Oft lohnt sich statt eines Neuwagens ein junger Gebrauchtwagen. Sie sparen sich die hohen Kosten des Wertverlusts in den ersten Jahren, profitieren aber von der komfortablen Ausstattung.

Auch wenn bei einem Gebrauchtwagen Spritverbrauch, Reparaturrisiko und die Versicherung meist höher sind, fahren Sie mit ihm insgesamt günstiger. Achten Sie aber beim Autokauf darauf, dass nicht bald Hauptuntersuchungskosten oder Reparaturkosten anfallen.

In der Praxis: Der Preis hängt natürlich von Modell, Hersteller und Ausstattung ab. Im Durchschnitt kostete ein Neuwagen in Deutschland 2017 30.350 Euro. Der Durchschnittspreis für einen Gebrauchtwagen lag laut AutoScout24-Gebrauchtwagen-Preis-Index im September 2017 bei über 19.000 Euro.

Unterhaltskosten: Wie viel wollen Sie im Monat zahlen?

Viele Kriterien beeinflussen die Unterhaltskosten Ihres Fahrzeugs (in unserem ausführlichen Ratgeber erfahren Sie mehr):

  • Spritkosten: Als reiner Sprit ist Diesel günstiger. Anschaffung, Steuern und Versicherung sind bei Benzinern günstiger. Es gilt: Je kleiner das Fahrzeug und je weniger Fahrtkilometer, desto eher lohnt sich ein Benziner.

  • Kfz-Versicherung: Kriterien wie Typklasse, Schadenfreiheitsrabatt, Fahrerkreis oder die Regionalklasse beeinflussen die Kfz-Versicherung. Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist gesetzlich vorgeschrieben, die Teilkaskoversicherung oder Vollkaskoversicherung ist freiwillig. Hier lohnt es, sich zu informieren und zu vergleichen. Auch unsere 8 Spartipps für Ihre Kfz-Versicherung können sich schnell auszahlen.

  • Kfz-Steuer: Je schadstoffärmer ein Auto ist, desto niedriger ist die Kfz-Steuer. Für Dieselautos zahlen Sie eine höhere, für Elektroautos (fast) keine Kfz-Steuer.

  • Wertverlust: Der ist vor allem bei Neuwagen sehr hoch, im ersten Jahr etwa 25 Prozent. Danach sind es etwa 5 bis 6 Prozent pro Jahr. Eine gute Pflege und Wartung wirken dem entgegen.

  • Wartung: Ihr Auto muss alle zwei Jahr zur Hauptuntersuchung, das kostet etwa 100 Euro. Auch der jährliche Ölwechsel kostet bis zu 100 Euro. Verschleißteile, die mit der Zeit ausgetauscht werden müssen, ein Marderschaden oder Hageldellen sind alles Kosten, mit denen Sie rechnen müssen.

In der Praxis: Die Unterhaltskosten Ihres Fahrzeugs sollten Sie nicht unterschätzen. Grob müssen Sie für einen Kleinwagen 200 Euro Unterhaltskosten im Monat rechnen, das sind 2.400 Euro im Jahr. Für ein Mittelklasse-Auto ist es sogar meist doppelt so viel.

Welches Auto passt zu mir?

Haben Sie Ihr mögliches Budget festgelegt, sollten Sie sich Gedanken machen, was Ihr Auto können soll.

Wozu nutzen Sie das Auto?

  • Wie viele Personen müssen Platz haben und wie viel Transportfläche brauchen Sie?
  • Fahren Sie eher kurze Strecken in der Stadt oder lange Strecken auf der Autobahn?
  • Fahren Sie lieber im Sommer mit offenem Dach oder eher im Winter auf schneebedeckten Bergstraßen?
Autos auf Straße
Fahren Sie viel in der Stadt? Mit einem kleineren Auto finden Sie leichter einen Parkplatz. © gettyimages/Nikada

Welche Ausstattung ist Ihnen wichtig?

