Sommerreifen - So machen Sie alles richtig

Sind Ihre Sommerreifen noch fit für die kommende Saison? Im Frühjahr steht wieder der Reifenwechsel an. Steigen die Temperaturen auf über sieben Grad, darf wieder die Sommer-Ausstattung hervorgeholt werden. Wir sagen Ihnen, worauf Sie beim Kauf Ihrer neuen Sommerreifen achten sollten und geben Ihnen viele weitere Tipps:


Wie lange kann man die selben Sommerreifen fahren?

Wissen Sie, wie alt Ihre Reifen sind? Ab einem Alter von acht Jahren ist es ebenso Zeit für einen Neukauf. Auch wenn Sie feststellen, dass die Reifen brüchig oder beschädigt sind, müssen sie ersetzt werden. Ausserdem ist die Profiltiefe entscheident: Bevor Sie Ihre Sommerreifen aus dem Lager holen, sollten Sie das Profil messen: Die empfohlene Profiltiefe beträgt 2,5 Millimeter, bei weniger als 1,6 Millimetern müssen neue Pneus angeschafft werden.


Der beste Zeitpunkt für den Kauf neuer Sommerreifen

Wann steht in der Regel der Reifenwechsel an? Klar, in den Monaten Februar bis Mai. Das wissen natürlich auch die Händler, die in dieser Zeit die Preise anheben. Daher ist es klug, die Sommerreifen dann zu kaufen, wenn die Nachfrage gering ist: Das bedeutet entweder ganz früh oder ganz spät im Jahr.


Müssen alle Reifen erneuert werden?

Meist sind die Reifen der Vorderachse und der Hinterachse unterschiedlich stark abgefahren. Die Antriebsräder weisen deutlich mehr Abrieb auf und müssen daher früher erneuert werden. Man kann durchaus nur zwei neue Sommerreifen kaufen und mit den anderen noch eine Weile fahren. Wenn Sie sich dafür entscheiden, sollten aber die neuen Reifen an der Hinterachse Ihres Autos montiert werden, da diese für die Fahrstabilität sorgt. Am besten greift man zu neuen Reifen des gleichen Typs, den man schon hat. Eine Mischung aus Sommer- und Winterreifen sollte besser vermieden werden.


Wo Sie Ihre Reifen am besten kaufen

Sommerreifen können Sie im Baumarkt, im Internet oder im Autohaus kaufen, oft zu günstigen Preisen. Aber: Vergessen Sie nicht, dass Sie die Reifen auf die Felge ziehen lassen, montieren und auswuchten lassen müssen. Diese Kosten kommen noch dazu. Häufig ist es günstiger – und vor allem bequemer – wenn Sie die Reifen über die Werkstatt bestellen, dort montieren und die Altreifen entsorgen lassen.


Auf diese Kriterien sollten Sie beim Kauf achten

Die optimale Temperatur für Sommerreifen sind 20 Grad. Bei weniger als 7 Grad lässt die Bodenhaftung der Sommerreifen nach, da sich die Gummimischung verhärtet. Fallen also die Temperaturen regelmäßig darunter, ist es wieder Zeit für Winterreifen. Grundsätzlich haften Sommerreifen besser auf der Straße und der Bremsweg ist kürzer. Aber natürlich gibt es bei den verschiedenen Produkten Unterschiede, die auch von den Herstellern angegeben werden:

Nasshaftung

Wie sich der Sommerreifen auf nasser Straße verhält, wird von den Herstellern in einer Skala von A bis F angegeben. Die beste Bewertung A bekommt der Reifen mit dem kürzesten Bremsweg.

Kraftstoffeffizienz und Umweltfreundlichkeit:

Verbrauchsarme Sommerreifen haben einen geringeren Rollwiderstand, dadurch kann der Benzinverbrauch langfristig gesenkt werden. Wer aber sehr schnell und sportlich fährt, wird diesen Effekt kaum zu spüren bekommen. Vorausschauende Fahrer von Langstrecken hingegen sparen hier durchaus zwischen einem halben und einem ganzen Liter Sprit pro 100 Kilometer – gut für die Umwelt und den Geldbeutel. Weitere Vorteile: Spritsparreifen sind leichter und leiser als andere Modelle. Aber: Sie haben auch einen längeren Bremsweg und verlieren leichter die Bodenhaftung, vor allem bei regennasser Fahrbahn. Ein Argument mehr, dass sich die Reifen eher für besonnene Fahrer eignen. Die Hersteller geben die Kraftstoffeffizienz von A (sehr effizient) bis F (wenig effizient) an.

Preis

Sommerreifen sind maßgeblich für die Fahrsicherheit verantwortlich. Daher macht es wenig Sinn, ausgerechnet hier zu sparen. In den Tests schneiden die Reifen von Markenherstellern immer am besten ab. Von Billigprodukten aus Fernost ist grundsätzlich abzuraten – die Testwerte sind in der Regel schlecht. Nur sehr wenige sogenannte „Chinareifen“ können in der Praxis mit den Marken mithalten. Wer sein Auto gerne viel und sportlich fährt, ist mit einem High Tech Produkt sicherlich am besten beraten. Für gelegentliche Fahrten im Stadtverkehr tun es die günstigen Varianten der Markenartikler auch.

