Schadenfreiheitsklasse: Tabelle und Berechnung

Die Schadenfreiheitsklasse und der jeweilige Schadenfreiheitsrabatt sind ausschlaggebend für Ihren Versicherungsbeitrag. Mit unserer Tabelle können Sie ermitteln, welche Schadenfreiheitsklasse Sie haben und wie hoch Ihr Schadenfreiheitsrabatt ist. Außerdem erfahren Sie, ob man den Schadenfreiheitsrabatt an eine andere Person übertragen kann, wie eine Rabattübertragung funktioniert und was ein Rabattschutz ist.

Rechner und Spielzeugauto hinter aufgetürmten Zwei-Euro-Münzen

Je länger Sie unfallfrei fahren, desto höher ist Ihre Schadenfreiheitsklasse. Das bedeutet: Sie müssen weniger für Ihre Kfz-Versicherung bezahlen. © gettyimages/ Stadtratte


Was ist die Schadenfreiheitsklasse?

Die Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) gibt es bei der Kfz-Haftpflichtversicherung und bei der Vollkaskoversicherung. Wie hoch Ihr Versicherungsbeitrag ausfällt, hängt unter anderem von Ihrer Schadenfreiheitsklasse ab. Dabei kommt es immer darauf an, wie viele Kalenderjahre Sie bisher unfallfrei gefahren sind.

Jedes Jahr zum 01. Januar ändert sich Ihre Schadenfreiheitsklasse. Haben Sie im vergangenen Jahr keinen Unfall verursacht, bekommen Sie in der Regel eine höhere Schadenfreiheitsklasse. Die Folge: Sie müssen künftig weniger für Ihre Kfz-Versicherung bezahlen.

Wenn Sie Ihrer Kfz Haftpflichtversicherung oder Ihrer Vollkaskoversicherung einen Schaden gemeldet haben, werden Sie normalerweise herabgestuft. Die Folge: Sie bekommen eine niedrigere Schadenfreiheitsklasse und müssen künftig mehr für Ihre Kfz-Versicherung bezahlen.

Das sollten Sie wissen: Die Höhe Ihres Versicherungsbeitrags hängt nicht nur von der Schadenfreiheitsklasse ab. Auch der Fahrzeugtyp, der Zulassungsbezirk, die festgelegte Selbstbeteiligung, die Fahrleistung pro Jahr, der Fahrerkreis und das berufliche Umfeld des Versicherungsnehmers spielen dafür eine Rolle.

Autofahrer im Sonnenlicht am Steuer

Je länger Sie unfallfrei fahren, desto höher ist Ihre Schadenfreiheitsklasse. © gettyimages/Geber86

Welche Schadenfreiheitsklassen gibt es?

Die Schadenfreiheitsklassen sind immer mit den schadenfreien Kalenderjahren, also mit den Jahren, die Sie schon unfallfrei gefahren sind, verknüpft. Danach richtet sich der jeweilige Beitrag für Ihre Kfz-Haftpflichtversicherung und Ihre Vollkaskoversicherung.

Das bedeutet: Es hängt immer von Ihrer Schadenfreiheitsklasse ab, wie viel Sie für Ihre Kfz-Versicherung bezahlen müssen. Für die Kfz-Haftpflichtversicherung und die Vollkaskoversicherung wird grundsätzlich eine separate Schadenfreiheitsklasse vergeben.

Bei den Schadenfreiheitsklassen gibt es in der Regel eine Staffelung von 0 bis 35. Die SF-Klasse 35 ist mit einem Beitragssatz von 20 Prozent die günstigste. Außerdem gibt es weitere Sonderklassen: SF-Klasse M, SF-Klasse 0, SF-Klasse S und SF-Klasse ½.

