Vollkasko oder Teilkasko?

Im Straßenverkehr sollten Sie richtig versichert sein, denn es gibt die verschiedensten Dinge, die zu einem Schaden führen können. Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben, aber sie deckt nur Schäden ab, die Sie Dritten zugefügt haben. Deshalb stellt sich für viele Fahrer die Frage: Vollkasko oder Teilkasko? Im Folgenden erfahren Sie die Unterschiede und welche Versicherung sich wann beziehungsweise für wen lohnt. Außerdem erklären wir Ihnen auch, worauf Sie jeweils achten sollten.

Kaskoversicherungen prüfen
Vollkasko oder Teilkasko? Mit der richtigen Kaskoversicherung schützen Sie Ihren eigenen Wagen gegen Schäden. © gettyimages/yattaa

Um Ihr eigenes Auto abzusichern, brauchen Sie eine Kaskoversicherung. Denn die Haftpflicht übernimmt nur Schäden, die Sie anderen zufügen. Die Kaskoversicherungen bieten Ihnen dagegen einen zusätzlichen Schutz für Ihr eigenes Fahrzeug. Im Folgenden erklären wir Ihnen die Unterschiede beider Kaskoversicherungen und verraten Ihnen, wie Sie sinnvoll Kosten sparen können.

Vollkasko oder Teilkasko: Was ist der Unterschied?

Eine Teilkaskoversicherung ist grundsätzlich für jeden Fahrzeughalter sinnvoll, denn sie deckt Schäden ab, die der Fahrer nicht oder kaum beeinflussen kann. Dazu gehören zum Beispiel Sturmschäden.

Kommt es zu einem solchen Schaden, ist die anstehende Reparatur oft teurer als der jährliche Teilkasko-Beitrag. Besitzen Sie ein Fahrzeug, das weniger als 1.000 Euro wert ist, sollten Sie aber überlegen, ob Ihnen nicht eine Kfz-Haftpflichtversicherung genügt.

Wer bestmöglich abgesichert sein möchte, entscheidet sich für eine Vollkaskoversicherung. Sie umfasst alle Leistungen der Teilkasko und zahlt außerdem auch bei Vandalismus oder selbst verursachten Schäden am eigenen Fahrzeug. Besonders bei Neuwägen lohnt sich der Vollkaskoschutz.

Unsere Übersicht zeigt Ihnen, welche Schäden die verschiedenen Versicherungen übernehmen und welche nicht:

Schaden Haftpflicht Haftpflicht + Teilkasko Haftpflicht + Vollkasko
Schaden: Reparatur an fremden Fahrzeugen Haftpflicht: Ja Haftpflicht + Teilkasko: Ja Haftpflicht + Vollkasko: Ja
Schaden: Reparatur/Kostenersatz an fremden Objekten Haftpflicht: Ja Haftpflicht + Teilkasko: Ja Haftpflicht + Vollkasko: Ja
Schaden: Rentenzahlung bei Personenschäden mit Behinderung Haftpflicht: Ja Haftpflicht + Teilkasko: Ja Haftpflicht + Vollkasko: Ja
Schaden: Heilungskosten bei Personenschäden Haftpflicht: Ja Haftpflicht + Teilkasko: Ja Haftpflicht + Vollkasko: Ja
Schaden: Wildunfälle Haftpflicht: Nein Haftpflicht + Teilkasko: Ja Haftpflicht + Vollkasko: Ja
Schaden: Glasbruch Haftpflicht: Nein Haftpflicht + Teilkasko: Ja Haftpflicht + Vollkasko: Ja
Schaden: Diebstahl Haftpflicht: Nein Haftpflicht + Teilkasko: Ja Haftpflicht + Vollkasko: Ja
Schaden: Elementarschäden (z.B. Schäden durch Überschwemmung oder Hagel) Haftpflicht: Nein Haftpflicht + Teilkasko: Ja Haftpflicht + Vollkasko: Ja
Schaden: Schäden am eigenen Fahrzeug bei Fahrerflucht Haftpflicht: Nein Haftpflicht + Teilkasko: Nein Haftpflicht + Vollkasko: Ja
Schaden: Vandalismus Haftpflicht: Nein Haftpflicht + Teilkasko: Nein Haftpflicht + Vollkasko: Ja
Schaden: Wenn Dritte nicht versichert sind oder für Schäden nicht aufkommen können. Haftpflicht: Nein Haftpflicht + Teilkasko: Nein Haftpflicht + Vollkasko: Ja

Was deckt die Vollkaskoversicherung ab?

