Kfz-Versicherung

Von A - Z

A - C

    • Allgemeine Bedingungen für die Kfz-Versicherung (AKB)

      Mit den Allgemeinen Bedingungen für die Kraftfahrtversicherung, oft auch AKB genannt, werden die vertraglichen Pflichten und Rechte bei einem Versicherungsschluss zwischen dem Fahrzeughalter bzw. Versicherungsnehmer und dem Versicherer beschrieben. Es handelt sich bei den AKB also um einen Teil des Versicherungsvertrags, der den allgemeinen Rahmen setzt und durch individuelle Vereinbarungen (zum Beispiel Höhe der Selbstbeteiligung) ergänzt wird.

      Was wird durch die AKB geregelt?

      Primär regeln die Vertragsbedingungen welche Versicherungsarten Teil des Vertrags sind und welche Folgen sich daraus für die Vertragspartner ergeben. Die AKB definieren beispielsweise die versicherten und nicht versicherten Schäden, den Leistungsumfang sowie die Pflichten und Rechte beider Parteien. Gegliedert sind die Allgemeinen Bedingungen für die Kfz-Versicherung in einen allgemeinen Teil und in spezielle Regelungen für die Kfz-Haftpflicht- und Kaskoversicherung sowie für weitere spezielle Produktbausteine.

      Hier finden Sie die AKB der AllSecur im Detail


    • Amtliches Kennzeichen

      Die individuelle Registrierungsnummer für ein Kraftfahrzeug, das Kfz-Kennzeichen, wird in Deutschland von der Straßenverkehrsbehörde (Kfz-Zulassungsstelle) zugeteilt.
      Ohne das amtliche Kfz-Kennzeichen bzw. die Zulassung eines Kraftfahrzeuges, darf das Kraftfahrzeug nicht am öffentlichen Strassenverkehr teilnehmen.
      An deutschen Autokennzeichen kann anhand der ersten ein bis drei Buchstaben abgelesen werden, in welchem Ort bzw. in welchem Landkreis das Kfz zugelassen wurde. Während dieser Teil des Kennzeichens bei der Kfz-Zulassung festgelegt ist, kann der Fahrzeughalter auf Wunsch die übrigen Zeichen des Kfz-Kennzeichens wählen.
      Man spricht hier von sogenannten Wunschkennzeichen. Voraussetzung für das Wunschkennzeichen ist selbstverständlich, dass ein identisches Kennzeichen nicht bereits vergeben wurde. Zudem werden einige Buchstaben- und Zahlenkombinationen seitens der Kfz-Zulassungsstellen oftmals nicht vergeben - etwa, wenn sie anstößig oder diskriminierend sind.
      Wer keine eigenen Wünsche für das Nummernschild hat, bekommt bei der Zulassungsbehörde ein freies Kfz-Kennzeichen zugewiesen.

      Alle Information zu Kennzeichen & Nummernschild


    • Annahmezwang / Kontrahierungszwang

      Unter Kontrahierungszwang wird die Verpflichtung einer Versicherungsgesellschaft verstanden, einen Antragsteller aufzunehmen. Der Annahmezwang betrifft die Pflichtversicherungen und somit auch die Kfz-Haftpflichtversicherung. In diesen Fällen darf die Versicherungsgesellschaft einen Antragsteller beispielsweise nicht ablehnen, wenn er durch seine Nationalität oder sein Alter zu einer sogenannten Risikogruppe gehört. Lehnt die Versicherungsgesellschaft dennoch einen Antrag ab, verstößt sie gegen das Versicherungsaufsichtsgesetz.

      Allerdings gibt es auch Ausnahmeregelungen. Eine regional tätige Versicherungsgesellschaft kann zum Beispiel einen Antrag ablehnen, wenn der Antragsteller seinen Wohnsitz in einem anderen Bundesland hat.
      Des Weiteren besteht keine Verpflichtung zur Annahme eines Antrages, wenn es sich um eine spezialisierte Versicherungsgesellschaft handelt. Eine Versicherungsgesellschaft, die beispielsweise ausschließlich Oldtimer versichert, darf Versicherungsanträge auf andere Kfz ablehnen. In diesem Fall verstößt sie auch nicht gegen das Versicherungsaufsichtsgesetz.


D - F

    • Deckungssumme

      Die Deckungssumme bezeichnet jenen Betrag, bis zu dem eine Kfz-Versicherung Schäden übernimmt. Darüber hinausgehende Schäden muss der Versicherungsnehmer selbst bezahlen. In europäischen Staaten gibt es für die Kfz-Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschriebene Deckungssummen, in der Kaskoversicherung ist eine solche Regelung nicht vorhanden.