Die Schadenfreiheitsklasse 0 bekommen Sie als Fahranfänger, wenn Sie Ihre Fahrerlaubnis weniger als drei Jahre besitzen. Das bedeutet, wenn bisher noch nie ein Fahrzeug auf Sie als Versicherungsnehmer zugelassen war, werden Sie in der Regel in die Schadenfreiheitsklasse 0 zu einem Beitragssatz von 100 Prozent eingestuft.

Die SF-Klasse ½ bekommen Sie, wenn Sie Ihr erstes eigenes Auto versichern und schon mehr als drei Jahre eine gültige Fahrerlaubnis besitzen. In die Schadenfreiheitsklassen S werden Sie herabgestuft, wenn Sie einen Schaden gemeldet haben und vorher die SF-Klasse 1 hatten. Die Schadenfreiheitsklasse M (Malusklasse) können nur Fahranfänger bei einer Rückstufung bekommen.

Beispielhafte Tabelle mit Beitragssätzen:

Schadenfreie Jahre Beitragssatz KH in % Beitragssatz VK in %
35 Kalenderjahre 20 20
34 Kalenderjahre 22 21
33 Kalenderjahre 22 21
32 Kalenderjahre 23 21
31 Kalenderjahre 23 22
30 Kalenderjahre 24 22
29 Kalenderjahre 24 22
28 Kalenderjahre 25 23
27 Kalenderjahre 25 23
26 Kalenderjahre 26 23
25 Kalenderjahre 26 24
24 Kalenderjahre 27 24
23 Kalenderjahre 27 24
22 Kalenderjahre 28 25
21 Kalenderjahre 28 25
20 Kalenderjahre 29 25
19 Kalenderjahre 29 26
18 Kalenderjahre 30 26
17 Kalenderjahre 30 26
16 Kalenderjahre 31 27
15 Kalenderjahre 31 27
14 Kalenderjahre 32 27
13 Kalenderjahre 33 28
12 Kalenderjahre 34 28
11 Kalenderjahre 36 29
10 Kalenderjahre 37 29
9 Kalenderjahre 38 30
8 Kalenderjahre 39 30
7 Kalenderjahre 41 31
6 Kalenderjahre 42 32
5 Kalenderjahre 44 33
4 Kalenderjahre 46 34
3 Kalenderjahre 48 35
2 Kalenderjahre 52 36
1 Kalenderjahr 58 38
1/2 Kalenderjahre 68 46
S Schadenklasse 78
0 Schadenklasse 100 60
M Schadenklasse 120 80

Wo erfahre ich meine Schadenfreiheitsklasse?

Welche Schadenfreiheitsklasse Sie aktuell haben, steht normalerweise auf der letzten Beitragsrechnung Ihres Versicherers.  AllSecur Kunden können ihre Schadenfreiheitsklasse online im "Meine AllSecur"-Bereich einsehen.

Grundsätzlich profitieren Sie von der großen Staffelung der SF-Klassen. Denn Sie können sich so jedes Jahr um eine Klasse verbessern, Ihren Schadenfreiheitsrabatt steigern und Ihren Beitragssatz schneller verringern.

Die Umstufung in eine neue SF-Klasse erfolgt normalerweise immer zu Beginn des Jahres. Das bedeutet: Für das nächste Versicherungsjahr erhöht sich Ihre aktuelle SF-Klasse um 1, wenn Sie im vergangenen Jahr keinen Schaden hatten und noch nicht in der höchsten Klasse eingestuft sind.

Ein Beispiel: Sie hatten im Jahr 2017 die Schadenfreiheitsklasse 5. Haben Sie Ihrer Kfz-Haftpflichtversicherung oder Ihrer Vollkaskoversicherung keinen Schaden gemeldet, erhalten Sie für das Jahr 2018 die SF-Klasse 6. In dem Fall verringert sich Ihr Beitragssatz von 44 auf 42 Prozent (Kfz-Haftpflichtversicherung) beziehungsweise von 33 auf 32 Prozent (Vollkaskoversicherung).

Was passiert bei einer Rückstufung?