Die Vollkaskoversicherung bietet grundsätzlich den umfassendsten Schutz für Ihr eigenes Fahrzeug. Einige Besonderheiten, die es zu beachten gilt, gibt es aber auch hier.

Deckungsumfang der Vollkasko

Die Vollkaskoversicherung bietet Fahrern von Kraftfahrzeugen einen Rundumschutz, wenn Sie einen Schaden selbst verschulden.

Schaden Haftpflicht + Vollkasko
Schaden: Reparatur an fremden Fahrzeugen Haftpflicht + Vollkasko: Ja
Schaden: Reparatur/Kostenersatz an fremden Objekten Haftpflicht + Vollkasko: Ja
Schaden: Rentenzahlung bei Personenschäden mit Behinderung Haftpflicht + Vollkasko: Ja
Schaden: Heilungskosten bei Personenschäden Haftpflicht + Vollkasko: Ja
Schaden: Wildunfälle Haftpflicht + Vollkasko: Ja
Schaden: Glasbruch Haftpflicht + Vollkasko: Ja
Schaden: Diebstahl Haftpflicht + Vollkasko: Ja
Schaden: Elementarschäden (z.B. Schäden durch Überschwemmung oder Hagel) Haftpflicht + Vollkasko: Ja
Schaden: Schäden am eigenen Fahrzeug bei Fahrerflucht Haftpflicht + Vollkasko: Ja
Schaden: Vandalismus Haftpflicht + Vollkasko: Ja
Schaden: Wenn Dritte nicht versichert sind oder für Schäden nicht aufkommen können. Haftpflicht + Vollkasko: Ja

Genaue Angaben dazu sind in der entsprechenden Versicherungspolice festgelegt. Dabei umfasst die Vollkasko alle Leistungen der Teilkasko, hat aber einen höheren Versicherungsschutz. Das bedeutet, die Vollkaskoversicherung übernimmt zum Beispiel auch Schäden durch Vandalismus und zahlt normalerweise bei grober Fahrlässigkeit.

Wichtig: Für Reifenschäden zahlt die Vollkaskoversicherung normalerweise nicht. Wenn bei einem Unfall aber Ihr Fahrzeug und die Reifen beschädigt wurden, übernimmt die Vollkasko in der Regel beides.

Außerdem sind Verschleißschäden oder defekte Motoren ausgeschlossen. Das gilt auch für Schäden durch Erdbeben oder andere Katastrophen.

Das sollten Sie beachten: Die Versicherung kann die Leistung verweigern, wenn Sie einen Unfall grob fahrlässig, unter Drogenkonsum, oder vorsätzlich (zum Beispiel bei Autorennen) verursachen. Die genauen Bedingungen hängen aber immer von der Versicherungspolice ab.

Schäden durch Fahrerflucht, Zahlungsunfähige & Nicht-Versicherte

Werden Sie bei einem Unfall zum Opfer von Fahrerflucht, sind Sie auf den Schutz der Vollkasko angewiesen. Denn weder die Teilkasko noch die Kfz-Haftpflicht übernimmt den Schaden in einem solchen Fall.

Selbst wenn der Verursacher identifiziert werden kann, bedeutet das nicht, dass der Schaden automatisch bezahlt wird: Ist er nämlich selbst nicht versichert oder zahlungsunfähig, wird die Übernahme der Kosten zu einer langwierigen Angelegenheit. In einem solchen Fall sind Sie geschützt, wenn Sie der Vollkaskoversicherung den Schaden rechtzeitig mitteilen.

