Verkehrssicheres Fahrrad nach der StVZO

Es ist ein schöner Tag und Sie wollen raus ins Grüne, um eine kleine Fahrradtour zu machen? Doch Achtung! Damit Ihr Fahrrad am Straßenverkehr teilnehmen darf, gibt es einiges zu beachten. Prüfen Sie daher, ob Sie ein verkehrssicheres Fahrrad haben. Hier finden Sie die wichtigsten Punkte der StVZO zusammengefasst.

Fahrradfahrer
Ist Ihr Fahrrad verkehrssicher? © gettyimages/tucko019

Wir von der AllSecur wollen, dass Sie sicher im Straßenverkehr unterwegs sind. Deshalb haben wir für Sie alle Informationen zusammengestellt, wann Ihr Fahrrad verkehrssicher ist.

Was braucht ein verkehrssicheres Fahrrad?

In der StVZO, der Straßenverkehrszulassungsordnung, ist geregelt, was Ihr verkehrssicheres Fahrrad haben muss. Wir haben für Sie aufgelistet, was Ihr Fahrrad nach der StVZO braucht und worauf Sie grundsätzlich achten sollten.

Infografik verkehrssicheres Fahrrad
Das braucht ein verkehrssicheres Fahrrad nach der StVZO. © AllSecur

Klingel

Für ein verkehrssicheres Fahrrad brauchen Sie eine Klingel. Die mechanische Klingel an Ihrem Fahrrad muss hell klingen und darf nicht zu leise sein. Sie dürfen keine anderen Signale wie Hupen oder Hörner verwenden.

Auch elektrische Klingeln sind verboten. Der Klang der Klingel muss mechanisch (per Hand bedienbar) sein, das heißt, ein elektrischer Klingelton ist nicht erlaubt. Die mechanische Klingel können Fußgänger eindeutig dem Warnsignal eines Fahrrades zuordnen. So wissen sie sofort, dass sie nun überholt werden.

Außerdem verbietet die StVZO ausdrücklich Radlaufglocken. Eine Radlaufglocke wird durch das Rad selbst angetrieben. So entsteht ein ununterbrochenes Klingeln, das sogenannte „Sturmklingeln“. Diese Lärmbelästigung ist grundsätzlich nicht erlaubt.

Zwei Bremsen

Fahrradbremse nach StVZO
Eine Bremse reicht nicht. Ein verkehrssicheres Fahrrad braucht immer zwei. © gettyimages/Maryviolet

Ein verkehrssicheres Fahrrad hat zwei Bremsen. Die Bremsen müssen unabhängig voneinander arbeiten, also eine Vorderrad- und eine Hinterradbremse. Die Vorderrad- und Hinterradbremsen können Sie jeweils einzeln per Hebel am Lenkrad bedienen. Es ist auch möglich, dass Sie die Vorderbremse mit einem Hebel am Lenkrad bedienen und für das Hinterrad eine Rücktrittbremse nutzen. So können Sie auch stoppen, falls eine der beiden Bremsen versagt.

Sie können frei entscheiden, welche Bremse Sie benutzen möchten. Zur Wahl stehen:

  • Klotzbremse: Bei der Klotzbremse wird ein Gummistempel an das Rad gedrückt. Weil die Bremsleistung aber nicht gut ist, sind Klotzbremsen an Fahrrädern nicht mehr üblich.
  • Trommelbremse: Bei der Trommelbremse wirken die Bremsklötze auf die Trommel des Hinterrads. Weil die Bremse sehr schwer ist und keine Wärme abführt, eignet sie sich nicht für Mountainbikes oder Rennräder.
  • Scheibenbremse: Bei Scheibenbremsen werden Kolben durch die Bremsflüssigkeit an die Bremsschreibe gedrückt. Diese Bremsen findet man an vielen modernen Fahrrädern.
  • Felgenbremse: Felgenbremsen wirken wie Klotzbremsen direkt auf das Rad. Die Bremsbeläge müssen deshalb nach einiger Zeit ausgewechselt werden. Felgenbremsen sind sehr weit verbreitet.
  • Rücktrittbremse: Rücktrittbremsen wirken wie die Trommel- oder Scheibenbremse auf die Nabe. Obwohl sie sehr beliebt sind, gelten sie als veraltet, weil die Bremskraft eher gering ist.