Wenn Sie einen Schaden am Fahrzeug eines Dritten verursacht haben, werden Sie im nächsten Versicherungsjahr in eine niedrigere Schadenfreiheitsklasse herabgestuft. Dasselbe gilt, wenn Sie Ihrer Vollkaskoversicherung einen Schaden an Ihrem eigenen Fahrzeug gemeldet haben.

Wie weit Sie zurückgestuft werden, hängt aber immer von Ihrem Versicherungsanbieter ab. Außerdem ist natürlich ausschlaggebend, wie viele Schäden Sie im letzten Jahr gemeldet haben. Grundsätzlich gilt aber bei einer Rückstufung: Sie müssen künftig mehr für Ihre Kfz-Versicherung bezahlen.

Nachdem jede Versicherung unterschiedliche Rabatte und Beiträge für die verschiedenen Schadenfreiheitsklassen festlegt, sollten Sie hier einen Blick in die Rückstufungstabelle Ihres Versicherers werfen. Informationen zur Rückstufung finden Sie normalerweise auch in Ihren Vertragsunterlagen oder den Versicherungsbedingungen.

Ein Tipp: Bei sogenannten Bagatellschäden (kleine Schäden, wie zum Beispiel Kratzer oder Dellen) kann es sinnvoll sein, wenn Sie die Reparaturkosten komplett selbst übernehmen. So können Sie eine Rückstufung bei Ihrer Kfz-Versicherung vermeiden. Bezahlen Sie die Kosten selbst, ist das meistens günstiger als eine Beitragserhöhung im folgenden Jahr.

Auffahrunfall, bei dem zwei Männer den Schaden begutachten

Wenn Sie einen Schaden am Fahrzeug eines Dritten verursacht haben, werden Sie in eine niedrigere Schadenfreiheitsklasse herabgestuft. © gettyimages/monkeybusinessimages

Was passiert bei einem Versicherungswechsel?

Bei einem Versicherungswechsel übernimmt Ihr neuer Versicherer normalerweise Ihre Schadenfreiheitsklasse. Das bedeutet, Ihre schadenfreien Kalenderjahre werden Ihnen angerechnet.

Das muss aber nicht für Ihren Schadenfreiheitsrabatt gelten. Denn: Die Schadenfreiheitsrabatte zu den jeweiligen Schadenfreiheitsklassen sind von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich. Es ist also möglich, dass Sie bei einem Versicherungswechsel zwar in dieselbe Schadenfreiheitsklasse wie vorher eingestuft werden, aber einen höheren oder niedrigeren Beitrag zahlen müssen.

Das sollten Sie wissen: Sondereinstufungen von Ihrem vorherigen Versicherer können in der Regel nicht übertragen werden. Das betrifft zum Beispiel eine günstige Einstufung für eine Zweitwagenversicherung.

Gilt die Schadenfreiheitsklasse auch für einen Zweitwagen?

Welche Schadenfreiheitsklasse Sie für Ihren Zweitwagen bekommen, hängt von bestimmten Voraussetzungen ab: Haben Sie schon einmal eine Kfz-Versicherung für Ihren Zweitwagen abgeschlossen? Oder wollen Sie das Fahrzeug zum ersten Mal versichern?

Wenn Sie Ihren Zweitwagen schon bei einem anderen Anbieter versichert haben, können Sie problemlos Ihre schadenfreien Jahre zu einem neuen Versicherer mitnehmen. Nach zehn Jahren ohne Unfall werden Sie zum Beispiel direkt in die SF-Klasse 10 eingestuft. Sie bekommen dazu den jeweiligen Schadenfreiheitsrabatt des Anbieters. Im Beispiel zahlen Sie in dem Fall nur noch 37 Prozent (Kfz-Haftpflichtversicherung) beziehungsweise 29 Prozent (Vollkaskoversicherung) des Beitrags für Ihren Zweitwagen.