  • Brauchen Sie ein Navi, ein Radio, eine Anhängerkupplung, einen Dachgepäckträger, einen Tempomat, eine Rückfahrkamera, eine Klimaanlage oder gar eine Lenkradheizung? Die Auswahl an Sonderausstattungen ist riesig.
  • Wie viel Wert legen Sie auf Sicherheit und Komfort? Neuere Autos sind normalerweise besser ausgestattet. ABS, ESP, Airbags sind vorhanden, oft auch Notbremsassistenten und Parkassistenten.
  • Wie leistungsstark muss Ihr Auto sein? Wie viel PS sollte es haben?
  • Wie alt darf das Auto maximal sein?
  • Sind eine bestimmte Farbe oder ein bestimmter Hersteller Voraussetzung?

Worauf legen Sie besonders Wert?

  • Wollen Sie ein Auto mit möglichst günstigen Unterhaltskosten?
  • Suchen Sie ein Auto zu einem besonders guten Preis-Leistungs-Verhältnis?
  • Legen Sie viel Wert auf Umweltfreundlichkeit?
  • Steht für Sie das Fahrgefühl im Vordergrund?
  • Ist das Auto für Sie ein Statussymbol?

Der richtige Fahrzeugtyp

Haben Sie sich all diese Fragen beantwortet, können Sie Ihre Auswahl auf den richtigen Fahrzeugtyp einschränken. Das sind die gängigsten:

  • Kleinwagen und Kleinstwagen sind mit am günstigsten, sowohl in der Anschaffung als auch den Unterhaltskosten. Für kurze Strecken in der Stadt sind sie sehr gut geeignet, weil sie auch in enge Parklücken passen. Sie sind dafür nur mit dem Nötigsten ausgestattet, fahren nicht besonders schnell und auch gute Sicherheit ist nicht immer gegebenen. (Beispiel: Fiat 500 oder VW Polo)
  • Limousinen und Kompakte liegen zwischen Kleinwagen und Mittelklassewagen. Sie sind bezahlbar, Fahrkomfort und Raumangebot sind gut, für eine große Familie oder Transporte aber nicht ausreichend. (Beispiel: VW Golf oder 3er BMW)
  • Ein Kombi ist ein Mittelklasse-Auto mit viel Stauraum und komfortabler Ausstattung. Er hat meist vier bis sieben Sitze und ist bei Familien oder Reisenden sehr beliebt. Spritverbrauch und Kosten sind dafür höher. (Beispiel: VW Passat oder Audi Avant)
  • Ein Van (oder Kleinbus) hat oft Platz für bis zu neun Personen. Er eignet sich deshalb gut für Transporte, große Familien und viel Gepäck. Natürlich ist hier der Verbrauch viel höher und die Rundumsicht viel schlechter. (Beispiel: VW Touran oder Ford Galaxy
  • Ein SUV ist zwar ein Geländewagen, aber eher nur für befestigte Straßen in der Stadt geeignet. Er ist groß, sehr komfortabel ausgestattet, kostet aber sehr viel. (Beispiel: BMW X3 oder VW Tiguan)
SUV mit Gepäck beladen
Viel Platz für Familie und Gepäck bietet zum Beispiel ein Kombi, Van oder SUV. © gettyimages/fstop123
  • Ein Geländewagen hat im Gegensatz zum SUV einen Allradantrieb. Er kann problemlos in Sand, Matsch und im Gelände fahren, ist aber auch sehr teuer. (Beispiel: Porsche Cayenne oder Nissan Qashqai)
  • Ein Coupé ist ein sportlicher, kleiner Wagen, der viel Wert auf Fahrspaß und Design legt. Der leistungsstarke Motor bedeutet natürlich hohe Kosten, oft haben auch nur zwei Leute Platz. (Beispiel: Nissan 350Z oder Mitsubishi Eclipse)
  • Ein Cabrio hat ein offenes Dach und ist, meist flink, ästhetisch und kompakt, für Sommerfahrten sehr beliebt. Meist sind Anschaffung, Verbrauch und Steuern sehr hoch, auch hier haben oft nur zwei Leute Platz. (Beispiel: Opel Astra Cabrio oder Mercedes SLK)
  • Ein Hybridfahrzeug hat einen Elektromotor und einen Verbrennungsmotor. Es verbraucht deshalb viel weniger Benzin, ist leiser und umweltfreundlicher. Die Anschaffungskosten sind aber noch teuer. (Beispiel: Toyota Prius oder Mercedes S 400 Hybrid)

Machen Sie den Test

Nun können Sie direkt in Verkaufsportalen wie Mobile.de Ihre Kriterien filtern. Schauen Sie sich die Fahrzeugmodelle an. Welches Auto gefällt Ihnen? Alternativ können Sie auch alle Kriterien im Test von Motoragent festlegen und sich mögliche Fahrzeugmodelle anzeigen lassen.

