Regionalklassen 2018 © iStock/TomasSereda

Regionalklassen 2018: Für 5,5 Millionen Autofahrer wird es günstiger

Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat auch dieses Jahr wieder geprüft, in welchen der rund 400 Zulassungsbezirke die meisten Unfälle stattfinden. Das Ergebnis: Für 9 Millionen Autofahrer ändert sich die Regionalklasse. Einige Autofahrer werden in Zukunft mehr für ihre Kfz-Haftpflicht zahlen – andere weniger.

Jährlich prüft der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in welchen Zulassungsbezirken die meisten Unfälle stattfinden. Danach werden die Zulassungsbezirke in Regionalklassen eingeteilt: Je mehr Unfälle, desto höher die Regionalklasse. Das Ergebnis wirkt sich auch auf den Kfz-Versicherungstarif aus. Allgemein gilt: Je niedriger die Regionalklasse, desto niedriger die Kosten.

Für 5,5 Millionen wird es günstiger

Die gute Neuigkeit vorweg: 5,5 Millionen Autofahrer wechseln in eine niedrigere Regionalklasse. Für Kaskoversicherte ändert sich nicht viel. Und für insgesamt 31 Millionen Kfz-Versicherte ändert sich gar nichts. Etwa 3,6 Millionen fahren in Zukunft in höheren Regionalklassen, weil in dem Bezirk, in dem ihr Fahrzeug gemeldet ist, mehr Unfälle passiert sind.

Wenige Auswirkungen auf Kaskoversicherte

Warum Vollkasko- oder Teilkasko-Kfz-Versicherte weniger betroffen sind? Weil für Kaskoversicherung nicht nur die Unfälle in der Region entscheidend sind. Autodiebstähle, Sturm-, Hagel- und Wildschäden werden zusätzlich zu den Unfällen geprüft und für die Berechnung des Versicherungsbeitrags berücksichtigt.

Im Norden und auf dem Land fährt es sich günstiger

Im Ergebnis lässt sich festhalten: Der Süden fährt teurer als der Norden Deutschlands und auf dem Land fährt es sich günstiger als in der Stadt. Die niedrigste und somit beste Regionalklasse hat der Zulassungsbezirk Elbe-Elster in Brandenburg. Hier fanden die wenigsten Unfälle statt.

Bundesländer mit den niedrigsten Regionalklassen 2018

  • Brandenburg
  • Schleswig-Holstein
  • Niedersachsen
  • Mecklenburg-Vorpommern

Autounfall-Hauptstadt: Offenbach am Main

Die meisten Unfälle wurden in Offenbach am Main erfasst. Autos, die dort gemeldet sind, landen in der höchsten Regionalklasse. Auch die Großstädte Berlin und Hamburg haben eine hohe Anzahl an Unfällen und damit eine hohe Regionalklasse. Da in Großstädten mehr Autos unterwegs sind und mehr Verkehr herrscht, ist hier die Anzahl der Unfälle höher als in ländlichen Regionen mit geringem Verkehrsaufkommen.

Niedrige Klasse, niedrige Kosten: Bedeutung Regionalklasse

Der Begriff „Regionalklasse“ steht für die Informationen, wie viele Unfälle in einer Region, einem Zulassungsbezirk, passieren. Je höher die Regionalklasse ist, desto mehr Unfälle haben dort stattgefunden und desto mehr Versicherungsbeitrag muss in dieser Region gezahlt werden. Umgekehrt: Je weniger Unfälle in einer Region stattfinden, desto niedriger sind Regionalklasse und Kosten.

Bin ich betroffen?

Hier können Sie sehen, ob sich Ihre Regionalklasse geändert hat: www.dieversicherer.de/versicherer/entdecken/regionalklassen-abfrage

26.09.2017 · München · von Anja Reinhardt · für AllSecur