Aushändigen eines Autoschlüssels

Bei einem Zweitwagen können Sie unter bestimmten Voraussetzungen direkt in eine höhere Schadenfreiheitsklasse eingestuft werden. © gettyimages/AndreyPopov

Um von der AllSecur mit einem neuen, zweiten Fahrzeug direkt in die Schadenfreiheitsklasse ½ zu einem Beitragssatz von 68 Prozent eigestuft zu werden, ist es Voraussetzung, dass Sie

  • ein anderes Fahrzeug mit mindestens der SF-Klasse ½ bei der AllSecur oder einem anderen Anbieter versichert haben.
  • nur sich selbst oder Ihren Ehe-/Lebenspartner als Fahrzeughalter eintragen lassen.

Um von der AllSecur direkt in die Schadenfreiheitsklasse 2 zu einem Beitragssatz von 52 Prozent eingestuft zu werden, ist es Voraussetzung, dass

  • Sie oder Ihr Ehe-/Lebenspartner schon ein anderes Fahrzeug mit mindestens der SF-Klasse 2 bei der AllSecur versichert haben.
  • alle Fahrer des neu versicherten Autos mindestens 23 Jahre alt sind.
  • nur Sie selbst oder Ihr Ehe-/Lebenspartner als Fahrzeughalter eingetragen sind. Das bedeutet, das Fahrzeug darf nicht auf einen sogenannten „Sonstigen Halter“ (Eltern, Kind) zugelassen werden.

Informieren sie sich direkt, wie Sie bei der AllSecur Ihren Zweitwagen versichern und so auch als Fahranfänger sparen können.


Was ist der Schadenfreiheitsrabatt?

Der Schadenfreiheitsrabatt ist ein Rabattsystem in der Kfz-Versicherung. Jede Versicherung ordnet den unterschiedlichen Schadenfreiheitsklassen einen bestimmten Rabatt zu: den sogenannten Schadenfreiheitsrabatt (SFR).

Wie wird der Schadenfreiheitsrabatt berechnet?

Der Schadenfreiheitsrabatt ist an die Schadenfreiheitsklasse gebunden und drückt aus, wie lange ein Versicherungsnehmer schon unfallfrei fährt. Das bedeutet: Je länger Sie unfallfrei fahren, desto höher sind Ihre Schadenfreiheitsklasse und Ihr Schadenfreiheitsrabatt. Sie müssen also weniger für Ihre Kfz-Versicherung bezahlen.

Zum Beispiel: Sie fahren schon seit 17 Jahren ohne Unfall. Das bedeutet, Sie werden von den Kalenderjahren her in die Schadenfreiheitsklasse 17 eingestuft. Für Ihre Kfz-Haftpflichtversicherung müssen Sie in dem Fall bei der AllSecur nur noch 30 Prozent des Versicherungsbeitrags bezahlen. Bei der Vollkaskoversicherung sind es sogar nur noch 26 Prozent.

Aber: Die Rabatte zu den festgelegten Schadenfreiheitsklassen variieren von Versicherer zu Versicherer. Es ist also möglich, dass Sie in derselben Schadenfreiheitsklasse bei einem Versicherer einen höheren oder niedrigeren Rabatt bekommen als bei einem anderen Anbieter.

Informieren Sie sich direkt über die Kfz-Haftpflichtversicherung und die Vollkaskoversicherung der AllSecur.

Rechner und Block zur Kalkulation

Je länger Sie unfallfrei fahren, desto weniger müssen Sie für Ihre Kfz-Versicherung bezahlen. © gettyimages/alfexe

Kann der Schadenfreiheitsrabatt übertragen werden?

Wir erklären Ihnen, an wen Sie Ihren Schadenfreiheitsrabatt übertragen können und wie eine Rabattübertragung funktioniert.

An wen kann der Schadenfreiheitsrabatt übertragen werden?