Weißer Scheinwerfer (vorne)

Jedes verkehrssichere Fahrrad ist mit einem oder zwei weißen Scheinwerfern ausgerüstet, die nach vorne zeigen. So können Sie auch in der Dunkelheit etwas sehen. Der Scheinwerfer darf nicht blinken, damit andere Verkehrsteilnehmer nicht irritiert werden.

Das sollten Sie beachten: Stellen Sie den Scheinwerfer am besten immer so ein, dass kein anderer Verkehrsteilnehmer geblendet wird. In unserer Grafik unten zeigen wir Ihnen, wie Sie bei der Einstellung vorgehen müssen und wie das Licht ausgerichtet sein sollte.

Weißer Rückstrahler (vorne)

Neben dem Scheinwerfer braucht Ihr verkehrssicheres Fahrrad vorne einen weißen Rückstrahler. Der Reflektor sorgt dafür, dass Sie von entgegenkommenden Verkehrsteilnehmern gut gesehen werden.

Rote Schlussleuchte (hinten)

Ein verkehrssicheres Fahrrad hat auf der Rückseite eine Schlussleuchte mit rotem Licht. So sehen die anderen Verkehrsteilnehmer Sie auch im Dunkeln gut von hinten. Die rote Schlussleuchte darf nicht blinken, weil das andere Verkehrsteilnehmer irritieren könnte.

Roter Rückstrahler (hinten)

Auf der Rückseite braucht Ihr verkehrssicheres Fahrrad einen roten Rückstrahler, der das Licht eines von hinten kommenden Fahrzeuges reflektiert. Mit dem Reflektor werden Sie im Straßenverkehr besser gesehen.

Beleuchtung der Speichen (seitlich)

Ein Fahrrad muss auch von den Seiten bestmöglich gesehen werden, falls sich Ihnen ein Fahrzeug von der Seite nähert, zum Beispiel an einer Kreuzung. Deshalb braucht ein verkehrssicheres Fahrrad am Vorder- und Hinterrad Rückstrahler. Erlaubt sind:

  • weiße Reflexstreifen
  • gelbe Speichenrückstrahler („Katzenaugen“)
  • weiße retroreflektierende Speichen oder Speichenhüllen

Wenn Sie mehr als zwei seitliche Reflektoren haben wollen, müssen Sie nach der StVZO darauf achten, die Rückstrahler gleichmäßig, also mit demselben Abstand zueinander, anzubringen. Denn: Mit einer gleichmäßigen Beleuchtung sehen die Autofahrer Sie sofort und werden nicht irritiert.

Gelbe Rückstrahler an den Pedalen

gelbe Rückstrahler an den Pedalen
Rückstrahler an den Pedalen dürfen bei einem verkehrssicheren Fahrrad nicht fehlen. © gettyimages/anyaberkut

Die Rückstrahler an den Pedalen eines verkehrssicheren Fahrrades sind gelb. Jedes Fahrradpedal braucht zwei Rückstrahler, damit Autofahrer Sie besser sehen und einschätzen können, wie breit Ihr Fahrrad ist. Ein Reflektor zeigt nach vorne, der andere Reflektor zeigt nach hinten. Fahrradpedale ohne Rückstrahler sind nach der StVZO nicht verkehrssicher.

Was muss ich bei der Beleuchtung meines Fahrrades beachten?

Ein verkehrssicheres Fahrrad braucht eine gute Beleuchtung. Scheinwerfer, Rückstrahler, Schlussleuchte und seitliche Leuchtelemente dürfen deshalb nicht fehlen. Wir informieren Sie, was Sie bei der Beleuchtung außerdem noch beachten müssen.

Dynamo, Akku oder Batterie als Energiequelle

Damit Ihre Beleuchtung auch funktioniert, brauchen Sie natürlich auch eine Energiequelle. Sie können frei entscheiden, ob Sie einen Dynamo, einen Akku oder eine Batterie verwenden wollen.

