Auto springt nicht an: Was tun?

Ihr Auto springt nicht mehr an und Sie wissen nicht, was Sie tun können oder müssen? Wir helfen Ihnen weiter und verraten Ihnen, woran das liegen könnte, welche Regeln in einem solchen Fall für den Straßenverkehr gelten und welche Kosten die Versicherung übernimmt.

Zwei Menschen mit Warnwesten an offener Motorhaube am Straßenrand
Springt das Auto nicht mehr an, ist vor allem im Straßenverkehr Vorsicht geboten. © gettyimages/South_agency

Springt Ihr Auto im Straßenverkehr plötzlich nicht mehr an, ist es wichtig, dass Sie sich und die Stelle, an der Ihr Auto liegen geblieben ist, wie bei einem Autounfall absichern.

Mit der Online-Schadenmeldung übermitteln Sie uns außerdem bequem und mit wenigen Angaben Ihre Informationen. Das geht ganz leicht direkt über Ihr Smartphone! Sofern gewünscht, nehmen wir anschließend schnellstmöglich Kontakt mit Ihnen auf und leiten alles Erforderliche in die Wege.

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Auto springt nicht wieder an: Unsere Checkliste hilft!

Checkliste zum Thema
Mit unserer Checkliste können Sie schnell herausfinden, was das Problem bei Ihrem Auto ist. © AllSecur

Hier finden Sie unsere Checkliste direkt zum Download (PDF).

Auto springt nicht an: Mögliche Ursachen & Lösungen

Wenn Sie Ihren Wagen einfach nicht zum Laufen bringen, stellt sich die Frage: Warum? Viele Autofahrer sind dann auf Hilfe angewiesen. Damit Sie in einem solchen Fall das Richtige tun und schnell die nötige Hilfe eintrifft, wenn Ihr Auto einmal nicht anspringt, sollten Sie mögliche Ursachen und Lösungen kennen.

Kontrolllampen Armaturenbrett
Sie sollten die Bedeutung Ihrer Kontrolllämpchen in jedem Fall kennen und zu deuten wissen. © gettyimages/baloon111

Was braucht das Auto zum Fahren?

Damit ein Auto mit Verbrennungsmotor anspringt und Sie damit sicher fahren können, braucht es Kraftstoff in Form von Benzin, Gas oder Diesel. Außerdem wird Energie wie elektrischer Zündstrom und eine funktionsfähige Steuerung zum Betätigen des Starters benötigt.

Es ist zusätzlich noch Luft für das Entstehen des Luft-Kraftstoffgemischs, ohne das Ihr Auto nicht fahren kann, nötig. Außerdem können Sie nicht auf Wasser für die Motorkühlung und Öl zum Schmieren der beweglichen Teile des Motors verzichten, damit Ihr Auto einwandfrei läuft.

Kontrolllämpchen leuchtet

Es blinkt oder leuchtet in Ihrem Auto? Damit Sie genau wissen, was zu tun ist, sollten Sie die Bedeutung der Kontrollleuchten im Auto kennen. Als Faustregel können Sie sich merken, dass Probleme, die mit einem roten Lämpchen angezeigt werden, sofort abgeklärt werden sollten. Leuchtet es Gelb oder Orange, sollten Sie Ihren Wagen möglichst bald prüfen lassen.

Um Ihr Auto auch gegen Verschleiß oder selbstverschuldete Schäden, wie beispielsweise das Fahren trotz des leuchtenden Kontrolllämpchens, abzusichern, empfiehlt sich vor allem bei Neuwagen in den ersten sechs Jahren eine Vollkaskoversicherung: Die Kosten für Motorschäden, Fehler im Kühlsystem oder eine defekte Batterie trägt dann normalerweise Ihr Versicherer.

