Welche Lichter gibt es am Auto?

Am Auto gibt es viele Lichter. Welche Sie wann einschalten müssen, erklären wir Ihnen und zeigen auch, wie die zugehörigen Symbole und Zeichen aussehen. Von Tagfahrlicht, über Fernlicht bis zur Bremsleuchte: Unsere Infografik verdeutlicht Ihnen, wo die Lichter am Auto sind.

Vorderes Autolicht in der Perspektive
Einige Lichter dürfen Sie nur unter bestimmten Umständen einschalten. © gettyimages/goglik83

Autolicht ist nicht gleich Autolicht. Je nach Situation, wie zum Beispiel bei dichtem Nebel, im Tunnel oder auf dunklen Landstraßen, müssen Sie unterschiedliche Autolichter einschalten. Vor allem für die dunkle Jahreszeit sollten Sie sich die Regeln für die Autolichter wieder ins Gedächtnis rufen.

Alle Autolichter im Überblick

Das sind die wichtigsten Lichter an Ihrem Auto:

  • Tagfahrlicht (vorne): Ihr Auto ist für andere Verkehrsteilnehmer am Tag besser sichtbar.
  • Abblendlicht (vorne und hinten): Sie können bei Dunkelheit die Fahrbahn besser sehen.
  • Fernlicht (vorne): Sie können bei Dunkelheit besser und weiter sehen.
  • Standlicht (vorne und hinten): Ihr parkendes Fahrzeug wird bei Dunkelheit gekennzeichnet.
  • Nebelscheinwerfer (vorne): Sie können bei schlechten Sichtverhältnissen besser sehen.
  • Nebelschlussleuchte (hinten): Sie werden bei Nebel besser gesehen.
  • Blinker (links und rechts): Sie zeigen eine Änderung der Fahrtrichtung an.
  • Bremsleuchte (hinten): Andere Verkehrsteilnehmer sehen, dass Sie bremsen.
  • Rückfahrlicht (hinten): Andere Verkehrsteilnehmer sehen, dass Sie rückwärtsfahren.

Die Infografik zeigt Ihnen, wo Sie welche Lichter am Auto finden. Das kann aber je nach Automodell etwas unterschiedlich sein. Oft sind mehrere Autolichter auch in gemeinsamen Scheinwerfern integriert.

Infografik zu den Autolichtern
Diese Autolichter gibt es vorne und hinten an Ihrem Auto. © AllSecur

Das Tagfahrlicht

Die meisten Autos besitzen ein Tagfahrlicht. Es dient zur besseren Sichtbarkeit des Fahrzeugs für entgegenkommende Autofahrer. Denn auch bei guten Sichtverhältnissen wird ein Auto tagsüber nicht immer gleich erkannt.

Das Tagfahrlicht besteht meist aus LED-Leuchten am unteren Rand des Scheinwerfers. Anders als das Abblendlicht ist es auf den Gegenverkehr und nicht auf die Fahrbahn gerichtet. Es leuchtet nur vorne.

In der EU dürfen seit 2011 nur noch Autos hergestellt und neu zugelassen werden, die ein Tagfahrlicht besitzen. In vielen europäischen Ländern ist es schon Pflicht, tagsüber mit Licht zu fahren.

Wann muss ich das Tagfahrlicht einschalten?

In Deutschland gilt die Lichtpflicht am Tag nur für Krafträder (Motorrad etc.). Pkw-Fahrern wird aber empfohlen, auch tagsüber das Licht einzuschalten.

Nicht jedes Auto hat ein Tagfahrlicht. Alternativ können Sie das nachträglich einbauen lassen oder das Abblendlicht einschalten.

Das Standlicht allein reicht nicht als Tagfahrlicht, es ist zu schwach. Auch die Nebelscheinwerfer dürfen Sie nicht als Alternative zum Tagfahrlicht nutzen.

Wie schalte ich das Tagfahrlicht ein?

Das Tagfahrlicht schaltet sich automatisch beim Starten des Motors ein. Es wird nicht durch ein Symbol gekennzeichnet und entspricht der Stufe 0 am „Lichtschalter des Autos“.

Das Abblendlicht

  • Abblendlicht Symbol
    Abblendlicht Symbol © gettyimages/pialhovik

Das Abblendlicht ist der Scheinwerfer, den Sie bei Dämmerung und Dunkelheit einschalten, um die Fahrbahn vor Ihnen zu beleuchten. Das Licht reicht etwa 50 bis 60 Meter weit. Es ermöglicht Ihnen eine bessere Sicht ohne den Gegenverkehr zu blenden.

