Bei Alkohol am Steuer hört der Faschingsspaß auf

/ München

Kostüme, Krapfen und Alkohol fehlen an fast keiner Faschingsfeier. In ganz Deutschland finden in den nächsten Tagen zahlreiche Faschingsbälle, Umzüge und -Feiern statt. Leider treten viele Narren im Anschluss – trotz Alkohol im Blut – ihren Heimweg mit dem Auto an. Dass das nicht nur verboten, sondern auch zur lebensgefährlichen Unfällen führen kann, vergessen die meisten im Faschingsrausch. Wer an Fasching betrunken Auto fährt, wird im schlimmsten Fall seines Lebens nicht mehr froh.

Karneval © Foto: Shutterstock

Alkohol am Steuer ist auch zur fünften Jahreszeit nicht lustig. Nach Angaben des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) starben im Jahr 2016 7% aller tödlich verletzten Verkehrsteilnehmer infolge eines Alkoholunfalls. Bei einer Alkoholkonzentration von 0,3 Promille im Blut wird von einem Alkoholunfall gesprochen. Bei 13.532 an Unfällen mit Personenschaden beteiligten Personen im Jahr 2016 war die Verkehrstüchtigkeit durch Alkoholeinfluss beeinträchtigt. Trotzdem vergessen viele – gerade zur Faschingszeit – dass alkoholisiert Autofahren gefährlich für sich und andere Verkehrsteilnehmer ist. Aus diesem Grund hat die Polizei in einigen Bundesländern bereits angekündigt, dass zur närrischen Zeit verstärkt Alkohol- und Drogenkontrollen durchgeführt werden.

Wer trinkt und fährt, hat Schuld

Bereits bei einem Alkoholspiegel von 0,2 Promille lässt laut DVR die Leistungsfähigkeit des Fahrers nach und das Unfallrisiko steigt. Wer mit einer Blutalkoholkonzentration von 0,5 Promille erwischt wird, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Hier drohen ein Bußgeld und Punkte in der Verkehrssünderkartei – ab 0,8 Promille zusätzlich ein Fahrverbot. Kommt es zum Unfall, ist bereits eine Blutalkoholkonzentration ab 0,3 Promille entscheidend für das Gerichtsurteil: Denn Unfallbeteiligten, bei denen die Polizei 0,3 oder mehr Promille feststellt, können vor Gericht als fahruntauglich eingestuft und wegen Trunkenheit verurteilt werden.