Wegfahrsperre ist kaputt

Bevor Sie weitere Ursachen für das Nicht-Anspringen Ihres Wagens in Betracht ziehen, prüfen Sie auch, ob die Entriegelung Ihrer elektronischen Wegfahrsperre richtig funktioniert und die Batterie Ihrer Funkfernbedienung noch geladen ist. Nehmen Sie dazu beispielsweise Ihren Ersatzschlüssel und testen Sie damit, ob die Ursache eventuell nur der Schlüssel ist. Hier muss bei einem Defekt in jedem Fall ein Experte hinzugezogen werden.

Anlasser ist defekt

Damit Ihr Auto starten kann, braucht es einen kleinen „Schubser“. Das erledigt normalerweise der Anlasser, auch Starter genannt. Drehen Sie den Zündschlüssel um und es passiert nichts, ist das ein erstes Anzeichen dafür, dass der Anlasser defekt ist. Er reagiert zwar, aber es passiert nichts? Dann dreht entweder Ihr Anlasser durch oder Ihr Zündschloss ist kaputt.

Gründe für einen defekten Anlasser können Verschmutzungen, zum Beispiel durch Harz, oder ein defekter Starterfreilauf sein. Er schützt den Starter vor einer zu hohen Drehzahl bei laufendem Verbrennungsmotor. Der Freilauf ist wie eine Art Kupplung und greift nur in die Richtung, in die der Anlasser dreht.

Quietscht oder kracht Ihr Auto laut, ist womöglich ein abgenutztes Ritzel die Ursache dafür, dass Ihr Auto nicht anspringt. Außerdem kann der Zahnkranz auf dem Schwungrad, auch Zweimassenschwungrad (ZMS), kaputt oder abgenutzt sein. Ein funktionierendes Schwungrad reduziert die Drehschwingungen innerhalb des Fahrzeugs. Zu starke Drehschwingungen können die Ursache dafür sein, dass Ihr Auto nicht anspringt. Eventuell sind auch die Anschlusskontakte defekt.

Klackt Ihr Starter beim Drehen des Zündschlüssels, bewegt sich nur das Ritzel nach vorne und das bedeutet: Ihr Anlasser ist kaputt.

Dreht der Anlasser dagegen gar nicht, ist entweder Ihre Batterie leer, der Magnetschalter kaputt oder es gab einen Kurzschluss wegen eines defekten Zündschalters.

Springt Ihr Auto also nicht an und Sie können eine leere Batterie ausschließen, sollten Sie einen Fachmann aufsuchen. Meistens sind entweder ein hängender Magnetschalter und die dadurch entstandene fehlerhafte Schaltung der Hauptkontakte oder der kaputte Motor des Anlassers der Grund für einen Defekt. Auch ein nicht funktionsfähiger Freilauf und ein abgenutztes Ritzel kommen häufiger vor. Die gute Nachricht: Selten ist ein Anlasser wirklich ganz kaputt. Denn: Starter werden für die Lebensdauer eines Motors konzipiert.

Tipp: Ist Ihre Batterie leer, zeigen wir Ihnen in unserem Ratgeber, wie Sie Ihre Autobatterie wieder aufladen können: Autobatterie laden

Pkw-Anlasser
Ein defekter Anlasser ist eine von vielen möglichen Ursachen, warum Ihr Auto nicht anspringt. © gettyimages/SURAT TOPRASERTYING

Anlasser defekt: Kann ich mein Auto anschleppen lassen?

Neben der Starthilfe ist das Anschieben oder Anschleppen eine weitere Möglichkeit, um Fahrzeuge mit Schaltgetriebe wieder in Gang zu bringen. Klappt das Anschieben nicht, können Sie versuchen das Auto anzuschleppen. Wichtig vor dem Anschieben und Anschleppen ist, dass Ihr Fahrzeug abgekühlt ist. Beim Anschleppen wegen eines defekten Anlassers ist allerdings große Vorsicht geboten, weil es Risiken birgt, die das Auto stark schädigen können. Denn: der Katalysator kann dabei in Mitleidenschaft gezogen werden und unverbrannter Kraftstoff kann in den Auspufftrakt gelangen!

