Was ist ein Schutzbrief?

Wollten Sie schon immer einmal wissen, was genau ein Schutzbrief ist und ob sich der zusätzliche Versicherungsschutz für Sie lohnt? Wir klären alle wichtigen Fragen, zum Beispiel wann ein Autoschutzbrief sinnvoll ist und welche Leistungen damit abgedeckt sind. Außerdem erfahren Sie, in welchen Fällen ein Schutzbrief gilt und wo Sie ihn bekommen können.

Frau in Warnweste bei Autopanne
Ein Kfz-Schutzbrief hilft Ihnen in solchen Situationen schnell weiter. © gettyimages/South_agency

Mit einem Schutzbrief sind Sie in vielen Situationen, in denen Sie schnelle Hilfe brauchen, zusätzlich abgesichert. Wir erklären Ihnen, worauf es ankommt und was Sie beachten müssen:

Was ist ein Kfz-Schutzbrief?

Ein Schutzbrief ist eine Zusatzleistung, die von der Kfz-Versicherung oder von Automobilclubs angeboten wird. Mit einem Kfz-Schutzbrief sind Sie als Versicherungsnehmer beziehungsweise Fahrzeughalter bei Pannen, Unfällen und auch bei Diebstahl zusätzlich abgesichert. Ein Krankenrücktransport, Abschleppdienst, anfallende Übernachtungskosten oder die Organisation eines Mietwagens sind normalerweise damit abgedeckt.

Sie können den Kfz-Schutzbrief einfach zu Ihrer Kfz-Haftpflichtversicherung dazu buchen und so Ihren Schutz sinnvoll ergänzen. Die Leistung gilt oft auch im europäischen Ausland. Mit einem Schutzbrief müssen Sie aber in der Regel nicht viel mehr für Ihre Kfz-Versicherung bezahlen. Bei der AllSecur zum Beispiel erhalten Sie den Schutzbrief schon ab fünf Euro im Jahr.

Was zahlt ein Kfz-Schutzbrief?

Frau bei offener Motorhaube am Telefon
Mit einem Kfz-Schutzbrief bekommen Sie bei einer Autopanne schnelle Hilfe. © gettyimages/South_agency

Die Versicherungsleistung eines Schutzbriefs ist von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich. An folgenden Leistungen können Sie sich grundsätzlich orientieren. Informieren Sie sich aber am besten direkt bei Ihrem Versicherer, was der Schutzbrief abdeckt:

