"Was tue ich, wenn..." - das Handbuch für Autofahrer

... plötzlich die Bremsen an meinem Auto versagen oder… Lernen Sie mit unserem Wissensquiz die richtige Entscheidung zu treffen. Im täglichen Straßenverkehr passieren oft Dinge, die man wenn es soweit ist, nicht erwartet. In unserem ebenso unterhaltsamen wie lehrreichen Wissensquiz klären wir Sie mit Frage und Antwort dazu auf.

Das Handbuch zu unserem eLearning finden Sie zum Download hier.

  • … der Motor überhitzt?

    • Situation: Meistens merkt man es, wenn es zu spät ist: Weißer Qualm steigt aus der Motorhaube, die Leistung des Fahrzeugs lässt merklich nach. Ein Blick auf die Wassertemperaturanzeige bestätigt, dass das Wasser in ihrem Kühler am Kochen ist.

    • Wie sollten Sie sich verhalten?

      a) Ich fahre weiter, der Motor kühlt durch den Fahrtwind schneller ab
      b) Ich halte auf der Stelle an, öffne die Motorhaube und den Kühlerdeckel, damit das Wasser schneller abkühlt
      c) Ich fahre unter Beachtung des Verkehrs rechts ran, sichere das Fahrzeug, öffne nur die Motorhaube und warte zunächst, bis sich der Motor abgekühlt hat

    • Genau so verhalten Sie sich richtig: Die erste und wichtigste Maßnahme ist, so schnell wie möglich anzuhalten und den Motor abzustellen. Dabei sollten Sie jedoch besonnen reagieren, auf den Verkehr achten und wenn möglich auf dem Pannenstreifen oder am Straßenrand halten, damit Sie kein Verkehrshindernis darstellen.

      Anschließend ziehen Sie die Handbremse, schalten den Warnblinker an und sichern Sie wenn nötig die Stelle mit einem Warndreieck ab. Nun sollten Sie die Motorhaube öffnen, damit der Motor schneller abkühlen kann.

      Öffnen Sie auf keinen Fall den Kühlerdeckel oder den Ausgleichsbehälter, da hier kochend heißes Wasser herausschießen kann. Schütten Sie außerdem niemals Wasser auf den heißen Motor! Warten Sie mindestens 15 Minuten und prüfen dann den Wasserstand und suchen Sie nach eventuellen Lecks im Kühlsystem.
      Wenn der Motor komplett abgekühlt ist, können Sie vorsichtig den Kühlerdeckel abschrauben und gegebenenfalls Wasser nachgießen. Wenn Sie keine spezielle Kühlflüssigkeit dabei haben können Sie hierzu auch Leitungs-, oder Trinkwasser nehmen. Wenn der Motor vollständig abgekühlt ist und kein Leck im Kühlsystem zu finden war, können Sie die Fahrt fortsetzen, sollten dabei aber immer die Temperaturanzeige im Auge behalten.

      Sollte die Temperatur wieder stark ansteigen, halten Sie erneut an und rufen Sie den Pannendienst. Und auch wenn es zu keinen weiteren Problemen kommt, sollten Sie dennoch bald eine Werkstatt aufsuchen, da bei der Überhitzung der Motor Schaden genommen haben könnte.

      Antwort c) ist somit richtig, Antwort a) und b) sind falsch.

    • Wie sichere ich mich in diesem Fall am besten gegen mögliche Schäden ab?

      Motorschäden (beziehungsweise Folgeschäden bis zu 1.000 €) sind unter anderem bei AllSecur und anderen Anbietern in der Teilkasko mitversichert, wenn es beispielsweise die Folge von Marderbiss ist.

  • … der Wagen auf einem Bahnübergang stehen bleibt?

    • Situation: Eine durchaus unangenehme Situation: Sie würgen den Motor direkt auf einem Bahnübergang ab und können ihn nicht mehr starten. Wie verhalten Sie sich richtig?