Rechnen Sie dann unbedingt die möglichen Unterhaltskosten durch. Vor allem die Kfz-Versicherung ist von Fahrzeugmodell zu Fahrzeugmodell sehr unterschiedlich und kann Sie teuer überraschen. Machen Sie einen Vergleich in unserem Rechner.

Haben Sie sich für ein oder gar mehrere Traummodelle entschieden, können Sie überlegen, wo, wie und wann Sie Ihr Auto kaufen.

Wo kaufe ich mein Auto?

Sie können Ihr (gebrauchtes) Auto privat oder bei einem Händler kaufen. Beides hat Vor- und Nachteile.

Privat kaufen

Privatverkäufer haben meist die günstigsten Preise; ihr Ziel ist nicht unbedingt, einen möglichst hohen Gewinn zu erzielen.

Im Internet und auch in Zeitungen finden Sie sehr viele Angebote. Bei einem Privatkauf haben Sie aber keine Garantie oder Gewährleistung. Treten Mängel auf, müssen Sie das Risiko selbst tragen. Kaufen Sie ein privates Auto, sollten Sie sehr umsichtig sein und am besten einen Fachmann mitnehmen. Mit unserer Checkliste zum Gebrauchtwagenkauf sind Sie aber auf der sicheren Seite.

Beim Händler kaufen

Die Autos eines Händlers sind fachmännisch geprüft und, wenn nötig, repariert worden. Sie achten auf einen besonders guten Zustand des Fahrzeugs. Denn: Händler sind verpflichtet Ihnen eine Sachmängelhaftung zu geben. Sie haben dann meist 12 Monate die Garantie, dass der Händler für nicht von Ihnen verschuldete Mängel haftet.

Oft können Sie bei Händlern Ihr jetziges Fahrzeug für das neue in Zahlung geben. Sie erhalten meist einen guten Preis. Das Preisniveau ist aber in der Regel deutlich höher als bei Privatkäufern.

Im Ausland kaufen

Autos sind im Ausland oftmals günstiger, weil Sie als Deutscher nur den Nettopreis zahlen. Für die Einfuhr von Neuwägen nach Deutschland müssen Sie die 19 Prozent Mehrwertsteuer aufschlagen, das ist meist trotzdem günstiger. Sie müssen dafür in den 10 Tagen nach dem Kauf zum Finanzamt. Gebrauchtwägen sind von der Steuer befreit.

Beachten Sie, dass die Ausstattungsmerkmale von Land zu Land unterschiedlich sein können. Eine Klimaanlage kann in den nordeuropäischen Ländern beispielsweise fehlen.

Kaufen Sie ein Auto im Ausland, sollten Sie sich den Vertrag besonders gut durchlesen und übersetzen lassen. Sonst könnten Sie leicht über den Tisch gezogen werden. Achten Sie auch darauf, dass alle wichtigen Dokumente, Fahrzeugpapiere, Scheckheft und Schlüssel korrekt mitgeliefert werden. Die Garantien sind innerhalb der EU fast identisch. Es kann lediglich Unterschiede zwischen den Händlern geben.

Kaufvertrag für das Auto
Einen ausländischen Vertrag sollten Sie unbedingt übersetzen lassen. © gettyimages/praetorianphoto

Wie kaufe ich mein Auto?

Sie haben als Käufer bis zu drei Möglichkeiten, Ihr Auto zu bezahlen und können es sogar ohne Führerschein kaufen.

Barzahlung, Finanzierung oder Leasing

Mit einer Barzahlung können Sie am meisten sparen. Es kommen keine Zusatzkosten auf Sie zu und Sie können sogar von Rabatten profitieren. Sie müssen aber einmalig sehr viel Geld haben und ausgeben. Verlieren Sie nun beispielsweise Ihren Job, haben Sie ein teures Auto, das an Wert verliert.