Deshalb gilt: Niemals länger als 50 Meter anschleppen lassen!

Bevor Sie ein Anschleppen in Erwägung ziehen, sollten Sie in Ihrer Bedienungsanleitung nachsehen, ob Ihr Fahrzeughersteller die Methode grundsätzlich verbietet. Ist das der Fall, sollten Sie unbedingt darauf verzichten. Bei Dieselfahrzeugen kann ein Anschleppen im dritten Gang gelingen. Um aber vorzubeugen, dass sich der Katalysator nicht mit einem Rest Diesel füllt, sollten Sie lieber fremde Starthilfe probieren. Bei einem Automatikauto ziehen Sie am besten gleich einen Fachmann hinzu. Viele Fahrzeuge mit Automatikschaltung sind empfindlicher als Wagen mit manueller Schaltung.

Abschleppseil mit Haken an Anhängerkupplung
Springt Ihr Auto nicht an, können Sie versuchen, es mithilfe eines Abschleppseils und fremder Hilfe anzuschleppen. © gettyimages/Voyagerix

Auto anschleppen: so geht’s

Haben Sie sich für das Anschleppen entschieden, muss Ihre Batteriespannung über 9 Volt liegen und Sie müssen die Warnblinkanlage einschalten. Die Batteriespannung können Sie mit einer Steckdose in Ihrem Fahrzeug testen. Viele Autos verfügen über 12-Volt-Steckdosen. Außerdem haben alle neueren Autos einen Zigarettenanzünder, der normalerweise mit 12 Volt versorgt wird. Beides funktioniert auch ohne eingeschaltete Zündung. In dem Handbuch Ihres Pkw werden Sie zusätzlich über vorhandene Steckdosen und deren Funktionsfähigkeit informiert.

Jetzt wird das Abschleppseil, wie in Ihrer Bedienungsanleitung beschrieben, angebracht und die Zündung eingeschaltet.

Legen Sie den zweiten oder dritten Gang ein, treten Sie die Kupplung durch und halten Sie sie. Sind die Fahrzeuge in Bewegung (bei etwa fünf bis zehn km/h), sollten Sie einkuppeln (also die Kupplung langsam kommen lassen).

Springt der Motor Ihres Wagens an, treten Sie am besten sofort die Kupplung und nehmen Sie den Gang raus. Jetzt ein bisschen Gas geben, bei rund 2.000 Umdrehungen pro Minute. Sollte Ihr Motor nun ganz normal laufen, können Sie wieder fahren.

Springt Ihr Auto innerhalb einer Strecke von 50 Metern nicht an, treten Sie die Kupplung wieder durch, brechen Sie das Anschleppen ab und informieren Sie die Werkstatt oder einen Fachmann.

Mehr zum Thema Auto abschleppen finden Sie hier: Auto abschleppen

Fehler im Kraftstoffsystem

Gründe für Fehler im Kraftstoffsystem gibt es viele. Meist liegt die Ursache auf der Hand: Das Benzin ist leer oder es wurde falsch getankt.

Damit Sie sicher wissen, wie viel Sprit sich noch in Ihrem Tank befindet, sollten Sie Fehler in der Tankanzeige immer schnell beheben lassen.

Es kann aber auch sein, dass Ihre Kraftstoffleitungen undicht sind oder Ihre Benzinpumpe defekt ist. Lassen Sie bei allen Fehlern im Kraftstoffsystem, mit Ausnahme des leeren Tanks, unbedingt Ihr Auto von einem Fachmann begutachten.

Mann schaut im Stehen in Werkstatt Autoboden an.
Bei einem Fehler im Kraftstoffsystem oder einem Motorschaden muss Ihr Auto in die Werkstatt. © gettyimages/South_agency

Motor defekt

Wovor es jedem Autofahrer graust: der Motor ist defekt. Ursachen dafür können unter anderem ein gerissener Zahnriemen oder eine gerissene Steuerkette sein. Meist ist die Antwort aber viel einfacher:

  • Es wurde falsch getankt.