Der Schadenfreiheitsrabatt ist normalerweise an eine Person gebunden. Er kann nur unter bestimmten Voraussetzungen an einen Dritten übertragen werden. Das ist zum Beispiel möglich zwischen

  • Ehegatten oder Lebenspartnern, die in einer häuslichen Gemeinschaft leben.
  • Eltern und ihren Kindern.
  • in einer häuslichen Gemeinschaft lebenden Großeltern und ihren Enkeln.
  • Geschwistern, die in einer häuslichen Gemeinschaft leben.
  • Schwiegereltern und Schwiegerkindern.
  • einer juristischen Person oder Firma und einer natürlichen Person.

Wollen Sie Ihren Schadenfreiheitsrabatt zum Beispiel auf eines Ihrer Kinder übertragen, müssen Sie auf Ihren Anspruch (schadenfreie Jahre) verzichten. Das bedeutet, Ihr Vertrag wird von Ihrem Versicherer wie ein neu abgeschlossener Vertrag behandelt. Eine Rückübertragung ist zwar theoretisch möglich. Dafür müssen aber beide Parteien zustimmen und unterschreiben. Haben Sie Ihren Vertrag schon gekündigt, kann der Schadenfreiheitsrabatt nur innerhalb eines Jahres auf eine andere Person übertragen werden.

Das sollten Sie wissen: Ihrem Kind zum Beispiel kann Ihr Schadenfreiheitsrabatt nur für die Zeit angerechnet werden, in der es auch selbst eine gültige Fahrerlaubnis besessen hat. Denn nur in diesem Zeitraum hätten auch Rabatte erworben werden können. Das bedeutet, dass Ihr Schadenfreiheitsrabatt nicht unbedingt 1:1 auf ein Familienmitglied übertragen werden kann.

Ein Beispiel: Hat Ihr Kind seit fünf Jahren den Führerschein, Sie fahren aber schon 20 Jahre unfallfrei, wird es trotzdem nur in die Schadenfreiheitsklasse 5 eingestuft. In dem Fall ist der Kfz-Versicherungsbeitrag aber günstiger, denn normalerweise würde Ihr Kind in die Schadenfreiheitsklasse ½ eingestuft werden (68/46 Prozent). In der SF-Klasse 5 müssen nur 44 beziehungsweise 33 Prozent des Versicherungsbeitrags bezahlt werden. Hier kann sich also eine Rabattübertragung lohnen.

Wie kann der Schadenfreiheitsrabatt übertragen werden?

Damit der Schadenfreiheitsrabatt übertragen werden kann, stellen Sie zunächst bei der AllSecur einen Antrag auf den Abschluss einer Kfz-Versicherung. Dafür müssen Sie Ihre eigene, aktuelle Schadenfreiheitsklasse angeben.

Sobald Ihnen nach der Antragstellung die Antrags- oder Versicherungsscheinnummer vorliegt, können Sie mit dem hier hinterlegten Formular einen Antrag auf Übertragung des Schadenfreiheitsrabattes stellen. Füllen Sie dazu einfach das Formular gemeinsam mit dem bisherigen Inhaber vollständig aus und senden Sie es unterschrieben zurück:

  • per Mail über www.allsecur.de im Kontakt-Bereich
  • per Fax an die 069 / 99999 199 oder
  • postalisch an AllSecur Deutschland AG, Postfach 200119, 60605 Frankfurt

Junge Fahrerin am Steuer

Vor allem jüngere Fahrer können von einer Rabattübertragung profitieren. © gettyimages/chombosan

Kann ich meinen Schadenfreiheitsrabatt retten?

Auch wenn Sie schon sehr viele Jahre unfallfrei fahren, kann Ihnen ein einziger selbstverschuldeter Unfall sprichwörtlich einen Strich durch die Rechnung machen. Um eine Rückstufung innerhalb der Schadenfreiheitsklassen zu vermeiden, kann sich ein sogenannter Rabattschutz oder ein Rabattretter lohnen.