Bei Rennrädern oder Mountainbikes, bei denen Dynamos nicht fest verbaut sind, bieten sich zum Beispiel Akkus oder Batterien als Energiequelle an. An den meisten Fahrrädern gehören Dynamos jedoch inzwischen zum Standard. Heutzutage werden meistens sogenannte Nabendynamos verbaut. Sie haben folgende Vorteile:

  • Dynamos sind fest verbaut. Sie können Ihre Lichtquelle daher nicht so schnell zu Hause vergessen und Dynamos können nicht gestohlen werden.
  • Mit einem Dynamo haben Sie eine unerschöpfliche Energiequelle dabei. Bei Akkus oder Batterien müssen Sie immer daran denken, dass sie geladen sind.

Die Nachteile von Dynamos sind:

  • Die Verkabelung von Dynamos ist anfällig für Beschädigungen und Reparaturen sind deutlich aufwändiger und teurer als bei einem Licht, das mit Akku oder Batterie betrieben wird.
  • Dynamos sind teurer in der Anschaffung. Gute Geräte bekommen Sie für 70 bis 80 Euro. Ein Fahrradbeleuchtungsset mit Batterie oder Akku kostet dagegen nur 10 bis 30 Euro.
  • Dynamos leuchten nur noch wenige Minuten, wenn Sie aufhören zu treten. Mit Akku oder Batterie betriebene Lichter können Sie dagegen länger als Standlicht nutzen.

Scheinwerfer und Schlussleuchte leuchten gemeinsam

Damit Sie im Dunkeln bestmöglich gesehen werden können, müssen Sie den Scheinwerfer (vorne) und die Schlussleuchte (hinten) immer gemeinsam einschalten. Nur so sind Sie rundum sicher und können von anderen Verkehrsteilnehmern gut gesehen werden.

Zulassung der Beleuchtungselemente

An Ihrem Fahrrad dürfen Sie nur Beleuchtungselemente anbringen und nutzen, die vom Kraftfahrt-Bundesamt zugelassen sind. Produkte mit der Zulassung sind durch ein Prüfzeichen mit einer Nummer in der Form „~~~ K 12345“ gekennzeichnet.

Oft finden Sie auf den Verpackungen der Beleuchtungselemente den Hinweis, dass das Produkt „StVZO-zugelassen“ ist. Dann sollte das Produkt normalerweise auch das Prüfzeichen besitzen.

Wenn ein Beleuchtungselement kein Prüfzeichen hat, dürfen Sie das Produkt nicht im Straßenverkehr benutzen, zum Beispiel blinkende Lichter.

Korrekte Einstellung des Lichts

Fahrradbeleuchtung nach StVZO
Das Licht des Schweinwerfers sollte zehn Meter vor dem Vorderrad auf den Boden treffen. © AllSecur

Damit die Straße vor Ihnen gut beleuchtet ist und Sie den Gegenverkehr gleichzeitig nicht blenden, muss der Schweinwerfer korrekt eingestellt sein. Als Faustregel gilt: Das Licht des Scheinwerfers soll zehn Meter vor dem Vorderrad den Boden berühren.

Nach der Regelung der StVZO müssen Sie die Fahrradbeleuchtung auf dieser Höhe anbringen:

Lichttechnische Einrichtung Minimale Höhe Maximale Höhe
Leuchte: Scheinwerfer vorne Maximale Höhe: 40 cm Maximale Höhe: 120 cm
Leuchte: Rückstrahler vorne Minimale Höhe: 40 cm Maximale Höhe: 120 cm
Leuchte: Schlussleuchte hinten Minimale Höhe: 25 cm Maximale Höhe: 120 cm
Leuchte: Rückstrahler hinten Minimale Höhe: 25 cm Maximale Höhe: 120 cm

Wann ist mein Mountainbike oder Rennrad verkehrssicher?