  • Pannenhilfe: Ihr Fahrzeug wird vor Ort repariert, sodass Sie weiterfahren können. Die Kosten von bis zu 100 Euro werden in dem Fall übernommen.
  • Abschleppdienst: Ihr Fahrzeug wird von einem Abschleppdienst in die nächste Werkstatt transportiert. Normalerweise werden Ihnen dafür die Kosten bis zu 200 Euro erstattet.
  • Bergen: Wenn Sie zum Beispiel in einen Graben gefahren sind, wird Ihr Fahrzeug wieder auf eine befestigte Straße gebracht.
  • Weiter- oder Heimreise: Sie können mit einem Mietwagen, der Bahn oder dem Flugzeug (sofern eine einfache Strecke zum Zielort 1200 Bahnkilometer überschreitet) weiter zu Ihrem ursprünglichen Zielort reisen. Das gilt auch für den Weg zurück zu Ihrem reparierten Fahrzeug. Für einen Mietwagen werden in der Regel Kosten bis zu 350 Euro übernommen. Der Anspruch endet, sobald das eigene Fahrzeug wieder fahrbereit ist.
  • Fahrzeugrücktransport: Wenn das Fahrzeug nicht innerhalb von drei Werktagen repariert werden kann, wird es zu einer Wunschwerkstatt an Ihrem Wohnsitz zurücktransportiert. Das gilt aber normalerweise nicht bei einem Totalschaden.
  • Ersatzteilversand ins Ausland: Ihre Versicherung kümmert sich um die Beschaffung und den Versand eines nötigen Ersatzteils für Ihr Fahrzeug, das es im Ausland nicht gibt.
  • Ersatzfahrer: Sind Sie durch Krankheit oder einen Unfall nicht mehr im Stande, mit Ihrem Auto weiterzufahren, bekommen Sie einen Ersatzfahrer gestellt. Das gilt in der Regel immer dann, wenn kein weiterer Insasse das Fahrzeug zurückfahren kann und Ihre Erkrankung länger als drei Tage dauert.
  • Fahrzeugunterstellung: Die Kosten für die Unterstellung Ihres Fahrzeugs übernimmt die Versicherung bis zu 14 Tagen.
  • Übernachtungskosten: Ihre Hotelkosten werden übernommen, bis Ihr Fahrzeug wieder repariert und fahrbereit ist. Maximal erstattet werden in den meisten Fällen drei Übernachtungen bis zu 60 Euro pro Person.
  • Fahrzeugdiebstahl: Hier gelten im Prinzip die gleichen Bedingungen wie bei der Weiter- oder Heimreise. Bei Fahrzeugdiebstahl wird Ihnen ein Mietwagen für die Rückreise gestellt. Dafür übernimmt Ihre Versicherung in der Regel die Kosten bis zu 350 Euro. Wenn Ihr gestohlenes Auto wiederauftaucht, wird es zu Ihrem Heimatort zurückgebracht.
  • Fahrzeugverzollung/Fahrzeugverschrottung: Muss Ihr Auto nach einem Diebstahl oder Unfall im Ausland verzollt oder gar verschrottet werden, ist das mit einem Schutzbrief abgedeckt.
  • Krankenrücktransport: Wurden Sie bei einem Unfall schwer verletzt oder sind im Urlaub krank geworden, werden Sie im Notfall auch per Flugzeug in ein Krankenhaus in Ihrer Heimat gebracht. Der Krankrenrücktransport gilt bei der AllSecur für Fahrer und auch für Insassen. Art und Zeitpunkt des Rücktransports müssen immer sinnvoll, vertretbar und medizinisch angeordnet sein.
  • Versand von Autoschlüsseln: Wenn Ihr Fahrzeugschlüssel kaputt oder im Auto eingeschlossen ist, wird dafür gesorgt, dass Sie einen Ersatzschlüssel bekommen. Das gilt auch, wenn Ihr Autoschlüssel gestohlen wurde. In der Regel wird aber nur der Versand übernommen. Die Kosten für den neuen Schlüssel müssen Sie selbst bezahlen.
Rettungshubschrauber mit Einsatzkräften
Werden Sie im Urlaub schwer krank oder verletzt, bringt Sie ein Ambulanz-Flugzeug in ein Krankenhaus in Ihrer Heimat. © gettyimages/Chalabala

Wer ist versichert?

Bei einem Kfz-Schutzbrief sind grundsätzlich Sie als Versicherungsnehmer und Ihr Fahrzeug abgesichert. Der Schutzbrief gilt aber auch für alle weiteren berechtigten Fahrer, die Ihr Fahrzeug nutzen dürfen. In der Regel sind das Ehe- oder Lebenspartner und Familienmitglieder. Außerdem sind auch alle Insassen mitversichert.

Das bedeutet: Wird einer Ihrer Mitreisenden im Urlaub schwer krank und benötigt einen Krankenrücktransport, ist die Leistung mit dem Schutzbrief abgedeckt.

Was ist versichert?

Die Leistungen des Autoschutzbriefs gelten immer für ein Fahrzeug und sind nicht auf eine bestimmte Person bezogen. Das bedeutet: Der Kfz-Schutzbrief gilt immer für Ihr im Versicherungsschein angegebenes Fahrzeug.

Das sollten Sie wissen: Bei einigen Versicherern kann ein Schutzbrief nicht nur für ein Auto abgeschlossen werden. Auch für Motorräder, Campingfahrzeuge, Wohnmobile, Leichtkrafträder und Leichtkraftfahrzeuge können Sie den zusätzlichen Versicherungsschutz sinnvoll nutzen.

Was kostet ein Kfz-Schutzbrief?

Die Kosten für einen Kfz-Schutzbrief variieren von Versicherer zu Versicherer. Dabei kommt es in den meisten Fällen auf den Umfang der Leistungen und die Entfernung zum Wohnort an. Buchen Sie den Schutzbrief-Service zu Ihrer Kfz-Versicherung dazu, müssen Sie je nach Versicherer mit Kosten zwischen 5 und 20 Euro im Jahr rechnen.

Aber: Die meisten Kfz-Schutzbriefe gelten erst ab einer Entfernung von 50 Kilometern vom Wohnort. Das bedeutet, dass ein Schaden oder eine Panne erst übernommen wird, wenn sie 50 Kilometer von Ihrem Wohnort entfernt passiert ist.