Reifengröße

Die Reifengröße ermitteln Sie anhand Ihrer Zulassungsbescheinigung. Im „alten“ Fahrzeugschein von vor 2005 finden Sie die Reifengröße unter den Ziffern 20 und 21 bzw. 22 und 23. Im Feld Bemerkungen können sich noch weitere zulässige Größen befinden. In der 2005 eingeführten „Zulassungsbescheinigung Teil I“ ist nur noch die kleinste zulässige Größe angegeben. Welche anderen Größen für Ihr Fahrzeug erlaubt sind, erfahren Sie im sogenannten CoC-Papier (Certificate of Conformity = EU-Übereinstimmungserklärung), das man beim Neuwagenkauf bekommt. Auskunft über weitere mögliche Reifengrößen gibt am besten der Fachmann.

So lesen Sie die Zahlenfolge

225/45 R17 bedeutet zum Beispiel, dass der Reifen 225 Millimeter breit ist. Der Profilquerschnitt (Verhältnis von Flankenhöhe zur Reifenbreite) beträgt 45%. Demnach ist der Reifen 225mm * 0,45 = 101,25mm hoch. Das „R“ beschreibt die Bauart des Reifens (Radialreifen), der Innendurchmesser des Pneus beträgt 17 Zoll.


Was es beim Einfahren neuer Reifen zu beachten gibt

Fabrikneue Reifen sind am Anfang extrem glatt, daher sollten die ersten 200 bis 300 Kilometer vorsichtig gefahren werden. Die Reifen werden bei der Produktion mit einem Trennmittel besprüht, deshalb weisen sie anfangs noch nicht den vollen Grip auf. Nach dem Einfahren sind die Reifen aufgeraut und die Beschichtung ist verschwunden.


Welche Vor- und Nachteile haben breitere Reifen?

Bei trockener Fahrbahn haben breitere Reifen mehr Grip und ein besseres Fahrverhalten. Auch bei feuchter Oberfläche haften die breiten Schlappen besser. Bei starkem Regen geraten die Reifen jedoch leichter ins „Schwimmen“ – es droht Aquaplaning! Da heißt es: Schnell den Fuß vom Gas.


Mit Sommerreifen auf Schnee: Risiken & Konsequenzen

Immer wieder hört man: „Pass auf, wenn du im Winter einen Unfall mit Sommerreifen verursachst, bezahlt die Versicherung den Schaden nicht.“ Das ist nicht korrekt: Den Schaden des Unfallgegners wird die Versicherung auch dann begleichen. Es kann aber sein, dass die Kfz-Versicherung das Fahren mit Sommerreifen im Winter als fahrlässig einstuft und die Leistungen der Vollkaskoversicherung beim eigenen Wagen kürzt.

Die Straßenverkehrsordnung nennt keinen bestimmten Stichtag, ab wann Autofahrer ihre Sommer- gegen Winterreifen wechseln müssen. Aber sie enthält den Vermerk, dass Autofahrer für eine den Witterungsverhältnissen angepasste Bereifung sorgen müssen. Herrschen Eis und Schnee, sind Sommerreifen sicher die falsche Ausstattung. Wer bei solchen Verhältnissen auf der Straße von der Polizei erwischt wird, dem droht ein Bußgeld zwischen 40 und 80 Euro. Teuer wird es, wenn auch noch andere Verkehrsteilnehmer behindert wurden.


Sommerreifen oder Ganzjahresreifen?

Sommerreifen sind für dauerhafte Temperaturen von über 7 Grad geeignet – bei diesen Verhältnissen bieten sie den besten Grip. Ganzjahresreifen können hingegen sowohl bei milden Temperaturen als auch bis 5 Grad unter Null gefahren werden. Im Sommer nutzen sie sich allerdings schneller ab als Sommerreifen. Der Grund: Die weichere Gummierung. Mit dem höheren Abrieb gehen auch erhöhte Spritkosten einher. Im Test kann der Ganzjahresreifen bei sommerlichen Verhältnissen nicht mit einem guten Sommerreifen mithalten. Für reine Stadtfahrer mit einem Klein- oder Kompaktwagen dürften Allwetterreifen – erkennbar an der M+S-Kennzeichnung – jedoch ausreichen.


Fazit:

Investieren Sie in Markenreifen, denn nur wenige Billigmodelle konnten bislang in den Tests überzeugen. Wer auf Spritsparreifen setzt, der bekommt nicht unbedingt optimale Leistungen in puncto Bremsweg, Fahrverhalten und Bodenhaftung. Am meisten Benzin lässt sich immer noch mit einer vernünftigen Fahrweise sparen. Die Faustregel für die Zeitspanne, in der man mit Sommerreifen fahren kann, lautet: von O bis O – von Ostern bis Oktober.


Bezahlen Sie zu viel für Ihre Kfz-Versicherung?

Gehen Sie auf Nummer sicher und vergleichen Sie jetzt ihre Kosten mit einem persönlichen Angebot der AllSecur. Die online Berechung dauert nur 3 Minuten. Sie ist anonym, unverbindlich und sie können möglicherweise bis zu 400 € im Jahr sparen.

Kfz-Versicherung von AllSecur

  • Sparen Sie monatlich Beiträge
  • Online-Schadenmeldung
  • Schnelle und unbürokratische Hilfe