Mountainbikes und Rennräder sind nicht für den Straßenverkehr gebaut. Ein Mountainbike soll in erster Linie geländetauglich und ein Rennrad schnell sein. Deshalb fehlen oft Beleuchtungselemente oder eine Klingel. Wenn Sie Ihr Mountainbike oder Rennrad im Straßenverkehr nutzen wollen, ist es daher oftmals notwendig, dass Sie das Fahrrad nachrüsten.

Auch für Mountainbikes und Rennräder gilt die StVZO. Ein verkehrssicheres Mountainbike oder Rennrad braucht demnach eine Klingel, zwei unabhängig arbeitende Bremsen und eine geeignete Beleuchtung.

Das müssen Sie bei Mountainbikes beachten

Bei Mountainbikes müssen Sie oftmals eine geeignete Beleuchtung und eine Klingel montieren. Die Bremsen betrifft das meistens nicht. Achten Sie aber darauf, dass Ihre Pedale mit gelben Rückstrahlern versehen sind, denn Klickpedale bei Mountainbikes haben oft keine Beleuchtung.

Das sollten Sie beachten: Hat Ihr Mountainbike keine zwei unabhängig voneinander arbeitenden Bremsen, müssen Sie auch hier nachrüsten, damit es verkehrssicher ist.

Mountainbike nach StVZO verkehrssicher machen
Mountainbikes fehlt oft die richtige Beleuchtung. © gettyimages/vm

Sie können Ihr Mountainbike mit Batterie- oder Akkubeleuchtung ausrüsten. Es ist seit 2017 nicht mehr notwendig, dass Sie die Beleuchtung tagsüber dabeihaben. Das heißt, die Beleuchtung an Ihrem Mountainbike muss nicht fest verbaut sein. Bei Dämmerung und Dunkelheit müssen Sie die Beleuchtung allerdings am Fahrrad anbringen.

Es sind seit 2017 auch Fernlichter erlaubt. Fernlichter sind im Gelände besonders praktisch, weil Sie so Ihre Umgebung besser sehen können.

Beachten Sie bei Fern- und Abblendlichtern, dass Sie diese am Lenkrad bedienen können. Wenn Sie ein Fernlicht benutzen, sollten Sie außerdem sichergehen, entgegenkommende Verkehrsteilnehmer nicht zu blenden.

Das müssen Sie über verkehrssichere Rennräder wissen

Rennräder und Mountainbikes müssen meist an denselben Stellen nachgerüstet werden. Bei Rennrädern sollten Sie besonders an Beleuchtungselemente und Klingel denken. Zwei unabhängig arbeitende Bremsen sind bei Rennrädern oftmals vorhanden. Deshalb müssen Sie hier meist nicht nachrüsten.

Für Rennradfahrer ist ebenso wie für Mountainbike-Fahrer besonders interessant: Seit 2017 müssen Sie die Beleuchtung tagsüber nicht mehr mitführen. Erst bei Dämmerung oder Dunkelheit müssen Sie die Fahrradbeleuchtung an Ihrem Rennrad befestigen und einschalten.

Wann ist ein Kinderfahrrad verkehrssicher?

Ein Kinderfahrrad muss die üblichen Kriterien nach der StVZO erfüllen. Das Fahrrad braucht also eine Klingel, zwei unabhängig arbeitende Bremsen und eine Beleuchtung. Bei einem Kinderfahrrad sollten Sie außerdem einige weitere Dinge beachten. Wir haben für Sie aufgelistet, worauf es bei Fahrrädern für Kinder ankommt.

verkehrssicheres Kinderfahrrad
Mit dem richtigen Fahrrad ist Ihr Kind sicher unterwegs. © gettyimages/romrodinka

Sicherheitslenker

Sicherheitslenker haben verdickte, weiche Enden. Damit ist das Verletzungsrisiko für Ihr Kind bei einem Sturz geringer. Sicherheitslenker sind vor allem für kleinere Kinder ein wertvoller Schutz.

Keine Rücktrittbremse

Auch wenn viele Kinderfahrräder noch eine Rücktrittbremse haben, spricht einiges gegen sie. Die wichtigsten Gründe gegen Rücktrittsbremsen sind die geringe Bremskraft und die Tatsache, dass sich die Kinder so früh wie möglich an die Handbremse gewöhnen sollten.

