Kfz-Versicherung: Sparen Sie Geld mit diesen 8 Tipps

Sie wollen bei Ihrer Kfz-Versicherung bares Geld sparen, wissen aber nicht wie? Wir haben acht Tipps und Tricks für Sie, mit denen Sie Ihre Kfz-Versicherungsbeiträge senken können. Wir zeigen Ihnen auch, welche Möglichkeiten Sie bei einem Unfall haben und welche Rabatte Sinn machen.

Kfz-Versicherung sparen

Es gibt viele Möglichkeiten, wie Sie Ihren Kfz-Versicherungsbeitrag senken können. © gettyimages/alfexe

Die Kfz-Versicherung muss nicht immer so teuer sein, wie es auf den ersten Blick scheint. Mit unseren acht Tipps und Tricks können Sie bares Geld sparen:

  1. Vergleichen Sie Versicherungen.
  2. Wählen Sie den Versicherungsumfang.
  3. Wägen Sie beim Autokauf ab.
  4. Überdenken Sie Zusatzoptionen.
  5. Nutzen Sie Rabatte.
  6. Bezahlen Sie den Beitrag jährlich.
  7. Überprüfen Sie den Kilometerstand.
  8. Prüfen Sie die Schadenfreiheitsklasse.


1. Vergleichen Sie Versicherungen.

Der Unterschied zwischen den teuersten und den günstigsten Versicherungsanbietern ist groß. Wechseln Sie den Anbieter, können Sie Ihren Versicherungsbeitrag bis zu 60 Prozent senken. So können Sie im Jahr bis zu 600 Euro sparen. Ein Preisvergleich ist also bares Geld und zahlt sich aus.

Grundsätzlich gilt: Sie sollten jedes Jahr die aktuellen Tarife neu vergleichen. Bekommen Sie bei einem anderen Versicherer ein günstigeres Angebot, können Sie Ihre Kfz-Versicherung normalerweise bis zum 30. November kündigen.

Die folgenden Tipps zeigen Ihnen, wie Sie bei Ihrer Autoversicherung sparen können.


2. Wählen Sie den Versicherungsumfang.

Besitzen Sie ein Fahrzeug, ist eine Kfz-Haftpflichtversicherung Pflicht. Hier können Sie meistens nur durch einen Anbieterwechsel sparen. Bei der Teilkasko- und der Vollkaskoversicherung ist das anders. Überlegen Sie sich genau, welchen Versicherungsschutz Sie für Ihr Fahrzeug wirklich brauchen.

Informieren Sie sich über die Kfz-Haftpflichtversicherung der AllSecur.

Versicherungen vergleichen

Vergleichen Sie verschiedene Versicherungsanbieter und rechnen Sie sich durch, welcher Schutz sich für Ihr Auto wirklich lohnt. © gettyimages/yattaa

Die Kaskoversicherungen

Die Kaskoversicherungen sind keine Pflichtversicherungen. Trotzdem ist es meistens sinnvoll, wenn Sie für Ihr Fahrzeug entweder eine Teilkasko- oder eine Vollkaskoversicherung abschließen. So müssen Sie Unfallschäden an Ihrem eigenen Auto nicht selbst bezahlen.

Die Teilkaskoversicherung übernimmt normalerweise Schäden, die durch Naturkatastrophen (Brand, Blitzschlag, Sturm, Hagel, Überschwemmung) entstanden sind. Auch Glasschäden, Wildunfälle oder Marderschäden sind meist abgedeckt. Außerdem ist Ihr Fahrzeug gegen Diebstahl versichert.

Die Vollkaskoversicherung bietet einen größeren Versicherungsschutz. Es sind auch alle Leistungen der Teilkasko enthalten. Sind Sie zum Beispiel selbst an einem Unfall schuld, zahlt die Teilkaskoversicherung nicht, die Vollkaskoversicherung übernimmt den Schaden an Ihrem Auto.

Außerdem zahlt die Vollkasko bei Vandalismus. Manche Policen übernehmen sogar bei grober Fahrlässigkeit die Reparaturkosten. Wägen Sie deshalb ab, welcher Versicherungsschutz zu Ihrem Auto und Ihrer persönlichen Situation passt.