Tipp: Beim Abschluss des Vollkaskoschutzes sollten Sie auf Ihre Selbstbeteiligung (bei der Vollkasko sind es meist 300 Euro) achten, denn der Betrag bestimmt, zu welchen Anteilen Sie sich an einem Schaden beteiligen müssen. Den Rest übernimmt normalerweise die Versicherung.

Das sollten Sie wissen: Nicht immer profitieren Sie davon, wenn die Versicherung zahlt. Denn auch durch kleine Schäden (Kratzer, Lackschäden) wird Ihr Schadenfreiheitsrabatt gesenkt. Dann sollten Sie abwägen, ob es nicht sinnvoller ist, selbst für geringe Schäden aufzukommen, um langfristig Kosten zu sparen. Als Faustregel gilt: Bei Schäden bis zu 1.300 Euro kann es sich lohnen, den Schaden selbst zu übernehmen.

Vandalismus

Die Vollkasko erstattet so gut wie alle Schäden, die durch Vandalismus entstanden sind. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Blechschaden, Kratzer im Lack oder, eingeschlagene Fensterscheiben handelt.

Wie auch im Fall der Fahrerflucht gilt: Um den Schadenfreiheitsrabatt möglichst nicht zu gefährden, lohnt es sich, kleineren Schäden selbst zu übernehmen. Denn auch absichtlich zugeführte Schäden durch unbekannte Dritte senken die SF-Klasse für Versicherte.

Das sollten Sie wissen: Bei Reifenschäden durch Vandalismus übernimmt die Vollkasko in der Regel keine Kosten. Das liegt vor allem daran, dass Versicherer einen Versicherungsbetrug verhindern möchten.

Kosten & Spartipps

Bei der Vollkaskoversicherung gibt es einige Möglichkeiten, um Kosten zu sparen und Vorteile zu nutzen.

Hochstufung, Rückstufung & Schadenfreiheitsrabatt

Bei einem Vollkaskoschaden kommt es zur Hoch- und Rückstufung. Dabei wird aber nur zurückgestuft, wer selbst einen Unfall verschuldet. In den folgenden Jahren müssen Sie dann eine höhere Versicherungsprämie bezahlen.

Wenn es zu einem Unfall kommt, den Sie nicht verursacht haben (Haftpflichtschaden), wirkt sich das normalerweise nicht auf Ihren Versicherungsbeitrag aus. Anders ist es bei Schäden durch Vandalismus: In einem solchen Fall werden Sie in der Regel immer zurückgestuft.

Wer aber unfallfrei bleibt, profitiert bei der Vollkaskoversicherung vom Schadenfreiheitsrabatt.

Tipp: Auch Fahranfänger können den Schadenfreiheitsrabatt eines Familienmitglieds nutzen und so Kosten sparen.

Hoher Wagenwert

Besonders bei Neuwagen oder anderen Fahrzeugen mit hohem Wert lohnt sich eine Vollkaskoversicherung. So schützen Sie Ihr Auto von Anfang an und müssen bei Schäden nur die festgelegte Selbstbeteiligung übernehmen.

Denn auch wenn Sie kleinere Schäden an Ihrem Auto selbst verursachen, zum Beispiel einen Kratzer beim Ausparken, ist die Lackierung des gesamten betroffenen Fahrzeugteils keine Seltenheit.

Wenn Sie Ihren Wagen und seinen Wert möglichst umfassend absichern möchten, bietet die Vollkaskoversicherung den passenden Schutz.

Fahranfängerin mit Autoschlüssel
Fahranfänger können bei der Vollkaskoversicherung den Schadenfreiheitsrabatt eines Familienmitgliedes nutzen. © gettyimages/utah778

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Was deckt die Teilkaskoversicherung ab?

Die Teilkaskoversicherung wird auch als Fahrzeugteilversicherung bezeichnet. Denn mit der Police ist Ihr eigenes Fahrzeug bei bestimmten Schäden abgesichert, die Sie selbst kaum kontrollieren können. Dazu zählen zum Beispiel Unwetterschäden.