    • Wie sollten Sie sich verhalten?

      a) Ich versuche in Ruhe den Wagen wieder zu starten, Züge fahren Bahnübergänge langsam an und können bremsen
      b) Falls genügend Zeit ist versuche ich mit Hilfe Anderer den Wagen von den Gleisen zu schieben, sind die Schranken bereits geschlossen, verlasse ich so schnell wie möglich das Fahrzeug und die Gleise
      c) Ich rufe den Pannendienst und warte so lange im Fahrzeug, da ich hier in Sicherheit bin

    • Genau so verhalten Sie sich richtig: Lösen Sie die Handbremse und nehmen Sie den Gang raus. Wenn Personen in der Nähe sind, die helfen können und die Schranken noch geöffnet sind, versuchen Sie das Auto von den Schienen zu schieben. Sobald die Schranken sich schließen sollten Sie sich jedoch umgehend in Sicherheit bringen.

      Nach dem Herunterlassen der Schranken haben Sie in der Regel nur wenige Sekunden Zeit, bis der Zug eintrifft. Dass der Zug noch rechtzeitig bremsen kann ist höchst unwahrscheinlich: Ein Zug mit einem Gewicht von 1.200 Tonnen und einer Geschwindigkeit von 100 km/h hat einen Bremsweg von einem Kilometer! Und wenn der Zug das Fahrzeug rammt, sollten Sie sich bereits in sicherem Abstand befinden oder Deckung gefunden haben, da bei dem Aufprall große Teile durch die Gegend geschleudert werden.

      Am besten lassen Sie es nicht soweit kommen: Fahren Sie nur auf einen Bahnübergang, wenn Sie sicher sind, ihn auch ohne Verzögerung komplett überqueren zu können, was bei einem Stau beispielsweise nicht garantiert ist. Bei unbeschränkten Bahnübergängen achten Sie unbedingt auf Lichtzeichen und vergewissern Sie sich, dass kein Zug in der Nähe ist. Mit Antwort c) liegen Sie richtig, die Antworten a) und b) sind Beispiele, wie Sie sich in keinem Fall verhalten sollen. 

    • Wie sichere ich mich in diesem Fall am besten gegen mögliche Schäden ab?

      Nachdem man sich und seinen Wagen in Sicherheit gebracht hat, leistet ein Schutzbrief wertvolle Dienste, da in diesem Pannenhilfe, Abschlepphilfe oder Bergungen enthalten sind.

  • … ich Benzin statt Diesel getankt habe?

    • Situation: Diese Bezeichnungen sind ja auch verwirrend. „Ultimate“, „V Power“ - und schon ist im Tank Benzin statt Diesel gelandet.

    • Wie sollten Sie sich verhalten?

      a) Eine Benzin-Diesel-Mischung funktioniert auch, ich fahre also weiter
      b) Benzin ist leichter als Diesel und schwimmt oben, ich kann also noch zumindest nach Hause oder bist zur nächsten Werkstatt fahren
      c) Ich lasse den Motor nicht an und rufe den Pannendienst

    • Genau so verhalten Sie sich richtig: Auch geringe Mengen können moderne Motoren bereits schädigen. Sie sollten also den Wagen auf keinen Fall anlassen. Falls Sie bereits gefahren sind, halten Sie bei nächster Gelegenheit an und rufen Sie den Pannendienst. Der Tank muss dann leergepumpt werden. Wenn Sie ein älteres Dieselfahrzeug fahren, das als Wirbel- oder Vorkammer-Diesel (nicht Direkteinspritzer!) in der Bedienungsanleitung ausgewiesen ist, können Sie, insofern sie nur wenige Liter Benzin getankt haben, mit dieser Mischung tatsächlich noch fahren. Der umgekehrte Fall, also, dass Sie Diesel statt Benzin tanken, ist sehr unwahrscheinlich, da die Diesel-Zapfpistole (ausgenommen wenige Fahrzeugmodelle) nicht in einen Benzintank eingeführt werden kann. Antwort c) ist somit richtig, die Antworten a) und b) sind Beispiele, wie Sie sich in keinem Fall verhalten sollen. 

    • Wie sichere ich mich in diesem Fall am besten gegen mögliche Schäden ab?

      Hier lohnt sich ein Blick in die Versicherungsbedingungen des eigenen Schutzbriefes, in dem unter Umständen Falschbetankungen enthalten sein können. Auch das in diesen Fällen häufig nötige Abschleppen ist in einem Kfz-Schutzbrief generell enthalten.

  • … ich beim Aus- oder Einparken ein Fahrzeug beschädigt habe?