Grundsätzlich gilt: Bei älteren PKWs lohnt sich normalerweise eine Teilkaskoversicherung. Bei Neuwagen rechnet sich vor allem in den ersten drei bis fünf Jahren eine Vollkaskoversicherung. Vergleichen Sie trotzdem immer mehrere Angebote. Bei manchen Fahrzeugtypen und bei hohen Schadenfreiheitsrabatten ist die Vollkaskoversicherung nicht viel teurer. In solchen Fällen ist ein Wechsel nicht nötig.

Informieren Sie sich direkt über die Teilkaskoversicherung und die Vollkaskoversicherung der AllSecur.

Die Selbstbeteiligung

Bei den Kaskoversicherungen ist es möglich, eine Selbstbeteiligung festzulegen. Das bedeutet, Ihr Versicherungsanbieter bezahlt den entstandenen Schaden nicht ganz. Sie müssen einen Teil der Reparaturkosten selbst übernehmen.

Wie viel Sie zahlen müssen, können Sie individuell festlegen. Vereinbaren Sie eine Selbstbeteiligung, ist Ihr Versicherungsbeitrag niedriger. Bei der Kfz-Haftpflichtversicherung ist eine Selbstbeteiligung nicht möglich. Hier übernimmt der Versicherer alle anfallenden Kosten.

Eine Teilkaskoversicherung sollten Sie mit einer Selbstbeteiligung zwischen 150 und 500 Euro abschließen. Bei der Vollkaskoversicherung können Sie verschiedene Möglichkeiten auswählen. Hier ist normalerweise eine Selbstbeteiligung zwischen 300 und 1.000 Euro vorgesehen.

Tipp: Kleinere Unfallschäden müssen Sie nicht unbedingt Ihrer Versicherung melden. Überlegen Sie sich, ob es Sinn macht, hier die Reparaturkosten selbst zu übernehmen. Bezahlt die Versicherung, ändert sich Ihre Schadenfreiheitsklasse und Sie müssen mit einem höheren Versicherungsbeitrag rechnen. Denn es gilt: Je länger Sie unfallfrei fahren, desto günstiger ist Ihre Kfz-Versicherung. Sie bekommen einen höheren Schadenfreiheitsrabatt. Fahren Sie zum Beispiel 10 Jahre ohne Unfall, können Sie bis zu 60 Prozent bei Ihrer Kfz-Versicherung sparen.


3. Wägen Sie beim Autokauf ab.

Für welches Auto Sie sich beim Kauf entscheiden, kann sich auf Ihren Versicherungsbeitrag auswirken. Vor allem schnelle und ältere Fahrzeuge sind meistens teurer. Außerdem macht es einen Unterschied, ob Sie einen Diesel oder Benziner fahren.

Die Typklasse

Werden mit einem bestimmten Fahrzeugtyp viele Unfälle verursacht, sind die Versicherungskosten für das Automodell allgemein höher.

Das bedeutet: Entscheiden Sie sich beim Autokauf für ein Fahrzeug mit einer niedrigen Typklasse, ist die Kfz-Versicherung günstiger. Hat Ihr Auto eine hohe Typklasse, müssen Sie normalerweise mehr bezahlen.

Informieren Sie sich am besten vor dem Autokauf, welche Typklasse das Fahrzeug hat. Vor allem für schnelle Autos müssen Sie einen höheren Versicherungsbeitrag bezahlen. Bei ihnen ist das Unfallrisiko höher. Auch ältere Kleinwagen haben oft eine hohe Typklasse. Das liegt daran, dass solche Autos oft von Fahranfängern gefahren werden. Sie sind häufiger in Verkehrsunfälle verwickelt.

Welche Typklasse Ihr Fahrzeug hat, können Sie im gedruckten Typklassenverzeichnis des GDV oder über die Online-Suchfunktion ermitteln.

Diesel oder Benziner?

Versicherung für Diesel

Ob Sie einen Diesel oder Benziner fahren, wirkt sich auch auf die Kosten für Ihre Kfz-Versicherung aus. © gettyimages/bizoo_n

Machen Sie sich schon beim Autokauf Gedanken über den Treibstoff. Wenn Sie sich für einen Benziner entscheiden, müssen Sie weniger für Ihre Kfz-Versicherung bezahlen. Bei einem Diesel kostet der Kraftstoff zwar weniger, die Kfz-Versicherung ist aber teurer.

Sie müssen individuell entscheiden, was sich für Sie lohnt. Sind Sie Vielfahrer (ab 20.000 Kilometern pro Jahr), ist ein Diesel insgesamt günstiger. Sind Sie aber nicht so viel mit dem Auto unterwegs, sollten Sie eher über einen Benziner nachdenken.