      Diese auch für Deutschland vorgegebenen Deckungssummen werden in den Kfz-Versicherungen der AllSecur bei weitem überschritten, damit Sie im Schadenfall keine finanziellen Nachteile erleiden. Die Deckungssummen unterscheiden sich in der Höhe nach bei Personen- und Sachschäden.

      Erfahren Sie mehr über den Versicherungsschutz der AllSecur Kfz-Versicherungen


    • Fahrzeug-Identifikationsnummer

      Die Fahrzeug-Identifikationsnummer wird zur Kennzeichnung von Kraftfahrzeugen eingesetzt und ist eine international genormte, 17-stellige Nummer. Sie stellt sicher, dass jedes Kraftfahrzeug weltweit eindeutig identifiziert werden kann. Die Fahrzeug Identnummer wird von allen Fahrzeugherstellern direkt ab Werk vergeben und in den Fahrzeugpapieren vermerkt.


    • Fahrzeugbrief

      Der Fahrzeugbrief, der mittlerweile Zulassungsbescheinigung Teil II heißt, ist das wichtigste Dokument für einen Fahrzeugeigentümer. Diese Bescheinigung ist, neben der Angabe der Fahrzeugdaten, die amtliche Urkunde über die Eigentumsverhältnisse an dem Kraftfahrzeug. Der Fahrzeugbrief muss und sollte nicht, im Gegensatz zum Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) im PKW mitgeführt werden.
      Neben den Werksangaben vom Hersteller zum Kfz enthält dieses Dokument auch alle bisherigen Eigentümer des Fahrzeugs sowie deren Daten. Sie benötigen den Fahrzeugbrief zur Zulassung eines neuen oder gebrauchten Autos.

      Fahrzeugbrief

    • Fahrzeughalter

      Grundsätzlich ist der Fahrzeughalter die Person, die in der Zulassungsbescheinigung Teil I (früher: Fahrzeugschein) eingetragen wird. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Halter eines Kfz ebenfalls der Fahrzeugbesitzer sein muss. Hier kann abweichend vom Fahrzeughalter ein anderer Fahrzeugeigentümer in der Zulassungsbestätigung Teil II (früher: Fahrzeugbrief) vermerkt werden.

      Beispiel:
      Wird ein Auto geleast, ist in der Regel das Leasingunternehmen der Fahrzeugeigentümer und der Leasingnehmer, sprich der Fahrer, Halter des Fahrzeuges.


    • Fahrzeugschein

      Der Fahrzeugschein wurde zum Oktober 2005 an die EU-einheitlichen Regelungen angepasst und wird seitdem als „Zulassungsbescheinigung Teil I“ bezeichnet. In diesem Zusammenhang wurde ebenfalls der Fahrzeugbrief angepasst. Dieser ist jetzt die „Zulassungsbescheinigung Teil II“.
      Der maßgebliche Vorteil der neuen Zulassungsbescheinigungen liegt in der Fälschungssicherheit, in der Vereinheitlichung der Datenfelder und der EU-weiten Lesbarkeit. Im Vergleich zu den alten Fahrzeugscheinen beinhaltet die Zulassungsbescheinigung Teil I nun mehr Informationen zum Fahrzeug.
      Der Fahrzeughalter sollte dringend darauf achten, dass die Bescheinigung Teil II stets sicher aufbewahrt wird, da man sich mit dieser als Eigentümer des Kfz ausweisen kann.

      KFZ Versicherung Fahrzeugschein

G - J

    • Herstellerschlüssel / Typschlüssel

      Jeder Fahrzeugtyp wird durch eine Kombination aus Herstellerschlüssel und Typschlüssel identifiziert. Diese Schlüsselnummern stehen im Fahrzeugschein und werden für die Einstufung in der Haftpflicht- und Kaskoversicherung benötigt.


K - M

    • Kaufpreisentschädigung

      Der Kaufpreis ist der Betrag, der für das versicherte Fahrzeug bei Anschaffung tatsächlich entrichtet worden ist.