Deckungsumfang der Teilkasko

Die Teilkasko ist eine gute Wahl, wenn Sie Ihr Fahrzeug gegen Schäden absichern möchten, die Sie selbst nicht direkt verschuldet haben oder die durch unvorhersehbare Umstände entstanden sind. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn plötzlich ein Reh auf der Fahrbahn auftaucht.

Schaden Haftpflicht + Teilkasko
Schaden: Reparatur an fremden Fahrzeugen Haftpflicht + Teilkasko: Ja
Schaden: Reparatur/Kostenersatz an fremden Objekten Haftpflicht + Teilkasko: Ja
Schaden: Rentenzahlung bei Personenschäden mit Behinderung Haftpflicht + Teilkasko: Ja
Schaden: Heilungskosten bei Personenschäden Haftpflicht + Teilkasko: Ja
Schaden: Wildunfälle Haftpflicht + Teilkasko: Ja
Schaden: Glasbruch Haftpflicht + Teilkasko: Ja
Schaden: Diebstahl Haftpflicht + Teilkasko: Ja
Schaden: Elementarschäden (z.B. Schäden durch Überschwemmung oder Hagel) Haftpflicht + Teilkasko: Ja
Schaden: Schäden am eigenen Fahrzeug bei Fahrerflucht Haftpflicht + Teilkasko: Nein
Schaden: Vandalismus Haftpflicht + Teilkasko: Nein
Schaden: Wenn Dritte nicht versichert sind oder für Schäden nicht aufkommen können. Haftpflicht + Teilkasko: Nein

Die Teilkaskoversicherung schließen Sie freiwillig und zusätzlich zur gesetzlichen Kfz-Haftpflichtversicherung ab. Sie ist ein erweiterter Schutz für Sie und Ihren Wagen. Wird er beschädigt, kann das Fahrzeug mit oder ohne Selbstbeteiligung und auf Kosten der Versicherung repariert werden, oder Sie bekommen Schadensersatz.

Versichert sind die meisten Schäden, die durch äußere Einflüsse entstehen. Gemeint sind damit Schäden, für die der Fahrer nichts kann, wie zum Beispiel Unwetterschäden.

Das sollten Sie beachten: Ist Ihr Kraftfahrzeug durch einen Kredit oder Leasing finanziert, müssen Sie eine Vollkaskoversicherung abschließen. Alle Schäden, die die Teilkaskoversicherung übernimmt, sind hier aber automatisch abgedeckt.

Wildschäden

Die Teilkaskoversicherung zahlt bei Wildunfällen für Schäden an Ihrem Fahrzeug. Grundsätzlich sind mit „Wildschäden“ laut dem § 2 des Bundesjagdgesetzes nur Zusammenstöße mit Haarwild gemeint. Dazu gehören unter anderem:

  • Wisent

  • Elchwild

  • Rotwild

  • Rehwild

  • Luchs

  • Fuchs

  • Dachs

Ein Tipp: Einfache Teilkaskopolicen decken in der Regel Marderschäden oder andere Tierbisse nicht ab. Bei der AllSecur können Sie solche Schäden alternativ im Komfort- und im Premium-Tarif dazu buchen: Dann sind zum Beispiel auch Schäden durch Zusammenstöße mit Nutztieren (Weidevieh), aber auch Marderbisse abgedeckt.

Glasschaden Windschutzscheibe
Für Glasschäden haftet die Teilkasko, vorausgesetzt, es handelt sich nicht um Vandalismus oder Diebstahl. © gettyimages/rvimages

Glasbruch

Neben Unfällen sind vor allem Steinschläge und Hagel die häufigsten Ursachen für Glasschäden. Weil Fahrer und Fahrzeughalter in den seltensten Fällen ihren Wagen davor schützen können, lohnt sich hier der Abschluss einer Teilkaskoversicherung. Denn eine neue Windschutzscheibe kostet normalerweise zwischen 400 und 800 Euro. Mit einer Kaskoversicherung zahlen Sie lediglich Ihre Selbstbeteiligung (zum Beispiel 150 Euro), den Rest übernimmt die Versicherung.