Wenn Sie bei Ihrem Versicherungsanbieter einen Schutzbrief abschließen wollen, gilt das als zusätzlicher Schutz zu Ihrer Kfz-Haftpflichtversicherung. Das bedeutet, Ihr Fahrzeug muss dort normalerweise schon versichert sein. Wie viel Sie für Ihre Kfz-Versicherung bezahlen müssen, hängt immer von mehreren Punkten, wie zum Beispiel der Typklasse, der Schadenfreiheitsklasse oder der Selbstbeteiligung, ab. Die Kosten für den Schutzbrief kommen dann zur Kfz-Haftpflichtversicherung oben drauf.

Fachmann vor offenem Motorraum mit Klemmbrett
Schon ab fünf Euro im Jahr wird Ihr Fahrzeug bei einer Panne kostenlos in die Werkstatt gebracht und repariert. © gettyimages/SARINYAPINNGAM

Wann ist ein Kfz-Schutzbrief sinnvoll?

Nachdem die Kosten für einen Kfz-Schutzbrief sehr überschaubar sind, lohnt sich der Zusatzservice in den meisten Fällen. Vor allem Pendler und Vielfahrer, die häufig weite Strecken mit dem Auto zurücklegen, können von den Leistungen profitieren.

Denn es gilt: Müssen Sie bei einer Panne abgeschleppt werden, ist das schon bei einem einzigen Mal deutlich teurer als ein Schutzbrief. Das Abschleppen kann Sie schnell zwischen 135 und 300 Euro kosten.

Aber auch Familien, die gerne und oft mit dem Auto in den Urlaub fahren, können so ihren Versicherungsschutz sinnvoll erweitern.

Das sollten Sie wissen: Wenn Sie Ihr Auto wenig (zum Beispiel nur zum Einkaufen) benutzen, lohnt sich ein Schutzbrief nicht unbedingt. In dem Fall reicht Ihnen in der Regel auch der Versicherungsschutz der Kfz-Haftpflichtversicherung und der Vollkaskoversicherung.

Wo und wann gilt der Kfz-Schutzbrief?

Wo ein Kfz-Schutzbrief gilt und welche Leistungen übernommen werden, hängt immer von Ihrem Versicherer ab. Es gibt Schutzbriefe, die nur im Inland gültig sind. Oft deckt der Zusatzservice aber Unfälle und Pannen in ganz Europa ab. Informieren Sie sich am besten direkt bei Ihrer Versicherung, welcher Umfang enthalten ist.

Das sollten Sie wissen: Gilt Ihr Autoschutzbrief auch im europäischen Ausland, können Sie sich an den Ländern, die auf der internationalen Grünen Versicherungskarte aufgelistet sind, orientieren. In diesen Gebieten genießen Sie normalerweise den vollen Versicherungsschutz.

Deckt der Kfz-Schutzbrief Notfälle im Urlaub ab?

In den Sommermonaten von Juni bis September werden grundsätzlich die meisten Autounfälle aus dem Ausland gemeldet. Das hängt vor allem mit der Ferienzeit zusammen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie sich frühzeitig Gedanken über Ihren Versicherungsschutz machen.

Denn: Nicht nur ein Unfall, sondern auch eine Reifenpanne ist im Urlaub schnell passiert und kann Sie wertvolle Zeit kosten. Hier sind Sie mit einem Schutzbrief bestens abgesichert. Ihr Fahrzeug wird direkt am Unfallort repariert, sodass Sie schnell weiterfahren können.

Ist eine Reparatur nicht sofort möglich, wird Ihr Fahrzeug von einem Abschleppdienst in die nächste Werkstatt gebracht. Und sollten Sie auf einen Mietwagen ausweichen müssen, weil Ihr Auto eine längere Reparatur vor sich hat, können Sie das gemietete Auto solange nutzen, bis Ihr eigenes Auto wieder fahrtauglich ist. In der Regel übernimmt die Versicherung in dem Fall Kosten bis zu 350 Euro.

Reifenpanne mit aufgestelltem Warndreieck
Eine Reifenpanne im Urlaub ist schnell passiert. Mit einem Schutzbrief können Sie schnell weiterfahren. © gettyimages/tommaso79

Auch wenn Sie im Urlaub zum Beispiel schwer erkrankt sind, ist ein Autoschutzbrief hilfreich. Ihre Versicherung sorgt in einem solchen Fall immer für einen angemessenen Rücktransport. Das bedeutet: Sie werden, wenn nötig, auch per Flugzeug in ein Krankenhaus in Ihrer Heimat transportiert.