Das kommt noch dazu: Entscheidend für Ihren Versicherungsbeitrag ist auch, ob Sie einen Neuwagen oder einen Gebrauchtwagen fahren. Für Neuwägen ist die Kfz-Versicherung günstiger, weil normalerweise kaum Schäden am Auto zu erwarten sind. Außerdem fahren Fahrzeughalter mit neuen Autos meistens vorsichtiger als mit älteren Gebrauchtwagen.


4. Überdenken Sie Zusatzoptionen.

Informieren Sie sich bei Ihrem Versicherungsanbieter, welche Zusatzoptionen bei Ihrer Kfz-Versicherung inklusive sind. Überlegen Sie dann, welche Sie wirklich brauchen.

Verzichten Sie zum Beispiel auf die freie Werkstattwahl oder die sogenannte Mallorca-Police, sparen Sie bares Geld.

Entscheiden Sie sich statt der freien Werkstattwahl für die Werkstattbindung, wird Ihr Auto in einer Partnerwerkstatt Ihrer Versicherung repariert. Der Vorteil ist, Sie müssen sich um nichts kümmern. Nachdem Sie den Schaden gemeldet haben, übernimmt Ihre Versicherung alles Weitere. Der Nachteil ist, Sie können Ihr Fahrzeug nicht in einer Werkstatt Ihrer Wahl reparieren lassen.

Mit der Zusatzoption Mallorca-Police sind Sie auch im Urlaub bei einem Unfall mit einem Mietwagen versichert. Der Schutz gilt aber nur in Europa. Fahren Sie nie oder nur selten mit einem gemieteten Auto im Ausland, lohnt sich der Versicherungsschutz nicht.


5. Nutzen Sie Rabatte.

Jeder Versicherer hat unterschiedliche Rabatte im Angebot, die den Versicherungsbeitrag senken können. Informieren Sie sich, welche Möglichkeiten zu Ihrer persönlichen Situation passen. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Rabatte, mit denen Sie bei Ihrer Kfz-Versicherung sparen können:

  • Alleinfahrer-Rabatt: Fahren nur Sie selbst und keine weiteren Personen mit dem Fahrzeug, fällt Ihr Versicherungsbeitrag normalerweise niedriger aus. Bei manchen Versicherungen ist es aber sogar günstiger, wenn Sie das Fahrzeug gemeinsam mit Ihrem Partner nutzen (Partnerfahrer-Rabatt). Sollen beliebig viele Fahrer mit dem Auto fahren, müssen Sie mit höheren Kosten rechnen.
  • Berufsgruppen-Rabatt: Beamte, Angestellte im öffentlichen Dienst und Landwirte müssen bei vielen Versicherungsanbietern weniger für ihre Kfz-Versicherung bezahlen. Diese Berufsgruppen sind seltener in Unfälle verwickelt und gelten als besonders risikoarm.
  • Garagen-Rabatt: Parken Sie Ihr Fahrzeug in einer abschließbaren Garage und nicht am Straßenrand, fällt Ihr Versicherungsbeitrag niedriger aus. Ihr Auto ist so besser vor Vandalismus, Diebstahl oder Unwettern geschützt.
  • Öko-Rabatt: Haben Sie ein Auto, das weniger Kraftstoff verbraucht und die Umwelt nicht so stark belastet (Schadstoffausstoß), wirkt sich das positiv auf Ihre Versicherungsprämie aus. Das gilt vor allem für Hybridfahrzeuge und Elektroautos.
  • Online-Rabatt: Viele Kfz-Versicherungen sind günstiger, wenn Sie die Police im Internet abschließen. Weil oft auch die Verwaltung und der Kundenservice online ablaufen, kann der Versicherungsanbieter Kosten sparen.
  • Zweitwagen-Rabatt: Haben Sie einen Zweitwagen, können Sie das Fahrzeug günstiger versichern. Die Zulassung muss aber normalerweise auf den Halter des ersten Autos laufen. Das ist auch für Fahranfänger interessant.
  • Bahnfahrer-Rabatt: Besitzen Sie eine BahnCard oder eine Monatskarte für den öffentlichen Nahverkehr (Bus und Bahn), bekommen Sie Vergünstigungen bei Ihrer Kfz-Versicherung. Der Versicherer nimmt an, dass Sie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit kommen. Die Unfallgefahr ist so geringer.