Elementarschäden

Grundsätzlich ist bei Elementarschäden zu beachten, dass die Versicherung die Kosten nur übernimmt, wenn das Wetter nachweisbar den Schaden verursacht hat. Dafür ist beispielsweise die Bestätigung durch das Wetteramt notwendig. Der Umfang der Zahlung für Fahrzeugteile oder -zubehör hängt von der jeweiligen Versicherungsgesellschaft ab.

Hier übernimmt die Teilkasko in der Regel nur die Kosten bei unmittelbaren Schäden. Sie zahlt dann zum Beispiel für Reparaturkosten (abzüglich der Selbstbeteiligung). Voraussetzung dafür ist aber, dass

  • Sie wegen des Sturms die Schäden nicht selbst verschuldet haben,

  • Sie Ihre Versicherung unmittelbar informieren, damit sie einen Gutachter beauftragen kann und

  • bei Sturmschäden mindestens Sturmstärke acht (entspricht einem Orkan) vorlag.

Zum Leistungsumfang gehören normalerweise Schäden durch Dachziegel, herabfallende Äste oder umgestürzte Bäume. Die genauen Bedingungen und Angaben sind in der Regel in Ihrem Versicherungsvertrag festgelegt.

Tipp: Wer sein Fahrzeug auch bei niedrigeren Windstärken schützen möchte, kann sich mit der Vollkaskoversicherung absichern. Sie zahlt auch, wenn Sie wegen eines Sturms einen Unfall verursachen. Die Teilkasko dagegen übernimmt die Kosten nur, wenn Sie nachweisen können, dass Gegenstände vor Ihren Wagen geweht wurden und der Schaden so entstanden ist. In einem solchen Fall wird normalerweise Ihre vereinbarte Selbstbeteiligung (meist 150 Euro in der Teilkasko, 300 Euro in der Vollkasko) fällig.

Diebstahl

Bei unverschuldetem Diebstahl oder Raub Ihres Fahrzeugs haftet die Teilkaskoversicherung. Das gilt aber normalerweise nur, wenn Sie sich an die Vorgaben im Falle eines Autodiebstahls halten.

Beim Diebstahl einzelner Gegenstände aus Ihrem Wagen gilt: Die Versicherung zahlt nur für diejenigen, die fester Bestandteil des Fahrzeugs sind, also fest darin montiert sind. Dazu gehören zum Beispiel

  • fest eingebaute Navis,

  • eingebaute Radios oder auch

  • Lenkräder.

Das Zubehör ist in den meisten Fällen nur versichert, wenn es im Verkehr erlaubt ist und dem Gebrauch des Fahrzeugs dient. Dazu gehört zum Beispiel das Abschleppseil, das Warndreieck oder der Verbandskasten. Bei Sonnenbrillen, Laptops oder Smartphones zahlt die Teilkasko grundsätzlich nicht. In einem solchen Fall sollten Sie prüfen, ob Ihre Hausratversicherung die Kosten für die Gegenstände übernimmt.

Folgende Gegenstände sind über die Teilkasko versichert:

  • Warndreieck

  • Verbandskasten

  • serienmäßiges Werkzeug

Eine genaue Liste der versicherten Gegenstände finden Sie oft in Ihren Versicherungsunterlagen.

Autodiebstahl
Um im Falle eines Diebstahls abgesichert zu sein, müssen Sie sich unmittelbar bei Ihrer Kaskoversicherung melden. © gettyimages/djedzura

Kurzschluss, Brand & Explosion

Einige Versicherungsanbieter übernehmen im Rahmen der Teilkaskoversicherung auch Kurzschlüsse, Brand und Explosionen. Ob oder zu welchen Bedingungen Ihr Versicherer für solche Schäden haftet, steht normalerweise in Ihrem Versicherungsvertrag.