Dasselbe gilt genauso für Ihre Familienmitglieder und andere Insassen. Außerdem werden in der Regel Ihr Auto und gegebenenfalls Ihre Mitreisenden abgeholt oder anfallende Übernachtungskosten übernommen.

Übrigens: Bei einem Unfall im Ausland sind Sie am besten mit einem Ausland-Schadenschutz abgesichert.

Greift der Kfz-Schutzbrief auch bei Autodiebstahl im Ausland?

Wenn Sie einen Schutzbrief für Ihr Fahrzeug abgeschlossen haben, wird Ihnen bei einem Autodiebstahl im Ausland normalerweise ein Mietwagen für die Rückreise gestellt. Es ist in dem Fall auch möglich, dass Sie ein Bahn- oder Flugticket bekommen.

Lassen Sie sich aber am besten von Ihrer Versicherung beraten und planen Sie die Weiter- oder Heimreise zusammen, damit Sie am Ende nicht auf den Kosten sitzen bleiben.

Taucht Ihr gestohlenes Auto wieder auf, wird es zu Ihrem Heimatort zurückgebracht. Muss Ihr Fahrzeug wegen des Diebstahls verzollt oder verschrottet werden, sind auch die Kosten dafür mit dem Schutzbrief abgedeckt.

Das sollten Sie wissen: Bei einem Autodiebstahl im Ausland übernimmt nur die Teilkaskoversicherung oder die Vollkaskoversicherung die Kosten für Ihr gestohlenes Fahrzeug. Normalerweise zahlt die Kaskoversicherung den Wiederbeschaffungswert. Darunter versteht man die Summe, die Sie aufbringen müssten, um sich wieder ein gleichwertiges Auto zu kaufen.

Wo erhalte ich einen Kfz-Schutzbrief?

Ein Schutzbrief ist eine Zusatzleistung, die Sie ganz einfach zu Ihrer Kfz-Haftpflichtversicherung dazu buchen können. Das ist schon gegen einen geringen Aufpreis (5 bis 20 Euro pro Jahr) möglich und bietet so ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Mann streicht lächelnd über sein Auto
Bei Ihrem Versicherungsanbieter können Sie einen Schutzbrief für Ihr Fahrzeug zu Ihrer Kfz-Versicherung dazu buchen. © gettyimages/vadimguzhva

Außerdem ist es möglich, eine Mitgliedschaft in einem deutschen Automobilclub (ADAC, Bruderhilfe oder Verkehrsclub Deutschland) abzuschließen. Die abgedeckten Leistungen unterscheiden sich aber grundsätzlich kaum. Der Schutz ist möglicherweise etwas umfangreicher, aber auch teurer. Hier müssen Sie mit Kosten zwischen 24 und 85 Euro pro Jahr rechnen. Inklusive sind meistens eine kostenlose Tourenplanung oder Clubzeitschriften.

Das sollten Sie wissen: Haben Sie ein Auto mit einer Mobilitätsgarantie direkt vom Hersteller gekauft, sind hier schon viele zusätzliche Leistungen enthalten (Pannenhilfe, Abschleppen, Mietwagen). Normalerweise sind aber nur Autopannen abgedeckt. Außerdem sind ausschließlich Sie als Fahrer und Ihr Fahrzeug versichert. In dem Fall sollten Sie die Leistungen überprüfen und vergleichen, um doppelte Kosten zu vermeiden.

Überlassen Sie nichts dem Zufall!

Was ein Schutzbrief ist und wann ein Autoschutzbrief sinnvoll ist, wissen Sie nun. Jetzt gilt es: Machen Sie sich Gedanken, welche Leistungen für Ihre persönliche Situation wichtig sind und lassen Sie sich von Ihrem Versicherer beraten.

Denn: Mit einem Kfz-Schutzbrief sind Sie nicht nur als Vielfahrer, sondern auch, wenn Sie regelmäßig mit dem Auto im Urlaub unterwegs sind, abgesichert. Sie können bei einigen Versicherungen einen Schutzbrief aber nicht nur für Ihr Auto, sondern auch für Ihr Motorrad oder Ihr Wohnmobil abschließen. Auch das kann sich je nach Situation für Sie lohnen.

Informieren Sie sich direkt über den Kfz-Schutzbrief der AllSecur und wie Sie bei uns mit einem Schutzbrief einen Schaden melden können.

Wir wünschen Ihnen allseits gute und vor allem sichere Fahrt! Ihre AllSecur

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