  • Zu altes oder zu wenig Öl versorgt den Motor nicht ausreichend mit Schmierstoff.

  • Der Kühler ist überhitzt (vor allem im Sommer).

  • Der Motor wurde zu häufig überdreht.

  • Ein Wasserschlag nach dem Fahren durch tiefe Pfützen hat Ihrem Motor einen Schaden zugefügt.

Ganz egal, warum Ihr Motor nicht mehr funktioniert, ärgerlich ist es immer und eines ist dann sicher: Ihr Auto springt nicht mehr an. Ist Ihr Wagen von einem Motorschaden betroffen, besteht die Möglichkeit, mit dem Wechsel einzelner Teile den Motor wieder zu reparieren.

Folgende Probleme können zum Beispiel mit einer Reparatur oft noch gelöst werden:

  • Es befindet sich Kraftstoff in den Zylindern.

  • Der Motor ist überhitzt.

  • Schwierigkeiten mit dem Motoröl

  • Die Kompression des Motors hat nachgelassen.

  • Betriebsstoffverlust am Motor

  • Die Ventilsteuerung ist aus der Taktung geraten.

Ist nach einem Unfall, durch Verschleiß oder Fahrlässigkeit das Gehäuse betroffen oder sind Lichtmaschine oder Wasserpumpe kaputt, kann die Reparatur beziehungsweise der Austausch des Motors sehr teuer werden. Bei älteren Fahrzeugen kann das den Wert des Fahrzeugs auch übersteigen und Sie stehen dann vor der Wahl, sich ein neues Fahrzeug anzuschaffen oder Ihr Auto reparieren zu lassen.

Übrigens: Sind Sie durch eine Vollkaskoversicherung abgesichert, bekommen Sie im Falle einer Reparatur normalerweise den Wiederbeschaffungswert Ihres Fahrzeugs zurück.

Autoschlüssel wird im Auto gedreht.
Ein defektes Zündschloss kann ebenfalls der Grund sein, warum Ihr Auto nicht anspringt. © gettyimages/john_99

Zündschloss defekt

Lässt Ihr Zündschlüssel sich nicht umdrehen oder der Motor startet trotz gedrehtem Schlüssel nicht, ist womöglich Ihr Zündschloss defekt. Hier kann das System normalerweise einfach getauscht oder repariert werden. Fahren Sie dafür aber in jedem Fall in Ihre Werkstatt.

Sicherung defekt

Die Fenster fahren elektrisch hoch, die Scheibenwischer schalten sich automatisch beim ersten Regentropfen ein und Ihr Rücken wird im Winter durch die Sitzheizung gewärmt: In den heutigen Autos läuft fast alles elektrisch. So können mittlerweile zahlreiche Autos beispielsweise ganz ohne Schlüssel über Funk und per Knopfdruck gestartet werden.

Springt Ihr Auto einmal nicht an, kann es auch sein, dass eine Sicherung defekt ist. Die Sicherungen Ihres Wagens befinden sich in einem Sicherungskasten, der mithilfe Ihrer Bedienungsanleitung oder des Handbuches zu finden ist.

Aber: Am Sicherungskasten sollten Sie in keinem Fall selbst Hand anlegen! Der Kasten steht unter Strom und Reparaturen oder Prüfungen sollten immer in einer Werkstatt vorgenommen werden.

Spannungsmessung am Motor
Fehler in der Stromversorgung können durch die Messung eines Fachmanns ausgeschlossen werden. © gettyimages/SARINYAPINNGAM

Stromversorgung ist fehlerhaft: Lichtmaschine defekt?

Ihre Batterie ist vollgeladen und völlig in Ordnung, aber trotzdem kommt es zu einem Fehler in der Stromversorgung und Ihr Auto springt nicht an? Leider ist eine volle Batterie keine Garantie für eine fehlerfreie Stromversorgung Ihres Autos.