Das sollten Sie beachten: Marder können durch Bisse an Kabeln Kurschlüsse verursachen. Für Marderschäden zahlen Teilkaskoversicherungen normalerweise nur innerhalb eines erweiterten Tarifs. Im Komfort- und Premium-Tarif der AllSecur sind Marderschäden oder Schäden durch andere Tierbisse versichert.

Kosten & Spartipps

Die Beitragshöhe für eine Kaskoversicherung kann zwischen 500 und 1.400 Euro pro Jahr liegen. Wie viel Sie genau für Ihre Kfz-Versicherung bezahlen müssen, hängt aber immer von verschiedenen Punkten ab, zum Beispiel von der Typklasse oder Regionalklasse. Außerdem spielt es oft eine Rolle, ob Sie den Wagen in einer Garage parken, wie alt Sie als Fahrer sind und wo Sie wohnen.

Tipp: Wie viel Sie für eine Teilkaskoversicherung der AllSecur bezahlen müssen, können Sie ganz einfach und kostenlos mit unserem Rechner überprüfen.

Schadenfreiheitsrabatt

Im Rahmen der Teilkasko gibt es keinen Schadenfreiheitsrabatt. Der Grund: Die Teilkaskoversicherung übernimmt in erster Linie Kosten, die sich kaum von Fahrer oder Fahrzeughalter beeinflussen oder verhindern lassen. Bei einer Übernahme des Schadens durch Ihre Versicherung müssen Sie deshalb auch keine Rückstufung innerhalb der Schadenfreiheitsklasse befürchten.

Selbstbeteiligung

Mit einer Selbstbeteiligung (auch Selbstbehalt genannt) wird die Teilkasko deutlich günstiger. Die Höhe des Beitrags legen Sie in Absprache mit Ihrer Versicherung fest. Als Faustregel gilt: 150 Euro in der Teilkasko, 300 Euro in der Vollkasko. Diese Summe zahlen Sie aber nur, wenn Sie eine Leistung der Teilkasko (Übernahme des Schadens) in Anspruch nehmen.

Tipp: Schäden bis zu 1.300 Euro sollten Sie in der Vollkasko normalerweise selbst zahlen, damit Sie Ihren Schadenfreiheitsrabatt nicht gefährden. Aus dem Grund können Sie als Vollkaskoversicherter auch eine Selbstbeteiligung in Höhe von 500 oder sogar 1000 Euro wählen.

Selbstbeteiligung Durchschnittliche Kostenersparnis in der Vollkasko Durchschnittliche Kostenersparnis in der Teilkasko
Selbstbeteiligung: 150 Euro Kostenersparnis in der Vollkasko: 20 Prozent Kostenersparnis in der Teilkasko: 23 Prozent
Selbstbeteiligung: 300 Euro Kostenersparnis in der Vollkasko: 26 Prozent Kostenersparnis in der Teilkasko: 31 Prozent

Werkstattbindung

Stimmen Sie zu, einen Kaskoschaden an Ihrem Auto in einer Vertragswerkstatt des Versicherers reparieren zu lassen, gewährt die Versicherung Ihnen normalerweise einen Beitragsrabatt. Bei der AllSecur sparen Sie so 20 Prozent des Kaskobeitrags.

Autoschlüssel und Geldbeutel als Symbolbild für Vollkasko oder Teilkasko
Sowohl bei der Vollkasko als auch bei der Teilkasko gibt es einige Möglichkeiten, unnötige Kosten zu vermeiden. © gettyimages/~UserGI15994093

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Was deckt die Kfz-Haftpflichtversicherung ab?

Eine Kfz-Haftpflichtversicherung müssen Sie abschließen, sobald Sie der Fahrzeughalter eines Kraftfahrzeugs sind. Als solcher sind Sie dafür verantwortlich, dass das Fahrzeug ordnungsgemäß am Verkehr teilnimmt.

Schließen Sie die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung nicht ab, müssen Sie mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr rechnen. Denn ohne den Schutz der Kfz-Haftpflicht sind bei einem Unfall weder der Geschädigte noch der Unfallverursacher abgesichert.

