Einbruch Tipps: Wie schützen und was tun nach Einbruch?

Seit den letzten sechs Jahren lässt sich in Deutschland ein Anstieg an Wohnungseinbrüchen beobachten. Im Schnitt wird in Deutschland 19 Mal pro Stunde eingebrochen („Einbruchschutz. Sicherheit für Haus und Wohnung.“ Stiftung Warentest, Juni 2017).  Für den Einzelnen bedeutet das: Vorsicht, Einbrecher sind wieder auf dem Vormarsch!

Wie man sich am besten vor Einbrechern schützt, wer bei Einbruch zahlt und weitere hilfreiche Tipps haben wir für Sie zusammengestellt.

 

Einbrecher

Einbrecher am Werk © iStock/RainerFuhrmann


Einbrüche in Deutschland

Wer sind die Einbrecher?

In den letzten Jahren hat die Polizei wichtige Informationen und Merkmale gesammelt, die ein typischer Einbrecher aufweist. Der durchschnittliche Einbrecher in Deutschland ist männlich, deutsch und über 21 Jahr alt. Er ist polizeilich bekannt und schlägt am häufigsten in Nordrhein-Westfalen zu.

Wann wird besonders häufig eingebrochen?

Einbrüche können zu jeder Jahres- und Tageszeit passieren. In den Monaten Oktober, November, Dezember und in der Ferienzeit nimmt die Zahl an ungeklärten Einbrüchen stark zu. Einbrecher möchten sich nicht auf frischer Tat ertappen lassen, darum schlagen sie besonders gerne zu, wenn niemand zu Hause ist.

Wo wird eingebrochen?

Nein, es wird nicht nur in reichen Villengegenden eingebrochen. In vielen Fällen stammen die Einbrecher aus dem engeren Umfeld der Opfer, deswegen ist keine Wohngegend komplett sicher. Statistisch am häufigsten wird aber in Nordrhein-Westfalen und Thüringen eingebrochen.

Was wird gestohlen?

Die Statistik zeigt, dass Diebe am liebsten Geld, Schmuck, teure Uhren und kleinere elektronische Geräte wie Smartphones und Kameras stehlen. Das liegt daran, dass diese Gegenstände sehr einfach mitzunehmen und leicht zu verkaufen sind.

Wie kommen Einbrecher ins Haus?

Bei Einfamilienhäusern steigen Einbrecher am liebsten über Balkon- und Terrassentüren oder Fenster im Erdgeschoss ein. Fenster im Keller oder in anderen Stockwerken und die Eingangstür sind weniger beliebt. Die gute Nachricht ist: Die meisten Einbrecher geben schon nach ungefähr drei Minuten auf, wenn es nicht funktioniert. Das macht Einbruchschutz an Fenstern, Balkon- und Terrassentüren besonders sinnvoll. Spezielle Fenstersicherungen machen es dem Einbrecher schwer und mit etwas Glück gibt er nach wenigen Minuten auf.


Was tun nach Einbruch

Das sollten Sie tun, wenn bei Ihnen eingebrochen wurde:

1. Polizei informieren

Wenn Sie beim Betreten Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses merken, dass Einbrecher am Werk waren, sollten Sie sofort die Polizei informieren. Fassen Sie nichts an und warten Sie vor dem Betreten der Wohnung auf die Beamten.

2. Schaden bei Ihrer Versicherung melden

Nach dem Einbruch sollten Sie nicht viel Zeit vergehen lassen, bis Sie Ihre Hausratversicherung über den Vorfall informieren. Damit die Schadenregulierung schnell und unkompliziert verlaufen kann, besprechen Sie am besten mit Ihrer Versicherung das weitere Vorgehen. Zum Beispiel, ob und wann ein Schadensgutachter zu Ihnen kommen soll.

3. Gestohlene Wertsachen auflisten

Damit Sie den entstandenen Schaden ersetzt bekommen, müssen Sie eine Liste der gestohlenen Wertsachen erstellen. Am besten machen Sie diese Liste schon, wenn die Polizisten noch bei Ihnen sind. Polizei und Hausratversicherung benötigen später eine genaue Übersicht, was aus Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung gestohlen wurde.

4. Strafanzeige bei der Polizei erstellen

Nein, das passiert nicht automatisch, wenn Sie die Polizei anrufen. Um Strafanzeige zu erstatten sollten Sie nach dem Einbruch auf das Polizeipräsidium gehen und dort noch einmal genau erklären, was passiert ist und welche Gegenstände aus Ihrem Haushalt gestohlen wurden. Ihre Hausratsversicherung braucht übrigens auch das Aktenzeichen Ihrer Strafanzeige, damit sie den Fall leichter bearbeiten kann.

5. Strafanzeige und "Stehlgutliste" an die Hausratversicherung schicken

Ihre Liste der gestohlenen Wertgegenstände und das Aktenzeichen der Strafanzeige müssen an die Hausratsversicherung weitergegeben werden.


Einbruch-Versicherung

Bei Einbruch zahlt Ihre Hausratversicherung. Gerechnet wird meist mit dem sogenannten Wiederbeschaffungswert. Damit ist eine Summe gemeint, die ausreicht, um sich einen gleichwertigen Ersatz zu kaufen.