Leuchtet beispielsweise kein Lämpchen mehr in Ihrem Fahrzeug, ist eventuell Ihre Lichtmaschine defekt. Auch wenn Ihre Autobatterie dauernd leer ist, obwohl sie erst vor kurzem getauscht oder geprüft wurde, sollten Sie Ihre Lichtmaschine checken lassen. Ein Fachmann kann die Spannungsversorgung in Ihrem Wagen mit einem Messgerät bestimmen und Ihnen in einem solchen Fall weiterhelfen.

Marderschaden

Springt Ihr Auto nicht an und sind Ihnen Tierspuren an Ihrem Wagen aufgefallen, sollten Sie vor allem von März bis Juli einen Marderschaden nicht ausschließen. Lassen Sie im Zweifel Ihre Kabel und Schläuche im Motorraum überprüfen. Welche Autoteile besonders gern von den Tieren angeknabbert werden und wie Sie einen solchen Schaden erkennen, finden Sie in unserem Ratgeber zum Thema Marderschaden.

Tipp: Durch eine Teilkaskoversicherung können Sie sich gegen Marderschäden und deren Folgen mit bis zu 3.000 Euro absichern.

Ölversorgung/Wasserversorgung ist defekt

Um Schäden und ein mögliches Nicht-Anspringen Ihres Autos durch eine fehlerhafte Kühlwasserversorgung zu vermeiden, müssen Sie den Kühlmittelstand in Ihrem Auto regelmäßig kontrollieren.

Befindet sich das Kühlwasser in kaltem Zustand zwischen den beiden Markierungen „Minimum“ und „Maximum“, ist alles in Ordnung. Liegt er unter dem Minimum, sollten Sie Kühlwasser nachfüllen. Steht er über dem Maximum, sollten Sie Ihre Werkstatt aufsuchen. Denn dann besteht unter anderem die Möglichkeit, dass das Kühlsystem nicht vollständig entlüftet ist oder ein anderer Schaden am Fahrzeug vorliegt.

Tipp: Zu viel eingefülltes Kühlwasser lässt sich im kalten Zustand Ihres Autos mit einer Spritze wieder herausholen. In warmem Zustand kann Ihr Wagen gelegentlich das Maximum überschreiten, weil sich Wasser beim Erhitzen ausdehnt. Deshalb gilt: Kühlwasser nur in kaltem Zustand prüfen!

Gut zu wissen: Prüfen Sie Ihr Kühlsystem regelmäßig, um eine Überhitzung des Motors zu vermeiden. Wird Ihr Motor zu heiß, brennen im schlimmsten Fall die Zylinderkopfdichtungen durch und es kommt zu einem Totalschaden am Motor.

Beim Öl verhält es sich ähnlich wie beim Kühlwasser: Prüfen Sie am besten bei jedem dritten Tankstopp den Ölstand und machen Sie regelmäßig einen Ölwechsel. Als Schmierstoff ist Motoröl für Verbrennungsmotoren notwendig, weil es alle mechanischen und beweglichen Komponenten innerhalb des Motorkreislaufs schmiert. Außerdem senkt das Öl die Reibungshitze des Motors.

Tipp: Kontrollieren Sie auch ohne das Aufleuchten des Kontrolllämpchens für Öl und Kühlwasser regelmäßig den Stand der Flüssigkeiten.

Motorreparatur durch Zange in ölverschmierter Hand
Spinnt Ihre Tankanzeige und steigt der Benzinverbrauch ohne Grund? Lassen Sie Ihr Auto vom Profi kontrollieren! © gettyimages/da-kuk

Kraftstoffpumpe ist defekt

Fällt die Kraftstoffpumpe Ihres Wagens aus, bleibt er stehen und Ihr Auto springt nicht an. Die Pumpe sorgt normalerweise dafür, dass Treibstoff in der notwendigen Menge mit ausreichendem Druck aus dem Tank zum Vergaser und der Einspritzanlage des Motors gelangt.