Im Ernstfall bedienen die Kinder die Handbremse dann intuitiv, wenn ihr neues Fahrrad keine Rücktrittbremse mehr hat. Das kann gerade in kritischen Situationen wertvolle Sekunden bedeuten und die Sicherheit Ihres Kindes erhöhen.

Richtige Größe

Damit Ihr Kind sicher im Straßenverkehr unterwegs ist, ist die richtige Größe des Fahrrades entscheidend. Lassen Sie sich am besten in einem Fachgeschäft beraten, welches Fahrrad für Ihr Kind geeignet ist und lassen Sie Ihr Kind damit Probe fahren.

Wann ist ein Fahrradanhänger verkehrssicher?

Ein Fahrradanhänger ist nach der StVZO verkehrssicher, wenn er geeignet beleuchtet ist. Wie Ihr Fahrradanhänger beleuchtet sein sollte, finden Sie weiter unten. Nach einem Merkblatt für das Mitführen von Anhängern hinter Fahrrädern vom Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen sind außerdem noch weitere Punkte relevant. Wir haben das Wichtigste für Sie zusammengefasst.

Verkehrssicherer Fahrradanhänger
Nicht jeder Anhänger eignet sich für den Straßenverkehr. © gettyimages/Nuli_k

Das richtige Fahrrad zum Ziehen eines Fahrradanhängers

Wie verkehrssicher ein Fahrradanhänger ist, hängt unter anderem von dem Fahrrad ab. Ein Fahrrad kann einen Anhänger ziehen, wenn

  • das Fahrrad einen stabilen Fahrradrahmen hat.
  • das Fahrrad gute Bremsen hat (gemäß DIN 79100-2).
  • der Anhänger möglichst tief am Fahrrad angebracht werden kann.
  • das Fahrrad einen Rückspiegel hat.

Oft finden Sie in der Anleitung des Fahrrads auch folgenden Satz:

„Dieses Fahrrad ist geeignet zum Ziehen eines ungebremsten Anhängers mit einer maximalen Gesamtmasse von 40 kg bzw. eines gebremsten Anhängers von maximal 80 kg. Für die Personenbeförderung muss die Verbindung des Anhängers zum Fahrrad am Hinterbau in Höhe der Achse oder an der Achse selbst erfolgen.“

Finden Sie diesen oder einen ähnlichen Satz in der Anleitung Ihres Fahrrads, kann Ihr Fahrrad einen Anhänger ziehen.

Geeigneter Fahrradanhänger

Ein Anhänger ist dann für den Straßenverkehr geeignet, wenn

  • der Anhänger niemanden verletzen kann, zum Beispiel durch gefährliche Ecken und Kanten.
  • die Kupplung und Deichsel amtlich genehmigt ist (nach § 22a StVZO).
  • der Anhänger grundsätzlich nicht länger als zwei Meter, breiter als einen Meter oder höher als 1,40 Meter ist.
  • der Anhänger nicht schwerer als 40 Kilogramm bei ungebremsten beziehungsweise 80 Kilogramm bei gebremsten Anhängern ist.
  • der Anhänger nicht kippen kann, zum Beispiel weil Sie ihn einseitig beladen haben.

Beleuchtung des Fahrradanhängers

Die Beleuchtung des Anhängers ist nach § 67a StVZO vorgeschrieben.

Jeder Anhänger braucht:

  • zwei weiße Rückstrahler (vorne)
  • zwei rote Rückstrahler (hinten)
  • eine seitliche Beleuchtung durch weiße Reflexstreifen, gelbe Speichenrückstrahler („Katzenaugen“), weiße retroreflektierende Speichen oder Speichenhüllen

Zusätzlich brauchen manche Anhänger:

  • eine weiße Leuchte (vorne), wenn der Anhänger breiter als einen Meter ist
  • eine rote Schlussleuchte (hinten), wenn die Schlussleuchte des Fahrrads verdeckt oder der Anhänger breiter als 60 Zentimeter ist

Die Beleuchtung des Anhängers muss wie die Beleuchtung des Fahrrads offiziell zugelassen sein. Das Prüfzeichen sieht zum Beispiel so aus: „~~~ K 12345“.