Leistungen, die von der Kfz-Haftpflicht abgedeckt sind:

  • Reparaturen an anderen Fahrzeugen und Objekten

  • Heilungskosten bei Personenschäden

  • Rentenzahlungen bei Invalidität

Mit der Haftpflicht sind also Schäden, die Dritten entstanden sind, abgesichert. Trotzdem gibt es einige Schäden, die eine Haftpflichtversicherung nicht übernimmt und bei denen die Teilkasko oder die Vollkasko dem Versicherten Schutz bieten.

Beispiel: Laut § 4, Absatz 1–2 des Pflichtversicherungsgesetzes zahlt die Kfz-Haftpflicht die folgenden Mindestversicherungssummen:

  • für Personenschäden: 7,5 Millionen Euro

  • für Sachschäden: 1,12 Millionen Euro

  • für reine Vermögensschäden: 50.000 Euro

Bei einem Schaden muss das zuständige Versicherungsunternehmen die Beiträge maximal bezahlen. Mehrkosten, die bei einem großen Verkehrsunfall leicht entstehen können, muss der Versicherte dann ohne Vollkasko oder Teilkasko selbst übernehmen.

Tipp: Seriöse Kfz-Versicherungen bieten eine Deckungssumme zwischen 50 und 100 Millionen Euro an. Achten Sie grundsätzlich immer auf diese Angabe, bevor Sie eine Kfz-Haftpflichtversicherung abschließen.

Grundsätzlich gilt: Ohne die Teilkasko oder Vollkasko muss ein Fahrzeughalter für die Schäden, die nicht von der Haftpflicht übernommen werden, selbst aufkommen. Mit der Wahl der richtigen Kaskoversicherung können Sie sich aber bestmöglich absichern.

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Wissenswertes zu den Kaskoversicherungen

Im Folgenden erfahren Sie weitere Punkte zu den Kaskoversicherungen.

Mitversicherte Personen: Jeder Fahrer ist geschützt

Sowohl bei der Kfz-Haftpflichtversicherung als auch bei den Kaskoversicherungen gilt: Die Versicherung muss den Schaden zahlen, auch wenn der Fahrer am Lenkrad nicht eingetragen ist.

Das sollten Sie beachten: Erfährt die Versicherung, dass es sich bei dem Fahrer um eine andere als die für das Auto eingetragene Person handelt, kann sie einen Beitrag für den Fahrer nachverlangen. Außerdem ist Ihr Versicherer je nach Vertragsbedingungen nicht dazu verpflichtet, den Schaden (vollständig) zu übernehmen. Im schlimmsten Fall kann Ihnen sogar der Vertrag gekündigt werden. Nennen Sie Ihrer Versicherung deshalb lieber von Anfang an alle Fahrer oder teilen Sie Änderungen möglichst schnell mit.

Geringere Beiträge durch Selbstbeteiligung

Bei einer Kfz-Versicherung mit Selbstbeteiligung sind die regelmäßig anfallenden Beiträge normalerweise deutlich günstiger. Den vereinbarten Selbstbehalt zahlen Sie nur, wenn Sie eine Leistung der jeweiligen Kaskoversicherung in Anspruch nehmen.

Versicherungsende bei Fahrzeugwechsel

Entscheiden Sie sich dazu, Ihr Fahrzeug zu verkaufen und sich ein neues anzuschaffen, endet der Versicherungsschutz der jeweiligen Kaskoversicherung und der Kfz-Haftpflicht. Weil die Beitragshöhe auch vom versicherten Fahrzeug abhängt, benötigen Sie dann einen neuen Tarif.

Keine Haftung bei grob fahrlässigem Verhalten

Die Kaskoversicherungen zahlen normalerweise nur, wenn Sie nicht grob fahrlässig handeln. Denn die Policen sind als Schutz gegen Schäden gedacht, die nicht durch grobe Fahrlässigkeit entstanden sind.