Fahranfänger

Es gibt viele verschiedene Rabatte, mit denen Sie bei Ihrer Kfz-Versicherung sparen können. © gettyimages/123ducu


6. Bezahlen Sie den Beitrag jährlich.

Bei den meisten Versicherungsanbietern können Sie Ihren Beitrag jährlich oder monatlich bezahlen. Entscheiden Sie sich für die monatliche Zahlweise, müssen Sie jeden Monat einen festgelegten Teil der Gesamtsumme überweisen. Wenn Sie den Versicherungsbeitrag einmal im Jahr komplett bezahlen, ist das normalerweise günstiger.

Das sollten Sie noch wissen: Viele Versicherer bieten außerdem Rabatte an, wenn Sie einem Lastschriftverfahren zustimmen. Der Versicherungsbeitrag wird in diesem Fall einfach von Ihrem Konto abgebucht.


7. Überprüfen Sie den Kilometerstand.

Einmal im Jahr sollten Sie Ihren Kilometerstand überprüfen. So wissen Sie, wie viel Sie wirklich mit dem Auto unterwegs sind. Gehören Sie zu den Vielfahrern und fahren Sie circa 20.000 Kilometer im Jahr? Oder nutzen Sie Ihr Fahrzeug nicht so häufig und fahren jährlich nur circa 10.000 Kilometer?

Sind Sie mit Ihrem Auto nicht so oft unterwegs, wirkt sich das auf die Höhe Ihrer Versicherungsprämie aus. Denn je weniger Sie fahren, desto geringer sind das Unfallrisiko und die Abnutzungen an Ihrem Fahrzeug. Kontrollieren Sie deshalb regelmäßig Ihren Kilometerstand.

Merken Sie, dass Sie sich verschätzt haben und Ihr Fahrzeug mehr als erwartet nutzen, sollten Sie das Ihrer Kfz-Versicherung mitteilen. Sonst kann Ihr Versicherer bei einem Unfall die Zahlung verweigern oder nur einen Teil der Reparaturkosten übernehmen.

Das sollten Sie wissen: Auch mit einem Saisonkennzeichen können Sie bares Geld sparen. Fahren Sie Ihr Auto zum Beispiel nur von März bis Oktober, fällt Ihr Versicherungsbeitrag niedriger aus. Sie müssen bloß für die Monate bezahlen, in denen Ihr Auto auch zugelassen ist


8. Prüfen Sie die Schadenfreiheitsklasse.

Versicherungsvertrag

Nach einem Unfall sollten Sie die Stufungstabelle prüfen und den Preis für Ihre Kfz-Versicherung neu berechnen. © gettyimages/scyther5

Nach einem Unfall sollten Sie mit der Stufungstabelle Ihre Schadenfreiheitsklasse überprüfen. Wie viele Jahre Sie unfallfrei gefahren sind, wirkt sich immer auf Ihre Kfz-Versicherung aus. Hatten Sie einen Unfall, müssen Sie mit einer Rückstufung und einem höheren Beitrag rechnen.

Jede Versicherung hat aber andere Prämien für die Schadenfreiheitsklassen festgelegt. Bei einem Unfall haben Sie die Möglichkeit, Ihren Preis neu zu berechnen und Ihre Kfz-Versicherung zu wechseln. Bei einem anderen Anbieter können Sie vielleicht Kosten sparen. In dem Fall dürfen Sie Ihr Sonderkündigungsrecht nutzen und Ihre Versicherung ohne Stichtag kündigen. Ihre Kündigung muss aber innerhalb von einem Monat bei Ihrem Versicherer angekommen sein.

Setzen Sie unsere Tipps gleich um!

Wenn Sie bei Ihrer Kfz-Versicherung sparen wollen, sollten Sie rechtzeitig Angebote von verschiedenen Versicherern vergleichen. Nur, wenn Sie sich jedes Jahr die aktuellen Tarife anschauen, können Sie eine günstigere Autoversicherung finden.

Nutzen Sie für den Versicherungsvergleich unsere acht Tipps und Tricks. So wird es Ihnen gelingen, die Kfz-Versicherung zu senken und eine zu Ihnen passende Police zu finden. Hier können Sie Ihre Kfz-Versicherung direkt berechnen.

Wir wünschen Ihnen allzeit gute Fahrt! Ihre AllSecur