Schalten Sie das Abblendlicht ein, leuchten die Scheinwerfer vorne und die Rückleuchten hinten. Ist Ihr Fahrzeug schwer beladen, kann es etwas tiefer liegen. Der Winkel des Lichtkegels verändert sich und kann den Gegenverkehr blenden. Sie müssen die Scheinwerfer neu einstellen. Folgendes Video zeigt Ihnen, wie es geht:

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Wann muss ich das Abblendlicht einschalten?

Sie müssen das Abblendlicht in folgenden Situationen einschalten:

  • bei Dämmerung und in der Nacht
  • bei schlechten Sichtverhältnissen durch Regen, Schnee oder Nebel
  • im Tunnel, im Parkhaus und beim Abschleppen

Sie können das Abblendlicht auch tagsüber als Alternative zu einem Tagfahrlicht einschalten. Es ersetzt das aber nicht, weil es die Fahrbahn und nicht den Gegenverkehr beleuchtet. Es verbraucht außerdem mehr Energie.

Wie schalte ich das Abblendlicht ein?

Drehen Sie den Pfeil am Lichtschalter auf das entsprechende Symbol: Die Leuchte mit drei Strichen, die Richtung Boden zeigen. Es leuchtet ein grünes Zeichen auf.

Viele Autos haben auch eine Lichtautomatik mit der Bezeichnung „Auto“. Das Abblendlicht schaltet sich automatisch bei dunklen oder schlechten Sichtverhältnissen ein, zum Beispiel beim Einfahren in einen Tunnel.

Das Fernlicht und die Lichthupe

  • Fernlicht Symbol
    Fernlicht Symbol © gettyimages/pialhovik

Das Fernlicht ist ein sehr starker Schweinwerfer nach vorne. Schalten Sie es ein, können Sie weiter und besser sehen. Das Fernlicht blendet aber andere Fahrzeuge und Verkehrsteilnehmer.

Betätigen Sie das Fernlicht nur kurz, ist das die Lichthupe. Sie dient als Warnung.

Wann darf ich das Fernlicht einschalten?

Sie dürfen das Fernlicht nur einschalten, wenn die Sicht stark eingeschränkt ist, zum Beispiel auf nächtlichen Landstraßen. In folgenden Situationen ist das Fernlicht verboten:

  • Andere Verkehrsteilnehmer werden von vorne oder hinten geblendet.
  • Es gibt eine außenreichende Straßenbeleuchtung.
  • Ihr Fahrzeug steht.
  • Bei Nebel, Schnee oder starkem Regen: Die Flocken oder Tropfen reflektieren und können Sie blenden. In so einem Fall sollten Sie die Nebelscheinwerfer einschalten.
  • Es steht Wild auf der Fahrbahn. Schalten Sie das Licht ganz ab. Das Wild kann sonst geblendet werden und vor Schreck stehen bleiben.

Wann darf ich die Lichthupe nutzen?

Sie dürfen die Lichthupe als Warnzeichen nutzen, wenn Sie sich oder andere Verkehrsteilnehmer gefährdet sehen. Außerorts ist es auch erlaubt, um ein Überholen anzukündigen.

Ob Sie die Lichthupe als Hinweis für ein defektes Licht oder ein vergessenes Blinkzeichen am anderen Auto verwenden dürfen, ist gesetzlich nicht festgelegt. Das gilt auch, wenn Sie die Lichthupe nutzen, um bei engen Straßen und Hindernissen die Vorfahrt zu klären. Verboten ist die Lichthupe aber, um Bekannte zu grüßen oder auf eine Verkehrskontrolle aufmerksam zu machen.

Fernlicht wird eingeschaltet
Fernlicht und Lichthupe können Sie am Blinkerhebel einschalten. © gettyimages/eugenesergeev

Das Standlicht

  • Standlicht Symbol
    Standlicht Symbol © gettyimages/pialhovik

Das Standlicht wird auch Begrenzungslicht genannt. Es ist viel schwächer als das Abblendlicht. Es soll Fahrzeuge kennzeichnen, die an einer dunklen Stelle parken.

Das Standlicht besteht aus der Vorder- und Rückbeleuchtung. Wird der Motor ausgeschaltet, gehen Abblendlicht oder Fernlicht automatisch aus, das Standlicht leuchtet weiter.