    • Situation: Ausgerechnet jetzt, wo Sie es eilig hatten, ist es passiert. Beim Zurücksetzen haben Sie beim Ausparken das Fahrzeug hinter Ihnen gerammt, Stoßstange und ein Scheinwerfer sind beschädigt.

    • Wie sollten Sie sich verhalten?

      a) Ich halte bei der nächsten Gelegenheit an
      b) Ich fahr einfach weiter, der Schreck hat mich wieder richtig fit gemacht
      c) Ich mach das Radio lauter

    • Genau so verhalten Sie sich richtig: Auf gar keinen Fall dürfen Sie die Unfallstelle verlassen, schon 100 Meter Entfernung erfüllen den Straftatbestand der Fahrerflucht. Einen Zettel mit Ihrer Telefonnummer zu hinterlassen ist nicht ausreichend! Falls Sie kein Mobiltelefon dabei haben, müssen Sie einen angemessenen Zeitraum (mindestens 30 Minuten) am Unfallort warten – danach können Sie sich entfernen, um die Polizei zu verständigen. Natürlich können Sie auch früher die Polizei anrufen, die dann den Halter ausfindig macht und den Schaden aufnimmt. Antwort a) ist somit richtig, die Antworten b) und c) sind Beispiele, wie Sie sich in keinem Fall verhalten sollen.

    • Wie sichere ich mich in diesem Fall am besten gegen mögliche Schäden ab?

      Offiziell hat der Versicherungsnehmer die „Aufklärungspflicht“, was bedeutet, dass er so lange am Unfallort bleiben muss, bis alle Fragen zum Unfall beantwortet wurden. Weitere hilfreiche Informationen zum Verhalten bei einem Autounfall finden Sie hier. Und wenn Sie oft im Ausland unterwegs sind, hilft Ihnen ganz sicher auch unsere Checkliste „Sicher im Ausland“.

  • … wenn während der Fahrt der Reifen platzt?

    • Situation: Erst kommt der Knall, gefolgt von einem Rumpeln und Ihr Fahrzeug will nach rechts oder links ausbrechen. Ganz klar, einer Ihrer Reifen ist soeben geplatzt!

    • Wie sollten Sie sich verhalten?

      a) Ich halte das Lenkrad mit beiden Händen fest, steuere gegen und bremse vorsichtig ab
      b) Ich fahre mit dem Platten bis zur nächsten Tankstelle
      c) Ich mache eine Vollbremsung

    • Genau so verhalten Sie sich richtig: Halten Sie das Lenkrad mit beiden Händen – Ihr Wagen wird vermutlich in eine Richtung ausscheren, hier müssen Sie gegensteuern. Verringern Sie die Geschwindigkeit, bremsen Sie aber dabei nicht abrupt ab. Wenn Sie das Fahrzeug unter Kontrolle haben, schalten Sie den Warnblinker ein und steuern an den Seitenstreifen oder an den Straßenrand. Verlassen Sie das Fahrzeug unter Beachtung des Verkehrs und sichern Sie das Fahrzeug mit dem Warndreieck. Antwort a) ist somit richtig, die Antworten b) und c) sind Beispiele, wie Sie sich in keinem Fall verhalten sollen. 

    • Wie sichere ich mich in diesem Fall am besten gegen mögliche Schäden ab und wie kann ich Schäden an Reifen vermeiden?

      Wird eine andere Person in Folge des geplatzten Reifens geschädigt, ist dies ein Fall für die eigene Kfz-Haftpflichtversicherung. Welche Leistungen bis zu welcher Schadenshöhe versichert sind, können Sie zum Beispiel hier erfahren. Hat das eigene Fahrzeug einen Schaden abbekommen, nützt unter Umständen eine Vollkaskoversicherung – wobei hier ein Blick in die individuellen Versicherungsbedingungen auf jeden Fall zu empfehlen ist. Zur Vermeidung eines Reifenschadens ist deren Lagerung von großer Bedeutung. Tipps dazu finden Sie in unserem Ratgeber für die Richtige Reifenlagerung.

       

  • … ich einen Wildunfall habe?

    • Situation: So schnell konnten Sie gar nicht reagieren: Plötzlich war dieses Reh vor ihrem Auto und Sie konnten nicht mehr bremsen.

