Den Herbsttücken trotzen

Es ist uns wichtig, Sie auf die wetterbedingten Gefahren der dritten Jahreszeit aufmerksam zu machen. Lesen Sie im Folgenden, wie Sie Ihre Fahrweise der Witterung anpassen können oder z.B. die Nebelschlussleuchten richtig einsetzen. Unser Service für Ihre Sicherheit im Straßenverkehr! 

Der goldene Herbst hat auch seine dunklen Seiten: Kräftige Regenschauer, Nebel oder starke Windböen machen Autofahrern häufig das Leben schwer.

Wir raten Ihnen deshalb, bei widrigen Wetterverhältnissen unbedingt das Licht einzuschalten, wie es die Aktion "Licht am Tag" in Niedersachsen auf Plakaten gefordert hatte und das Bundesministerium schon seit dem ersten Oktober 2005 empfiehlt.

Geschwindigkeit sowie Fahrweise sollten Autofahrer außerdem den jeweiligen Gegebenheiten anpassen. Besondere Vorsicht beim Autofahren ist auf Brücken und an Waldschneisen geboten, da sich hier schon im Herbst bei Temperaturen um den Gefrierpunkt plötzlich Glatteis bilden kann.

Gefahren: Laub, Nässe, Nebel und Regen

Überall und speziell in Alleen oder baumreichen Gebieten besteht auch bei noch wärmeren Temperaturen durch herab gefallenes Laub erhöhte Rutschgefahr – besonders bei Nässe.

Schnelle Kurvenfahrten sowie abrupte Brems- oder Lenkmanöver können dann schnell zum Autounfall führen. Deshalb sollten Fahrzeuglenker den Fuß vom Gas nehmen und den Abstand zum Vordermann vergrößern, erst recht, wenn Nebel und Regen die Sicht einschränken.  

Nebelleuchten richtig einsetzen

Bei schlechten Sichtverhältnissen ist es außerdem sinnvoll, die Nebelleuchten einzuschalten. Aber Achtung: Nebelschlussleuchten dürfen erst bei Sichtweiten unter 50 Metern eingesetzt werden. Autofahrer können diese Distanz abschätzen, indem sie den Abstand zwischen den Leitpfosten an Landstraßen und Autobahnen beobachten: Er beträgt exakt diese Länge.

In dieser Situation gilt eine Höchstgeschwindigkeit analog der Sicht: Bei einer Sichtweite von 50 Metern beispielsweise dürfen Autos nur 50 Stundenkilometer fahren; bei noch geringerem Weitblick von etwa 30 Metern, müssen die Fahrer dagegen schon bei Tempo 30 vom Gaspedal heruntergehen.

Wer sich nicht an diese Regeln hält, unterschätzt nicht nur die Blendwirkung von Nebelschlussleuchten, die nach Angaben des TÜV bis zu zehn mal so hell wie herkömmliche Rückleuchten sind, sondern beeinträchtigt möglicherweise auch die Sicht des nachfolgenden Verkehrs oder riskiert einen Auffahrunfall.

Und Bußgelder kann es auch noch hageln: So kostet eine verschmutzte oder defekte Nebelschlussleuchte den Fahrzeughalter 10 Euro. Wer die Nebelschlussleuchte bei Sichtweiten über 50 Metern einsetzt, kann mit bis zu 35 Euro zur Kasse gebeten werden. Wer bei Nebel mit Sichtweiten unter 50 Metern zu schnell unterwegs ist, muss sogar mit bis zu 50 Euro Bußgeld und drei Punkten in der Flensburger Verkehrssünderdatei rechnen.