Tipp: In der Vollkaskoversicherung der AllSecur ist sogar grob fahrlässiges Verhalten bei einem Schaden abgedeckt. Das heißt für Sie: Wenn Sie grob fahrlässig handeln, übernehmen wir trotzdem die entstandenen Kosten. Ausnahmen betreffen nur den Diebstahl des Fahrzeugs oder von Fahrzeugteilen und Schäden durch Alkohol- oder Drogenkonsum.

Münzen, Autoschlüssel und Spielzeugauto als Symbolbild für Teilkasko oder Vollkasko
Bei einer Kfz-Versicherung mit Selbstbeteiligung sind die regelmäßig anfallenden Beiträge normalerweise deutlich günstiger. © gettyimages/Ma-Ke

Wie kann ich bei Teilkasko oder Vollkasko Kosten sparen?

Beim Abschluss einer Teilkasko- oder Vollkaskoversicherung gibt es einige Punkte, die Sie beachten sollten, um Kosten zu sparen und sich Vorteile zu sichern.

  • Vor dem Kauf auf die Typklasse achten: Bevor Sie sich endgültig für ein Fahrzeug entscheiden, sollten Sie prüfen, wie sich die Wahl auf den Versicherungsbeitrag auswirkt. Nicht nur besonders schnelle Fahrzeuge werden höheren, also teureren Typklassen zugeordnet: Auch ältere Fahrzeuge stufen Kfz-Versicherungen normalerweise höher ein, weil sie häufig von Fahranfängern gefahren werden und auch hier ein größeres Unfallrisiko besteht.

  • Sonderausstattung am Fahrzeug: Bei den Kaskoversicherungen ist nur das fest montierte Zubehör im Fahrzeug, wie eingebaute Navis, versichert. Wer weiteres Zubehör wie Leichtmetallfelgen oder besondere Lautsprecher gegen Diebstahl absichern möchte, sollte den genauen Deckungsumfang mit dem Versicherer absprechen.

  • Saisonkennzeichen verwenden: Wenn Sie ein Fahrzeug besitzen, das Sie nur während des Sommers nutzen, können Sie mit einem Saisonkennzeichen Kosten sparen. Denn dann zahlen Sie nur für den Zeitraum, für den das Fahrzeug zugelassen ist. Bei einer Unterbrechung von bis zu sechs Monaten kann sich die Schadenfreiheitsklasse deutlich verbessern. In der Regel läuft der Kaskovertrag in der Ruhezeit weiter, Sie zahlen in dieser Zeit aber keine Gebühren. Klären Sie die genauen Bedingungen am besten konkret mit Ihrem Anbieter ab.

  • Rabatte nutzen: Oft bieten Versicherer ihren Kunden einige Möglichkeiten, um die Kosten für eine Kaskoversicherung zu senken. Dabei können die Gesellschaften selbst entscheiden, welche Rabatte zu welchen Bedingungen angeboten werden. Informieren Sie sich bei der jeweiligen Versicherungsgesellschaft über die bestimmten Rabatte.

Wie funktioniert der Versicherungswechsel?

Bei einem Versicherungswechsel zur Vollkasko oder Teilkasko sollten Sie den laufenden Vertrag erst dann kündigen, wenn der neue Versicherer Ihnen die Annahme schriftlich bestätigt hat. Sonst kann Ihr Kaskoschutz ablaufen, ohne dass Sie einen neuen Vertrag abgeschlossen haben.

Meistens endet das Versicherungsjahr bei den Kfz-Versicherungen am 30. November. Die genau festgelegte Frist Ihres Vertrages finden Sie in Ihren Versicherungsunterlagen.

Beim Abschluss einer neuen Teilkasko- oder Vollkaskoversicherung können Sie mit dem Anbieter den Vertragsbeginn gemeinsam festlegen. So kommt es nicht zur Überschneidung mit der Laufzeit Ihrer alten Versicherung.

Im Notfall richtig abgesichert!

Egal, ob Vollkasko oder Teilkasko: Mit der passenden Kaskoversicherung sind Sie für den Notfall bestmöglich abgesichert.

Wir wünschen Ihnen allzeit gute Fahrt! Ihre AllSecur

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