Für viele ist daher eine Finanzierung eine beliebte Wahl: Sie zahlen Ihr Auto in Raten über einen Kredit ab und können oft eine sogenannte Restschuldversicherung (RSV) abschließen, die Sie zum Beispiel gegen oben genannten Fall versichert. Je nach Angebot können Zinsen auf Sie zukommen, es gibt aber manchmal auch 0-Prozent-Finanzierungen. Für den Kredit bei einer Haus- oder Autobank müssen Sie normalerweise eine positive Schufa-Auskunft nachweisen. Nutzen Sie die Ratenzahlung beim Händler, kann es gut sein, dass das nicht verlangt wird.

Beim Leasing „mieten“ Sie quasi ein Fahrzeug. Das lohnt sich vor allem für Geschäftsleute und Unternehmen. Sie können die Leasingrate als Betriebsausgabe steuerlich absetzen, haben relativ niedrige Monatsraten und oft neue Automodelle. Sie sind aber meist an mehrjährige Verträge gebunden, haben eine Kilometergrenze (fahren Sie mehr, müssen Sie draufzahlen) und müssen Ihr Fahrzeug sehr gut pflegen. Je nach Vertrag geben Sie Ihr Fahrzeug dann zurück oder es geht irgendwann in Ihren eigenen Besitz über.

Führerschein und Alter

Sie können ab 18 Jahren in Deutschland ein Auto kaufen. Sogar als Minderjähriger können Sie ein Auto kaufen, wenn Sie eine Einwilligung der gesetzlichen Vertreter vorlegen.

Wollen Sie ein Auto kaufen, brauchen Sie auch keinen Führerschein. Sie dürfen es aber dann nicht im öffentlichen Straßenverkehr fahren. Trotzdem können Sie es auf Ihren Namen als Halter anmelden und sogar eine Kfz-Versicherung abschließen. Bedenken Sie aber, dass Sie wie ein Fahranfänger behandelt und in die teuerste Schadenfreiheitsklasse eingeordnet werden.

Wann kaufe ich mein Auto?

Es lohnt sich, die Preise von Zeit zu Zeit zu vergleichen und im richtigen Moment zuzuschlagen. Cabrios sind beispielsweise ein eindeutiges Sommerauto; sie sind im Winter am günstigen.

Junge Menschen im Cabrio
Cabrios sind im Winter meist günstiger. © gettyimages/Martin Dimitrov

Klein- und Gebrauchtwagen

In den Herbst- und Wintermonaten sind die Durchschnittspreise für Klein- und Gebrauchtwagen meist am teuersten. Viele wollen sich vor der kalten Jahreszeit noch ein Winterauto anschaffen. Ab Februar können die Autopreise sinken und im Sommer ihren Tiefpunkt erreichen. Denn zur Urlaubszeit von Juni bis August ist die Nachfrage meist am geringsten.

Neuwagen

Anders ist das bei Neuwagen. Im Frühjahr und Herbst kommen die meisten neuen Modelle auf den Markt; die Nachfrage ist hier sehr hoch. Im Winter ist wegen der höheren Unfallgefahr und stärkeren Materialbelastung die Nachfrage geringer. Vor allem im Dezember, wenn viel Geld für Weihnachtsgeschenke und offene Rechnungen ausgegeben wird, können Sie von günstigeren Preisen profitieren.

Traumauto gefunden? So geht der Autokauf

Welches Auto passt zu mir? Können Sie die Frage nun beantworten, können Sie sich auf die Suche machen und wissen schon bald, welches Auto Sie kaufen wollen.

Um auch ein passendes Auto zu finden, das von einem ehrlichen Verkäufer ist, sollten Sie einige Dinge beachten. Wie Sie vorgehen, was Sie am Auto prüfen und welche Unterlagen Ihnen übergeben werden müssen, erfahren Sie in unserem Ratgeber zum Autokauf und der Checkliste für den Gebrauchtwagenkauf.

Wie wünschen Ihnen allzeit gute Fahrt! Ihre AllSecur

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