Discounter investieren in Carsharing und Elektrotankstellen

/ München

Nach Aldi-Süd will auch Lidl ins Carsharing einsteigen. Ein Testprojekt in Zusammenarbeit mit Mazda startet ab September. Es ist günstiger als die stationsunabhängige Konkurrenz. Aldi will seinen Kunden eine Vielzahl von Schnellladesäulen anbieten, an denen E-Autos kostenlos geladen werden dürfen.

Mann lädt Einkäufe in Auto © Foto: iStock/bojanstory

Die Discounter Lidl und Aldi Süd gehen neue Wege und investieren verstärkt in Mobilitätsdienstleistungen. Nachdem Aldi im Rhein-Main-Gebiet bereits seit Oktober 2017 mit Carsharing experimentiert, steigt nun auch Konkurrent Lidl in das Geschäft ein. Das Unternehmen aus Neckarsulm will ab September dieses Jahres in Kooperation mit dem Autobauer Mazda und dem Mobilitätsdienstleister „Choice“ auf ausgewählten Lidl-Parkplätzen in Nordrhein-Westfalen stationsbasiertes Carsharing anbieten. Das teilte der Discounter in einer Pressemeldung mit.

Mazda stellt Roadster und SUV zur Verfügung

An zunächst 50 Filialen werden jeweils drei Parkplätze für die aus 150 Fahrzeugen bestehende Carsharing-Flotte reserviert. Mehrere Modelle sollen die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kunden abdecken – so stehen den Interessenten neben Kleinwagen aus der Mazda-Flotte auch der Crossover-SUV CX-3 oder der Roadster MX-5 zur Verfügung. Über die mobile App lässt sich ein Wagen reservieren, der dann auf dem Lidl-Parkplatz abgeholt und genau dort wieder zurückgegeben werden muss. Auch Kunden des Carsharing-Unternehmens Flinkster können die Fahrzeuge über ihre App reservieren und ausleihen.

Lidl-Carsharing günstiger als Car2Go oder DriveNow

Abgerechnet wird im 15-Minuten-Takt. Der Kleinwagen Mazda 2 ist mit einem Euro pro Viertelstunde das günstigste Modell und damit auch wesentlich preiswerter als die stationsungebundenen Carsharing Anbieter Car2Go oder DriveNow. Dafür muss aber immer der Weg zum Discounter absolviert werden.

Aldi setzt auf kostenlose Elektrotankstellen

Lidl-Konkurrent Aldi-Süd nutzt seine Parkflächen für den Ausbau seines Netzes an Elektrotankstellen. An 50 Standorten hat der Discounter in Zusammenarbeit mit dem Energieunternehmen Innogy bereits Schnellladesäulen aufgestellt, an denen Kunden die Akkus ihrer E-Autos und E-Bikes kostenlos aufladen dürfen. Jetzt will das Unternehmen im nächsten Schritt das Angebot jetzt erweitern und vor allem Filialen in Autobahnnähe mit Schnellladesäulen ausrüsten. 28 Standorte sollen insgesamt hinzukommen. Je nach Fahrzeugtyp lasse sich die Reichweite bei einem 30-minütigem Einkauf so um bis zu 200 Kilometer verlängern.

Lidl verfolgt ähnliche Pläne. „Unser Ziel ist es, zukünftig jede neu eröffnete Filiale mit einer E-Ladesäule auszustatten“, teilt das Unternehmen laut „t-online“ mit.