Bevor Ihre Kraftstoffpumpe nicht mehr richtig funktioniert, macht sie sich normalerweise deutlich bemerkbar: Setzt der Motor Ihres Autos hin und wieder einfach so aus, lässt sich der Wagen schlecht starten, ruckelt der Motor etwas oder lässt die Motorleistung nach, sollten Sie Ihre Pumpe überprüfen lassen.

Verschleiß oder auch Verschmutzung der Pumpe können die Ursache dafür sein. Ist die Pumpe undicht, ein Stromkontakt kaputt, eine Leitung oder ein Pumpenhebel gebrochen, macht sich die Kraftstoffpumpe meist ebenfalls vor einem Ausfall bemerkbar. Eine defekte Kraftstoffpumpe können Sie in Ihrer Werkstatt tauschen lassen.

Einspritzanlage ist kaputt

Verbrauchen Sie plötzlich viel mehr Treibstoff als vorher? Läuft Ihr Motor unruhig? Oder die Warnleuchte für einen Motorfehler blinkt auf?

Dann sollten Sie in jedem Fall in die Werkstatt fahren und einen Fehler durch die Einspritzanlage ausschließen lassen. Die Einspritzpumpe führt den Zylindern mithilfe eines Kolbens im richtigen Moment die nötige Menge Treibstoff zu. Funktioniert der Mechanismus nicht mehr richtig, leidet die Motorleistung darunter und es kann passieren, dass Ihr Auto nicht mehr anspringt. Außerdem kann das im Straßenverkehr, zum Beispiel beim Überholen, schnell gefährlich werden. Auch hier ist ein Besuch der Werkstatt unumgänglich.

Autobatterie ist leer oder defekt

Springt Ihr Auto nicht an, gibt es eine weitere, meist durch die Kontrollleuchte eindeutig zu identifizierende Ursache dafür: Ihre Batterie ist leer oder defekt. Bei Ersterem können Sie wieder Ihre Autobatterie laden.

Ist Ihre Batterie defekt, kommen Sie um einen Austausch vermutlich nicht herum. Lassen Sie Ihr Auto in einer Werkstatt prüfen und den Austausch der Batterie am besten von einem Fachmann vornehmen.

Wann brauche ich Starthilfe?

Wie Sie Starthilfe geben und bekommen, wird im Folgenden kurz zusammengefasst. Eine genaue Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie in unserem Ratgeber zum Thema Auto überbrücken.

Stand Ihr Auto lange oder springt nach einem kurzen Stopp nicht mehr an, können Sie es mit Starthilfe probieren. Wie Sie Starthilfe geben können und was Sie dafür zwingend benötigen, erklären wir Ihnen kurz im Folgenden.

Wie gibt oder bekommt man Starthilfe?

Generell benötigen Sie bei der Starthilfe, egal ob Sie sie bekommen oder geben, zwei Autos und ein Starthilfekabel. Einer der Wagen ist das sogenannte Spenderauto, also das funktionsfähige Auto, das die Starthilfe gibt.

Das verwendete Starthilfekabel sollte der DIN-Norm 72.553 oder der ISO-Norm 6722 entsprechen und die Polklemmen des Kabels müssen vollständig in Kunststoff eingehüllt sein. Die Kontaktteile an den Spitzen der Zangen dürfen aus Metall sein.

Für die praktische Anwendung der Starthilfe können Sie sich mit dem Video des ADAC vertraut machen:

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Was zahlt die Versicherung?

Um Ihren Wagen bestmöglich abzusichern, sollten Sie neben der verpflichtenden Kfz-Haftpflichtversicherung zusätzlich eine Teil- oder Vollkaskoversicherung abschließen.