      Wir erstatten anstelle des Wiederbeschaffungswertes des Fahrzeugs seinen Kaufpreis, wenn es sich bei dem versicherten Fahrzeug um

      • einen Pkw (ausgenommen Mietwagen, Taxen und Selbstfahrervermietfahrzeuge) handelt,
      • innerhalb von 24 (Premium), 12 (Komfort) bzw. 6 (Basis) Monaten nach erstmaliger Zulassung des Fahrzeugs auf den Versicherungsnehmer ein Totalschaden oder Verlust des Fahrzeugs eintritt und
      • der Kaufpreis durch Anschaffungsrechnung bzw. Kaufvertrag nachgewiesen werden kann.

      Die Entschädigungleistung ist auf das 1,5 fache des Wiederbeschaffungswertes am Tag des Schadens begrenzt.
       


    • Mallorca-Police

      Die Mallorca-Police ist eine ergänzende Haftpflichtdeckung die für Mietfahrzeuge gilt, die der Versicherungsnehmer als Urlauber im Ausland anmietet. Obwohl die Mallorca-Police ihren Namen von der bekannten Urlaubsinsel hat, ist sie keine reine Versicherung für die Insel Mallorca. Denn die Mallorca-Police gilt europaweit. Der Name entstand, weil die Deutschen gerne nach Mallorca verreisen und dort in vielen Fällen einen Mietwagen leihen.


    • Marderbiss

      Als Marderschäden werden Schäden am Kfz bezeichnet, die durch die Bisse von Mardern entstehen. Bevorzugte Ziele der Marderbisse sind weiche Kunststoff- und Gummiteile im Motorraum. Die Kaskoversicherung von AllSecur versichert die unmittelbar durch Marder- bzw. Tierbisse verursachten Schäden an Schläuchen und an der Verkabelung des Kfz.


Q - S

    • Rabattübertragung

      Die Rabattübertragung ermöglicht die Übertragung des Schadenfreiheitsrabattes auf eine dritte Person.

      Mehr Informationen bekommen Sie hier


    • Schadenrückkauf

      Nach einem Vollkaskoschaden kann ein Versicherungsnehmer entscheiden, ob er den entstandenen Schaden seiner Versicherung meldet oder ihn lieber selbst reguliert. Bezahlt er die Reparatur aus eigener Tasche, vermeidet er damit die Rückstufung seiner Schadenfreiheitsklasse. Bei einem Haftpflichtschaden ist ein Versicherungsnehmer allerdings dazu verpflichtet, der Versicherung den Schaden umgehend zu melden.

      Der Ablauf eines Rückkaufs ist einfach: Der Versicherungsnehmer erstattet der Versicherung nachträglich die angefallenen Kosten der Reparatur. Dafür kann er dann seine aktuelle Schadenfreiheitsklasse behalten und wird nicht herabgestuft. Der Rückkauf eines Schadens kann innerhalb von sechs Monaten erfolgen. Ob dieses Vorgehen sinnvoll ist und sich für den Versicherungsnehmer „rechnet“, hängt von der Schadenhöhe und der Höhe der Rückstufung ab.


    • Selbstbeteiligung (SB)

      Die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung ist lediglich in der Kaskoversicherung möglich; in der Kfz-Haftpflichtversicherung besteht diese Möglichkeit nicht. Hier werden alle anfallenden Schäden in voller Höhe vom Versicherer geregelt.
      Eine Selbstbeteiligung zu wählen ist sinnvoll, um damit den zu zahlenden Versicherungsbeitrag zu senken. Die Höhe des Selbstbehalts kann jeder Versicherungsnehmer individuell aus dem Angebot des Versicherungsunternehmens auswählen.
      Dies bedeutet, dass der Versicherungsnehmer einen vorab festgelegten Betrag im Schadensfall selbst trägt. Je höher der Selbstbehalt gewählt wird, umso niedriger fällt der zu zahlende Beitrag aus.

      Informieren Sie sich jetzt über die Selbstbeteiligungen der AllSecur


    • Stilllegung

      Wer sein Fahrzeug kurz- oder längerfristig stilllegen, d.h. außer Betrieb setzen möchte, benötigt neben Fahrzeugbrief und Fahrzeugschein (neu: Zulassungsbescheinigung Teil I und II) die Kennzeichenschilder. Bei einer endgültigen Stilllegung ist ein Verwertungsnachweis obligatorisch, der durch eine zertifizierte Stelle ausgestellt wurde. Der Antrag auf Stilllegung bei der Zulassungsstelle kann auch neben dem Fahrzeughalter eine bevollmächtigte Person durchführen.