    • Wie sollten Sie sich verhalten?

      a) Ich lege das Tier an den Straßenrand und fahre weiter
      b) Ich sichere die Unfallstelle und informiere die Polizei, fasse das tote Tier aber nicht an
      c) Ich packe das Tier in den Kofferraum, rufe zu Hause an und teile meiner Familie mit, dass es heute Abend Rehrücken gibt

    • Genau so verhalten Sie sich richtig: Halten Sie an und sichern Sie die Unfallstelle mit Warndreieck und Warnblinker. Falls das Tier tot ist, sollten Sie versuchen es an den Randstreifen zu schaffen. Dabei sollten Sie aufgrund der Tollwut-Gefahr aber das Tier nicht mit bloßen Händen anfassen. Falls das Tier noch lebt, dürfen Sie das Tier nicht berühren, da die Gefahr von Bisswunden besteht. Wenn das Tier aufstehen und flüchten konnte, merken Sie sich den Weg, den es eingeschlagen hat, um dem Jäger die Nachsuche zu erleichtern. Anschließend informieren Sie umgehend die Polizei. Antwort b) ist damit richtig, die Antworten a) und c) sind Beispiele, wie Sie sich in keinem Fall verhalten sollen.

    • Wie sichere ich mich in diesem Fall am besten gegen mögliche Schäden ab?

      Ein Wildunfall liegt nur vor, wenn das Auto bei der Fahrt (!) mit einem Tier zusammen stößt. Rennt hingegen ein Wildschwein gegen ein geparktes Auto besteht kein Versicherungsschutz. Versichert über die Teilkasko ist nur der Zusammenstoß mit dem Tier. Weicht man aus und fährt hingegen gegen einen Baum, übernimmt den Schaden die Vollkasko Auch wichtig: Viele Versicherungen haften bei Wildschäden, nicht aber bei ausgerissenen Pferden oder Kühen. Sie sollten also unbedingt in den Versicherungsbedingungen nachsehen, ob „alle Tiere“ dabei sind. Mehr über die Besonderheiten und Unterschiede von Vollkasko und Teilkasko erfahren Sie auf unseren Seiten.

  • … vor mir der Asphalt durch die Hitze platzt?

    • Situation: Ein heißer Sommertag auf der Autobahn – plötzlich registrieren Sie, dass kurz vor Ihnen den Asphalt aufgeplatzt und eine hohe Bodenwelle entstanden ist.

    • Wie sollten Sie sich verhalten?

      a) Ich verringere kontrolliert die Geschwindigkeit und halte beide Hände am Lenkrad
      b) Ich fahre mit voller Geschwindigkeit über die Bodenwelle, dann passiert am wenigsten
      c) Ich mache eine Vollbremsung

    • Genau so verhalten Sie sich richtig: Sich vor platzendem Asphalt, sogenannten Blow-ups, die an heißen Tagen mit mehr als 28 Grad auf Autobahnen entstehen können, zu schützen, ist sehr schwierig, da sie sehr plötzlich auftreten. Wenn Sie eine dieser aufgeplatzten Bodenwelle vor sich noch rechtzeitig sehen, versuchen Sie die zügig aber kontrolliert die Geschwindigkeit zu verringern und halten beide Hände am Lenkrad. Wenn noch möglich, schalten Sie den Warnblinker ein, um nachfolgende Fahrzeuge zu warnen. Generell sollten Sie an heißen Tagen vorsichtig fahren und einen ausreichenden Abstand zum Vordermann halten. Informieren Sie sich zudem über den Verkehrsfunk über besonders gefährdete Strecken. Antwort a) ist somit richtig, die Antworten b) und d) sind Beispiele, wie Sie sich in keinem Fall verhalten sollen. 

    • Wie sichere ich mich in diesem Fall am besten gegen mögliche Schäden ab?

      In der Regel zahlt die Vollkaskoversicherung bei Ereignissen, die durch plötzliche und gewaltsame äußere Einwirkungen eingetreten sind. Schadenersatz vom Bertreiber der Straßen zu erhalten, kann eine mühselige und zeitaufwändige Prozedur werden.

  • … auf meiner Autobahn ein Geisterfahrer unterwegs ist?

    • Situation: Man hört im Radio immer wieder von Geisterfahrern, doch damit, dass man selber einem begegnen könnte rechnet man nicht. Doch soeben wurden Sie in den Verkehrsmeldungen davor gewarnt, dass ausgerechnet auf ihrer Strecke Ihnen ein Fahrzeug entgegenkommt.