Der Rabattschutz ist eine Möglichkeit in Ihrem Versicherungstarif, den Sie für die Kfz-Haftpflichtversicherung und die Vollkaskoversicherung dazu buchen können. Das bedeutet: Im Falle eines Unfalls werden Sie nicht in eine niedrigere Schadenfreiheitsklasse zurückgestuft und müssen auch nicht mehr für Ihre Kfz-Versicherung bezahlen. Der Rabattschutz gilt in der Regel für jeweils ein Schadensereignis im Jahr.

Eine andere Möglichkeit, wie Sie Ihren Schadenfreiheitsrabatt retten können, ist: Sie bezahlen die Reparaturkosten bei einem Unfall komplett selbst. Das kann vor allem bei kleineren Schäden (Bagatellschäden) zwischen 500 und 1.000 Euro sinnvoll sein. Ob es sich in Ihrem Fall lohnt, einen Schaden selbst zu übernehmen, kann Ihnen Ihre Versicherung aber genau beantworten.

Verfällt der Schadenfreiheitsrabatt irgendwann?

Wenn Sie Ihre Versicherung kündigen, weil Sie im Moment kein Auto mehr brauchen, kann sich die Unterbrechung des Versicherungsschutzes auf Ihren Schadenfreiheitsrabatt auswirken. Dasselbe gilt, wenn Ihr Fahrzeug verkauft, stillgelegt, verschrottet oder gestohlen wird.

Ist die Unterbrechung kürzer als sechs Monate, hat das normalerweise keine Auswirkungen auf Ihre Schadenfreiheitsklasse und Ihren Schadenfreiheitsrabatt. Danach wird Ihr Rabatt „eingefroren“. Pausiert Ihre Kfz-Versicherung aber länger als ein Jahr, bleibt Ihre SF-Klasse wie zum Enddatum der Versicherung. Wenn Sie Ihren Versicherungsschutz länger als zehn Jahre unterbrechen, verfällt Ihr Schadenfreiheitsrabatt komplett.

Aufgetürmte Autos auf dem Schrottplatz

Ist Ihr Fahrzeug verschrottet worden, kann sich das auf Ihren Schadenfreiheitsrabatt auswirken. © gettyimages/rkankaro

Warum gibt es bei der Teilkaskoversicherung keinen Schadenfreiheitsrabatt?

Bei der Teilkaskoversicherung gibt es keinen Schadenfreiheitsrabatt. Das liegt daran, dass die Teilkaskoversicherung Risiken, wie zum Beispiel Brand, Glasbruch, Diebstahl oder Wildschäden abdeckt. In diesen Fällen sind Sie als Versicherungsnehmer aber nicht direkt für den Schaden verantwortlich. Deshalb müssen Sie hier auch keine höheren Beiträge bezahlen.

Informieren Sie sich direkt über die Teilkaskoversicherung der AllSecur.

Unfallfrei fahren zahlt sich aus!

Die Schadenfreiheitsklasse regelt unter anderem, wie viel Sie für Ihre Kfz-Versicherung bezahlen müssen. Dabei gilt der Grundsatz: Je länger Sie unfallfrei fahren, desto höher ist auch Ihr Schadenfreiheitsrabatt. In dem Fall sinkt der Beitragssatz für Ihre Kfz-Versicherung und Sie müssen regelmäßig weniger bezahlen.

Den Schadenfreiheitsrabatt können Sie auch unter bestimmten Voraussetzungen auf eine andere Person übertragen. Einer Rabattübertragung müssen aber beide Parteien zustimmen und beim Versicherer unterschreiben. Dann kann der Schadenfreiheitsrabatt zum Beispiel von den Eltern oder Großeltern übernommen werden. Das gilt aber immer nur für den Zeitraum, in dem Sie auch selbst eine gültige Fahrerlaubnis besessen haben.

Wir wünschen Ihnen allzeit gute Fahrt! Ihre AllSecur