Wann muss ich das Standlicht einschalten?

Kann man Ihr Fahrzeug aus 50 Meter Entfernung nicht erkennen, müssen Sie das Standlicht einschalten. Bei einer ausreichenden Straßenbeleuchtung brauchen Sie es also nicht. Sie können das Standlicht auch beim Warten an einer Bahnschranke einschalten, um den Gegenverkehr nicht zu blenden.

Innerorts können Sie als Standlicht auch das sogenannte einseitige Parklicht verwenden. Sie schalten nur die Lichter auf der Seite ein, die dem Verkehr zugewandt ist. Parken Sie zum Beispiel am rechten Straßenrand ohne ausreichende Straßenbeleuchtung, schalten Sie das Parklicht auf der linken Seite ein.

Das Standlicht ist keine Alternative zum Abblendlicht und Tagfahrlicht, es ist nicht hell genug.

Wie schalte ich das Standlicht ein?

Um das Standlicht einzuschalten, drehen Sie den Pfeil am Lichtschalter auf das entsprechende Symbol: Die zwei Leuchten mit den drei Strichen nach rechts und links. Es leuchtet ein grünes Zeichen auf.

Wollen Sie das Parklicht nutzen, drücken Sie bei ausgeschaltetem Motor den Blinkhebel nach oben (rechts) oder unten (links). Je nachdem, auf welcher Seite Sie das Parklicht einschalten wollen.

Der Nebelscheinwerfer und die Nebelschlussleuchte

Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchte
Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchte © gettyimages/pialhovik

Die Nebelscheinwerfer verbessern die Sicht bei schlechten Sichtverhältnissen. Sie leuchten nach vorne.

Anders ist es mit der Nebelschlussleuchte. Sie leuchtet in hellem Rot nach hinten. Das warnt den nachfolgenden Verkehr bei dichtem Nebel, dass hier ein Fahrzeug fährt und kann einen Auffahrunfall verhindern.

Es ist keine Pflicht, die Nebelscheinwerfer oder Nebelschlussleuchte einzuschalten.

Wann darf ich die Nebelscheinwerfer einschalten?

Die Nebelscheinwerfer sollten Sie nicht nur bei Nebel, sondern generell bei schlechten Sichtverhältnissen einschalten. Also auch tagsüber bei Schnee oder Regen und auf dunklen engen oder kurvigen Landstraßen, um den Fahrbandrand besser zu beleuchten. Es gibt keine Sichtweite in Metern, die das festlegt.

Sie dürfen die Nebelscheinwerfer in Kombination mit dem Standlicht oder Abblendlicht einsetzen. Sie dürfen sie aber nicht als Alternative für das Tagfahrlicht nutzen, da Sie andere Autofahrer blenden können. Sie müssen dann mit einer Strafe bis 25 Euro rechnen.

Wann darf ich die Nebelschlussleuchte einschalten?

Die Nebelschlussleuchte darf erst bei einer Sichtweite unter 50 Metern eingeschaltet werden. Sie können sich an den Leitpfosten orientieren, sie haben einen Abstand von 50 Metern. Beträgt die Sichtweite nur noch 50 Meter, dürfen Sie höchsten 50 km/h fahren.

Die Nebelschlussleuchte kann stark blenden, wenn Sie sie bei guten Sichtverhältnissen einschalten. Ist das der Fall, müssen Sie mit einem Bußgeld bis 35 Euro rechnen.

Wie schalte ich Nebelscheinwerfer oder Nebelschlussleuchte ein?

Der Lichtschalter für die Nebelscheinwerfer und die Nebelschlussleuchte ist meist zweistufig.

Drehen Sie den Lichtschalter auf das Zeichen für das Abblendlicht. Ziehen Sie den Schalter dann eine Stufe heraus, gehen die Nebelscheinwerfer an. Das Zeichen leuchtet grün auf. Ziehen Sie den Schalter um eine zweite Stufe heraus, geht auch die Nebelschlussleuchte an. Das gelbe Symbol erscheint.

Auto auf Strasse bei schlechter Sticht
Bei schlechten Sichtverhältnissen, besonders den Herbsttücken, sollten Sie die Nebelscheinwerfer einschalten. © gettyimages/ollo

Die Blinklichter und das Warnblinklicht

Blinklichter und Warnblinklicht
Blinklichter und Warnblinklicht © gettyimages/pialhovik

Die Blinklichter zeigen eine Änderung der Fahrtrichtung an. Blinklichter gibt es vorne und hinten. Schalten Sie den rechten Blinker an, leuchten nur die Blinklichter rechts vorne und rechts hinten. Schalten Sie den linken Blinker an, nur die auf der linken Seite.