    • Wie sollten Sie sich verhalten?

      a) Ich halte auf der Stelle an
      b) Ich verringere die Geschwindigkeit, halte mich rechts und überhole nicht
      c) Ich fahre so schnell wie möglich bis zur nächsten Ausfahrt und verlasse die Autobahn

    • Genau so verhalten Sie sich richtig: Verringern Sie umgehend die Geschwindigkeit und schalten Sie den Warnblinker ein. Halten Sie sich unbedingt auf der rechten Fahrspur und überholen Sie nicht. Sie sollten ebenfalls einen möglichst großen Abstand zum Vordermann einhalten, damit Sie einen genügend langen Bremsweg haben. Achten Sie auch auf den Seitenstreifen, denn hierhin sollten Sie ausweichen, wenn Ihnen der Geisterfahrer entgegenkommt. Fahren Sie auf den nächsten Parkplatz und warten bis gemeldet wird, dass der Geisterfahrer die Autobahn verlassen hat. Antwort b) ist somit richtig, die Antworten a) und b) sind Beispiele, wie Sie sich in keinem Fall verhalten sollen.

    • Wie sichere ich mich in diesem Fall am besten gegen mögliche Schäden ab?

      Jeder Versicherer hat hier individuelle Regelungen, die es zu beachten gilt. Im besonderen Fall kann eventuell auch Hilfe über die Verkehrsopferhilfe (VOH) – eine Einrichtung der deutschen Autohaftpflichtversicherer erlangt werden.

  • … ich selber der Geisterfahrer bin?

    • Situation: Sie haben keine Ahnung, wie das passieren konnte, aber sie stellen nach dem Auffahren auf die Autobahn fest, dass hier Gegenverkehr herrscht und der Mittelstreifen auf der falschen Seite ist. Kurz: Sie sind der Geisterfahrer!!

    • Wie sollten Sie sich verhalten?

      a) Ich wende das Auto
      b) Ich gebe Gas und fahre so schnell es geht bis zur nächsten Ausfahrt
      c) Ich fahre umgehend an den Fahrbahnrand und halte dicht an die Leitplanke

    • Genau so verhalten Sie sich richtig: Stellen Sie den Warnblinker an und schalten Sie das Licht ein, damit die Autofahrer Sie schon von weitem sehen können. Fahren Sie dann umgehend an den Fahrbahnrand und stellen das Auto so dicht wie möglich an der Leitplanke ab. Verlassen Sie das Auto und stellen Sie sich auf die andere Seite der Leitplanke. Dann rufen Sie die Polizei an und warten auf deren Eintreffen. Antwort c) ist somit richtig, die Antworten a) und b) sind Beispiele, wie Sie sich in keinem Fall verhalten sollen. 

    • Wie sichere ich mich in diesem Fall am besten gegen mögliche Schäden ab?

      Jeder Versicherer hat hier individuelle Regelungen, die es zu beachten gilt. Im besonderen Fall kann eventuell auch Hilfe über die Verkehrsopferhilfe (VOH) – eine Einrichtung der deutschen Autohaftpflichtversicherer erlangt werden.

  • … die Bremsen versagen?

    • Situation: Es ist der Alptraum des Autofahrers: Sie drücken das Bremspedal und nichts passiert, die Geschwindigkeit des Autos lässt sich nicht drosseln!

    • Wie sollten Sie sich verhalten?

      a) Ich ziehe auf der Stelle die Handbremse voll an
      b) Ich schalte den Motor aus, dann hält der Wagen von alleine an
      c) Ich nutze die Bremswirkung des Motors und setze vorsichtig gleichzeitig die Handbremse ein

    • Genau so verhalten Sie sich richtig: Bewahren Sie Ruhe und nutzen Sie, soweit es der Verkehr und die Situation zulässt, die Motorbremse, indem Sie nach und nach runter schalten. Schalten Sie sobald wie möglich auch den Warnblinker ein. Ziehen Sie gleichzeitig vorsichtig die Handbremse, lassen diese aber auf keinen Fall einrasten. Die Handbremse wirkt nur auf die Hinterräder, bei Glätte, nasser Fahrbahn oder zu hoher Geschwindigkeit können Sie in Schleudern geraten. Steuern Sie, wenn möglich, den Straßenrand an. Im Notfall sollten Sie, gerade, wenn die Straße bergab geht, das Fahrzeug an die Leitplanke steuern. Antwort c) ist somit richtig, die Antworten a) und b) sind Beispiele, wie Sie sich in keinem Fall verhalten sollen. 