Personentransport

Helm im Fahrradanhänger
Nur mit einem Helm sind die Kleinen im Anhänger sicher. © gettyimages/Onfokus

Sie können Personen in dem Anhänger befördern, wenn

  • zwischen Decke und Kopf (mit Helm) mindestens zehn Zentimeter Platz frei sind.
  • das Höchstgewicht des Anhängers nicht überschritten wird.
  • Kinder mit einem Y-Gurt gesichert werden können.

Verkehrssicherer Fahrstil

Wenn Sie ein Fahrrad mit Anhänger fahren, reagiert Ihr Rad anders. Die Bremswege sind zum Beispiel länger oder man braucht mehr Platz, um eine Kurve zu nehmen. Daher sollten Sie Ihren Fahrstil dementsprechend anpassen. Besonders vorsichtig sollten Sie sein, wenn Sie im Anhänger Kinder oder andere Personen befördern.

Wie hoch ist das Bußgeld für ein nicht verkehrssicheres Fahrrad?

Anders als ein Auto müssen Sie Ihr Fahrrad nicht beim TÜV zulassen, um damit am Straßenverkehr teilnehmen zu können. Dennoch erwartet Sie ein Bußgeld, wenn Sie von der Polizei angehalten werden und Ihr Fahrrad nach der StVZO nicht verkehrssicher ist.

Das Bußgeld beträgt 20 bis 35 Euro. Außerdem kann die Polizei Ihr nicht verkehrssicheres Fahrrad beschlagnahmen, wenn Sie damit einen Unfall verursacht haben.

Zahlt die Versicherung bei einem Unfall ohne verkehrssicheres Fahrrad?

Falls Sie jemandenbei einem Fahrradunfall versehentlich verletzen, fällt das in den Zuständigkeitsbereich der Privathaftpflichtversicherung. Sie kommt für eventuelle Behandlungskosten und Reparaturkosten des Unfallgegners auf.

Wichtig: Die Privathaftpflichtversicherung kommt für Ansprüche gegen Sie auf, auch wenn Sie grob fahrlässig gehandelt haben. Sollten Schäden an Ihrem Fahrrad auftreten oder können Sie aufgrund einver Verletzung nicht arbeiten können, wird das nicht übernommen. Hierfür benötigen Sie eine Unfallversicherung oder Arbeitsunfähigkeitsversicherung.

Jederzeit sicher unterwegs

Familie beim Fahrradfahren
Gut gerüstet können Sie unbeschwert ins Grüne starten. © gettyimages/Tashi-Delek

Damit Sie immer sicher unterwegs sind, braucht Ihr Fahrrad neben einer Klingel und zwei Bremsen auch die richtige Beleuchtung. Für die optimale Sicherheit empfehlen wir außerdem:

  • einen Fahrradhelm
  • rutschfeste Pedale
  • den richtigen Reifendruck
  • einen Kettenschutz, damit sich zum Beispiel keine Schnürsenkel verfangen
  • eine umsichtige Fahrweise

Rüsten Sie Ihr Fahrrad unbedingt nach, wenn es nach der StVZO nicht verkehrssicher ist oder achten Sie gleich beim Kauf darauf, dass das Fahrrad für den Straßenverkehr geeignet ist.

Gerade für teure Fahrräder lohnt sich außerdem eine Fahrradversicherung. Damit sind Sie geschützt, wenn Ihr Fahrrad gestohlen wird und Sie erhalten den Betrag für ein neues Fahrrad von Ihrer Versicherung.

Sie fahren ein E-Bike oder Pedelec? Dann informieren Sie sich in unserem E-Bike- und Pedelec-Ratgeber, was Sie bei der Teilnahme am Straßenverkehr beachten müssen. Und damit Sie überall sicher unterwegs sind, sollten Sie außerdem auf Kopfhörer im Straßenverkehr verzichten und einen Fahrradhelm tragen.

Wir wünschen Ihnen allzeit gute Fahrt! Ihre AllSecur

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