      Ob der Halter eine vorübergehende oder endgültige Stilllegung wünscht, muss er nicht sofort entscheiden, wenn er das Auto stilllegen lässt. Es gibt eine Frist von sieben Jahren, in denen das Fahrzeug neu zugelassen werden kann. Nötig ist lediglich die Vorlage einer gültigen Abgas- und Hauptuntersuchung. Erst nach sieben Jahren erlischt die Betriebserlaubnis für das Fahrzeug endgültig. Für eine erneute Zulassung ist dann ein Vollgutachten unerlässlich.

      Nach der Außerbetriebsetzung eines Fahrzeugs geht eine Meldung der Kfz-Zulassungsstelle an das Finanzamt und die Kfz-Haftpflichtversicherung Zuviel gezahlte Steuern oder Beiträge werden dem ehemaligen Fahrzeughalter zurückerstattet. Die Versicherung erlischt aber nicht sofort: Für die nächsten 18 Monate tritt eine kostenlose Ruheversicherung in Kraft. Wer sein Kfz vorübergehend stilllegen möchte und es innerhalb dieser Frist wieder anmeldet, kann die Versicherungsgesellschaft nicht wechseln.


T - V

    • Unterjährige Zahlung

      Der Monat Januar ist für die meisten Menschen genau der Monat, in dem die höchsten Ausgaben ins Haus stehen. Viele Steuern und Abgaben, Abschläge und Gebühren werden inzwischen jährlich und dabei zumeist im Januar erhoben - oft wird genau dieser Monat also sehr teuer.
      Es entscheiden sich daher immer mehr Menschen für eine unterjährige Zahlung ihrer Versicherungsbeiträge.
      Wer seine Versicherungen nicht einmal im Jahr, sondern unterjährig zahlen möchte, der hat meist die Wahl zwischen halbjährlicher, vierteljährlicher oder sogar monatlicher Zahlungsperiode.
      Je nachdem für welche Zahlungsperiode man sich entscheidet, kann es allerdings sein dass ein evtl. Beitragsvorteil entfällt.


    • Vorsteuerabzug

      Durch die Vorsteuerabzugsberechtigung hat ein Unternehmen das Recht die von ihm verauslagte Umsatzsteuer (oder auch Vorsteuer) von dem Finanzamt zurück zu fordern oder mit der in Rechnung gestellten Umsatzsteuer in Verrechnung zu bringen.


W - Z

    • Werkstattbindung

      Enthält Ihr Versicherungsschutz den Baustein KaskoDirekt, befinden Sie sich in der so genannten Werkstattbindung. Bei einem Kaskoschaden erfahren Sie von uns, welcher geprüfte Partnerbetrieb sich bei Ihnen in der Nähe befindet, um Ihr Fahrzeug reparieren zu lassen.

      Lassen Sie den Schaden an Ihrem Fahrzeug nicht bei einem unserer Partnerbetriebe beheben, erstatten wir 80 % der erforderlichen Reparaturkosten.


    • Widerrufsrecht

      Das Bürgerliche Gesetzbuch räumt jedem Verbraucher das Recht ein, sich von einem bereits geschlossenen, aber noch schwebend wirksamen Vertrag innerhalb einer gesetzlichen Frist durch Widerruf zu lösen.
      Dabei kann der Kunde ohne Angabe von Gründen den Vertragsabschluss widerrufen. Wurde der Versicherungsvertrag online geschlossen, greift zusätzlich das Widerrufsrecht aus dem Fernabsatzgesetz.

      AllSecur weist beim Abschluss eines Versicherungsvertrages sowie im Antrag auf Kfz-Versicherung an vielen Stellen auf ein mögliches Widerrufsrecht und die Folgen hin.


    • Wiederbeschaffungswert

      Wie wird der Wiederbeschaffungswert berechnet?

      Der Wiederbeschaffungswert bezeichnet die Höhe des Kaufpreises, um ein beschädigtes Fahrzeug oder Fahrzeugteil gegen ein gleichwertiges, unbeschädigtes zu ersetzen. Der Wiederbeschaffungswert ist in der Regel höher als der Zeitwert eines Fahrzeuges. Denn der Wiederbeschaffungswert eines Kfz beinhaltet auch die zusätzlichen Kosten wie beispielsweise die Provision für den Händler oder extra Lieferkosten.

      Die Bewertung von Autos auf den Zeitwert wird durch einen Sachverständigen, einer Kfz-Werkstatt oder einem Autohändler durchgeführt. Als Richtlinie dient meist ein Marktbericht zu den aktuellen Verkaufspreisen. DAT oder Schwacke sind Anbieter solcher Marktberichte.