Was zahlt die Versicherung bei Einbruch?

Im Gegensatz zu vielen anderen Versicherungen zahlt die AllSecur den Neuwert der entwendeten Waren und nicht nur den Wiederbeschaffungswert (außer bei Antiquitäten). Eine Entschädigungsobergrenze gibt es bei gestohlenem Bargeld. Die durchschnittliche Entschädigungshöhe liegt hier bei 1000 bis 2000 Euro. Außerdem werden oft auch die Kosten für den Austausch der Wohnungstür, Hotelkosten oder Bewachung, bis die Haustür wieder sicher verschlossen werden kann, übernommen.

Der Premiumtarif der AllSecur Hausratsversicherung übernimmt auch diese Kosten:

  • Aufräumungskosten
  • Transport- und Lagerkosten (z.B. wenn renoviert werden muss)
  • Hotelkosten (wenn das Zuhause nach dem Einbruch unbewohnbar ist)
  • Bewachungskosten (z.B. wenn die Haustüre kaputt ist)
  • Reparaturkosten (z.B. für eingeschlagene Fenster)
  • Rückreisekosten aus dem Urlaub (wenn Sie im Ausland vom Einbruch erfahren)

Was kostet eine Hausratversicherung?

Bei der AllSecur können Sie eine Hausratsversicherung ab 2,96 € im Monat abschließen.


Einbruchschutz: Tipps und Tricks, um Einbrecher abzuschrecken

Wie Sie sich am besten vor Einbrüchen schützen können:

Ferienzeit und Wintermonate sind Hochsaison für Wohnungseinbrüche. Es gibt hilfreiche Tipps und Tricks, wie man sein Eigentum auch im Urlaub schützen kann.

Einbruchschutz durch den richtigen Umgang mit Facebook & Co

Einbrecher sollten gar nicht erst mitbekommen, dass Sie in den Urlaub fahren. Das bedeutet bei Ihrer Abreise so wenig Aufsehen wie möglich zu erregen. Auch auf sozialen Netzwerken wie Facebook und Co sollten Sie besser keine Hinweise geben, dass Sie für längere Zeit außer Haus sind. Veröffentlichen Sie möglichst keine Urlaubsfotos oder Ortsangaben auf Facebook oder in anderen sozialen Netzwerken. Auch Ihre Anrufbeantworteransagen oder E-Mail-Abwesenheitsnotizen sollten nicht gleich verraten, dass Sie für längere Zeit nicht zu Hause sind.

Schauspiel zum Schutz vor Einbrechern

Sorgen Sie in der Ferienzeit dafür, dass ihr Heim immer bewohnt aussieht. Das lässt sich durch kleine Kniffe und Details erreichen: Wenn zum Beispiel ein Blick durchs Fenster einen gedeckten Tisch zeigt oder Schuhe vor der Haustür stehen. Es ist ratsam einige Lampen mit Zeitschaltuhr zu versehen oder Jalousien zu programmieren, so dass es den Anschein macht, Personen wären im Haus.

Housesitter zum Einbruchschutz

Um wirklich auf Nummer sicher zu gehen, bitten Sie Nachbarn oder Verwandte darum, ab und zu nachzusehen, ob alles in Ordnung ist. Ihre Nachbarn und Verwandten könnten beispielsweise auch Fahrräder und Autos in der Einfahrt stehen lassen. Dann wirkt es so, als wäre jemand zu Hause.

Türen und Fenster sichern

Einbrecher kommen am liebsten durch Türen und Fenster in die Wohnung. Deswegen sind  gute Türen- und Fenstersicherungen besonders wichtig. In Wohnungen in oberen Stockwerken sollte man vor allem darauf achten, die Eingangstür so einbruchssicher wie möglich zu machen, zum Beispiel durch ein Stangenschloss und Querriegel. Bei älteren Wohnungen sind ein neues Schloss oder Schließbleche im Türrahmen empfehlenswert. Bei Einfamilienhäusern geht es vor allem darum, die Fenster so gut wie möglich zu sichern. Grundsätzlich gilt: je größer ein Fenster ist, umso mehr zusätzliche Sicherungen sollte man anbringen. Das gilt also vor allem für Balkon- und Terrassentüren. Am besten Sie lassen sich vom Fachmann beraten.

Anwesenheit vortäuschen

Nicht nur in der Ferienzeit macht es Sinn, ein bewohntes Heim vorzutäuschen. Vor allem in der dunklen Jahreszeit sind auch kurze Abwesenheiten eine Einladung für Einbrecher. Mittlerweile gibt es viele Möglichkeiten und kleine elektronische Helfer, um die eigene Anwesenheit zu Hause vorzutäuschen. Beispielsweise mit einer einfachen Zeitschaltuhr oder auch einem Fernsehsimulator.

Elektronische Sicherungen

Der Markt an elektronischen Sicherungen für die Wohnung oder das Eigenheim ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Es gibt unzählige Alarmanlagen in verschiedenen Preisklassen. Beim Kauf sollte man sich aber vorweg schon gut informieren und sich am besten an den Fachmann wenden, denn Alarmanlage ist nicht gleich Alarmanlage. Vor allem bei größeren Grundstücken können Überwachungskameras sinnvoll sein.