Schalten Sie die Warnblinkanlage ein, leuchten alle vier Blinklichter. Sie warnt den anderen Verkehr vor Gefahr.

Wann muss ich blinken?

Sie müssen frühzeitig blinken, wenn Sie die Fahrtrichtung und die Fahrspur wechseln. Das bedeutet:

  • Sie wollen rechts oder links abbiegen. Folgen Sie einer abknickenden Vorfahrt, müssen Sie auch blinken.
  • Sie verlassen einen Kreisverkehr. Beim Einfahren in einen Kreisverkehr ist das Blinken verboten.
  • Sie fahren nach dem Parken oder Halten am Straßenrand wieder an.
  • Sie wollen die Fahrspur wechseln.
  • Sie wollen überholen oder ein Hindernis umfahren.

Wann muss ich das Warnblinklicht anschalten?

Schalten Sie das Warnblinklicht ein, um eine Unfallstelle abzusichern. Das ist der Fall, wenn Sie selbst mit dem Auto liegen geblieben sind, wenn Sie in einen Unfall verwickelt sind oder wenn Sie als erster zu einem ungesicherten Unfallort kommen.

Wird Ihr Auto abgeschleppt, müssen Sie und das abschleppende Fahrzeug das Warnblinklicht einschalten. Die Warnblinkanlage sollten Sie auch aktivieren, wenn Sie technische Probleme an Ihrem Auto bemerken, also zum Beispiel Ihr Motor plötzlich streikt. Fahren Sie an ein Stauende, sollten Sie mit der Warnblinkanlage den nachfolgenden Verkehr vor der Gefahr warnen.

Wie schalte ich die Blinklichter und die Warnblinkanlage ein?

Der Blinkhebel ist auf der linken Seite hinter dem Lenkrad. Wollen Sie den rechten Blinker einschalten, drücken Sie den Hebel in Lenkrichtung nach oben. Für das linke Blinklicht drücken Sie den Hebel in Lenkrichtung nach unten. Sie erkennen den eingeschalteten Blinker am blinkenden Pfeil-Symbol und einem tickenden Geräusch.

Um das Warnblinklicht anzuschalten, drücken Sie auf den roten dreieckigen Schalter. Ein rotes dreieckiges Symbol leuchtet auf.

Die Bremslichter und Rückfahrscheinwerfer

Die Bremslichter leuchten hinten auf, wenn Sie auf das Bremspedal drücken. Das zeigt den Verkehrsteilnehmern hinter Ihnen, dass Sie langsamer fahren. Sie können darauf reagieren und einen Auffahrunfall vermeiden.

Legen Sie den Rückwärtsgang ein, leuchten die Rückfahrscheinwerfer auf. Fahrzeuge und Personen hinter Ihnen, wissen, dass Sie rückwärtsfahren. Sie können sich darauf einstellen.

Bremslichter und Rückfahrscheinwerfer leuchten automatisch auf, Sie müssen keinen Hebel betätigen. Es erscheint auch kein Symbol. Die Lichter gehen wieder aus, wenn Sie vom Bremspedal gehen oder den Vorwärtsgang einlegen.

Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Autolichter

Defekte Autolichter sind gefährlich. Sie müssen mit einem Bußgeld rechnen. In welcher Höhe das ausfallen kann und was Sie bei falschem Einsatz von Autolichtern zahlen müssen, erfahren Sie hier.

Scheinwerfer können mit der Zeit matt werden. Sie sollten sie daher auch regelmäßig reinigen und polieren. Vor allem, bevor Sie Ihr Auto zur Hauptuntersuchung bringen.

Prüfen Sie auch regelmäßig, welche Autolichter es an Ihrem Auto gibt und ob alle Scheinwerfer, Symbole und Zeichen funktionieren. Setzen Sie sich in das Auto und schalten Sie der Reihe nach jedes Autolicht ein. Eine andere Person prüft von außen, ob die Scheinwerfer auch leuchten. Alternativ können Sie Ihr Auto nah an eine Wand stellen, zum Beispiel in der Garage. Dann sehen Sie auch alleine durch die Reflexion, ob die Lichter funktionieren.

Wir wünschen Ihnen allzeit gute Fahrt! Ihre AllSecur

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