Durch die Pflichtversicherung für Ihr Auto sind beispielsweise Personen-, Sach- und Umwelt-Schäden abgesichert. Springt Ihr Auto nicht an, greift die Kfz-Haftpflichtversicherung aber nicht. Eine zusätzliche Teilkaskoversicherung schützt Sie vor Brand, Explosion, Kurzschluss oder Schäden durch Überschwemmungen. Die Police hilft Ihnen also, wenn solche Schäden die Ursache dafür sind, dass Ihr Auto nicht mehr anspringt.

Die Teilkaskoversicherung der AllSecur übernimmt im Komfort- und Premium-Tarif beispielsweise Folgeschäden am Fahrzeug, die nach einem Kurzschluss durch die Verkabelung auftreten mit bis zu 1.000 Euro.

Übrigens: Die Teilkaskoversicherung der AllSecur zahlt die Kosten für das Abschleppen vom Schadenort bis zur nächstgelegenen Werkstatt, wenn Ihr Fahrzeug durch Beschädigung oder Totalschaden liegen bleibt und nicht mehr anspringt. Möchten Sie bei leerem Tank oder einer leeren Autobatterie ebenfalls abgesichert sein, hilft der Kfz-Schutzbrief der AllSecur. Der Schutzbrief ist wichtig, wenn Ihr Auto am Schadenort nicht wieder fahrbereit gemacht werden kann. Dann sorgt die AllSecur für das Abschleppen des Fahrzeugs. Es werden die entstandenen Kosten bis hin zu 200 Euro übernommen.

Möchten Sie sich auch gegen grobe Fahrlässigkeit und Schäden nach einem Unfall oder Vandalismus absichern, wählen Sie am besten eine Vollkaskoversicherung.

Wenn Sie für Ihr Auto eine Vollkaskoversicherung der AllSecur abgeschlossen haben, sind die Kosten, die entstehen können, wenn Ihr Auto nicht anspringt, normalerweise abgedeckt. Das bezieht sich auf die Summe, die über die von Ihnen festgelegte Selbstbeteiligung hinausgeht.

Wie kann ich einem Nicht-Anspringen vorbeugen?

Starke Hitze oder eisige Kälte kann Ihren Wagen über das gewohnte Maß hinaus beanspruchen.

Wenn Ihr Auto den Winter über in der feuchten Garage stand oder nach einer langen Fahrt bei ungewohnt heißen Temperaturen nicht mehr anspringen möchte: Kein Grund zur Panik. Das kann durchaus vorkommen. Aber: Sie können vorbeugen! In unserem Ratgeber zur richtigen Autopflege finden Sie viele hilfreiche Hinweise zum bestmöglichen Umgang mit Ihrem Wagen.

Auto wird getankt
Tanken Sie regelmäßig. © gettyimages/mediaphotos

Beachten Sie auch einige weitere Tipps für eine reibungslose Fahrt:

  • Prüfen und laden Sie die Batterie bei starker Kälte regelmäßig.

  • Füllen Sie den Tank immer ausreichend auf.

  • Lassen Sie Ihr Auto am besten nicht sehr lange stehen.

  • Sorgen Sie dafür, dass Ihr Auto regelmäßig von einem Fachmann inspiziert wird.

  • Versuchen Sie Marderschäden zu verhindern.

  • Checken Sie Ihr Auto vor längeren Fahrten im Sommer gründlich.

  • Informieren Sie sich mit dem ADAC-Staumelder über mögliche und längere Standzeiten und nehmen Sie Kühlflüssigkeit und ausreichend Getränke für sich und Ihre Familie mit.

  • Bei Reisen ins Ausland: Kühlflüssigkeit und Starterkabel mitnehmen.

Auto springt nicht an?

Gehen Sie pfleglich mit Ihrem Wagen um und lassen Sie Ihr Auto regelmäßig von einem Fachmann prüfen, verringern Sie die Gefahr, dass Ihr Auto einfach liegen bleibt. Weil die Ursachen verschieden sein können, sollten vor allem Laien im Zweifel immer einen Fachmann hinzuziehen.

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