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Bei Alkohol am Steuer hört der Faschingsspaß auf

Kostüme, Krapfen und Alkohol fehlen an fast keiner Faschingsfeier. In ganz Deutschland finden in den nächsten Tagen zahlreiche Faschingsbälle, Umzüge und -Feiern statt. Leider treten viele Narren im Anschluss – trotz Alkohol im Blut – ihren Heimweg mit dem Auto an. Dass das nicht nur verboten, sondern auch zur lebensgefährlichen Unfällen führen kann, vergessen die meisten im Faschingsrausch. Wer an Fasching betrunken Auto fährt, wird im schlimmsten Fall seines Lebens nicht mehr froh.

Alkohol am Steuer ist auch zur fünften Jahreszeit nicht lustig. Nach Angaben des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) starb im Jahr 2015 alle 34 Stunden ein Mensch bei einem Alkoholunfall. Bei einer Alkoholkonzentration von 0,3 Promille im Blut wird von einem Alkoholunfall gesprochen. Insgesamt 37.450 Unfälle ereigneten sich im gesamten Jahr 2015, bei denen mindestens ein Beteiligter unter dem Einfluss berauschender Mittel stand. Trotzdem vergessen viele – gerade zur Faschingszeit – dass alkoholisiert Autofahren gefährlich für sich und andere Verkehrsteilnehmer ist. Aus diesem Grund hat die Polizei in einigen Bundesländern bereits angekündigt, dass zur närrischen Zeit verstärkt Alkohol- und Drogenkontrollen durchgeführt werden.

Wer trinkt und fährt, hat Schuld

Bereits bei einem Alkoholspiegel von 0,2 Promille lässt laut DVR die Leistungsfähigkeit des Fahrers nach und das Unfallrisiko steigt. Wer mit einer Blutalkoholkonzentration von 0,5 Promille erwischt wird, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Hier drohen ein Bußgeld und Punkte in der Verkehrssünderkartei – ab 0,8 Promille zusätzlich ein Fahrverbot. Kommt es zum Unfall, ist bereits eine Blutalkoholkonzentration ab 0,3 Promille entscheidend für das Gerichtsurteil: Denn Unfallbeteiligten, bei denen die Polizei 0,3 oder mehr Promille feststellt, können vor Gericht als fahruntauglich eingestuft und wegen Trunkenheit verurteilt werden.

17.02.2017 · München · von Anja Reinhardt · für AllSecur