    • Wie sichere ich mich in diesem Fall am besten gegen mögliche Schäden ab? Hier lautet das Stichwort „Gefährdungshaftung“!

      Oft sind Unfälle nicht auf das Verschulden einer Person zurückzuführen. Verletzte und Geschädigte haben aber dennoch meistens einen Anspruch auf Entschädigung. Wurde der Unfall durch höhere Gewalt oder ein unabwendbares Ereignis verursacht, ist der Fahrzeughalter von der Gefährdungshaftung befreit. Dies gilt auch, wenn ein Fahrer bei korrektem Verhalten im Straßenverkehr einen Unfall nicht vorausahnen und durch seine Reaktionen vermeiden konnte. Das Versagen der Bremsen gilt jedoch NICHT als unabwendbares Ereignis. Lesen Sie hier mehr zu „Gefährdungshaftung“.

  • … meine Batterie leer ist und der Wagen nicht anspringt?

    • Situation: Es ist laut ADAC die mit Abstand häufigste Pannenursache: Sie wollen Ihr Auto starten und statt einem satten Motorbrummen vernehmen Sie nur ein langsam absterbendes Gurgeln …

    • Wie sollten Sie sich verhalten?

      a) Ich kann mein Fahrzeug mit Hilfe eines anderen Fahrzeugs und einem Überbrückungskabel starten
      b) Das Auto kann von freundlichen Passanten angeschoben werden, und ich starte das Auto mit langsamem Kommen der Kupplung im 2. Gang
      c) Ich steige auf öffentliche Verkehrsmittel um, mein Auto ist definitiv kaputt

    • Genau so verhalten Sie sich richtig: Sie haben zwei Möglichkeiten Ihr Fahrzeug trotz leerer Batterie zu starten. Zum einen können Sie sich von anderen Personen (möglichst zwei) anschieben lassen. Dabei bleiben Sie selber im Auto sitzen, drehen den Zündschlüssel auf Zündung, legen den 2. Gang ein und treten die Kupplung. Wenn der Wagen so schnell ist, dass die anschiebenden Personen laufen müssen, lassen Sie die Kupplung kommen und geben ein wenig Gas, worauf der Motor anspringen sollte. Lassen Sie danach den Motor mindestens eine Stunde laufen, damit sich die Batterie wieder aufladen kann.
      Mit einem Starthilfe- oder Überbrückungskabel können Sie mit Hilfe eines anderen Autos ebenfalls Ihr Fahrzeug starten. Schalten Sie zunächst alle elektrischen Verbraucher wie Licht oder Radio aus und öffnen Sie die Motorhauben beider Autos. Nun soll das starthilfegebende Auto den Motor starten. Verbinden Sie zunächst die Pluspole (+ ,rotes Kabel) der beiden Batterien, dann den Minuspol (-, schwarzes Kabel) der Spenderbatterie mit einem massiven Metallteil an Ihrem Fahrzeug (nicht mit dem Minuspol der eigenen Batterie!). Starten Sie Ihren Motor und lassen Ihn laufen, während Sie die Kabel in umgekehrter Reihenfolgen wieder entfernen (erst schwarz, dann rot). Im Anschluss sollte der Motor mindestens eine Stunde laufen, damit sich die Batterie wieder aufladen kann. Antwort a) und b) ist somit richtig, Antwort c) ist ein Beispiel, wie Sie sich in keinem Fall verhalten sollen.

    • Wie sichere ich mich in diesem Fall am besten gegen mögliche Schäden ab?

      Ein Schutzbrief für Ihr Fahrzeug leistet hier wertvolle Dienste. Mit einem Kfz-Schutzbrief bleiben Sie bei Fahrten mit dem versicherten PKW immer mobil. Ob bei Panne oder Unfall, einem verlorenen Autoschlüssel oder dem Rücktransport eines Schwerverletzten aus dem Urlaubsort.

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